Mac Moneysac

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Moneysac mit seinem Stock (© Disney)

Mac Moneysac (englisch Flintheart Glomgold) ist einer von Dagobert Ducks abgefeimtesten Gegenspielern und gilt, direkt nach diesem, als zweitreichster Mann der Welt. Er ist ansässig in Südafrika, genauer in Simililand, wo er sich vor allem als Bergwerkbesitzer einen Namen gemacht hat. Dort besitzt er auch einen ähnlich gebauten Geldspeicher wie Dagobert Duck. Mac Moneysac wurde wie so viele Figuren von Carl Barks erfunden und tritt erstmals in dessen Geschichte Der zweitreichste Mann der Welt auf.

Allgemein[Bearbeiten]

Zwei ebenbürtige Gegner (© Egmont Ehapa)

Mac Moneysac ist nach Dagobert Duck der zweitreichste Mann der Welt, noch vor dem verschwenderischen Klaas Klever. Sein höchstes Ziel ist es, zur Nummer 1 zu werden und dafür ist ihm jedes Mittel recht – er würde sogar über Leichen gehen. Diese Skrupellosigkeit ist sein größter, aber auch nahezu einziger Unterschied zu Dagobert. Tatsächlich haben die beiden unfassbar viele Gemeinsamkeiten: Wie Dagobert hat Moneysac einen Geldspeicher, wie Dagobert ist sein größtes Ziel, der reichste Mann der Welt zu werden, wie Dagobert ist er unfassbar geizig und die beiden haben sogar ein sehr ähnliches Aussehen, auch Moneysac ist mutmaßlich schottischer Herkunft, beide haben etwa das gleiche Alter… man kann also sogar von einer Art böser Doppelgänger Dagoberts sprechen.[1] Allerdings wohnt Moneysac nun in Südafrika im Tal des Limpopo.

Mac Moneysac bei Barks[Bearbeiten]

Bindfadenhamsterer unter sich (Der zweitreichste Mann der Welt)

In der 1956 erstveröffentlichten Geschichte Der zweitreichste Mann der Welt von Carl Barks liest Dagobert Duck in einer im Park gefundenen Zeitung, dass „Mac Moneysac, der greise Bergwerkbesitzer aus Südafrika, seit kurzem der reichste Mann der Welt“ sei. Da Dagobert stolz genug auf den Titel „Reichster Mann der Welt“ ist, um diesen auch zu verteidigen, reist er prompt nach Afrika, um seinem zukünftigen Widersacher unter die Augen zu treten und das Gegenteil zu beweisen. Dieser entpuppt sich als ein ebenbürtiger Gegner, fast ein Doppelgänger Dagoberts, ein leider feindlich gesinnter Seelenbruder. Nach einem von beiden Seiten mit unfairen Mitteln ausgetragenen Wettstreit stellt sich allerdings heraus, dass Dagobert seinem afrikanischen Kollegen um eine Bindfadenlänge voraus ist. Barks erfindet Moneysac hier als zweiten Dagobert, der sich in fast nichts von ihm unterscheiden lässt und deshalb den mit Abstand härtesten der bisherigen Gegner darstellt. Die Gestalt des bösen Zwillings, die Moneysac hier innehat, deckt sich in bemerkenswerter Weise mit dem frühbarks'schen Dagobert. Dadurch, dass sowohl die gute als auch die schlechte Seite in Dagoberts Charakter angelegt ist, kämpft er in dieser Geschichte quasi mit sich selbst, der wahre Wettstreit findet laut Geoffrey Blum in der Seele statt.[1]

Mac Moneysac wohnt am Limpopo und hat sehr viele Ähnlichkeiten mit Dagobert (© Egmont Ehapa)

1959 verwendete Barks den Konkurrenten ein weiteres Mal. In Der reichste Mann der Welt hat Dagobert seine erste Begegnung mit Moneysac fast vergessen, als dieser nach Entenhausen anreist, um ihn erneut herauszufordern. Dort angekommen, schlägt Moneysac dem verdutzten Dagobert einen Handschuh ins Gesicht, um ihn zu einem Ehrenduell herauszufordern. Da Dagobert aber offensichtlich Fehdehandschuh und Situation verkennt, endet das Duell in einer gewöhnlichen Prügelei und die beiden Rivalen vor Gericht. Bei dem eigentlichen Wettkampf lösen beide ihren Besitz in bare Silbertaler auf, um dann anhand des Volumens der aufgeschütteten Geldmengen zu bestimmen, wer denn der Reichere der beiden sei. Diesmal bedient sich aber einzig Moneysac unlauterer Mittel, obwohl ihm im Verlauf der Geschichte kurzzeitig sein schlechtes Gewissen plagt. Dennoch kann am Ende Dagobert den Titel und sein Ansehen unter seinen Mitbürgern behalten.

