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Die Jagd nach der Goldmühle

Aus Duckipedia
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Die Jagd nach der Goldmühle
The Quest for Kalevala
Erstveröffentlichung: 10.11.1999
Entstehungsdatum: 1999
Storycode: D 99078
Storycode des Epilogs: D 99078B
Story: Don Rosa
Zeichnungen: Don Rosa
Seiten: 33 + 1
Deutsche Übersetzung: Jano Rohleder
Deutsche Erstveröffentlichung: MM 1/2000
Weiterführendes

Ind.PNG Infos zu

Die Jagd nach der Goldmühle

beim Inducks

Ind.PNG Infos zum Epilog

beim Inducks

(© Egmont Ehapa)

Die Jagd nach der Goldmühle (Original The Quest for Kalevala) ist eine Comicgeschichte von Don Rosa. Sie handelt von der Suche der Ducks nach einem mythischen Schatz aus der finnischen Heldendichtung Kalevala.

Figuren[Bearbeiten]

Comicfiguren[Bearbeiten]

Figuren aus dem Kalevala[Bearbeiten]

  • Väinämöinen
  • Louhi
  • Tuoni
  • Iku-Turso

Handlung[Bearbeiten]

Dagobert will die Schrammen auf seinem Stock, die von zu häufigem Kontakt mit Donalds Kopf herrühren, mit Schuhcreme kaschieren und holt zui diesem Zweck seine alte Truhe mit Erinnerungen hervor. Tick, Trick und Track entdecken darin einen Schuldschein. Dagobert bekam ihn als Schuhputzjunge einst vom berühmten finnischen Wissenschaftler Elias Lönnrot, dem er seine Birkenrindenschuhe zusammenflickte. Da Lönnrot Dagobert jedoch nur mit einer finnischen Münze bezahlen konnte, riss dieser kurzentschlossen eine Seite aus Lönnrots Notizbuch und ließ sich einen Schuldschein unterzeichnen. Er konnte diesen jedoch nicht mehr einlösen, weil der Türsteher ihn nicht in Lönnrots Hotel einließ. Und deshalb hat Dagobert den Schuldschein immer noch.

Der Leuchtturm (© Egmont Ehapa)

Die Neffen lesen gleich im Schlauen Buch nach, dass Lönnrot das Epos Kalevala aus uralten finnischen Mythen zusammenfügte. Das Kalevala handelt unter anderem von einer magischen Mühle, dem Sampo, die ewig währenden Wohlstand schafft. Der Sampo hat drei Öffnungen, aus der ersten kommt Korn, aus der zweiten Salz und aus der dritten Goldmünzen. Der Held des Epos, Väinämöinen, schafft den Sampo gemeinsam mit seinem Bruder Ilmarinen für die böse Hexe Louhi, die den Sampo allerdings wegsperrt. Die Helden machen sich auf, um den Sampo zurückzuholen. Ilmarinen schmiedet Väinämöinen zu diesem Zweck eine magische Kantele (finnische Leier), durch die er zaubern kann. Louhi verfolgt sie und es kommt zu einem Kampf, in dessen Zuge der Sampo zerstört wird.

Dagobert ist von der Geschichte begeistert: eine Mühle, die Gold erzeugt! Die Ducks machen sich auf nach Finnland. Auf der Seite aus Lönnrots Notizbuch ist die Lage einer nebligen Landspitze vermerkt, auf der die Reste des Sampo der Legende nach zu finden seien. In der Gegend, die im Notizbuch vermerkt war, finden die Ducks einen alten Mann, der zunächst abweisend reagiert, ihnen dann aber den entscheidenden Hinweis gibt, einen antiken Leuchtturm draußen auf der Landspitze aufzusuchen. Die Ducks sehen den Leuchtturm allerdings nicht. Als sie sich verabschieden, begleiten sie die Harfenklänge des Alten.

