Francesco Guerrini: Unterschied zwischen den Versionen

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Gelernt hat er das Zeichenhandwerk im Rahmen der "Disney Academy" von [[Giovan Battista Carpi]] höchstpersönlich. Sein Stil ist dabei seit seiner ersten Veröffentlichung markant und hat sich danach kaum noch verändert. Auffällig sind v.a. die detaillierten Figuren (Faltenwurf, Dreidimensionalität), die ungewöhnlichen Perspektiven und die Hintergründe, die oft realistischer aussehen als im LTB üblich. Diese Detailfülle wird auch manchmal kritisiert, allerdings gehören viele seiner Kollegen zu seinen Fans, wie etwa [[Giuseppe Zironi]], [[Giorgio Cavazzano]] oder [[Luca Boschi]]. Auch Carpi hat wohl Guerrini als den talentiertesten seiner Schüler anerkannt. Guerrini selbst ist da wohl selbstkritischer, was sich auch in seinem Porträt auf der Topolino-Website widerspiegelt, wo er seinen Lebenslauf als „wusste schon seit der zweiten Klasse, wie man Fehler macht [...] lungert ein paar Jahre in einem Grafikstudio herum und pfuscht in der Werbung herum“ abtut und sich selbst so darstellt: „Die Form von [[Franz Gans]], der Charakter von [[Habakuk]], die Zweckmäßigkeit von [[Kuno Knäul]], [[Dussel Duck|Dussels]] Logik und [[Hubert Bogart|Hubert Bogarts]] Intuition“ <ref>https://www.topolino.it/cartoon-author/francesco-guerrini/</ref>
Gelernt hat er das Zeichenhandwerk im Rahmen der "Disney Academy" von [[Giovan Battista Carpi]] höchstpersönlich. Sein Stil ist dabei seit seiner ersten Veröffentlichung markant und hat sich danach kaum noch verändert. Auffällig sind v.a. die detaillierten Figuren (Faltenwurf, Dreidimensionalität), die ungewöhnlichen Perspektiven und die Hintergründe, die oft realistischer aussehen als im LTB üblich. Diese Detailfülle wird auch manchmal kritisiert, allerdings gehören viele seiner Kollegen zu seinen Fans, wie etwa [[Giuseppe Zironi]], [[Giorgio Cavazzano]] oder [[Luca Boschi]]. Auch Carpi hat wohl Guerrini als den talentiertesten seiner Schüler anerkannt. Guerrini selbst ist da wohl selbstkritischer, was sich auch in seinem Porträt auf der Topolino-Website widerspiegelt, wo er seinen Lebenslauf als „wusste schon seit der zweiten Klasse, wie man Fehler macht [...] lungert ein paar Jahre in einem Grafikstudio herum und pfuscht in der Werbung herum“ abtut und sich selbst so darstellt: „Die Form von [[Franz Gans]], der Charakter von [[Habakuk]], die Zweckmäßigkeit von [[Kuno Knäul]], [[Dussel Duck|Dussels]] Logik und [[Hubert Bogart|Hubert Bogarts]] Intuition“ <ref>https://www.topolino.it/cartoon-author/francesco-guerrini/</ref>


Zu Beginn seiner Karriere hat er auch als Autor auf sich aufmerksam gemacht, aber trotz der Tatsache, dass sein selbstgeschriebener Comic ''Schwebende Schurken'' ([[LTB 224]]) im [[Inducks]] besser bewertet wird als fast alle anderen von ihm gezeichneten Comics, hat er seit den frühen 2000ern keine Plots mehr geschrieben. Als Autor sticht Guerrini ebenfalls aus der Riege der italienischen Künstler hervor, denn er greift stärker als viele seiner Kollegen auf Motive von [[Carl Barks]] und [[Don Rosa]] zurück. Auf Barks sollte er sich auch später beziehen, denn ''Auf Bares folgt Rares'' (geschrieben von Riccardo Secchi, [[LTB 506]]) ist ein verkürztes Remake von ''[[Weihnachten für Kummersdorf]]'' und ''Paperino conquistatore vichingo'' (ebenfalls ein Plot von Secchi, allerdings mit einigen Änderungen vonseiten Guerrinis) ein Prequel zu ''[[Der goldene Helm]]'', in welchem auch die [[Zwergindianer]] eine Rolle spielen.
Zu Beginn seiner Karriere hat er auch als Autor auf sich aufmerksam gemacht, aber trotz der Tatsache, dass sein selbstgeschriebener Comic ''Schwebende Schurken'' ([[LTB 224]]) im [[Inducks]] besser bewertet wird als fast alle anderen von ihm gezeichneten Comics, hat er seit den frühen 2000ern keine Plots mehr geschrieben. Als Autor sticht Guerrini ebenfalls aus der Riege der italienischen Künstler hervor, denn er greift stärker als viele seiner Kollegen auf Motive von [[Carl Barks]] und [[Don Rosa]] zurück. Auf Barks sollte er sich auch später beziehen, denn ''Auf Bares folgt Rares'' (geschrieben von Riccardo Secchi, [[LTB 506]]) ist ein verkürztes Remake von ''[[Weihnachten für Kummersdorf]]'' und ''Donald der Eroberer'' ([[LTB Spezial 107]], ebenfalls ein Plot von Secchi, allerdings mit einigen Änderungen vonseiten Guerrinis) ein Prequel zu ''[[Der goldene Helm]]'', in welchem auch die [[Zwergindianer]] eine Rolle spielen.