Moneysac schreckt in Heia Safari auch vor hoher Gewalt nicht zurück – diese Szene wurde in der deutschen Erstveröffentlichung zensiert (© Egmont Ehapa)

Moneysacs letzter, etwas kleinerer Auftritt unter Barks'scher Federführung fand 1966 in Heia Safari statt. Die beiden Erzrivalen wollen in Kaffir Gaffir eine Goldmine ersteigern, doch Mac Moneysac will seinen Konkurrenten noch vor der Versteigerung ausschalten, um die Mine für einen „Pappenstiel“ zu bekommen. Dabei scheut er diesmal, mittlerweile zu einem eiskalten Misanthropen degeneriert, selbst vor roher Gewalt nicht zurück und nimmt die Ducks gar aus seinem Düsenjet unter Beschuss. Trotz alledem endet die Geschichte mit einer Antiklimax: Weder Dagobert noch Moneysac sind die Gewinner, sondern das Bergamt, dessen Mine am Ende – man erfährt es nicht – wahrscheinlich fair und nicht unter dem eigentlichen Wert versteigert wird.

Die drei Geschichten zeigen, wie sich das Verhältnis Dagoberts und Moneysacs immer weiter zuspitzt. Anfangs waren sie noch gleichartige Konkurrenten, doch erst im Verlauf der zweiten Moneysac-Geschichte offenbaren sich dessen moralische Defizite, die ihn vom Spät-Barks'schen Dagobert Duck unterscheiden. Letztendlich scheint Moneysac jedes Mittel recht zu sein und er geht im Zweifelsfall auch über Leichen.

Mac Moneysac nach Barks[Bearbeiten]

Erster Moneysac-Comic nach Barks: Klub der Milliardäre

Die erste Geschichte mit Mac Moneysac, die nicht aus Barks' Feder stammte, war 1967 Klub der Milliardäre (LTB 341 & LTB Sonderedition 2012-2) von Osvaldo Pavese und Giuseppe Perego aus dem Jahre 1967. Sie ist schon allein deshalb ein Kuriosum, weil hier Moneysac auf den anderen etablierten Konkurrenten Dagoberts trifft, Klaas Klever. Der von Barks 1961 erfundene und von ihm nur einmal verwendete Erpel etablierte sich in Italien anstelle von Moneysac als Dagoberts Konkurrent „numero uno“. Dennoch scheinen in der oben erwähnten Geschichte Dagobert und Moneysac in einer anderen Liga zu spielen als Klaas Klever. Mac Moneysac wirft Dagobert vor, er habe sein Geld allein durch Glück und nicht durch Verstand und harte Arbeit gemacht. Das führt zu einer Wette zwischen den beiden – und dazu, dass Klaas Klever, der, vom Neid gepackt, die beiden verfolgt und beobachtet, Dagobert unfreiwillig zum Gewinn dieser Wette führt.

In Italien folgte 1967 noch eine Moneysac-Geschichte vom Team Martina/Carpi, Lob der Sparsamkeit (unter anderem in LTB 20 und Onkel Dagobert – Die Anthologie) und 1971 eine weitere von Pavese und Perego, Der Gold-Meteorit (DD 92). Danach geriet die Figur in Italien jedoch seltsamerweise in Vergessenheit und wurde von Klaas Klever verdrängt. Auch in Brasilien gab es 1974 mit einer kurzen auf Deutsch noch unveröffentlichten Geschichte einen Versuch, die Figur einzuführen – daraufhin wurde Moneysac dort nur noch ein Mal verwendet. Nach längerer Abwesenheit des Charakters in den Comics sorgte ab 1979 die dänische Comic-Schmiede Egmont für seine Wiederbelebung, vorwiegend mit Comics aus der Zeichenfeder Vicars (lange Abenteuer) oder Brancas (kürzere Geschichten). Dabei bürgerte man Mac Moneysac allerdings in Entenhausen ein, denn seine frühere Heimat Südafrika bot zur Zeit der Apartheid Konfliktpotential, zumal Mac Moneysac das Bild des ausbeuterischen Buren verkörperte.

