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Heinrich von Kleinbach

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Heinrich von Kleinbach (* 8. Juni 1912 in Berlin; † 15. Februar 1990 in Los Angeles, Kalifornien), besser bekannt als Henry Brandon, war ein deutsch-amerikanischer Schauspieler, der Disney-Fans in erster Linie als Modell für Käpt'n Hook in Peter Pan (1953) und Darsteller in zwei Disneyland-Episoden bekannt sein dürfte. Daneben spielte er in fast sechzig aktiven Jahren beim Film vor allem Fremdländer und Bösewichte, wie bei seinem zweiten Film in Babes in Toyland, einem typischen Film von Stan Laurel und Oliver Hardy.

Biographie[Bearbeiten]

Heinrich von Kleinbach

Heinrich von Kleinbach wurde am 8. Juni 1912 in Berlin, damals Deutsches Reich, geboren. Seine Eltern wanderten mit ihm in die Vereinigten Staaten aus, als er noch ein Säugling war. Seines Schauspielinteresses wegen lernte er am Pasadena Playhouse um 1930 seine Kunst, später wurde das Theater berühmt als Talentschmiede von Stars wie Dustin Hoffman oder Gene Hackmann. Anfang der Dreißigerjahre ging Von Kleinbach auf den New Yorker Broadway, machte aber schon bald darauf Karriere in Hollywood und zog an die Westküste der USA. Seine erste bekannte Rolle erhielt er in „Babes in Toyland“, einer vom Disney-Komponisten Frank Churchill vertonten Komödie des „Dick und Doof“-Duos Stan Laurel und Oliver Hardy. Als Silas Barnaby spielt der 1,96 Meter große Heinrich von Kleinbach zum ersten mal einen Bösewicht und verletzt sich direkt bei einer Kampfszene. Der Film machte ihn bekannt und gefragt als Bösewicht, eine seiner späteren Paraderollen. Zudem verkörperte er oft Inder, Araber, Indianer, Perser und Asiaten, obwohl seine eigentliche Abstammung eine deutsche ist. Er verkörperte daher aber auch des öfteren Nationalsozialisten aus dem Dritten Reich, wie in „To Be or Not to Be“ (1983) einen Offizier oder in „Grindl, Girl Wac“ (1964) einen Major. Schon 1936 legte er sich den Künstlernamen Henry Brandon zu, dem er ein Leben lang treu blieb. Von 1942 bis 1946 ist eine Unterbrechung seiner Karriere zu erkennen, was auf einen Einsatz als Soldat im Zweiten Weltkrieg hindeutet ¹.

Eine seiner wichtigsten Rollen spielte Heinrich von Kleinbach 1956 in John Fords The Searchers („Der Schwarze Falke“) als Indianerhäuptling und Bösewicht Chief Scar. In einem weiteren Western Fords, „Two Rode Together“, spielt er 1961 mit Quanah Parker erneut einen Indianer. John Carpenter war ein weiterer „Kult“ Regisseur, mit dem er drehte. Im Action-Thriller „Assault on Precinct 13“ trat er 1976 als Officer Chaney auf, der Film war bis zum 31. März 2005 in Deutschland indiziert. Neben seiner Karriere in Hollywood nahm sich Kleinbach auch immer wieder Pausen vom Film um wieder in Theatern aufzutreten, so spielte er jahrelang bis in die Achtzigerjahre hinein im Melodrama „The Drunkard“ mit.

Neben zwei Folgen der Disneyland-Serie im Jahr 1964 arbeitete Heinrich von Kleinbach als Henry Brandon nur ein weiteres mal für Walt Disney. Für das Walt Disney MeisterwerkPeter Pan“ stand er um 1950 Modell für die Figur des Captain Hook (Käpt'n Hook). Die Rotoskopie, sprich das drehen von Zeichentrickszenen mit Menschen im Realfilmstil um sie anschließend durchzupausen, wurde zu dieser Zeit allerdings nicht mehr angewandt. Vielmehr wird er den Trickfilmzeichnern in seiner typischen Rolle als Bösewicht für Gesichtsausdrücke und Posen zu Rate gestanden haben.

Nachdem 1989 Heinrich von Kleinbachs letzter Film, Wizards of the Lost Kingdom II, bei dem er als Zarz mitgewirkt hatte, in die Kinos gekommen war, verstarb er am 15. Februar 1915 im Alter von 77 Jahren in seiner Heimatstadt Los Angeles an einem Herzinfarkt. Sein Körper wurde daraufhin eingeäschert ². Heinrich von Kleinbach aka Henry Brandon tauchte in den Credits der Filme auch als Harry Brandon, Harry Kleinbach und Heinrich Kleinbach auf.

Filmographie (Auswahl)[Bearbeiten]

Heinrich von Kleinbachs Filmkarriere dauerte von 1932 bis einschließlich 1989 fast 60 Jahre lang. In dieser Zeit spielte er in über 165 Filmen und Fernsehserien mit. Einige davon sind hier aufgelistet, der Weblink zur kompletten Filmographie findet sich im zugehörigen Abschnitt. Besonders in den Sechzigerjahren trat er vermehrt in einzelnen Episoden verschiedener Serien auf.

  • The Sign of the Cross, 1932, Regie: Cecil B. DeMille
  • Babes in Toyland, 1934, Regie: Gus Meins und Charley Rogers
  • Black Legion, 1937, Regie: Archie Mayo
  • Beau Geste, 1939, Regie: William A. Wellman
  • Edge of Darkness, 1943, Regie: Lewis Milestone
  • Northwest Outpost, 1947, Regie: Allan Dwan
  • Wake of the Red Witch, 1948, Regie: Edward Ludwig
  • Flame of Araby, 1951, Regie: Charles Lemont
  • Scared Stiff, 1953, Regie: George Marshall
  • Pony Express, 1953, Regie: Jerry Hopper
  • Casanova's Big Night, 1954, Regie: Norman Z. McLeod
  • Vera Cruz, 1954, Regie: Robert Aldrich
  • The Ten Commandments, 1956, Regie: Cecil B. DeMille
  • The Searchers, 1956, Regie: John Ford
  • Omar Khayyam, 1957, Regie: William Dieterle
  • The Land Unknown, 1957, Regie: Virgil W. Vogel
  • Two Rode Together, 1961, Regie: John Ford
  • Captain Sindbad, 1963, Regie: Byron Haskin
  • Assault on Precinct 13, 1976, Regie: John Carpenter
  • Wizards of the Lost Kingdom II, 1989, Regie: Charles B. Griffith

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]