Fluch der Karibik: Unterschied zwischen den Versionen

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===Reaktionen auf die PG-13 Freigabe===
===Reaktionen auf die PG-13 Freigabe===
[[Bild:Fluch der karibik concept art.JPG|thumb|right|Gruselige Skelette sind nicht gerade förderlich für eine niedrige Jugendfreigabe. (© Disney/Bruckheimer)]]
Mit der Einbindung von [[Jerry Bruckheimer]] in das Projekt war früh klar, dass der Film reich an Action sein wird, und somit möglicherweise '''kein''' PG-Rating erhalten wird. Bestätigt wurde dies durch Bruckheimers Versprechen: "''I'll make the best movie possible and it won't be an R''" ("''Ich werde den bestmöglichen Film machen und es wird keiner ab 17.''").  So kam es dann auch: Als der Film der MPAA (das amerikanische Äquivalent zur FSK) vorgelegt wurde, erhielt er eine PG-13 Freigabe aufgrund "Action/Abenteuer Gewalt".


Mit der Einbindung von [[Jerry Bruckheimer]] in das Projekt war früh klar, dass der Film reich an Action sein wird, und somit möglicherweise '''kein''' PG-Rating erhalten wird. Bestätigt wurde dies durch Bruckheimers Versprechen: "''I'll make the best movie possible and it won't be an R''" ("''Ich werde den bestmöglichen Film machen und es wird keiner ab 17.''").  So kam es dann auch: Als der Film der MPAA (das amerikanische Äquivalent zur FSK) vorgelegt wurde, erhielt er eine PG-13 Freigabe aufgrund "Action/Abenteuer Gewalt".
Die Reaktionen darauf waren studiointern nicht durchgehend erfreulich, doch generell fand diese Tatsache durchaus Akzeptanz. [[Dick Cook]], Vorsitzender der Disney Studios, zum Beispiel verglich diese höhere Freigabe mit den Alters- und Größenbeschränkungen zu den Fahrattraktionen in den Themenparks. Ein "Thrill Ride" ist nicht jedem zugänglich, warum sollte es bei "Thrill Movies" anders sein? Als die Wahl auf Bruckheimer fiel, "wussten wir, wir würden einen Thrill Ride machen.", sagte Cook.
Die Reaktionen darauf waren studiointern nicht durchgehend erfreulich, doch generell fand diese Tatsache durchaus Akzeptanz. [[Dick Cook]], Vorsitzender der Disney Studios, zum Beispiel verglich diese höhere Freigabe mit den Alters- und Größenbeschränkungen zu den Fahrattraktionen in den Themenparks. Ein "Thrill Ride" ist nicht jedem zugänglich, warum sollte es bei "Thrill Movies" anders sein? Als die Wahl auf Bruckheimer fiel, "wussten wir, wir würden einen Thrill Ride machen.", sagte Cook.
Des weiteren sagte Cook, Disney würde niemals einen Film, der aufgrund Sex, Drogen oder vulgärer Sprache ein PG-13 Rating erhielt unter dem [[Walt Disney Pictures]] Label veröffentlich: "Es gibt keine Ausnahmen zu diesen Regeln." Deshalb wurden die Filmmacher, vor allem Bruckheimer und Verbinski, gebeten auf Sexszenen, harte Sprache und zu viel Blut zu verzichten.
Des weiteren sagte Cook, Disney würde niemals einen Film, der aufgrund Sex, Drogen oder vulgärer Sprache ein PG-13 Rating erhielt unter dem [[Walt Disney Pictures]] Label veröffentlich: "Es gibt keine Ausnahmen zu diesen Regeln." Deshalb wurden die Filmmacher, vor allem Bruckheimer und Verbinski, gebeten auf Sexszenen, harte Sprache und zu viel Blut zu verzichten.
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Auf privater Ebene verhielt man sich den Freigaben gegenüber unterschiedlich. Während Johnny Depp den Film mit seiner vierjährigen Tochter sah, drehte Verbinski so, dass ihn seiner Meinung nach achtjährige sehen könnten. Deshalb durfte seine damals siebenjährige Tochter ihn erst ein Jahr später sehen. Auch Produktionschefin [[Nina Jacobson]] verbat ihrer 5-jährigen den Film zu sehen.
Auf privater Ebene verhielt man sich den Freigaben gegenüber unterschiedlich. Während Johnny Depp den Film mit seiner vierjährigen Tochter sah, drehte Verbinski so, dass ihn seiner Meinung nach achtjährige sehen könnten. Deshalb durfte seine damals siebenjährige Tochter ihn erst ein Jahr später sehen. Auch Produktionschefin [[Nina Jacobson]] verbat ihrer 5-jährigen den Film zu sehen.
 
[[Bild:Potc17.jpeg|thumb|left|In Richtung PG-13 gedrängt. (© Disney/Vruckheimer)]]
Filmwirtschaftsexperten begrüßten Disneys Entscheidung. Jugendliche seien heute, aufgrund der Massenmedien und vor allem Actionvideospielen, mehr gewohnt. Zudem sei PG-13 mittlerweile ein cooles Rating. Actionfilme müssen es tragen, um nicht als "zu harmlos" abgestempelt zu werden.
Filmwirtschaftsexperten begrüßten Disneys Entscheidung. Jugendliche seien heute, aufgrund der Massenmedien und vor allem Actionvideospielen, mehr gewohnt. Zudem sei PG-13 mittlerweile ein cooles Rating. Actionfilme müssen es tragen, um nicht als "zu harmlos" abgestempelt zu werden.



Version vom 13. April 2006, 00:52 Uhr

Eines der US-Kinoposter (© Disney/Bruckheimer)

Fluch der Karibik (Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl) ist eine gemeinsame Spielfilmproduktion von Walt Disney Pictures und Jerry Bruckheimer Films. Seine Weltpremiere erlebte der Film am 28. Juni 2003, regulär in die US Kinos kam er ab dem 9. Juli 2003. In Deutschland wurde Fluch der Karibik ab dem 2. September 2003 aufgeführt.