In Der Sohn der Sonne treten Moneysac und Dagobert auf der Suche nach dem Gold der Inkas gegeneinander an (© Egmont Ehapa)

1987 griff Don Rosa die Figur auf, in dessen erstem Disney-Comic Der Sohn der Sonne Dagobert und Moneysac (hier wieder, wie bei Barks, in Südafrika beheimatet) nach dem Gold der Inkas jagen. In Zurück ins Land der viereckigen Eier versuchen die beiden, an die Vermarktungsrechte für viereckige Eier aus Im Land der viereckigen Eier zu kommen, und in Die Insel am Rande der Zeit in den Besitz einer goldenen Insel mitten auf der Datumsgrenze. Der interessanteste Moneysac-Auftritt bei Rosa findet sich in Das Geheimnis von El Dorado: Hier verkleidet er sich nicht nur als bayerische Kellnerin und kolumbianische Nonne, sondern versucht zu allem Überfluss auch noch, die Ducks mit einem Felsbrocken aus dem Weg zu räumen. In Sein goldenes Jubiläum schließlich verbündet er sich mit den Panzerknackern und Gundel Gaukeley, zusammen bezwingen sie beinahe ihre gemeinsamen Feind Dagobert. Don Rosa ließ also die Figur wieder als Dagoberts Gegenspieler Nummer 1 wie er bei Barks verwendet wurde aufleben.

In Ein gefährlicher Gegner von Francesco Artibani und Alessandro Perina kehrt Moneysac auch in Italien als Dagoberts Gegenspieler Nr. 1 zurück (© Egmont Ehapa)

Mittlerweile hat Moneysac sich auch in den dänischen Comics eingebürgert und wird regelmäßig von den verschiedensten Autoren verwendet. Zu nennen wäre hier die kurze Egmont-Geschichte von Kari Korhonen mit dem Titel Vereint mit dem Feind, die in der MM-Doppelnummer 27/28/2017 sowie noch im selben Jahr in dem Band „Schnabel um Schnabel“ erschien.[2] In Italien jedoch tut Moneysac sich schwer und wird abgesehen von Kooperationen mit Egmont sehr selten verwendet. Der erste nennenswerte Auftritt erfolgt erst 2013 mit dem Meisterwerk Alle gegen einen (LTB 452) von Francesco Artibani und Alessandro Perina, in dem Moneysac sich wie bei Rosa mit anderen Gegnern Dagoberts verbündet, um Dagobert endlich anhand eines perfiden Plans zu besiegen, diesmal zusätzlich zu Gundel und den Panzerknackern sogar noch mit Klaas Klever. Das Künstlerduo Perina und Artibani lässt ihn dann schließlich auch 2017 in seinem nächsten Monumentalwerk, Ein gefährlicher Gegner (LTB 525) gegen Dagobert auftreten, diesmal alleine. Hier verstellt Moneysac sich und tut so, als wäre der bisherige Zwist mit seinem Konkurrenten vergessen – nur um den dann mit einem noch fieseren und skrupelloseren Plan auszubooten. Schließlich tritt Moneysac noch in auf Deutsch noch unveröffentlichten Teilen der Serien Die Legende des ersten Phantomias und Paperbridge von Marco Gervasio auf.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Moneysac als Diamantendieb in Transvaal (© Egmont Ehapa)

Mac Moneysac scheint aufgrund seines Namens und seines Aussehens (böse Zungen könnten sagen auch wegen seines Geizes) wie Dagobert schottischer Herkunft zu sein. Laut Don Rosas Der Schrecken von Transvaal wuchs er am Tafelberg in Südafrika auf. Als junger Mann war er dann in Südafrika unterwegs, allerdings kam er sehr schnell vom rechten Weg ab. Er wurde schnell als Diamantendieb bekannt. Als er schließlich dafür bestraft wurde, wurde er in letzter Sekunde von dem unwissenden Dagobert vor dem Tod bewahrt. Moneysac bedankt sich, indem er gleich auch noch Dagobert bestiehlt. Natürlich lässt der das nicht auf sich sitzen und rächt sich, worauf Moneysac im Gefängnis landet und selber schwört sich zu rächen. Doch die beiden hatten sich nie ihre Namen verraten und so verloren sie sich aus den Augen. Was Moneysac daraufhin treibt, ist nicht bekannt, doch man kann davon ausgehen, dass er auch nach seiner Freilassung weiter als Gauner sein Unwesen trieb. So wurde er dann nach und nach reich und mächtig. Die darauffolgenden Jahre werden teilweise in auf Deutsch noch unveröffentlichten Teilen von Marco Gervasios Serien Die Legende des ersten Phantomias und Paperbridge ergründet.

