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Richard Van Dyke

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Dick Van Dyke etwa um 2004

Richard Wayne Van Dyke (*13. Dezember 1925 in West Plains, Missouri), den meisten Menschen unter seinem Künstlernamen Dick Van Dyke bekannt, ist ein amerikanischer Fernsehstar und Filmschauspieler. Seine Popularität erlangte er größtenteils durch seine Auftritte in The Dick Van Dyke Show aus den 60ern und als Dr. Mark Sloan in Diagnose Mord aus den 90ern, sowie seiner Rolle als Bert im Disneyfilm Mary Poppins.

Frühe Jahre[Bearbeiten]

Dick und Mary Tyler Moore in The Dick Van Dike Show

Dick Van Dyke wurde am 13. Dezember 1925 in West Plains, Missouri geboren. Seine Familie zog jedoch schon früh von dort weg und so wuchs er in Danville, Illinois auf. Seine Eltern waren Loren Wayne Van Dyke, der als reisender Handelsvertreter für die Sunshine Biscuit Company unterwegs war, was ihm den Spitznamen "Cookie einbrachte", und Hazel Vorice McCord. Beim Familiennamen "Van Dyke" handelt es sich um die anglisierte Form des holländischen Van Dijk (ausgesprochen fan deik), wobei seine holländischen Wurzeln jedoch sehr weit zurückliegen.

Als Kind wurde er von den Laurel und Hardy Filmen dazu inspiriert, selber in das Show Business zu gehen. So spielte er in den verschiedensten Theaterstücken an der High School mit, bis er aufgrund des Zweiten Weltkriegs eingezogen wurde und der Air Force diente. Nach Kriegsende arbeitete er einige Zeit als DJ für das Radio. Nachdem er einige Auftritte in lokalen Comedy Shows in Atlanta und New Orleans absolviert hatte, wurde er vom Sender CBS 1956 unter Vertrag genommen. Daraufhin erschien in verschiedenen Game und Talk Shows, teilweise als Gast, teilweise aber auch als Moderator. Sein Schauspieldebüt gab er in einer Episode der damals sehr populären The Phil Silver Show. 1960 schaffte er schließlich seinen endgültigen Durchbruch, mit einem Auftritt im Broadway Musical Bye Bye Birdie an der Seite von Chita Rivera. Das Stück wurde ein voller Erfolg und brachte Van Dyke einen Tony Award ein, eine der höchsten Auszeichnungen, die im Bereich Theater vergeben wurde.

In dieser Rolle fiel er auch dem Schauspieler und Regisseur Carl Reiner auf und bot ihm eine Rolle in einer eigenen TV Show an. Van Dyke sagte zu und übernahm kurz darauf die Rolle des Robert "Rob" Petrie in der von CBS produzierten The Dick Van Dyke Show, welche lose auf dem Konzept von Your Show of Shows basierte, einer beliebten Sitcom der 50er. Dicks Fernsehauftitte, in denen er einen ganz normalen Alltag schilderte. Das Konzept wurde sowohl von den Zuschauern, wie auch von den Kritikern wohlwollend aufgenommen und machte einen Star aus der damals noch relativ unbekannten Mary Tyler Moore, die hier in der Rolle von Petries Frau Laura zu sehen ist.

Insgesamt brachte es die Serie auf 158 Episoden und lief beinahe fünf Jahre lang, vom 3. Oktober 1961 bis zum 7. September 1966. Sie brachte Dick Van Dyke Emmys ein und ist auch in heutiger Zeit so beliebt, dass sich der Sender CBS sich 2004 dazu entschloss, eine Spezialfolge mit den inzwischen gealterten Schauspielern aufzuführen. Nebst Dick und Mary Tyler Moore waren bei diesem Anlass auch Rose Marie, Larry Mathews, Ann Morgan Guilbert, und Jerry Van Dyke zu sehen. Gleichzeitig wurden die alten Folgen auf DVD veröffentlicht.

Filmografie[Bearbeiten]

Van Dyke in seiner Paraderolle als Bert (© Disney)
Van Dykes Filmkarriere begann mit der Verfilmung seines Broadway Hits, Bye Bye Birdie, die 1963 in die Kinos kam. Obwohl er selbst mit der cineastischen Umsetzung unzufrieden war, da sie seiner Meinung nach das Schwergewicht zu sehr auf Ann-Margrets Charakter fixiert sei, wurde der Film wie zuvor das Musical ein großer Erfolg. Nur ein Jahr später, also 1964, gelangte er in der Rolle des Bert aus dem Disneyfilm Mary Poppins zu Weltruhm. Sein Versuch im Film eine Art Cockney zu sprechen, der Dialekt der in London oftmals vorkommt, wurde zwar teils stark kritisiert, besonders in Großbritannien. Nichtsdestotrotz erntete er größtenteils Achtung für seine musikalischen und tänzerischen Fähigkeiten. Zudem gewann der Song Chim Chim Cheree, welcher von ihm gesungen wird, einen Oscar.