Er ist zudem der erste Film unter dem Disney Namen, der in den USA eine PG-13 Freigabe erhielt, die bisherigen Filme erhielten allesamt niedrigere Jugendfreigaben. Zugleich wurde er zum bis dahin erfolgreichsten Spielfilm, sowohl von Walt Disney Pictures, als auch von Jerry Bruckheimer.

Dieser Action-Abenteuer-Comedy-Film basiert auf der Disneyland Attraktion Pirates of the Caribbean und spielt in der Piraten besetzten Karibik des frühen 18. Jahrhunderts. Regie führte Gore Verbinski, die Hauptdarsteller sind Johnny Depp, Geoffrey Rush, Orlando Bloom und Keira Knightley.

Handlung

Ein britisches Schiff mit Kurs auf die Karibik, wo Weatherby Swann in Port Royal auf Jamaika neuer Gouverneur werden soll, fährt durch eine Nebelbank. Die noch junge Tochter des Gouverneurs, Elizabeth, steht am Bug und singt ein Lied über Piraten. Im Nebel entdeckt Elizabeth ein Schiffswrack und einen Jungen, der hilflos im Wasser treibt und der einzige Überlebende des Schiffes zu sein scheint. Die Besatzung des britischen Schiffes rettet den Jungen, der sich als Will Turner vorstellt. Elizabeth entdeckt an seinem Hals ein Medaillon mit einem Totenkopf, woraufhin sie es erschrocken an sich nimmt. Elizabeth entdeckt daraufhin im Wasser ein Schiff mit schwarzen, zerrissen Segeln.

Keira Knightley als Elizabeth Swann (© Disney/Bruckheimer)

Acht Jahre später: Elizabeth wacht aus einem Traum auf, in dem sie sich an dieses Ereignis zurückerinnert. Sie hängt sich das Medaillon um, welches sie in einem Geheimfach ihrer Schublade versteckt, als ihr Vater sich ankündigt. Sie versteckt ihren Halsschmuck in ihrem Dekolletee und erlaubt ihrem Vater den Eintritt. Dieser schenkt seiner Tochter ein Korsett und spricht darüber, das Norrington an diesem Tag zum Commodore ernannt werden soll.

In der Eingangshalle des Anwesens wartet während dessen Will Turner auf den Gouverneur. Will wurde mittlerweile zu einem talentierten Schmied und übergibt dem Gouverneur das Schwert, dass er für Norringtons Feier schmieden sollte. Swann ist begeistert und lobt die Klinge, die er erhielt. Elizabeth kommt die Treppen herunter und freut sich sehr, dass sie Will wiedersieht. Sie erzählt ihm, dass sie diese Nacht von ihrer ersten Begegnung träumte und bittet Will darum, dass er sie duzt, was er jedoch aus Respekt vor ihrem Titel ablehnt. Ungefähr zur selben Zeit nähert sich Captain Jack Sparrow in einem untergehenden Schiff dem Hafen von Port Royal. Dieser begibt sich sofort auf die Suche nach einem neuen Schiff, mit dem er wieder in See stechen kann.

Deutsches Kinoposter zu Fluch der Karibik (© Disney/Bruckheimer)

Als Elizabeth nach der Feier für Norrington aufgrund ihres engen Korsetts in Ohnmacht fällt die Klippen herunterstürzt, während Norrington versucht ihr einen Heiratsantrag zu machen, befindet sich Jack Sparrow in Mitten einer Diskussion mit zwei Aufsehern. Diese sprachen mit Sparrow unter anderem um das sagenumwobene Schiff Black Pearl und darüber, ob Sparrow nun ein meuternder und kapernder Pirat sei oder nicht. Sparrow erblickt, wie Elizabeth ins Meer stürzt und rettet diese vor dem ertrinken. Er bemerkt das Medaillon an Elizabeths Hals, welches kurz zuvor eine mysteriöse Welle und einen Wetterumschwung auslöste. Sparrow fragt Swann nach der Herkunft ihres Medaillons.

Daraufhin wird er jedoch von der Garde umstellt und als Pirat enttarnt. Um sich aus der misslichen Lage zu befreien droht er an Elizabeth Leid zuzufügen, wenn man ihm nicht sofort sein Hab und Gut wiedergibt. Kaum ist dies Geschehen flieht Sparrow in die Werkstatt eines Schmieds. Dort versucht er zunächst sich von seinen Handschellen, die ihm die Garde anlegte, zu befreien. Allerdings wird sein Vorhaben von Will Turner gestört, der ihn sogleich zu einem Kampf herausfordert.

Der Kampf wird von Wills trunkenen Chef unterbrochen, der während des Gefechts aufwachte und Sparrow mit einer Flasche hinterrücks niederschlug. Norrington und sein Gefolge betritt die Werkstatt und nimmt Sparrow gefangen. Als die Nacht über Port Royal einbricht erreicht die Black Pearl den Hafen und beginnt mit einem Angriff. Neben mehreren Kanonenschlägen auf die Türme und das Gefängnis der Hafenstadt besteht der Angriff hauptsächlich aus den plündernden Piraten. Einige von ihnen begeben sich in das Haus des Gouverneurs und versuchen Elizabeth das Medaillon zu stehlen. Da sie auf ihr Recht zu verhandeln besteht (mit dem Aufruf "Parle!") müssen die zwei Piraten Pintell und Ragetti Elizabeth ohne Anwendung von Gewalt auf das Schiff mitnehmen, wo Elizabeth mit dem Captain verhandeln kann. Währenddessen wird Will bei seinem Kampf gegen die Piraten niedergeschlagen. Des weiteren treffen zwei Piraten auf Jack, der im Gefängnis sitzt. In dem Gespräch zwischen ihnen wird klar, dass sie Sparrow von früher kennen. Als er erwähnt, dass Meuterer in den tiefsten Kreis der Hölle kommen packt eines der Black Pearl Besatzungsmitglieder Sparrow am Hals und beschimpft ihn. Der Arm des Piraten befindet sich im Mondlicht und erscheint nur als Knochengerippe.

