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Vorlage:Artikel der Woche 47 2006

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King Arthur[Bearbeiten]

Original US Teaser Poster (© Touchstone/Bruckheimer)

King Arthur ist ein Action-/Abenteuerfilm von Touchstone Pictures und Jerry Bruckheimer Films. In diesem Film wird auf die mythischen Inhalte der Artussage verzichtet und die Handlung um einige Jahrhunderte vorverlegt. Dies beruht auf archäologischen Befunden, welche die Thesen des Films bestätigen sollen. Deshalb wurde der Film in den USA auch als "The Untold True Story That Inspired The Legend" beworben.

Regie führte Antoine Fuqua, das Drehbuch stammt von David Franzoni. Die Hauptrollen wurden mit Clive Owen (als Artus), Ioan Gruffudd (als Lancelot) und Keira Knightley (als Guinevere) besetzt. King Arthur hatte am 7. Juli 2004 seine US Premiere, jedoch nur in der geschnittenen Fassung. Die ursprünglich für das Kino gedachte Fassung erschien 2005 exklusiv auf DVD, als Director’s Cut.

Handlung[Bearbeiten]

Lancelot, der Meister des Zwei-Schwerter-Kampfes (© Touchstone / Bruckheimer)

Arthur, auch bekannt als Artorius oder Artus, wird in diesem Film als römischer Offizier, Sohn eines Römers und einer keltischen Mutter dargestellt. Er leitet sarmatische Kavallerie in Britannien während dem 5. Jahrhundert nach Christus. Diese Kavallerie bewacht den Hadrianswall vor den Woads (angelehnt an den realen Stamm der Pikten), einem sich den Römern widersetzenden Stamm von mysteriösen Eingeborenen, angeführt vom Merlin.

Artus und seine Männer hoffen auf das Ende ihres 15 Jahre andauernden Militärdienstes. Sie planen bereits ihr zukünftiges Leben, als sie von dem Bischof Germanus auf eine letzte Mission geschickt werden. Sie sollen eine römische Familie davor bewahren, von den feindlichen Sachsen angegriffen zu werden. Da sich die Römer aus Britannien zurückziehen bleibt nur Artus’ Truppe über, um diese Aufgabe zu übernehmen. weiterlesen

Produktionsgeschichte[Bearbeiten]

Vorproduktion und Dreh[Bearbeiten]

König Arthus zu Pferde (© Touchstone / Bruckheimer)

David Franzoni entwickelte seit den 80er Jahren eine wissenschaftliche Theorie, in der König Arthus eigentlich Artorius Castus heißt, und ein römischer Feldherr während dem 5. Jahrhundert war. Bruckheimer erfuhr von diesen Überlegungen und sicherte sich alsbald die Rechte, obwohl Franzoni noch gar nicht mit dem Drehbuch angefangen hatte. Er wollte ein realistisches Schlachtengemälde aus dem Stoff machen. Dazu plante er seinen Freund und Erfolgsregisseur Michael Bay ein, doch dieser hatte zu hohe Budgetvorstellungen und interessierte sich all zu sehr für den mythischen Part der Geschichte, den Franzoni und Bruckheimer ja ausklammern wollten. Somit wurde er nachdem er 5 Jahre lang das Projekt mitentwickelte doch nicht als Regisseur engagiert. Stattdessen wurde Antoine Fuqua angeheuert, dem der Film düster, rau und gewalttätig vorschwebte - eine Richtung, die auch Bruckheimer und Franzoni einschlagen wollten.

Um den Realismus des Films zu unterstützen, verzichtete Bruckheimer auf moderne Spezialeffekte im Film. Es sollten klassische, harte Kämpfe mit echten Waffen gezeigt werden. Außerdem castete man keine Hollywoodberümtheiten für den Film, da ihre Bekanntheit kontraproduktiv werden könnte. Anstelle dieser besetzte man die Rollen mit Hollywood Newcomern, die zu ihren Rollen passten. Auch die Kulissen wurden in echt gebaut, darunter auch der Hadrianswall.

