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Vorlage:Artikel der Woche 49 2006

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Erika Fuchs[Bearbeiten]

Am 7. Dezember wäre die herausragendste Gestalt des Deutschen Comic-Wesens 100 Jahre alt geworden. Frau Dr. Erika Fuchs zu Ehren, ist ihr Artikel diese Woche hier platziert, um möglichst viele Menschen auf ihn und damit sie aufmerksam zu machen, auf das es auch in Zukunft Fans ihrer Arbeit geben wird.

Erika Fuchs, die Grande Dame des Deutschen Comics (©Ehapa)

Dr. Erika Fuchs (*7. Dezember 1906 in Rostock; †22. April 2005 in München) war die wichtigste deutsche Comic-Übersetzerin und 1951 erste Chefredakteuerin des Egmont Ehapa Verlages. Durch ihre über vierzig Jährige Tätigkeit sind die von Fuchs verfassten Texte eine der meistgelesenen im deutsch-sprachigen Raum. In ihrem langen Leben wurde sie mehrfach ausgezeichnet, darunter 2001 mit dem Roswitha- und Heimito-von-Doderer-Preis, letzteren für ihren Beitrag zur Entwicklung der Deutschen Sprache. Mit ihrem Tod im April 2005 ging die "Grande Dame des Comics", so ihr ehemaliger Verlag in einem Nachruf.

Ihr ist auch die weite Verbreitung des Inflektivs ("Erikativ") zu verdanken, der durch den Gebrauch im Micky Maus Heft in Deutschland bekannt wurde. Er entsteht durch das weglassen von Wortendungen, besonders bei Verben. Erika Fuchs verwendete die Wortform als einer der Ersten, um einen lautmalerischen Effekt zu erzeugen. Neben dem Inflektiv gingen auch einige von ihren Textstellen in den allgemeinen Sprachgebrauch über, wie der bekannte Spruch "Dem Ingeniör ist nichts zu schwör", den sie 1958 für die Veröffentlichung einer Geschichten schrieb.

Besondere Bekanntheit erreichten ihre Übersetzungen zu den Carl Barks-Geschichten, an denen sie teilweise bis in die Neunzigerjahre feilte, um zu jeder Barks-Story einen Fuchsschen Text liefern zu können.

Biographie[Bearbeiten]

Frühe Jahre[Bearbeiten]

Erika Fuchs im Alter von 26 Jahren (Aufnahme 1933)

Erika Fuchs wurde am 6. Dezember 1906 als Erika Petri in Rostock geboren. Sie war das zweitälteste Kind des Ehepaars Auguste und August Petri. Der Familienname ihrer Mutter war Horn, bis sie ihren späteren Ehemann während des Studiums um 1900 in einer Studentenvereinigung kennen lernte. Die Mutter war ausgebildete Sängerin und Lehrerin, so unterrichtete sie unter anderem an einer Volksschule in Augsburg, Bayern. Ihr Mann August war im, bis 1947 eigenständigen, Staat Lippe-Detmold geboren und hatte seine Ausbildung ebenfalls mit einem erfolgreichen Studium beendet, so dass gute Voraussetzungen für Erika Fuchs geschaffen worden waren, ebenfalls eine hohe Schule besuchen zu können. Als Erika Fuchs sechs Jahre alt war, zogen ihre Eltern, zusammen mit ihr und ihren Geschwistern um nach Białogard, damals noch Belgard, nahe Koszalin in Westpommern, dem heutigen Polen. Dort fungierte August Petri als Direktor eines Elektrizitätswerks, genauer gesagt einiger Überlandwerke für Hinterpommern, wodurch er eine große Verantwortung trug. August Petri verdiente gut, sodass sich die Familie ein geregeltes Leben in der Kleinstadt Belgard leisten konnte. Dies ging sogar soweit, dass die Petris bereits in den Neunzehnhundert-Zehner-Jahren über ein Automobil verfügten, welches das einzige in der Umgebung darstellte. Dazu hatten sie auf ihrem Anwesen fünf Vollzeit-Angestellte; einen Gärtner, einen Koch und einen Dienstboten, dazu jeweils ein Kinder- und Stubenmädchen, so dass Auguste Petri weitgehend die Arbeit abgenommen war. Zu Erika Fuchs' Glück hätte nur noch ein verständnisvoller Vater gehört, den es allerdings nach ihrer Aussage nicht gab: "Bei uns daheim wurde nicht argumentiert und nicht ausdiskutiert. Da wurde befohlen und gehorcht". So soll die Erziehung noch wesentlich strenger gewesen sein, als ohnehin um die Jahrhundertwende üblich. Die Eltern legten einen großen Wert auf die moralische und schulische Erziehung ihrer Kindern, für Äußerlichkeiten wie Kleidung und Ausgehen war kein Geld da. Doch da die sechs Geschwister nur neun Jahre auseinander lagen, waren sie sich wenigstens untereinander sehr nahe und konnten ihre Kindheit in der Gruppe genießen. Dabei half auch die Musik, welche im Hause Petri eine wichtige Rolle spielte und allzeit ein Thema war. So wurde vor Gästen, bei Veranstaltungen und an den Festtagen genauso gesungen wie privat, bei der Arbeit und beim Spielen... Weiterlesen.