Der Fluch aus den Geschichten über die "untote" Crew der Black Pearl ist also wahr. Elizabeth versucht sich zur gleichen Zeit auf Deck der Black Pearl als Verhandlungsgegnerin von Barbossa, wird von ihm jedoch übervorteilt. Elitabeth, die sich als Elizabeth Turner ausgibt, übergibt ihm ihr Medaillon und wird dennoch von der Crew entführt.

Am nächsten Morgen stürmt Will zu Norrington. In der vergangenen Nacht sah Will noch, wie Elizabeth entführt wurde und möchte sich nun an ihrer Rettung beteiligen. Will wird jedoch nicht Ernst genommen, er sei nur ein Schmied und nicht beim Militär, weshalb er nicht an der Rettungsaktion beteiligt sein soll.

Jack und Will kapern die Interceptor (© Disney/Bruckheimer)

Also sucht Will heimlich Jack Sparrow auf. Dieser verspricht ihm Hilfe, nachdem er Wills Namen erfuhr. Will befreit Jack, und gemeinsam kapern sie mit einem Trick die Dauntless, das schnellste Schiff der Flotte. Sie steuern Tortuga an, wo sie eine Crew anheuern wollen, mit der sie die Black Pearl einholen und Elizabeth befreien möchten.

Diese befindet sich in der Kabine von Barbossa bei einem fürstlichen Abendmahl. Nun wird der Plan der Piratencrew klar: Barbossa braucht das Medaillon und das Blut von einem Nachkommen des Crewmitglieds Turner um den Fluch aufzulösen. Barbossa erklärt Elizabeth beim Abendessen ausführlich, wie es dazu kam, dass die Crew verflucht wurde: Sie stahlen einen verfluchten Atztekenschatz, der jeden, der ihn nimmt zu Untoten verdammt die nicht sterben können, aber auch nichts fühlen und schmecken können. Im Mondlicht soll sich ihre wahre Gestalt zeigen. Elizabeth glaubt Barbossa nicht und greift ihn an. Dieser bleibt unbeschadet und jagt Elizabeth aufs Deck, wo sich die Crew in Zombiegestalt um die Instandhaltung des Schiffes kümmert. Elizabeth erschrickt sich fast zu Tode und flieht in eine Kabine.

Will dagegen erfährt am nächsten tag von Jack, dass er seinen Vater kannte. Wills Vater hieß angeblich "Stiefelriemen Bill" und war ein mit Sparrow befreundeter Pirat.

Langsam löst sich die verworrene Story auf: Die Piraten der Black Pearl segelten ursprünglich unter Jack Sparrow, meuterten jedoch und ernannten Barbossa zum neuen Kapitän. Wills Vater hielt als einziger zu Sparrow und wurde deshalb in die Untiefen des Meeres geworfen. seine verfluchte Münze schickte er vor seinem Tod zu seinem letzten Nachkommen. Die Piraten denken, Elizabeth wäre Bills Tochter und möchten darum auf der Isla de Muerta den Fluch auflösen. In Wahrheit brauchen sie aber das Blut von Will Turner, was wiederum nur Sparrow weiß und ausnutzen möchte.

Der Untote Barbossa (© Disney/Bruckheimer)

In Tortuga heuert Sparrow eine Crew an und sticht am nächsten Morgen mitsamt seines "Druckmittels" in See. Die Black Pearl erreicht die Isla de Muerta, wo Elizabeths Blut in einer großen Zeremonie vergossen wird. Doch der Fluch wurde nicht aufgehoben, weshalb die Situation eskaliert. Jack und Will erreichen die Insel in letzter Sekunde, wobei Jack von Will niedergeschlagen wird, da Will Intigen von seitens Jack befürchtet. Will und Elizabeth können fliehen, Jack wiederum verbündet sich mit der Crew der Black Pearl. Diese verfolgt die Interceptor, mitsamt Elizabeth und Will, was in eine gigentische Seeschlacht mündet. Die Interceptor wird zerstört und die in Tortuga angehuerte Crew sowie Elizabeth werden gefangen genommen. Als Jack versucht die Situation auszunutzen um alles wieder in die Bahnen zu lenken, die seinem eigentlichen Plan nützlich sind, taucht der kurzzeitig totgeglaubte Will Turner auf und offenbart Barbossa, dass er der letzte Nachfahre von Stiefelriemen Bill ist.

Barbossa nutzt die Situation aus und setzt Jack und Elizabeth auf der Insel aus, auf der er Jack schon vor einigen Jahren nach der Meuterei aussetzte, während er mit Will zur verfluchten Insel zurücksteuert um den Fluch aufzuheben.

Jack und Elizabeth trinken auf der Insel einige Flaschen Rum. Im alkoholisierten Zustand bringt Elizabeth Jack das Piratenlied bei, dass sie bei dem ersten treffen mit Will sang. Am nächsten morgen entfacht sie ein großes Feuer, was ein Schiff der Royal Navy, der Dauntless, aufmerksam macht. Jack und Elizabeth werden von der Insel gerettet, jedoch sieht Norrington nicht ein Will zu retten.

Erst nachdem Elizabeth ein Heiratsversprechen abgibt, erfüllt dieser Elizabeths Wunsch. So kommt es auf der Isla de Muerta zum Showdown: Die Soldaten der Dauntless begeben sich in einen von Sparrow geplanten Hinterhalt, während die Crew der Black Pearl im letzten Moment von Jack davon abgehalten wird, Will Turner zu töten. Stattdessen sollen sie die Dauntless kapern und danach erst Will töten.