Entschärfung des Films und der Director's Cut[Bearbeiten]

Das Trio Artus, Lancelot und Guinevere (© Touchstone/Bruckheimer)

Passend zum Realismus der eigentlichen Handlung und der realistischen und somit dunklen Optik des Films wünschte sich Bruckheimer auch realistische Schlachten. Mit Antoine Fuqua, der mit Training Day und Tränen der Sonne bereits zwei realistisch-beklemmende Filme drehte, schien er den richtigen Regisseur gefunden zu haben: "Ich vermute, dass Jerry mich für den richtigen Mann hielt, weil ich diesen Film sehr rau und knallhart sehe. Man kann die Gewalt und den Tod förmlich spüren und schmecken. Man fühlt die Kälte und Verzweiflung. Er ist ziemlich apokalyptisch.", sagte Fuqua über den Film in seiner Vision. Um dies zu unterstützen nahm das produzierende Disney Studio auch eine hohe Jugendfreigabe in Kauf. Man plante den gewalttätigsten und brutalsten Film aus diesem Hause, ein R-Rating war von vorne herein angepeilt und die härtesten Szenen aus Platoon und Braveheart galten als Mindestmaßstab.

Antoine Fuqua schwebte ein brutaler Film vor

Doch es sollte anders kommen: Troja erhielt in den USA ebenfalls ein R Rating und floppte an den Kinokassen gnadenlos und Disneys andere Big Budget Produktionen für 2004 (Alamo und Hidalgo) spielten ihre Kosten nicht ein. Deshalb bat die Geschäftsführung Bruckheimer zu einer Unterredung. In dieser beschloss man von seitens Disneys, dass der Film vom harten Mittelalter-Kriegsfilm zum massentauglichen Sommerblockbuster werden muss, was ein PG-13 voraussetzt. Dazu musste der düstere Ton des Films abgeschwächt werden und die Kampfszenen mussten nun auf Blut und besonders verstörende Szenen verzichten.

Bilder wie die von Artus, der seine Gegner enthauptet und Lancelot, der durch Blut watet fielen ebenso der Schere zum Opfer wie Tristans und Artus' Kampf gegen den Sachsenanführer und viele der Szenen von Keira Knightley als britannische Kampfamazone. Allerdings war dies für Fuqua nicht von Beginn an klar: Nach dem Treffen zwischen der Geschäftsleitung Disneys und Jerry Bruckheimer erhielt er von letzterem lediglich die Aufgabe die brutalsten Szenen im Film zweimal zu drehen. Einmal wie geplant, einmal PG-13 geeignet.

Als Fuqua herausfand, das Disney mittlerweile die PG-13 Kinoveröffentlichung beschlossen hatte, zeigte er sich enttäuscht und in seiner Vision als Regisseur gekränkt, was er bei Interviews auch deutlich machte. Da Bruckheimer ebenfalls die härtere Fassung bevorzugte und Disney sehr darauf bedacht ist Bruckheimer nicht zu verärgern gab die Geschäftsleitung jedoch nach. Auf Bruckheimers Wunsch hin wurde Fuquas Fassung als DVD veröffentlicht. Diese ist um einiges länger als viele andere als solche bezeichnete Director's Cuts, was die Kritiker, welche die Originalkinofassung verschmähten in den meisten Fällen sehr positiv stimmte. Im Director's Cut finden sich zahlreiche brutalere Alternativen zu den im Kino gezeigten Kampfsequenzen und die dunkle Atmosphäre des Films wurde zum Großteil wieder hergestellt. Allerdings sind manche Szenen, von denen zu Beginn der Produktion gesprochen wurde, nicht zu sehen. Bisher ist unbekannt, ob diese Szenen nicht zu sehen sind, weil sie dem Regisseur missfielen und so nicht in den Film kamen, oder ob die Szenen aufgrund der beschlossenen Entschärfung gar nicht erst gedreht wurden. weiterlesen



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