In den 60ern war Van Dyke noch in einer Vielzahl verschiedener Komödien zu sehen, darunter What a Way to Go!, Lt. Robin Crusoe, USN, Fitzwilly, The Art of Love, Never A Dull Moment und Divorce American Style Während der Grossteil dieser Filme relativ erfolglos waren, schaffte er mit Chitty Chitty Bang Bang noch einmal einen weltweiten Klassiker, der auch heute noch sehr bekannt ist.

1969 erschien er zum ersten Mal in einer dramatischen Rolle, in der Tragikomödie The Comic, welche von Carl Reiner geschrieben und gedreht wurde. Dick spielt hier einen Komiker aus der Stummfilmära, der in Konflikte mit Alkohol und Depressionen gerät. Reiner hatte diesen Film dabei bewusst auf vyn Dyke zugeschnitten, der oftmals von der Stummfilmära schwärmte und eine Vorliebe für damalige Komiker wie Charlie Chaplin, Buster Keaton, Ben Turpin, Oliver Hardy oder Stan Laurel hatte.

1974 schlüpfte er noch einmal in eine ganz ähnliche Rolle. Er spielte einen alkoholkranken Geschäftsmann im Fernsehfilm Der Morgen danach (The Morning after). Er erhielt allgemein Anerkennung für diesen Schritt und wurde wiederholt mit dem Emmy ausgezeichnet. Die Kritiker nannten sein Werk einer der realistischen Fernsehfilme zum Thema Alkohol und in gewissen Behandlungszentren in den USA wird das Werk den Patienten gezeigt. Zu dieser Zeit gab Van Dyke bekannt, dass er selbst auch Probleme mit Alkohol habe.

Spätere Jahre beim Fernsehen[Bearbeiten]

Van Dyke als Dr. Mark Sloan in Diagnose Mord

1971 begann Dick Van Dyke erneut beim Fernsehen zu arbeiten. Zusammen mit Hope Lange spielte er in einer neuen Sitcom namens The New Dick Van Dyke Show mit, wo er die Rolle des Dick Preston übernahm, einem lokalen TV Show Moderator aus Phoenix, Arizona, wo sich Dick zurzeit aufhielt. Die Serie lief drei Saisons lang, erreichte jedoch nie die gleiche Popularität, wie früher die originale The Dick Van Dyke Show.

1975 spielte er eine eher ungewöhnliche Rolle als Mörder Photograph in einer Folge der bekannten Serie Columbo. Doch schon kurz darauf, 1976, kehrte er zu den Comedyshows zurück mit der Sketchshow Van Dyke and Company. Obwohl auch diese Serie nach drei Monaten wieder fallen gelassen wurde, gewann sie den Emmy für die herausragendste Comedy Show und verwies somit Saturday Night Fever auf den zweiten Platz. Van Dyke schloss sich anschließend der Besetzung von The Carol Burnett Show an, nachdem Harvey Korman seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte. Er konnte jedoch kein gutes Verhältnis zu Burnett aufbauen und verließ abermals nach drei Monaten die Sendung. Im folgenden Jahrzehnt war er hauptsächlich in billig produzierten Fernsehfilmen zu sehen, bis er 1988 mit der Serie The Van Dyke Show, in welcher auch sein Sohn Barry vorkam, zurückkehrte. Die Sendung wurde nach nur fünf Episoden eingestellt.

Seine Kariere schien vorüber zu sein, als er 1989 ein Comeback startete. Zuerst nahm er eine Gastrolle in NBCs Hitserie The Golden Girls an, wo er die Rolle eines Anwalts übernahm, der beschließt, seinen Job aufzugeben und stattdessen ein Zirkusclown zu werden. Dieser Auftritt brachte ihm seine erste Emmy Nomination seit 1977 ein. Nur ein Jahr später spielte er im Film Dick Tracy mit, wo er den Bösewicht D.A. Fletcher mimte. Obwohl sein Anteil am eigentlichen Film relativ bescheiden war, erntete er viel positive Kritik und wurde daraufhin von CBS an eine neue Serie angesetzt, Diagnose Mord. Mit ihm als Dr. Mark Sloan wurde die Serie zu einem großen Hit und brachte es von 1991 bis 2001 auf 178 Episoden.

Auch heute ist Van Dyke noch sehr aktiv. Anfangs des Jahres 2006 stand er als Dr. Jonathan Maxwell für den Fernsehfilm Murder 101 vor der Kamera. Er hat zudem die Rolle eines Bösewichts in Ben Stillers "Nachts im Museum", dessen Veröffentlichung auf Ende 2006 angesetzt ist.

Weitere Informationen[Bearbeiten]

  • Dick Van Dyke war von 1948 bis 1984 mit Margie Willet verheiratet und hatte vier Kinder, Christian, Barry, Carrie Beth und Stacy, die allesamt ebenfalls verheiratet sind und wiederum insgesamt sieben Kinder haben.
  • Van Dyke ist ein begeisterter 3D Grafiker, der viele der Effekte für die Serie Diagnose Mord selbst hergestellt hat.
  • 1998 wurde Dick Van Dyke mit dem Titel Disney Legends für seine Rolle in Mary Poppins ausgezeichnet.

Weiterführende Links[Bearbeiten]