Während es auf der Dauntless zu einem blutigen Kampf kommt, fechten der unsterbliche Barbossa, einige Mitglieder der Black Pearl, Will und Elizabeth auf spektakuläre Art und Weise gegeneinander. Als Babrossa Jack mit seinem Schwert durchstößt scheint alles vorbei. Doch Jack Sparrow stahl zuvor eine der Münzen und ist nun ebenfalls unsterblich.

Als Barbossa Elizabeth bedroht schieß Sparrow in Barbossas Herz. Die Kugel bleibt stecken, und Will beendet den Fluch indem er eine Münze mit seinem und einem Münze mit Sparrows Blut in die Truhe von Cortez fallen lässt.

Barbossa stirbt und die Crew der BlackPearl wird gefangen genommen, allerdings auch Jack Sparrow. Dieser soll gehängt werden, doch im letzten Moment wird er von Will Turner gerettet. Nach einer Diskussion mit Norrington und dem Gouverneur wird Sparrow laufen gelassen, und Will sowie Elizabeth werden von jeglicher Schuld bezüglich Sparrows Flucht freigesprochen. Will und Elizabeth gestehen sich ihre Liebe und Norrington sieht ein, dass es falsch wäre Elizabeth zur Hochzeit zu zwingen.

Jack Sparrow wird von der von ihm auf Tortuga angeheuerten Crew, welche die Black Pearl an sich genommen hat, aufgelesen und zum Captain ernannt. Jack ist sichtlich davon gerührt, sein Schiff wiederzuhaben und stimmt Elizabeths Piratenlied an.

Abspann.

Nach dem Abspann sieht man, wie Barbossas Affe, Jack, eine Münze aus der verfluchten Truhe entwendet und sich wieder in einen Zombie verwandelt.

Produktionsgeschichte

Die Idee für eine Attraktionenverfilmung

Die amerikanische Filmindustrie, und somit auch Disney, sucht schon seit längerem nach Stoffen, aus denen Filme gemacht werden können. Nachdem Theaterstücke, Bücher, Comics und seit kürzerem auch Videospiele als Vorlage für Filme herhielten, testete Disney im Jahre 1997 wie das Publikum auf Filme reagiert, die auf einer Themenparkattraktion basieren. Da diese Idee recht gewagt war, begann man das Projekt mit einem TV Film, der auf einer verhältnismäßig jungen Attraktion basierte: Im Jenseits sind noch Zimmer frei, der im Original Tower of Terror heißt holte die Inspiration für die Story bei der beliebten E-Ticket Ride Attraktion The Twilight Zone Tower of Terror von 1994 aus den Disney-MGM-Studios.

Da der Film positive Reaktionen hervorrief, und lange Zeit zum Standardrepertoire des Halloween TV Programms gehörte (auch in Deutschland), entschied man sich nun, das Projekt auf Kinofilme auszuweiten.

2000 folgte Mission to Mars, ebenfalls basierend auf einer neuen Attraktion. Dieser spielte in den Staaten seine Kosten von 90 Millionen Dollar nicht ein, erhielt jedoch neben manchen zerstörerischen Kritiken auch viele sehr löbliche. Während der Produktion von Mission to Mars sponn man hinter den Kulissen das durchaus ehrgeizige Projekt der Attraktionenfilme weiter. Unter anderem tauchten erste Ideen und Konzepte für einen Film zu Pirates of the Caribbean auf. Die Idee zum Piratenfilm fand viel Gegenliebe, weshalb man ihm früh das grüne Licht gab. Berits im Ende 1999 erschienen Buch Disney - Die ersten 100 Jahre wurde er im Zusammenhang mit anderen geplanten Filmen erwähnt.

Nach dem Misserfolg von Mission to Mars schickte man jedoch erst eine andere Attraktion ins Kino. Ob man mit der bisherigen Pre-Production von Fluch der Karibik noch nicht weit genug war oder ob Disney einen Flop befürchtete und deshalb lieber einen weiteren "Testfilm" ins Kino schicken wollte ist leider unbekannt, sicher ist jedoch der Fakt, das erst Anfang 2002 die Produktion von Fluch der Karibik anfing. Während dessen sollten im Juli 2002 Die Country Bears das Kino erobern. Der Film wurde ein mittlerer Erfolg.

Jerry Bruckheimer übernimmt das Steuerrad

Erstes Teaser Poster zum Film. Es erinnert noch stark an die grundlegende Attraktion (© Disney/Bruckheimer)

Jerry Bruckheimer erwies sich in seiner Karriere als Erfolgsgarant, vor allem für die Walt Disney Studios, denen er, unter den Labeln Touchstone Pictures und Hollywood Pictures, einige der erfolgreichsten Filme der Firmengeschichte bescherte. Um das ehrgeizige Projekt Pirates of the Caribbean auf Erfolgskurs zu bringen, sandte man Bruckheimer eine Kopie des damaligen Scripts. Dieser war von dem damaligen Skript von Jay Wolpert sehr unzufrieden. "Ich weiß nicht, was ich damit machen soll.", wird Bruckheimer oft über den ersten Entwurf zitiert. Diese reine, klassische Piratengeschichte war harmlos und "soft", dazu war das Skript eindeutig auf eine PG-Freigabe getrimmt.

Bruckheimer rief er aus Eigeninitiative die Autoren Ted Elliot und Terry Rossio an und gab ihnen den Auftrag, die Story zu überarbeiten, da diese berühmt für ihre beim Publikum beliebten Drehbücher sowohl für Kinder- als auch für Erwachsenenfilme sind. Eine ihrer ersten Ideen war, dass die Piraten verflucht sein müssten. Von Rossios und Elliots Ideen überzeugt gewann Jerry Bruckheimer an Interesse für das Projekt. So versprach er der Disney Chefetage zwei Dinge: "Ich werden den bestmöglichen Film machen und er wird keine "R" Freigabe erhalten!"

