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Emil Erpel: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:EmilErpel.png|right|Emil Erpel (© Ehapa) Gründer von Entenhausen]]
[[Bild:EmilErpel.png|right|Emil Erpel (© Ehapa) Gründer von Entenhausen]]
'''Emil Erasmus Erpel''' (engl. ''Cornelius Coot'') gilt allgemein als der Gründer von [[Entenhausen]]. Zu seinen Ehren wurden dort diverse Statuen errichtet, die ihn meist mit Maiskolben in den Händen zeigen. Die Figur ist eine Erfindung von [[Carl Barks]] und debütierte 1952 in [[WDC 138]].
'''Emil Erasmus Erpel''' (engl. ''Cornelius Coot'') gilt allgemein als der Gründer von [[Entenhausen]]. Zu seinen Ehren wurden dort diverse Statuen errichtet, die ihn meist mit Maiskolben in den Händen zeigen. Die Figur ist eine Erfindung von [[Carl Barks]] und debütierte 1952 in ''[[Der reichste Mann der Welt (1952)|Der reichste Mann der Welt]]''.


==Bedeutung und Geschichte==
== Bedeutung und Geschichte ==
===Rosa-Version===
=== Rosa-Version ===
Über den Ablauf der Gründung Entenhausens gibt es verschiedene Theorien, deren bekannteste von [[Don Rosa]] stammt: In "His Majesty, McDuck" / "Seine Majestät Dagobert I." wird erzählt, wie dem im Jahre 1818 zufällig im Fort Drachenfels anwesenden Handelsreisenden Emil Erpel ebenjene von der englischen Krone soeben aufgegebene Befestigung an der Pazifikküste überschrieben wurde. Nach erfolgreicher, im Alleingang und mit Hilfe von Popcorn bewältigter Verteidigung derselben gegen die Spanier taufte er sie '[[Fort Entenhausen]]'. Aus dem Fort entstand die heute bekannte Stadt.
[[Datei:Seine Majestät Dagobert I. 3.jpg|thumb|200px|left|© Egmont Ehapa]]
Über den Ablauf der Gründung Entenhausens gibt es verschiedene Theorien, deren bekannteste von [[Don Rosa]] stammt: In ''[[Seine Majestät Dagobert I.]]'' wird erzählt, wie dem im Jahre 1818 zufällig im Fort Drachenfels anwesenden Handelsreisenden Emil Erpel ebenjene von der englischen Krone soeben aufgegebene Befestigung an der Pazifikküste überschrieben wurde. Nach erfolgreicher, im Alleingang und mit Hilfe von Popcorn bewältigter Verteidigung derselben gegen die Spanier taufte er sie [[Fort Entenhausen]]. Aus dem Fort entstand die heute bekannte Stadt [[Entenhausen]]. Außerdem ergründete er die Geheimnisse des [[Glatzenkogel]]s, auf dem das Fort steht. So fand er laut ''[[Auf der Suche nach der verlorenen Bibliothek]]'' ein Versteck unter dem Fort, in dem ein einziges Buch, das das Wissen der gesamten Welt enthielt, fand. Dieses schenkte er seinem Sohn [[Emelrich Erpel]] sein, der das [[Fähnlein Fieselschweif]] Fieselschweif gründete und ihm auch das sagenhafte Buch schenkte – [[Das Schlaue Buch]]. In einem Interview äußerte Don Rosa, dass Emil mit einer indianischen Frau zusammengelebt habe.


