Nelly

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Nelly in der Rückblende von „Wiedersehn mit Klondike“ (© Egmont Ehapa, © Disney)

Nelly (genannt Nelly – der Stern des Nordens, auch Miss Nelly, Glitzer Goldie; engl. Glittering Goldie bzw. Goldie O'Gilt-it. Doretta Doremi) war früher eine Bardame im Klondike in Dagobert Ducks Goldgräberzeit. Ihr genaues Geburtsdatum steht nicht fest. Die Don-Rosa-Fanpage „Don-mcduck“ schätzt ihr Geburtsjahr auf ca. 1865. Das Verhältnis zwischen Dagobert und Nelly ist äußerst kompliziert, man kann von einer Art „Hassliebe“ sprechen.

Nelly in „Wiedersehn mit Klondike“[Bearbeiten]

Nelly wurde von Carl Barks für den Comic Wiedersehn mit Klondike / Back to the Klondike erfunden. Im Klondike stahl sie dem jungen Dagobert, der zu dieser Zeit Gold schürfte, ein goldenes Straußenei-Nugget und wurde von ihm daraufhin gezwungen, an seinem Claim zu arbeiten. Für ihre Arbeit erhielt sie 50 Kreuzer pro Tag (an anderer Stelle 8 Taler pro Monat). Sie weigerte sich jedoch, dass Geld anzunehmen und verließ Dagoberts Claim mit der Behauptung, sie werde selbst Gold finden. Jahre später trifft Dagobert wieder auf sie, als er in den Klondike zurückkehrt, um einen zuvor angelegten Goldvorrat abzuholen. Nelly ist inzwischen in seine ehemalige Hütte eingezogen, wo sie mit ihrem Bären Blackjack wohnt.

Barks interessierte sich besonders für die Menschen am Klondike, die nicht vom Glück begünstigt waren oder die sonst oft wenig Beachtung finden – etwa die Saloondamen. Er selbst sagt: „Von diesen ehemaligen Bardamen und -tänzerinnen lebten immer noch einige, und gelegentlich erschien auch mal ein Artikel über sie in der Zeitung. Ich habe versucht, Nelly so glaubwürdig wie möglich zu machen, weil ich dachte, daß die Leute sich vielleicht dafür interessieren würden, was aus diesen Frauen wurde.“[1]

Für die Gestaltung Nellys ließ sich Barks von der Sängerin Lillian Russell inspirieren. In der Rückblende singt Nelly im Original eines von Russell Standardchansons. Er verwendete zudem das Kostüm und die Tiara, die in der Verfilmung von Russells Leben verwendet worden waren.[2] In Nelly schlugen sich die bitteren Gefühle von Barks gegenüber seiner alkoholabhängigen Frau Clara nieder, die dem geldklammen Barks auch noch nach der Scheidung monatlich Alimente abknöpfte – genau wie Nelly Dagoberts Nugget zu stehlen versucht.[3]

Nelly in Rosas „Sein Leben, Seine Milliarden“[Bearbeiten]

Nelly – der Stern des Nordens in einer Zeichnung von Don Rosa (© Disney)

Don Rosa schmückte für sein Werk Sein Leben, seine Milliarden und entsprechende Zusatzkapitel die Ereignisse in Dagoberts Jugend aus und datierte die Geschehnisse in Dagoberts Jugend auf das Jahr 1897. Rosa gab Nelly auch ihren englischen Nachnamen O'Gilt. Fest steht, dass sie um 1890 herum in den Klondike reiste, wo sie ihr Glück als Sängerin im Black Jack Saloon versuchte. Laut Don Rosa kaufte sich Nelly nach den Ereignissen der Barks-Geschichte (nach Don Rosas Zeitvorstellung 1953) den ehemaligen Black Jack Saloon und baute ihn zu einem Hotel um.

Nelly in weiteren Geschichten[Bearbeiten]

Nelly taucht auch in weiteren Geschichten u.a. von Vicar, Marco Rota und Romano Scarpa auf. Letzterer gab 1966 Nelly eine Enkelin namens Dolly, welche Dagobert im Verlauf der Geschichte als seine Adoptiv-Nichte annimmt, während Nelly selbst sich in einem Altenteil zur Ruhe setzt.