Bruckheimers erste Schritte als neuer Produzent von Fluch der Karibik erzeugten immer mehr Euphorie hinter den Kulissen: Mit dem neuen Entwurf für die Handlung meldete sich der Produzent bei Regisseur Gore Verbinski. Bruckheimer und Verbinski wollten schon seit längerem miteinander arbeiten, fanden aber keinen geeigneten Stoff. Da sie aber beide Piratenfans sind, bot sich Pirates of the Caribbean geradezu an.

Nachdem Bruckheimer den Komponisten Alan Silvestri vom Film abzog und stattdessen den Hans Zimmer Zögling Klaus Badelt engagierte begann Bruckheimer mit dem Casting der Darsteller. Als erstes warb er Johnny Depp für den Film an. Dieser erwies sich zwar ebenfalls als Fan von Piraten und der Disneyland Attraktion, jedoch zweifelte er an der Idee eines "Bruckheimer-Disney-Piraten-Attraktionen-Films". Doch genau dies war für Bruckheimer der Anlass gerade Johnny Depp anzufragen. Man würde ihn nicht in einem solchen Film erwarten, das wiederum würde den Film für das Publikum interessanter machen. Mit diese Gedankenschluss und einer festen Zusage von Gore Verbinski in der Hand konnte auch Depp für die Produktion gewonnen werden.

Des weiteren schlug Bruckheimer dem damaligen Newcomer Orlando Bloom am Set von Black Hawk Down vor, an seinem nächsten Projekt mitzumachen. Auch Bloom sagte zu. Nach und nach wurde die gesamte Besetzungsliste gefüllt. Auch für eine glanzvolle Riege hinter der Kamera wurde gesorgt: Gore Verbinski engagierte den leitenden Kameramann Dariusz Wolski, mit dem bereits zusammenarbeitete und für die Koordination der Stunt- und Fechtszenen stellte man Robert Anderson ein, der bereits an Filmen mit Hollywoodlegende (und Piratendarsteller) Errol Flynn mitwirkte.

So wurde klar, das Bruckheimer einen epochalen Actionkracher plant, der mit seinen rauen Seiten auch eine höhere Freigabe mit sich bringen konnte. Doch die Faustregel Hollywoods, "Wer mit Bruckheimer arbeitet, braucht sich keine Sorgen um das Studio machen", erfüllte sich erneut: Die Geschäftsleitung der Walt Disney Company vertraute Bruckheimer und bot keinen Widerstand gegen seine Entscheidungen, da er mit seinen Erfolgen mehrfach bewies, dass er sich in seiner Sache sicher ist. Konsequenterweise bewarb man Fluch der Karibik auch nicht als Disney Film, sondern als eine Jerry Bruckheimer Produktion.

Das Skript

Das erste Skript von Fluch der Karibik war ein pures Abenteuerfilmdrehbuch ohne große Actionsequenzen und Humor. In dieser Fassung sollte Norrington auf die Seite der Piraten um Captain Barbossa, damals noch Blackheart, wechseln um seine scheinheiligen Ziele zu erreichen.

Jack Sparrow in heroischer Pose (© Disney/Bruckheimer)

Da Bruckheimer diese Story zu schwach war und der Film, im wahrsten Sinne des Wortes, zu blutleer würde heuerte er Terry Rossio und Ted Elliot an, die den Charakter von Jack Sparrow wesentlich extrovertierter machten und dem Film zwei weitere seiner Erfolgszutaten verliehen: Sie übernahmen den Übernatürlichen Aspekt der originalen Themenparkattraktion Pirates of the Caribbean und erfanden die Geschichte des aztekischen Fluchs und gaben dem Film eine Portion Humor. Außerdem fügten sie, ganz im Sinne Bruckheimers, mehr Action zu der Story hinzu. Und da die Autoren große Fans der Attraktion sind bauten sie zahlreiche Anspielungen auf eben diese ein.

Der Grund, Elliot und Rossio einzustellen war ihr beachtliche Reihe an Drehbüchern: Sie machten für Disney die Drehbücher von Aladdin und Der Schatzplanet und schrieben auch für Godzilla, Shrek und Die Maske des Zorro. Mit diesen Werken bewiesen sie einen eigenwilligen (und dem Publikum angenehm erscheinenden) Humor sowie einen guten Spagat zwischen Kindern und Erwachsenen.

Trotz ihrer guten Referenzen bedeutete es nicht, dass die beiden Autoren besonders schnell arbeiteten. Und da sie zudem nicht von Grund auf am Projekt beteiligt waren wurde das Drehbuch erst während den Dreharbeiten fertig gestellt. Diese Tatsache hatte Vor- und Nachteile: Zwar konnte sich der Regisseur Gore Verbinski nicht ständig an einem Buch orientieren und war deshalb teils unsicher, andererseits entschieden sich die Produzenten aufgrund des unfertigen Buchs dazu, die Autoren mit auf das Set zu nehmen, wo sie einige der größten Lacher des Films schrieben.

Letzte Änderungen am Skript betrafen den Fluch, der ursprünglich komplizierter war. Um Logikfehler und Verwirrungen beim Publikum zu vermeiden schnitt man, in Absprache mit den Autoren, einige Szenen heraus und vereinfachte den Fluch.

Rezeption und Erfolg

Allgemeine Infos zum Erfolg

Während im Laufe der Produktion das Disney Studio immer euphorischer wurde und bereits vor dem Kinostart das Interesse bekundigte, Fortsetzungen und weitere Attraktionenverfilmungen zu drehen, äußerte sich die Öffentlichkeit im Vorfeld eher skeptisch. Zum einen lag es an den zahlreichen Flopps im Piratengenre. Die Piratenbraut zum Beispiel hat das produzierende Studio beinahe in den Ruin getrieben. Zum anderen war man skeptisch, da Fluch der Karibik auf einer Freizeitparkattraktion basierte, ein Projekt, das bislang eher erfolglos verlief.