==Veröffentlichungen im [[LTB]] (Auswahl):==
==Veröffentlichungen im [[LTB]] (Auswahl):==
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*Zuviel des Wenigen (Story von [[Carlo Panaro]], [[LTB 548]])
*Zuviel des Wenigen (Story von [[Carlo Panaro]], [[LTB 548]])
*Am letzten Zipfel (in [[LTB 553]])
*Am letzten Zipfel (in [[LTB 553]])
*Das neue Helferlein (Story von [[Carlo Panaro]], [[LTB 556]])
*''Donald der Eroberer'' (Story von [[Riccardo Secchi]], [[LTB Spezial 107]])
 
== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
<references/>
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[[Kategorie:Comiczeichner|Guerrini, Francesco]]
[[Kategorie:Comiczeichner|Guerrini, Francesco]]

Version vom 21. Mai 2022, 12:56 Uhr

Francesco Guerrini (* 2. April 1958 in Bologna) zeichnet seit den 1990er-Jahren Disney-Comics und zwar ausschließlich im Duck-Universum. Seit 1996 zeichnete er vier Hauptepisoden sowie einige Einseiter für Paperinik New Adventures.

Leben und Werk

Gelernt hat er das Zeichenhandwerk im Rahmen der "Disney Academy" von Giovan Battista Carpi höchstpersönlich. Sein Stil ist dabei seit seiner ersten Veröffentlichung markant und hat sich danach kaum noch verändert. Auffällig sind v.a. die detaillierten Figuren (Faltenwurf, Dreidimensionalität), die ungewöhnlichen Perspektiven und die Hintergründe, die oft realistischer aussehen als im LTB üblich. Diese Detailfülle wird auch manchmal kritisiert, allerdings gehören viele seiner Kollegen zu seinen Fans, wie etwa Giuseppe Zironi, Giorgio Cavazzano oder Luca Boschi. Auch Carpi hat wohl Guerrini als den talentiertesten seiner Schüler anerkannt. Guerrini selbst ist da wohl selbstkritischer, was sich auch in seinem Porträt auf der Topolino-Website widerspiegelt, wo er seinen Lebenslauf als „wusste schon seit der zweiten Klasse, wie man Fehler macht [...] lungert ein paar Jahre in einem Grafikstudio herum und pfuscht in der Werbung herum“ abtut und sich selbst so darstellt: „Die Form von Franz Gans, der Charakter von Habakuk, die Zweckmäßigkeit von Kuno Knäul, Dussels Logik und Hubert Bogarts Intuition“ [1]

Zu Beginn seiner Karriere hat er auch als Autor auf sich aufmerksam gemacht, aber trotz der Tatsache, dass sein selbstgeschriebener Comic Schwebende Schurken (LTB 224) im Inducks besser bewertet wird als fast alle anderen von ihm gezeichneten Comics, hat er seit den frühen 2000ern keine Plots mehr geschrieben. Als Autor sticht Guerrini ebenfalls aus der Riege der italienischen Künstler hervor, denn er greift stärker als viele seiner Kollegen auf Motive von Carl Barks und Don Rosa zurück. Auf Barks sollte er sich auch später beziehen, denn Auf Bares folgt Rares (geschrieben von Riccardo Secchi, LTB 506) ist ein verkürztes Remake von Weihnachten für Kummersdorf und Donald der Eroberer (LTB Spezial 107, ebenfalls ein Plot von Secchi, allerdings mit einigen Änderungen vonseiten Guerrinis) ein Prequel zu Der goldene Helm, in welchem auch die Zwergindianer eine Rolle spielen.

Veröffentlichungen im LTB (Auswahl):

Einzelnachweise