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Vorlage:Artikel der Woche 51 2006

Aus Duckipedia
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Am vergangenen 8. Dezember ist zum tiefen Bedauern aller Fans die deutsche Stimme der wunderbaren Filme Walt Disneys, Heinrich Riethmüller, im Alter von 84 Jahren verstorben. Dem großen Regisseur, Autor und Liedertexter widmet Duckipeida diesen Artikel, um ein Stück dazu zu leisten, dass seine fantastische Arbeit, auch im Zusammenhang mit ihrem Schöpfer, ewig in Erinnerung bleibt.

Heinrich Riethmüller wurde am 21. Dezember 1921 in Berlin geboren und war der wichtigste deutsche Synchronisator abendfüllender Disney-Zeichentrickfilme, dazu Regisseur, Texter und Songwriter derselben. In seiner aktiven Zeit bearbeitete er mit seinem Team über zehn Walt Disney Meisterwerke, darunter Das Dschungelbuch, Cap und Capper, sowie Neufassungen verschiedenster Filme, wie zum Beispiel Pinocchio oder Schneewittchen und die sieben Zwerge. Von Mitte der Sechziger Jahre bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1981 übernahm er bei fast allen wichtigen Disney-Filmen, auch im Real-Bereich, die Synchronisation. Einem großen Publikum ist er auch bekannt als musikalischer Leiter der ZDF-Sendung "Dalli Dalli".

Frühe Jahre[Bearbeiten]

Deutsches Poster zu Das Dschungelbuch mit besonderem Hinweis auf die Musik (© Disney, 1980)

Heinrich Riethmüller wurde am 23. Dezember 1921, einen Tag vor Heiligabend, in Berlin geboren. In seiner Schulzeit besuchte er das 1921 gegründete Canisius-Kolleg. Es wird auch heute noch vom Jesuitenorden geleitet und gehörte auch schon damals zu den renommiertesten Gymnasien Berlins. Dort wurde viel Wert auf Theater und Musik gelegt, was Riethmüllers späteres Leben entscheidend prägte. Nachdem er dort erfolgreich sein Abitur 1939 abgeschlossen hatte, ging er auf eine Berliner Universität, um Kirchenmusik zu studieren. Wäre er einen Jahrgang später auf die Schule gekommen, hätte er seinen Abschluss nicht mehr machen können, da die Nationalsozialisten die Schule 1940 schlossen. Anschließend begann er in diesem Bereich auch zu Arbeiten, ab 1942 war er als Chorleiter und Organist tätig. Heinrich Riethmüller war nicht großartig in die Machenschaften des NS-Regimes verwickelt, so dass er nach dessen Zusammenbruch nicht weiter behelligt wurde und seiner musikalischen Arbeit nachgehen konnte. Er spielte zeitweise in verschiedenen Orchestern, wie dem RBT-Orchester, später machte er erste Erfahrungen im Bereich des Kabarett, als er 1947 dem, ebenfalls in Berlin ansässigen, "Ulenspiegel" beitrat... weiterlesen

Karriere[Bearbeiten]

Erste Arbeiten für das Fernsehen übernahm Heinrich Riethmüller bereits Anfang der Fünfzigerjahre, kurz nachdem er ins Synchronisationsgeschäft eingestiegen war. Zu dieser Zeit schrieb er, da wenig bekannt, in erster Linie die Musik zu typischen Heimatfilmen aus dieser Zeit, deren wegen er aber nicht in Erinnerung geblieben ist. Den banalen Komödien widmete er sich jedoch nicht lange, die Anzahl seiner Mitarbeit beschränkt sich auf knapp zehn Jahre, der letzte Film Riethmüllers dieser Art wurde 1962 fertig gestellt. Dabei handelte es sich um "Sein Bester Freund", der es aber immerhin zu einer englisch-sprachigen Version brachte. Seine eigentlichen Arbeit ging er in diesen Jahren beim Rundfunk im amerikanischen Sektor, kurz "RIAS", nach. Dort war er maßgeblich für den Erfolg der satirischen Sendung "Die Rückblende" verantwortlich, die soviel Anklang fand, dass sie Anfang der Sechzigerjahre vom NDR sogar ins Fernsehprogramm übernommen wurde, sich aber dort nicht lange hielt und bereits 1961 wieder abgesetzt wurde. Von ihm stammten zumeist die Kompositionen zu den literarisch geprägten Chanson der Sendung...weiterlesen

Arbeit mit Hans Rosenthal[Bearbeiten]

Das "Dalli Dalli"-Team um Hans Rosenthal

Nachdem er aus der Sendung "Die Rückblende" ausgeschieden war, prägte eine Begegnung mit einem der wichtigsten deutschen TV-Showmaster seine spätere Karriere, als er Anfang der Sechziger zum ersten mal auf Hans Rosenthal traf. Zu Beginn schrieb er für Rosenthal, ebenfalls ein RIAS-Angestellter, nur die Musik zu seinen zahlreichen Radioshows. Dazu zählten, unter anderen, „Wer fragt, gewinnt“, „Allein gegen alle“ und „Spaß muss sein“. Anschließen wurde auch für das Fernsehen gearbeitet, zu Beginn für Rosenthals Quizsendung "Gut gefragt ist halb gewonnen", die von 1964 bis 1970 im Zweiten Deutschen Fernsehen lief. Sie ebnete Rosenthal auch den Weg zu mehr Sendeplatz und einem besseren Standort im Programm, so dass er 1971 mit seiner Nachfolgeshow "Dalli Dalli" den größten Coup seines Lebens landete...weiterlesen