Schließlich zweifelte man die Mischung der Verantwortlichen an: Charakterdarsteller Johnny Depp in einem Disneyabenteuerstreifen von "Krach-Bumm-Produzent" Jerry Bruckheimer, das schien vielen im Vorfeld zu kurios.

Als Fluch der Karibik dann aber am Startwochenende auf Platz 1 der US-Kinocharts vorstieß und somit Terminator 3 entthronte zeigten sich alle überrascht. Nur Disney nicht. Ein Sprecher lies verlautbaren, dass man damit schon gerechnet hat.

Mehrfach preisgekrönt: Fluch der Karibik (© Disney/Bruckheimer)

So entwickelte sich Fluch der Karibik zu einem riesigen Erfolg. Die meisten Kritiker umjubelten den Film, das Publikum strömte in die Kinos. Nach recht kurzer Zeit wurde er zum erfolgreichsten Disney Spielfilm aller Zeiten in den USA, und später auch weltweit. Außerdem äußerten viele Fans den Wunsch nach einer Fortsetzung, ein Schritt, den Disney nicht gewohnt ist (viel mehr protestieren Disneyfans gegen Fortsetzungen, so geschehen u.a. bei Schneewittchen und die sieben Zwerge).

Der Erfolg und die Popularität von Fluch der Karibik äußerten sich auch in anderen Formen: Nach dem großen Erfolg in den USA entschied sich Buena Vista International (Germany) GmbH dazu, den Film nicht wie ursprünglich geplant am 4. September in Deutschland zu veröffentlichen (ein Donnerstag, der in Deutschland reguläre Kinostarttag), sondern bereits am 2. September, ein Dienstag. Solche Sondertermine waren bislang nur bei teuren Epen (Herr der Ringe) oder bei Filmen, die weltweit am gleichen Tag starten (Matrix Reloaded) üblich. Begleitet wurde der deutsche Kinostart von einer groß angelegten Werbeaktion und einem unglaublich großen Medienecho. Fluch der Karibik war in zahlreichen Sendungen aufzufinden.

Ein anderes Zeichen für die Popularität ist der Erfolg des Soundtracks: Dieser befand sich mehrere Wochen lang in den Top 100 der Albumcharts, obwohl das Soundtrackalbum bloß aus "Score" (also der instrumentalen Hintergrundmusik) besteht. Solche Alben sind in der Regel eher unpopulär. Einige Titel vom Soundtrack werden mittlerweile oft in TV-Sendungen verwendet. Barbossa is hungry zum Beispiel wurde bei den Biathlon-Wettkämpfen der Olympischen Winterspiele 2006 regelmäßig gespielt, sobald die führende Person am Schießstand einlief. Auch bei zahlreichen Skisprung-Veranstaltungen und auch bei Champions-League-Spielen konnte man den Titel bereits hören.

Auch das Videospiel zum Film verkaufte sich gut, auch wenn es wenig mit dem Film zu tun hatte: Ubi Soft entwickelte ein Piratenspiel, und kaufte erst später die Fluch der Karibik-Lizenz, mit der man das Spiel populärer machte.

Die vielleicht größte Urkunde des Erfolgs von Fluch der Karibik waren möglicherweise die Oscars: Das der Film in den Technikkategorien nominiert wurde war nicht sonderlich überraschend, aber der Film erhielt auch eine Nominierung in der Kategorie Bester Hauptdarsteller. Das Johnny Depp mit seiner Action-Comedy Rolle diese Ehre erhielt ist sehr ungewöhnlich, denn die Academy of Motion Pictures Arts & Sciences, die ja den Oscar verleiht, zieht eher dramatische Rollen und Filme vor.

Reaktionen auf die PG-13 Freigabe

Gruselige Skelette sind nicht gerade förderlich für eine niedrige Jugendfreigabe. (© Disney/Bruckheimer)

Mit der Einbindung von Jerry Bruckheimer in das Projekt war früh klar, dass der Film reich an Action sein wird, und somit möglicherweise kein PG-Rating erhalten wird. Bestätigt wurde dies durch Bruckheimers Versprechen: "I'll make the best movie possible and it won't be an R" ("Ich werde den bestmöglichen Film machen und es wird keiner ab 17."). So kam es dann auch: Als der Film der MPAA (das amerikanische Äquivalent zur FSK) vorgelegt wurde, erhielt er eine PG-13 Freigabe aufgrund "Action/Abenteuer Gewalt".

Die Reaktionen darauf waren studiointern nicht durchgehend erfreulich, doch generell fand diese Tatsache durchaus Akzeptanz. Dick Cook, Vorsitzender der Disney Studios, zum Beispiel verglich diese höhere Freigabe mit den Alters- und Größenbeschränkungen zu den Fahrattraktionen in den Themenparks. Ein "Thrill Ride" ist nicht jedem zugänglich, warum sollte es bei "Thrill Movies" anders sein? Als die Wahl auf Bruckheimer fiel, "wussten wir, wir würden einen Thrill Ride machen.", sagte Cook. Des weiteren sagte Cook, Disney würde niemals einen Film, der aufgrund Sex, Drogen oder vulgärer Sprache ein PG-13 Rating erhielt unter dem Walt Disney Pictures Label veröffentlich: "Es gibt keine Ausnahmen zu diesen Regeln." Deshalb wurden die Filmmacher, vor allem Bruckheimer und Verbinski, gebeten auf Sexszenen, harte Sprache und zu viel Blut zu verzichten.

Fluch der Karibik erhielt die Freigabe allerdings aufgrund der Gewalt, der Action und den Abenteuerinhalten, sowie ein paar "grusligen" Momenten, etwas das unter dem Disney Label duldbar ist. So erklärte der Konzern, das Abenteuerfilme wie 20.000 Meilen unter dem Meer heute auch ein PG-13 erhielten, würde man sie mit den heutigen Mitteln der Technik produzieren. Deshalb entschied man sich, Fluch der Karibik auch wirklich als Disney Film zu veröffentlichen, und nicht als eine Touchstone Produktion.