Der Stoff, aus dem man Mythen macht (© Egmont Ehapa)

Draußen auf der Landspitze kommt plötzlich ein Schneesturm auf. Die Ducks kämpfen sich empor, wo plötzlich der Leuchtturm steht, in den sie sich flüchten. Inmitten des Turms steckt ein Schwert im steinernen Boden, das Zeichnungen von Väinämöinens Schwert im Kalevala entspricht. Das Schwert befindet sich inmitten eines Lichtkegels. Dagobert berührt das Schwert – plötzlich fängt er mit merkwürdiger Stimme und in Versen zu sprechen an. Tick, Trick und Track begreifen, dass Väinämöinen durch ihn spricht. Väinämöinen vermisst seine Kantele und eine blaue Ente soll sie mit einem Rechen aus dem Wasser fischen. Und wer von den Ducks ist blau? Donald! Doch obwohl Donald stundenlang das eisige Wasser durchrecht, kann er die Kantele nicht finden. Väinämöinen, durch Dagobert sprechend, ruft nun seinen Bruder Ilmarinen, der einst den Sampo geschmiedet hat. Doch statt diesem erscheint Daniel Düsentrieb im Leuchtturm. Der Ingenieur berührt versehentlich das Schwert und versteht so viel von der Kalevala-Magie, dass er die Teile des Sampos, die, wie die Ducks plötzlich bemerken, im Leuchtturm liegen, wieder zusammenschmieden kann. Aus der Hitze des Feuers entsteht wieder neu der Sampo. Dagobert kann ihn allerdings nicht in Betrieb nehmen, denn der Bolzen der Kurbel fehlt, den Louhi einst mitgenommen hat. Väinämöinen schickt sie aus mittels eines plötzlich erschienenen Wikingerschiffs in die Totenwelt Tuonela, wo Louhi in tiefem Schlaf ruht.

Der Sampo (© Egmont Ehapa)
Tuoni (© Egmont Ehapa)

Nur Dagobert und Donald wagen sich in die Eishölle Tuonelas, wo sie dem Wächter Tuoni begegnen, einem Skelett. Tuoni lässt nur die hinein, die im „Buch des Schlafes“ vermerkt sind – und dazu gehört auch Donald. So können beide schließlich die Kammer betreten, in der Louhi in einem Eisblock eingeschlossen ist. Dagobert schwindelt ihr vor, dass er den Sampo Louhi zurückgeben will und sie verrät, dass sie den Bolzen in der einen Hand hält. Donald taut mit seiner Körperwärme das Eis auf, bis die Hand mit dem Bolzen zum Vorschein kommt. Dagobert entreißt Louhi den Bolzen, die erkennt, dass man sie getäuscht hat. Die Ducks entkommen. Doch Louhis Hand ist nun frei und so kann sie mittels Magie eine würdige Helferin herbeirufen – Gundel Gaukeley. Louhi gibt Gundel auch ihre geflügelte Rüstung, die sie einst beim Kampf um den Sampo getragen hat, und schickt sie den Ducks hinterher.

Dagobert hat inzwischen sowohl die Salz-, als auch die Kornöffnung des Sampos in – wortwörtlich – Augenschein nehmen können und will sich nun dem Gold widmen, als ein großer Vogel durch den Nebel auf sie zufliegt. Es ist Gundel. Mit den Krallen ihrer Rüstung scheint sie den Ducks überlegen zu sein und befördert Donald gleich ins Wasser. Als er wieder auftaucht, hat er Väinämöinens Kantele mit herausgefischt, dieses eine Mal, als er es gar nicht versucht hat. Gundel schnappt Dagobert, doch der konnte gerade noch mit seinem Stock die Kantele berühren und ihr einen Ton entlocken.

Plötzlich erscheint Väinämöinen auf dem Schiff. Er hat auch sein Schwert dabei und kann Gundels Rüstung im Nu zerstören. Doch als Gundel auf den Boden des Schiffes fällt, sieht sie vor sich die Kantele liegen und ruft mit ihr Louhi herbei. Louhi sinnt auf Rache und verzichtet auf den Sampo, nachdem Gundel ihr die Kantele gegeben hat. Denn mit der Kantele kann sie Iku-Turso herbeirufen, ein Seemonster aus dem Kalevala, mit dem sie fortfliegt. Ganz Finnland droht zerstört zu werden. Kurzentschlossen springt Donald auf Iku-Tursos Schwanz.

Iku-Turso landet vor dem Hauptbahnhof in Helsinki. Doch seit den Zeiten des Kalevala hat sich viel verändert und weder Louhi noch Iku-Turso sind an moderne Großstädte mit ihrem Verkehr gewöhnt. Ihre momentane Verunsicherung kann sich Donald zunutzemachen und Louhi die Kantele entreißen. Mit dieser lockt er Iku-Turso mehr schlecht als recht durch die Stadt, bis das Monster das Meer erblickt und sich ins Wasser stürzt. Louhi will Donald dafür bestrafen, doch der schafft es, mit der Kantele einen Reisezauber zu spielen und sich auf das Wikingerschiff zurückzubefördern.