Auch im LTB Nr. 505 in der Story Herzlich willkommen! erinnert Dagobert Duck sich rührselig an Nelly (S. 249).

In der italienischen Story Der Mann, den die Frauen lieben (u.a. DD 527) erinnert sich Nelly in einem Flashback an die Ereignisse aus Wiedersehn mit Klondike, wobei auch einige Panels der Barks-Geschichte persifliert wurden. Gezeigt wird, wie Nelly zu Onkel Dagoberts Geburtstag einen Kuchen bäckt, dem sie offenbar das gleiche Schlafmittel beimischte, welches sie bereits dem Kaffee in Blackjacks Saloon hinzugefügt hatte. Durch Dagoberts Schlafanfall hätte sie die Möglichkeit der Flucht von Onkel Dagoberts Claim gehabt, die sie jedoch verstreichen ließ. Im Hintergrund in Dagoberts Hütte ist in dieser Geschichte ein Doppelstockbett zu sehen.

In DDSH 371 in der Story Ein Albtraum wird wahr wird Dagobert von Gundel Gaukeley, die wieder mal dessen Glückszehner stehlen will, hypnotisiert. Dagobert glaubt infolgedessen, er sei mit Nelly verheiratet. Am Ende will er ihr gar sein ganzes Vermögen schenken, ehe ihm der Schwindel auffällt und er bemerkt, dass er nur fantasiert hatte.

In Der letzte Schlitten nach Dawson von Don Rosa treffen sich Dagobert und Nelly auch noch einmal, hier geht es um ein Geschenk, das Dagobert Nelly geben wollte, das aber nie ankam, und man stellt sich die Frage, ob nicht einiges anders gelaufen wäre, wäre es angekommen…

Nelly in den DuckTales[Bearbeiten]

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Nelly in der TV Serie Duck Tales (© Disney)

In der TV-Serie DuckTales hatte Nelly mehrere Auftritte und wurde im Englischen von Joan Gerber gesprochen.

In der DuckTales-Neuauflage tritt sie unter dem Namen „Glitzer Goldie“ mehrmals auf. Im englischen Ducktales 2017 war sie unter dem Namen "Goldie O'Gilt" bekannt. Sie trat in den Folgen "The Golden Lagoon of White Agony Plains", "The Outlaw Scrooge McDuck", "Last Christmas!", "Happy Birthday, Doofus Drake!", "Moonvasion!", "The Forbidden Fountain of the Foreverglades!", "Escape from the Impossibin!" und "The Last Adventure!" auf.

Verwandtschaft[Bearbeiten]

Nelly hat eine Enkelin namens Dolly, die 1966 von Romano Scarpa erfunden wurde und erstmalig in der Geschichte Und dann kam Dolly verwendet wurde. Dolly trägt im Deutschen, nicht aber im originalen Italienischen, den Nachnamen Duck, so wie auch andere Figuren im Deutschen trotz nicht original vorhandener Verwandtschaft den gleichen Nachnamen erhalten haben (siehe etwa Franz, Gustav und Gitta Gans oder auch Danny Duck). Ob Dolly mit Dagobert verwandt ist, den sie in Und dann kam Dolly als „Opa“ bezeichnet, ist nicht klar. Möglich ist auch eine Verbindung Nellys mit einem anderen Mann. Jedenfalls wird Dolly von Dagobert auf Nellys Wunsch hin gewissermaßen adoptiert und in Entenhausen eingeführt.

Nelly in anderen Sprachen[Bearbeiten]

  • Englisch: Glittering Goldie bzw. Goldie O'Gilt
  • Griechisch: Χρυσή Γκόλντυ (Chrisi Goldi) bzw. Γκόλντυ Ο'Γκιλτ (Goldi O'Gilt) bzw. Νέλλυ
  • Italienisch: Doretta Doremi
  • Französisch: Goldie/L'étoile du nord

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. zit. in Thomas Andrae und Geoffrey Blum: Geschichten vom Goldrausch. Übersetzung von Johnny A. Grote. Barks Library Special Onkel Dagobert 18, S. 24.
  2. Thomas Andrae (2006): Carl Barks and the Disney Comic Book (Jackson, Mississippi: Univ. Press of Mississippi) S. 202f.
  3. Andrae: Carl Barks and the Disney Comic Book, S. 204.