Eine blutige Erdolchungsszene wurde allerdings doch gedreht. Als die Geschäftsleitung diese sah, war diese zwar erschrocken, verzichtete allerdings darauf sie zu entfernen. Man verglich sie mit den Gefällen, Schrauben und Loopings auf den Achterbahnen in den Parks, die man ja auch nicht entfernt.

Nachdem man sich in den PG-13 Sektor wagte und auch indirekt die Regeln festsetzte machte Disney offiziell die Ankündigung, dass Fluch der Karibik nicht der letzte Film mit einer solchen Freigabe sein würde. Die Geistervilla zum Beispiel war ebenfalls lange Zeit ein Kandidat für ein PG-13 (diesesmal aufgrund der Gruselszenen), wurde aber doch noch mit einem PG freigegeben. Stick it! erhielt ebenfalls ein PG-13, jedoch aufgrund leichter sexueller Anspielungen. Da dies gegen die oben erwähnte Regel verstößt, wird der Film als Touchstone Film veröffentlicht. Weiteren PG-13 Filmen ist man trotz allem nicht abgeneigt, auch wenn sie weiterhin die Ausnahme, und nicht die Regel werden sollen.

Auf privater Ebene verhielt man sich den Freigaben gegenüber unterschiedlich. Während Johnny Depp den Film mit seiner vierjährigen Tochter sah, drehte Verbinski so, dass ihn seiner Meinung nach achtjährige sehen könnten. Deshalb durfte seine damals siebenjährige Tochter ihn erst ein Jahr später sehen. Auch Produktionschefin Nina Jacobson verbat ihrer 5-jährigen den Film zu sehen.

In Richtung PG-13 gedrängt. (© Disney/Vruckheimer)

Filmwirtschaftsexperten begrüßten Disneys Entscheidung. Jugendliche seien heute, aufgrund der Massenmedien und vor allem Actionvideospielen, mehr gewohnt. Zudem sei PG-13 mittlerweile ein cooles Rating. Actionfilme müssen es tragen, um nicht als "zu harmlos" abgestempelt zu werden.

Produzent Jerry Bruckheimer erklärte es damit, dass Disney all die großen Filme sehen, die für Eltern akzeptabel sind und ein PG-13 haben. Deshalb bewege sich Disney mit dem Markt mit und lässt diese Entscheidung zu.

In Deutschland wurde die Freigabe von Fluch der Karibik weniger öffentlich diskutiert. Zum einen lag es wohl daran, dass erst spät bekannt wurde, das es ein Disney Film ist. In Amerika, wo die Attraktion zur Popkultur gehört, war es dagegen jedem sofort klar. Zugleich kann es daran liegen, dass in Deutschland einige Walt Disney Pictures Spielfilme eine FSK Freigabe ab 12 Jahren erhielten, Fluch der Karibik war kein Präzedenzfall.

Dennoch versuchte Buena Vista International (Germany) GmbH eine Freigabe ab 6 durchzusetzen, weshalb man eine Prüfung auf diese Freigabe beantragte. Doch für FSK ab 6 war der Film zu "hart". Kurios: Während einige Zeitschriften die Freigabe "ab 6 (beantragt)" für Fluch der Karibik angaben, druckte manche, darunter "Auf einen Blick", sogar als Freigabe "FSK ab 16" ab.

Auszeichnungen

Frühes Teaser Poster (© Disney/Bruckheimer)

Fluch der Karibik erhielt zahlreiche Preise und wurde mehrfach für anerkannte Preise nominiert. Hier findet ihr eine Auflistung der Auszeichnungen für diesen Film.

(kursiv geschrieben = Gewonnen)

ASCAP Film and Television Music Awards
'Academy Awards(Oscars)
American Choreography Awards
  • Herausragende Kampfchoreographie (für: George Marshall Ruge)
American Cinema Editors
  • Bester Schnitt in einem Hauptfilm Comedy oder Musical (für Craig Wood, Stephen E. Rivkin und Arthur Schmidt)
Empire Awards
Johnny Depp erhielt zahlreiche Preise für seine Rolle (© Disney/ Bruckheimer)
Golden Globes
  • Bester Darsteller (Musical oder Comedy) (für: Johnny Depp)
Golden Trailer Awards
  • Bester Action Trailer
Hollywood Film Festival
  • Film des Jahres
Hugo Awards
  • Beste dramatische Präsentation (Long Form)
IFTA Awards
MTV Movie Awards
MTV Movie Awards, Mexico
People's Choice Awards, USA
  • Beliebtester Film
Barbossas Crew in der Fluch der Karibik Schatzhöhle (© Disney/ Bruckheimer)
Screen Actors Guild Awards
  • Herausragende Performance eines Darstellers in einer Hauptrolle (für: Johnny Depp)
Teen Choice Awards
World Stunt Awards
  • Bester Kampf (für: Tony Angelotti und Mark Aaron Wagner- Der Kampf beim Schmied)