Iku-Turso terrorisiert Helsinki (© Egmont Ehapa)

Auf dem Schiff hat Dagobert inzwischen Unmengen an Goldmünzen produziert, die das Schiff zu kentern drohen. Nachdem Donald Gundel und Herrn Düsentrieb mit der Kantele zurückgeschickt hat, übergibt er sie Väinämöinen. Der beginnt zu spielen und das Wetter wird plötzlich schlechter. Das Schiff erhebt sich in den Himmel, Donald und die Neffen springen ab. Doch Dagobert klammert sich weiterhin am Sampo fest. Er will diesen Schatz, den größten von allen, nicht verlieren. Väinämöinen bietet ihm an, ihn mitzunehmen ins Land hinter das Nordlicht, zu ewigem Wohlstand, und die Erde hinter sich zu lassen, wo noch Liebe auf ihn wartet. „Nein“, sagt Dagobert daraufhin. Väinämöinen zieht den Bolzen aus dem Sampo und Dagobert fällt mit der Kurbel auf die Erde zurück.

Donald und die Neffen hatten ihren Onkel fast schon aufgegeben, denn für sie war es Stunden her, seit sie an Land geschwommen sind. Ihnen begegnet erneut der alte Sänger, der nun durch die Lande wandern kann. Er spielt auf seiner Kantele und Dagobert singt mit ihm – doch der Alte gibt ihm den Rat: „Bleibe lieber – Samporetter, statt zu singen“.

Ende (© Egmont Ehapa)

Epilog[Bearbeiten]

Auf Bitte eines Fans zeichnete Don Rosa nachträglich einen einseitigen Epilog, in dem der Tod Dagobert seinen Hut, den der in Tuonela verloren hatte, zurückbringt.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Don Rosa hatte mehrfach Finnland besucht und die dortige Begeisterung für Donald-Duck-Comics hautnah mitbekommen, die seiner Aussage nach die aller anderen europäischen Länder übertrifft.[1] Ein Fan schlug schließlich vor, Donald Duck und Kalevala miteinander zu verbinden, die beliebtesten Elemente finnischer Kultur. Der Fan meinte, wenn Don Rosa dies bewerkstelligen würde, würde er zum Präsidenten Finnlands gewählt. Ein verlockendes Angebot. Und so begann Don Rosa mit der Recherche zu der Geschichte, die aufwendiger wurde, als alle Recherchen zuvor. Zudem übernahm er einige Anregungen von finnischen Freunden, etwa die auffällige Kopplung der Ducks mit den Helden des Kalevala (siehe unten). Als die Geschichte schließlich veröffentlicht wurde, war Don Rosa plötzlich der bekannteste Mann Finnlands und wurde zu zahlreichen Talkshows eingeladen. Doch Präsident ist er trotz allem nicht geworden.[1]

Die Geschichte wurde umfangreicher als alle, die Don bisher angefertigt hatte und irgendwann bat er den Verlag, ihm eine zusätzliche Seite (33) zu genehmigen. Dadurch konnte die Suche nach dem Leuchtturm etwas erweitert werden. In der ursprünglichen Fassung fanden die Ducks den Leuchtturm gleich und das mythische Element des alten Mannes und seiner Kantele fiel weg. Außerdem war Väinämöinen selbst im Leuichtturm anwesend und gab den Ducks Ratschläge. Trotz des in der Endversion deutlich gelungeneren Handlungsverlaufes fand Don die Suche nach dem Sampo immer noch unbefriedigend kurz und mühelos.[1] Für die finnische Luxusausgabe zeichnete er deshalb noch einen einseitigen Epilog, in dem Tuoni nach Entenhausen kommt, um Dagobert seinen Zylinder, den er in der Geschichte verloren hatte, zurückzubringen.