===Alternativen===
=== Alternativen ===
In der [[Vicar]]-Geschichte "The Head Of Cornelius Coot" / "Den Kopf verloren", in der eine Wachsfigur des Entenhausener Gründervaters zu sehen ist, wird dieser hingegen als Treckführer dargestellt, der aus einer Wüstenei eine blühende Stadt machte - von einem Fort ist nirgendwo die Rede. In einer weiteren [[Vicar]]-Geschichte, "Historic Hero" / "In den Schuhen von Emil Erpel", wird gar behauptet, dass Emil Erpels Ruhm als Stadtvater unverdient ist und diese Ehre vielmehr seinem Ersten Offizier, Benjamin Bürzel, zuteil werden sollte. Ähnlich relativierend auf den Erpel-Mythos wirkt die von [[Irineu Soares Rodrigues]] gezeichnete Geschichte "A Herança de Cornélio Patus" / "Der weibliche Teil der Geschichte": Entenhausener Feministinnen brachten ans Licht, dass der von Erpel angeführte erste Siedlertreck einer gewissen Clementine zur Quelle eines Flusses folgte, an dessen Ufern dann Entenhausen gegründet wurde. Andere Geschichten, die das Thema Stadtgründung streifen, verzichten gänzlich auf Emil Erpel (z.B. "Paperinik getta la maschera" / "Die Maske fällt!" in [[LTB 354]]). In Einem E-Book wurde außerdem erzählt, dass die Erpel-Familie ein ,,Picknick" machen wollte. Als dann ein Bär kam, warf Emil (zu diesem Zeitpunkt das schwarze Schaf der Familie) 3 Mais-Kolben in ein Lagerfeuer. Die Körner wurden zu POP-corn, weshalb der Bär durch das POP verschwand. Dass sah Emil als Zeichen und gründete Enten-City (engl. Duck-Town), welches durch Entenhausen ersetzt ward.
In der [[Vicar]]-Geschichte ''Den Kopf verloren'', in der eine Wachsfigur des Entenhausener Gründervaters zu sehen ist, wird dieser hingegen als Treckführer dargestellt, der aus einer Wüstenei eine blühende Stadt machte von einem Fort ist nirgendwo die Rede. In einer weiteren [[Vicar]]-Geschichte, ''In den Schuhen von Emil Erpel'', wird gar behauptet, dass Emil Erpels Ruhm als Stadtvater unverdient ist und diese Ehre vielmehr seinem Ersten Offizier, Benjamin Bürzel, zuteil werden sollte. Ähnlich relativierend auf den Erpel-Mythos wirkt die von [[Irineu Soares Rodrigues]] gezeichnete Geschichte ''Der weibliche Teil der Geschichte'': Entenhausener Feministinnen brachten ans Licht, dass der von Erpel angeführte erste Siedlertreck einer gewissen Clementine zur Quelle eines Flusses folgte, an dessen Ufern dann Entenhausen gegründet wurde. Andere Geschichten, die das Thema Stadtgründung streifen, verzichten gänzlich auf Emil Erpel (z.B. ''Die Maske fällt!'' in [[LTB 354]]). Auch zu Emils Vorgeschichte gibt es Theorien. So heißt es zum Beispiel in '' Das Schachspiel des Lebens '' ([[LTB 513]]), dass er, bevor er an die Küste kam und dort Entenhausen gründete, Goldgräber im hohen Norden war.  


==Denkmäler und Nachlass==
== Denkmäler und Nachlass ==
[[Bild:EmilErpel1.jpg|thumb|left|Emil-Erpel-Statuen, gestiftet von Dagobert Duck und dem Maharadscha von Zasterabad]]
[[Bild:EmilErpel1.jpg|thumb|left|Emil-Erpel-Statuen, gestiftet von Dagobert Duck und dem Maharadscha von Zasterabad in ''[[Der reichste Mann der Welt (1952)|Der reichste Mann der Welt]]'' von [[Carl Barks]] (© Disney)]]
In WDC 138 überschwemmten [[Dagobert Duck]] und der Maharadscha von Zasterabad laut [[Carl Barks]] bei ihrem Wettstreit um den Titel "Reichster Mann der Welt" die Stadt Entenhausen mit Emil Erpel-Denkmälern der verschiedensten Größen. Heute scheint nur eins davon übrig geblieben zu sein. Rosa benutzt in seinen Geschichten eine der größeren Versionen des Denkmals, in dessen Sockel sich bei ihm das "Emil Erpel Archiv" befindet. Alle diese Denkmäler zeigen Erpel mit Maiskolben; die Schneemann-Version von [[Tick, Trick und Track]] in WDC 196 zeigt ihn mit "Bärentöter", ein neu enthülltes Denkmal in WDC 201 mit Wasserkaraffe. [[Daniel Branca]] hingegen stellt den Stadtgründer visionär in die Ferne weisend und mit Fernrohr ausgestattet dar, während der Sockel von steinernen Stieren geziert ist. Wie bereits angedeutet, sollte im Entenhausener Museum auch eine Wachsfigur des Stadtgründers ausgestellt werden, die jedoch unglücklicherweise noch vor der Enthüllung aus Versehen von Nachtwächter [[Donald Duck]] geköpft worden war. Das Konterfei Emil Erpels zierte zudem mindestens eine Entenhausener Gedenkmünze.
In ''[[Der reichste Mann der Welt (1952)|Der reichste Mann der Welt]]'' überschwemmten [[Dagobert Duck]] und der Maharadscha von Zasterabad laut [[Carl Barks]] bei ihrem Wettstreit um den Titel „Reichster Mann der Welt“ die Stadt Entenhausen mit Emil Erpel-Denkmälern der verschiedensten Größen. Heute scheint nur eins davon übrig geblieben zu sein. Rosa benutzt in seinen Geschichten eine der größeren Versionen des Denkmals, in dessen Sockel sich bei ihm das „Emil Erpel Archiv“ befindet. Alle diese Denkmäler zeigen Erpel mit Maiskolben; die Schneemann-Version von [[Tick, Trick und Track]] in ''[[Der Schneemann-Preis]]'' zeigt ihn mit „Bärentöter“, ein neu enthülltes Denkmal in ''[[Verhängnisvolle Verwechslung]]'' mit Wasserkaraffe. [[Daniel Branca]] hingegen stellt den Stadtgründer visionär in die Ferne weisend und mit Fernrohr ausgestattet dar, während der Sockel von steinernen Stieren geziert ist. Wie bereits angedeutet, sollte im Entenhausener Museum auch eine Wachsfigur des Stadtgründers ausgestellt werden, die jedoch unglücklicherweise noch vor der Enthüllung aus Versehen von Nachtwächter [[Donald Duck]] geköpft worden war. Das Konterfei Emil Erpels zierte zudem mindestens eine Entenhausener Gedenkmünze. Außerdem sind viele Orte in Entenhausen nach ihm benannt, so wird häufig der „Emil Erpel Park“, denn er laut '' Das Schachspiel des Lebens '' ([[LTB 513]]) gegründet haben soll, erwähnt.  