Schon diese Versionen von Rosa und Gervasio haben eine Diskrepanz zu Der reichste Mann der Welt von Barks, denn in dieser Geschichte scheinen Moneysac und Dagobert sich zum ersten Mal zu begegnen. Doch während das hier noch halbwegs erklärbar ist, gibt es auch Geschichten über Moneysacs Jugend, die gar nicht mit Barks zusammenpassen: So erfährt man in Nur ein Glas Wasser (Mickyvision 9/1991) von Tom Anderson und José Cardona Blasi von einer gemeinsamen Männerfreundschaft der beiden in ihrer Jugend, die während einer Schatzsuche an der Gier der beiden zerbrach, während in Der zweitreichste Mann der Welt (MM 12/1995, natürlich nicht das) von Paul Halas und Vicar von einer gemeinsamen Jugendliebe Dagoberts und Moneysacs, der beide die Ehe und die Hälfte ihres Vermögens versprochen hatten, erzählt wird. Wie bei den meisten Disney-Figuren gibt es hier also einige Diskrepanzen zwischen den verschiedenen Versionen der verschiedenen Autoren.

Mac Moneysac(k) in den DuckTales[Bearbeiten]

Mac Moneysack

In der Serie DuckTales wurde Mac Moneysac in seiner Rolle umfunktioniert und seine Eigenschaften teilweise mit denen Klaas Klevers vermischt: Hier wirkt er verschwenderischer und hat seinen Geldspeicher in Entenhausen stehen. Dazu passend änderte sich auch die Schreibweise seines Namens zu „Mac Moneysack“. Außerdem trägt er in der TV-Serie einen Schottenrock sowie einen eckigen Zwicker und leidet unter einer Halbglatze.

Das veränderte Erscheinungsbild wirkte sich auch auf seine Comicauftritte aus, und zwar auch auf solche, die nicht unter dem Label DuckTales erschienen. So fertigte Romano Scarpa 1992 mit Die Jagd auf Karte Nr. 1 (LTB 177) einen Werbe-Comic für Euro-Disney Paris an, in dem der Mac Moneysack der DuckTales zu sehen ist.

2017 wurden neue DuckTales-Folgen produziert, in denen Moneysack wiederum ein völlig neues Aussehen bekam.

Verwandte[Bearbeiten]

Mac Moneysac hat einige Verwandte:

  • Großvater: Zac Moneysac (Kutscher in London um 1870, Auftritte: MM 42-44/1981, MM 34/2015, DDSH 335)
  • Vater: Gac Moneysac (Gasthausbesitzer/Bauer in Südafrika, Auftritte: MM 34/2015)
  • Mutter: „Mama Moneysac“ (Bäuerin, Auftritte: MM 34/2015)
  • Neffe: Marc Moneysac (fauler, Arbeitsloser, Auftritte: MM 44/2007, MM 34/2015)
  • Vetter: Bürgermeister Moneysac (Vorname unbekannt, Bürgermeister von Tölpeldorf, Auftritt: MMTB 19)

Mac Moneysac in anderen Sprachen[Bearbeiten]

  • Chinesisch: 葛罗姆哥德
  • Dänisch: Guld-Iver Flintesten
  • Englisch: Flintheart Glomgold
  • Finnisch: Kulta-Into Pii
  • Französisch: Archibald Gripsou
  • Griechisch: Σκληρόκαρδος Χρυσοκούκης (Sklirokardos Chrisokukis)
  • Indonesisch: Gover Bebek
  • Italienisch: Cuordipietra Famedoro
  • Niederländisch: Govert Goudglans
  • Norwegisch: Gulbrand Gråstein, früher Flintbjart Gromgull
  • Polnisch: Granit Forsant
  • Schwedisch: Guld-Ivar Flinthjärta
  • Spanisch: Gilberto Oro, teilweise auch Doroteo Empedernido oder Mac Money
  • mexikanisches Spanisch: Flint Macnate, Titus Bondi
  • Brazilian-Portuguese: Pão-Duro MacMônei, früher Arsênio MacMônei
  • Tschechisch: Hamoun Držgrešle

Trivia[Bearbeiten]

Auch im Deutschen hat Mac Moneysac, dank unterschiedlicher Übersetzer, einige weitere Namen:

  • Bogumil Barrengold in der Fuchs-Erstübersetzung von Heia Safari
  • Steinerz Goldunger bzw. Lude Goldstein in den umstrittenen Übersetzungen von Peter O. Chotjewitz in den Melzer-Bänden Ich Onkel Dagobert
  • Guido Gütermann in einer Übersetzung von Gudrun Penndorf (LTB 20)
  • Oft wurde er aber auch von Übersetzern, darunter Frau Fuchs bei der ersten Egmont-Geschichte, mit Klaas Klever verwechselt.

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]