Hintergrund und Bezüge[Bearbeiten]

Kampf um den Sampo – hier von Don Rosa (© Egmont Ehapa)

Kalevala[Bearbeiten]

Das Kalevala ist das bekannteste finnische Epos, das 1835–1849 vom Philologen Elias Lönnrot zusammengetragen wurde. Lönnrot schöpfte aus verschiedensten Mythen der einfachen Landbevölkerung, besonders aus Karelien. Das Finnische war zu dieser Zeit die Sprache der Bauern, denn die gebildeten Städter sprachen Schwedisch, und war noch nicht kanonisiert. Lönnrots Forschungen entsprachen damit dem beginnenden Nationalismus, der auch anderswo zur Kollektion von Volksmythen, -liedern und -erzählungen geführt hatte (etwa Grimms Märchen).[2] Das Kalevala war fortan ein Ankerpunkt für die Idee einer eigenständigen finnischen Nation. Denn Finnland erlangte erst 1918 seine endgültige Unabhängigkeit vom russischen Zarenreich. Das Kalevala wird seitdem immer wieder neu aufgegriffen und uminterpretiert, unter anderem auch von Don Rosa.[2]

Das Kalevala erzählt in 50 Gesängen und 22.795 Versen mehrere Legenden, die miteinander verwoben sind. Die Geschichte des Sampo ist nur eine davon. Darüber hinaus geht es auch um das Werben verschiedener Frauen, darunter der Tochter Louhis, um den Kampf der Bewohner Kalevalas mit den Bewohnern des Nordlandes Pohjola, um die Erschaffung der Welt sowie, im letzten Gesang, um die Jungfrau Maria. Neben Väinämöinen als Helden beschäftigt sich das Epos in mehreren Gesängen auch mit seinem Bruder Ilmarinen sowie dem Frauenhelden Lemminkäinen. Auch der tragischen Figur des Kullervo sind mehrere Gesänge gewidmet.

In der Wikipedia findet sich eine kurze Inhaltsangabe des gesamten Epos.

Der Sampo[Bearbeiten]

Der Sampo produziert Goldmünzen (© Egmont Ehapa)

Der Sampo ist eine magische Mühle, die Wohlstand schafft, da sie Korn, Salz und Geld erzeugt. Das Korn symbolisiert den Ackerbau und bringt die Nahrung, die die Finnen und Samen brauchen. Das Salz, das zur Vorratshaltung und zum Einlegen unersetzlich war, konnten die Samen nur durch Tausch mit Wikingern gewinnen. Für diesen Tausch brauchten sie ein Tauschmittel (finnisch raha, das meist und dem Kontext eigentlich unangemessen mit Geld übersetzt wird). Das Motiv der Reichtum schaffenden Mühle ist ein beliebtes und weit verbreitetes Märchenthema. Vor allem die Salzmühle findet sich in Erzählungen aus aller Welt wieder.

Das Versmaß des Kalevala[Bearbeiten]

Das Kalevala ist in einem vierhebigen Trochäus geschrieben (DAH – dah – DAH – dah – DAH – dah – DAH – dah) mit zusätzlichen Regeln, die die Verteilung der Wortanfänge auf die Hebungen und Senkungen betreffen. Zusätzlich arbeitet das Kalevala mit zahlreichen Alliterationen. Oft werden Aussagen in ähnlicher Form mehrfach hintereinander gebracht. Diese Elemente erleichterten es den fahrenden Volkssängern, sich die Gesänge zu merken. Don Rosa greift diese Volkssängerkultur in der Gestalt des alten Mannes mit seiner Kantele, einem typisch finnischen, harfenähnlichen Instrument auf. In den Dialogen der Kalevala-Figuren versuchte er, dem Versmaß zu entsprechen (und mit ihm alle Übersetzer). Die Dialoge der Kalevala-Figuren sind auch unterschiedlich gelettert, um die andere Art des Sprechens herauszustreichen.

Henry Wadsworth Longfellow griff für „The Song of Hiawatha“ auf das Kalevala-Versmaß zurück. Auch Carl Barks benützte es, in Anlehnung an Longfellow, in seiner eigenen Geschichte Im Lande der Zwergindianer. Donald spricht daher in der Geschichte davon, dass sich Väinämöinen wie ein „finnischer Zwergindianer“ anhöre.

Die Gemälde von Akseli Gallen-Kallela[Bearbeiten]

Dieselbe Szene von Akseli Gallen-Kallela

Der Finnlandschwede Axel Gallén ließ sich von der Kalevala-Begeisterung anstecken. Er übertrug seinen Namen als Akseli Gallen-Kallela ins Finnische und malte einige graphische Umsetzungen der Geschehnisse im Kalevala, die in Finnland sehr bekannt wurden.[2] Seine Umsetzung prägt stark Don Rosas Werk und Darstellung. Zwei Panels der Geschichte (S. 12, Panel 7 und S. 20, Panel 1) lehnen sich direkt an zwei dieser Gemälde an.