==Differenzen zwischen der deutschen und amerikanischen Fassung==
== Differenzen zwischen der deutschen und amerikanischen Fassung ==
Barks hat Cornelius Coot viermal verwendet. In zwei dieser Geschichten war die Figur in Form von Denkmälern präsent, ein weiteres Mal als Schnee- bzw. "Schwamm-Mann", später fand sie noch namentliche Erwähnung in der von Barks nur geschriebenen und vorskizzierten [[Fähnlein Fieselschweif]]-Geschichte "Duckmade Disaster" / "In memoriam Emil Erpel". Bei den ersten drei Auftritten des Stadtvaters hatte [[Erika Fuchs]] ihm verschiedene Namen gegeben und taufte ihn hintereinander Emil Erpel (WDC 138), Erasmus Erpel (WDC 196) und David Duck (WDC 201). Nicht zuletzt wegen des Bekanntheitsgrades der ersten Geschichte sollte sich in den 80er Jahren auch der Erstname durchsetzen, siehe obengenannte Fieselschweif-Story, die in Deutschland 1983 erstveröffentlicht wurde (in "Den Kopf verloren" hatte Fuchs der Figur mit Johann Salomon Sumpfhuhn 1980 noch einen weiteren Namen verpasst). Basierend auf dem Fuchs'schen Übersetzungsfehler entwickelte [[Johnny A. Grote]] eine Theorie, die eine direkte Verwandtschaft zwischen [[Dagobert Duck]] und Emil Erpel vertritt.
Barks hat Cornelius Coot viermal verwendet. In zwei dieser Geschichten war die Figur in Form von Denkmälern präsent, ein weiteres Mal als Schnee- bzw. „Schwamm-Mann“, später fand sie noch namentliche Erwähnung in der von Barks nur geschriebenen und vorskizzierten [[Fähnlein Fieselschweif]]-Geschichte ''[[In memoriam Emil Erpel]]''. Bei den ersten drei Auftritten des Stadtvaters hatte [[Erika Fuchs]] ihm verschiedene Namen gegeben und taufte ihn hintereinander Emil Erpel (''[[Der reichste Mann der Welt (1952)|Der reichste Mann der Welt]]'') , Erasmus Erpel (''[[Der Schneemann-Preis]]'') und David Duck (''[[Verhängnisvolle Verwechslung]]''). Nicht zuletzt wegen des Bekanntheitsgrades der ersten Geschichte sollte sich in den 80er Jahren auch der Erstname durchsetzen, siehe obengenannte Fieselschweif-Story, die in Deutschland 1983 erstveröffentlicht wurde (in ''Den Kopf verloren'' hatte Fuchs der Figur mit Johann Salomon Sumpfhuhn 1980 noch einen weiteren Namen verpasst). Basierend auf dem Fuchs'schen Übersetzungsfehler entwickelte [[Johnny A. Grote]] eine Theorie, die eine direkte Verwandtschaft zwischen [[Dagobert Duck]] und Emil Erpel vertritt.


== Emil Erpel in anderen Sprachen ==
== Emil Erpel in anderen Sprachen ==
* Englisch: Cornelius Coot
* Englisch: Cornelius Coot
* Griechisch: Κορνήλιος Κουτ (Kornilios Kut)
* Griechisch: Κορνήλιος Κουτ (Kornilios Kut)
* Französisch: Cornélius Ecoutum
== Trivia ==
*Laut der Geschichte '' Emil Erpels Erbe '' ([[LTB 530)]] verzichtete Emil gänzlich auf seine Besitzansprüche der Stadt.
*Als Donald in ''Ein denkwürdiger Gedenktag'' ([[OD 27]]/[[LTB Spezial 28]]) die Emil-Erpel-Statue versehentlich umfuhr, fand man zwischen den Trümmern alte Dokumente von Emil Erpel. Aus diesen ging hervor, dass der Gründer Entenhausens bereits 1734 geboren war, statt 1735, wie bisher angenommen.
*Mit [[LTB Spezial 28]], „Entenhausener Geschichten“, erschien ein [[LTB Spezial]] mit dem Thema Emil Erpel.


==Trivia==
Als Donald in "Paperino e la commemorazione memorabile" / "Ein denkwürdiger Gedenktag" die Emil-Erpel-Statue versehentlich umfuhr, fand man zwischen den Trümmern alte Dokumente von Emil Erpel. Aus diesen ging hervor, dass der Gründer Entenhausens bereits 1734 geboren war, statt 1735, wie bisher angenommen.


== Verwandtschaft ==
== Verwandtschaft ==
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== Literatur ==
== Literatur ==
* Carl Barks: ''Der reichste Mann der Welt (Statuesque Spendthrifts)''. Micky Maus 10/1952.
* [[Carl Barks]]: ''[[Der reichste Mann der Welt]] (Statuesque Spendthrifts)''
* Carl Barks: ''Der Schneemann-Preis (Statues of Limitations)''. Micky Maus 25/1957.
* Carl Barks: ''[[Der Schneemann-Preis]] (Statues of Limitations)''
* Carl Barks: ''Verhängnisvolle Verwechslung (The Day Duckburg Got Dyed)''. Micky Maus 21/1958.
* Carl Barks: ''[[Verhängnisvolle Verwechslung]] (The Day Duckburg Got Dyed)''
* Carl Barks, Kay Wright: ''In memoriam Emil Erpel (Duckmade Disaster)''. Donald Duck 266. (ummontiert!)
* Carl Barks, [[Kay Wright]]: ''In memoriam Emil Erpel (Duckmade Disaster)''
* Carl Barks, Daan Jippes: ''Gedenkt der Geschichte! (Duckmade Disaster)''. Micky Maus 31/1993. (Remake der oben genannten Geschichte)
* Carl Barks, [[Daan Jippes]]: ''Gedenkt der Geschichte! (Duckmade Disaster)''
* Don Rosa: ''Kampf um Duckland (His Majesty, McDuck)''. Micky Maus 1996-52.
* Don Rosa: ''[[Seine Majestät Dagobert I.]] (His Majesty, McDuck)''
* Mike Sharland, Philippe Le Bars, Tom Anderson, Vicar: ''Den Kopf verloren (The Head Of Cornelius Coot)''. Micky Maus 1/1980.
* [[Mike Sharland]], [[Philippe Le Bars]], [[Tom Anderson]], [[Vicar]]: ''Den Kopf verloren (The Head Of Cornelius Coot)''
* Joel Katz, Jack Sutter, Vicar: ''In den Schuhen von Emil Erpel (Historic Hero)''. Micky Maus 52/1992.
* [[Joel Katz]], [[Jack Sutter]], Vicar: ''In den Schuhen von Emil Erpel (Historic Hero)''
* Byron Erickson, Francisco Rodriguez Peinado : ''Das Geheimnis von Emil Erpel (The Lost Treasure Of Cornelius Coot)''. Die tollsten Geschichten von Donald Duck 202.
* [[Byron Erickson]], [[Francisco Rodriguez Peinado]]: ''Das Geheimnis von Emil Erpel (The Lost Treasure Of Cornelius Coot)''
* Fabio Michelini, Paolo Ongaro: ''Ein denkwürdiger Gedenktag (Paperino e la commemorazione memorabile)''. Onkel Dagobert 37.
* [[Fabio Michelini]], [[Paolo Ongaro]]: ''Ein denkwürdiger Gedenktag (Paperino e la commemorazione memorabile)''
* ?, Irineu Soares Rodrigues: ''Der weibliche Teil der Geschichte (A Herança de Cornélio Patus)''. Minnie 12/1994.
* ?, [[Irineu Soares Rodrigues]]: ''Der weibliche Teil der Geschichte (A Herança de Cornélio Patus)''
 