Musik[Bearbeiten]

Väinämöinen und der alte Mannen spielen Auszüge aus der sinfonischen Dichtung Finlandia des finnischen Komponisten Jean Sibelius. Louhi spielt auf der Kantele hingegen Der Ritt der Walküren von Richard Wagner.

Gestaltung[Bearbeiten]

Laut Katja Kontturi ist die Die Jagd nach der Goldmühle vor allem deshalb bemerkenswert, weil sie Fantasy-Elemente in den Duck-Comic einbezieht.[3] Im Comic erzeugt Don Rosa zwei Welten: die normale, die den Naturgesetzen folgt, und die Kalevala-Welt. Alle Figuren der normalen Welt haben die obligatorische Hundenase und vier Finger, selbst Elias Lönnrot in der Rückblende. Die Kalevala-Figuren jedoch haben normale Nasen und fünf Finger. Jeder der Ducks (mit Ausnahme der Neffen) ist ein mythisches Gegenstück aus dem Kalevala zugeordnet, dessen Aufgaben sie zeitweilig übernehmen: Dagobert repräsentiert Väinämöinen und überwacht an seinen Statten die Reparatur des Sampo und die Expedition zu Louhi. Donald steht für die blaue Ente, oder auch Bergente, aus dem Kalevala, die Väinämöinen seine zu Perlen gewordenen Tränen zurückbringt. Im Comic fischt die Blauente alias Donald Väinämöinens Kantele aus dem Meer. Daniel Düsentrieb repräsentiert den Schmied Ilmarinen und schmiedet den Sampo zusammen. Gundel steht für Louhi und verfolgt für sie die Ducks, um den Sampo zurückzuholen. Im Laufe des Comics lösen sich diese Koppelungen auf, Väinämöinen und Louhi greifen direkt ins Geschehen ein und den Ducks wird bewusst, dass sie „bloß Werkzeuge in einem größeren Plan waren, um den Sampo zurückzubekommen.“[4]

Übertritt in eine neue Welt (© Egmont Ehapa)

Der Übertritt von der realen Welt nach Kalevala findet mit allerhand magischen Begleiterscheinungen statt. Die Ducks können den Leuchtturm nicht sehen, bis der alte Mann sie mit dem Spiel seiner Kantele auf den Weg schickt. Der alte Mann ist offensichtlich Väinämöinen: Er hat ebenfalls fünf Finger und eine normale Nase, noch dazu spricht er auf der letzten Seite wie Väinämöinen. Zu Beginn der Geschichte kann der alte Mann seine Hütte nicht verlassen, am Ende schon. Kurz bevor die Ducks den Leuchtturm erreichen, bricht plötzlich ein Schneesturm los. Die Wolken werden nun ganz anders dargestellt als in der realen Welt. Auch das beschienene Schwert und das plötzlich erschienene Schiff, das von selbst segelt, sind mythische Elemente, die zeigen, dass sich die Ducks in Kalevala aufhalten. Väinämöinen alias Dagobert heißt Daniel Düsentrieb „hier daheim in Kalevala“ willkommen.

Am Ende der Geschichte findet ein weiterer Übergang in eine neue Welt statt, dem Reich hinter dem Nordlicht, in das Väinämöinen entschwindet. Die Panels werden weicher und wellenförmiger. Und als Dagobert schließlich abspringt, fällt er in das Panel zurück und landet im Schnee. Seine Zeitwahrnehmung ist eindeutig verschoben zu der Donalds, der schon vor Stunden abgesprungen ist – ein weiteres Zeichen für den Übergang in eine andere Welt.[5]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 Don Rosa: Auf der Spur des Kalevala. In: Don Rosa Collection 8, S. 10f.
  2. 2,0 2,1 2,2 Øystein Sørensen: Wie Don Rosa zur Entwicklung des finnischen Nationalbewusstseins beitrug. In: Don Rosa Collection 8, S. 6–8.
  3. Katja Kontturi: Fantasy und Duck-Comics. In: Don Rosa Collection 8, S. 49.
  4. Kontturi: Fantasy und Duck-Comics, S. 52.
  5. Kontturi: Fantasy und Duck-Comics, S. 51.