[[Kategorie: Duck-Universum]]
[[Kategorie:Figur (Duck-Universum)]]
[[Kategorie:Bewohner Entenhausens]]

Version vom 19. Juli 2020, 11:57 Uhr

Emil Erpel (© Ehapa) Gründer von Entenhausen

Emil Erasmus Erpel (engl. Cornelius Coot) gilt allgemein als der Gründer von Entenhausen. Zu seinen Ehren wurden dort diverse Statuen errichtet, die ihn meist mit Maiskolben in den Händen zeigen. Die Figur ist eine Erfindung von Carl Barks und debütierte 1952 in Der reichste Mann der Welt.

Bedeutung und Geschichte

Rosa-Version

© Egmont Ehapa

Über den Ablauf der Gründung Entenhausens gibt es verschiedene Theorien, deren bekannteste von Don Rosa stammt: In Seine Majestät Dagobert I. wird erzählt, wie dem im Jahre 1818 zufällig im Fort Drachenfels anwesenden Handelsreisenden Emil Erpel ebenjene von der englischen Krone soeben aufgegebene Befestigung an der Pazifikküste überschrieben wurde. Nach erfolgreicher, im Alleingang und mit Hilfe von Popcorn bewältigter Verteidigung derselben gegen die Spanier taufte er sie „Fort Entenhausen“. Aus dem Fort entstand die heute bekannte Stadt Entenhausen. Außerdem ergründete er die Geheimnisse des Glatzenkogels, auf dem das Fort steht. So fand er laut Auf der Suche nach der verlorenen Bibliothek ein Versteck unter dem Fort, in dem ein einziges Buch, das das Wissen der gesamten Welt enthielt, fand. Dieses schenkte er seinem Sohn Emelrich Erpel sein, der das Fähnlein Fieselschweif Fieselschweif gründete und ihm auch das sagenhafte Buch schenkte – Das Schlaue Buch. In einem Interview äußerte Don Rosa, dass Emil mit einer indianischen Frau zusammengelebt habe.

Alternativen

In der Vicar-Geschichte Den Kopf verloren, in der eine Wachsfigur des Entenhausener Gründervaters zu sehen ist, wird dieser hingegen als Treckführer dargestellt, der aus einer Wüstenei eine blühende Stadt machte – von einem Fort ist nirgendwo die Rede. In einer weiteren Vicar-Geschichte, In den Schuhen von Emil Erpel, wird gar behauptet, dass Emil Erpels Ruhm als Stadtvater unverdient ist und diese Ehre vielmehr seinem Ersten Offizier, Benjamin Bürzel, zuteil werden sollte. Ähnlich relativierend auf den Erpel-Mythos wirkt die von Irineu Soares Rodrigues gezeichnete Geschichte Der weibliche Teil der Geschichte: Entenhausener Feministinnen brachten ans Licht, dass der von Erpel angeführte erste Siedlertreck einer gewissen Clementine zur Quelle eines Flusses folgte, an dessen Ufern dann Entenhausen gegründet wurde. Andere Geschichten, die das Thema Stadtgründung streifen, verzichten gänzlich auf Emil Erpel (z.B. Die Maske fällt! in LTB 354). Auch zu Emils Vorgeschichte gibt es Theorien. So heißt es zum Beispiel in Das Schachspiel des Lebens (LTB 513), dass er, bevor er an die Küste kam und dort Entenhausen gründete, Goldgräber im hohen Norden war.

Denkmäler und Nachlass

Emil-Erpel-Statuen, gestiftet von Dagobert Duck und dem Maharadscha von Zasterabad in Der reichste Mann der Welt von Carl Barks (© Disney)

In Der reichste Mann der Welt überschwemmten Dagobert Duck und der Maharadscha von Zasterabad laut Carl Barks bei ihrem Wettstreit um den Titel „Reichster Mann der Welt“ die Stadt Entenhausen mit Emil Erpel-Denkmälern der verschiedensten Größen. Heute scheint nur eins davon übrig geblieben zu sein. Rosa benutzt in seinen Geschichten eine der größeren Versionen des Denkmals, in dessen Sockel sich bei ihm das „Emil Erpel Archiv“ befindet. Alle diese Denkmäler zeigen Erpel mit Maiskolben; die Schneemann-Version von Tick, Trick und Track in Der Schneemann-Preis zeigt ihn mit „Bärentöter“, ein neu enthülltes Denkmal in Verhängnisvolle Verwechslung mit Wasserkaraffe. Daniel Branca hingegen stellt den Stadtgründer visionär in die Ferne weisend und mit Fernrohr ausgestattet dar, während der Sockel von steinernen Stieren geziert ist. Wie bereits angedeutet, sollte im Entenhausener Museum auch eine Wachsfigur des Stadtgründers ausgestellt werden, die jedoch unglücklicherweise noch vor der Enthüllung aus Versehen von Nachtwächter Donald Duck geköpft worden war. Das Konterfei Emil Erpels zierte zudem mindestens eine Entenhausener Gedenkmünze. Außerdem sind viele Orte in Entenhausen nach ihm benannt, so wird häufig der „Emil Erpel Park“, denn er laut Das Schachspiel des Lebens (LTB 513) gegründet haben soll, erwähnt.

Differenzen zwischen der deutschen und amerikanischen Fassung

Barks hat Cornelius Coot viermal verwendet. In zwei dieser Geschichten war die Figur in Form von Denkmälern präsent, ein weiteres Mal als Schnee- bzw. „Schwamm-Mann“, später fand sie noch namentliche Erwähnung in der von Barks nur geschriebenen und vorskizzierten Fähnlein Fieselschweif-Geschichte In memoriam Emil Erpel. Bei den ersten drei Auftritten des Stadtvaters hatte Erika Fuchs ihm verschiedene Namen gegeben und taufte ihn hintereinander Emil Erpel (Der reichste Mann der Welt) , Erasmus Erpel (Der Schneemann-Preis) und David Duck (Verhängnisvolle Verwechslung). Nicht zuletzt wegen des Bekanntheitsgrades der ersten Geschichte sollte sich in den 80er Jahren auch der Erstname durchsetzen, siehe obengenannte Fieselschweif-Story, die in Deutschland 1983 erstveröffentlicht wurde (in Den Kopf verloren hatte Fuchs der Figur mit Johann Salomon Sumpfhuhn 1980 noch einen weiteren Namen verpasst). Basierend auf dem Fuchs'schen Übersetzungsfehler entwickelte Johnny A. Grote eine Theorie, die eine direkte Verwandtschaft zwischen Dagobert Duck und Emil Erpel vertritt.

Emil Erpel in anderen Sprachen

  • Englisch: Cornelius Coot
  • Griechisch: Κορνήλιος Κουτ (Kornilios Kut)
  • Französisch: Cornélius Ecoutum

Trivia

  • Laut der Geschichte Emil Erpels Erbe (LTB 530) verzichtete Emil gänzlich auf seine Besitzansprüche der Stadt.
  • Als Donald in Ein denkwürdiger Gedenktag (OD 27/LTB Spezial 28) die Emil-Erpel-Statue versehentlich umfuhr, fand man zwischen den Trümmern alte Dokumente von Emil Erpel. Aus diesen ging hervor, dass der Gründer Entenhausens bereits 1734 geboren war, statt 1735, wie bisher angenommen.
  • Mit LTB Spezial 28, „Entenhausener Geschichten“, erschien ein LTB Spezial mit dem Thema Emil Erpel.


Verwandtschaft

Laut Don Rosas Stammbaum der Ducks ist Emil Erpel der Vater von Emelrich Erpel, dem Gründer des Fähnlein Fieselschweif, und der Großvater von Oma Duck.

Literatur