Stab und weitere Filmangaben

  • Laufzeit: circa 137 Minuten
  • FSK: ab 12 Jahren


Weitere Filminformationen

  • Die Weltpremiere von Fluch der Karibik fand am 28. Juni 2003 in Disneyland Anaheim statt. Dafür wurde der Park erstmals in seiner Geschichte frühzeitig geschlossen. Ab 16 Uhr wurde die Weltpremiere von Fluch der Karibik mit 1500 Gästen gefeiert. Der, laut Disneys Angaben, längste rote Teppisch aller Zeiten führte von der Main Street, U.S.A zu einer Wasserfläche nahe der Originalattraktion, wo der Film auf eine überdimensionale Leinwand projiziert wurde.
  • Gegen Ende der Dreharbeiten an dem Film war man bei Disney so euphorisch gegenüber Fluch der Karibik, dass man den Originaltitel Pirates of the Caribbean in Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl umbenannte. Man plante bereits bei Erfolg ein Franchise zu gründen und hoffte der Filmtitel wäre durch den Untertitel "Sequel tauglicher".
  • Am 10. August 2002 entfachte ein Feuer auf dem Set des Films. Niemand wurde verletzt und es entstand ein Schaden in Höhe von 350.000 Dollar.
Die 3 Disc DVD von Fluch der Karibik (© Disney/Bruckheimer)
  • Laut einem der Audiokommentare verwendete man für die Schatzhöhle auch Requisiten aus den Indiana Jones Filmen.
  • Die letzte gesprochene Zeile im Film, "Bring mich zum Horizont", wurde von Johnny Depp am Morgen vor dem Dreh vorgeschlagen.
  • Die Szene, in der Will Turner Jack Sparrow imitiert wurde von Bloom improvisiert, nachdem dieser den Produzenten Jerry Bruckheimer fragte, ob er so etwas in den Film einbauen könnte.
  • Obwohl Johnny Depp die erste Wahl von Bruckheimer war, wurden auch Michael Keaton, Jim Carrey und Christopher Walken für die Rolle des Jack Sparrows in Betracht gezogen.
  • Jude Law, Ewan McGregor, Tobey Maguire, und Christian Bale wurden allesamt als mögliche Darsteller von Will Turner vorgeschlagen.
  • Johnny Depp lies sich echte Goldzähne in den Mund machen. Michael Eisner fand, es seien zu viele, weshalb er Depp bat einige rauszunehmen. Dies tat er zwar, doch nach einiger Zeit fügte er einen Großteil der Goldzähne wider hinzu, ohne dass es bemerkt wurde.
  • Fluch der Karibik ist der bislang einzige Disney Film, der als 3 Disc DVD Set veröffentlicht wurde.
  • Während Norringtons Beförderungszeremonie spielt die Kapelle "Rule Britannica", eine klare Anspielung auf Britanniens Regentschaft in der Karibik zur damaligen Zeit.
  • Die "Lady Washington" wurde zur Interceptor umgebaut und ist somit das einzige echte Schiff im Film. Deshalb gibt es auch keine Deko im eigentlichen Sinne auf ihr: Alles auf der Interceptor ist funktionsfähig. Die anderen Schiffe in Fluch der Karibik sind Modelle und/oder auf Bühnen und Gerüsten gebaut.
  • Die Szenen, in denen Jack Sparrow versucht die Interceptor zu steuern sind echt. Depp wurde überrascht, als plötzlich die ganze Crew weg war und er, unter Anleitung des Kapitäns des echten Schiffes, steuern musste.
  • Jack Sparrow sagt, kurz bevor Elizabeth nach ihrem Sturz aufs Wasser aufschlägt, "...and then they made me their chief!". Dies ist eine Anspielung auf "The Fast Show" aus dem Vereinigten Königreich. Die Sendung heißt in den Staaten "Brilliant" und gehört zu Depps Lieblingsserien (er hatte auch eine Gastrolle). Dieser Satz wird regelmäßig von Mark Williams' Charakter gesagt, worauf er mit einem "Which was nice." abschließt.
Depp, Bruckheimer und Verbinski im Port Royal Set (© Disney/ Bruckheimer)
  • Eine andere "Fast Show" Anspielung befindet sich in der "Parle"-Szene mit Sparrow und Pintell und Ragetti. Sie wurde rausgeschnitten, ist aber auf der DVD im "Deleted Scenes" Menü zu sehen.
  • Das Schiff "Lady Washington", das als Interceptor in den Film Eingang fand, war auch in Star Trek: Generations zu sehen und diente als Vorlage für die RLS Legacy in Der Schatzplanet.
  • Bruckheimer und Verbinski wollten die Wasserszenen in einem großen Wassertank bei Baja, Mexiko drehen. In ihm wurden auch Szenen für Titanic und Pearl Harbor gedreht. Allerdings hat schon Peter Weir den Tank gebucht, um dort Master and Commander zu drehen.
  • Die Szene "unter dem Ruderboot gehen" ist eine direkte Hommage an Der rote Korsar von 1952.
  • Man überdeckte Depps zahlreiche Tattoos u.a. mit Holzkohle. Nach dem Dreh lies sich Depp das (falsche) Jack Sparrow Tattoo aus dem Film neu stechen, dieses Mal als echtes Tattoo. Er machte dies für seinen Sohn Jack.
  • Das Port Royal Fort wurde für den Dreh in einem geschlossenen Vergnügungspark in Rancho Palos Verdes, Kalifornien aufgebaut.
  • Laut Gore Verbinski und Johnny Depp ist Governor Swann's Vorname Weatherby, Norringtons James, and Barbossa's Vorname Hector.
  • Wie im Film erwähnt, brandmarkte die East India Company Piraten mit einem "P", allerdings auf der Stirn. Da man befürchtete, dass dies zu auffällig wäre, platzierte man dies im Film am Arm.
  • Die zahlreichen "Eunuch" Sprüche stammen allesamt von Johnny Depp.
  • Jimmy Buffet wurde eine Piratenrolle angeboten, die er wegen Terminkonflikten absagen musste.
  • Die Worte "Pirat" und "Piraterie" werden im Film 56 Mal gesagt.
  • Einige der Darsteller trugen Kontaktlinsen mit Sonnenbrillen-Funktion, damit diese nicht dauernd blinzeln mussten.
  • Laut den Drehbuchautoren ist Will Turner der beste Schwertkämpfer, gefolgt von den sich ebenbürtigen Barbossa und Norrington. Sparrow ist eigentlich der schlechteste Schwertkämpfer.
  • Wurde vom britischen Channel 4 zum 4. besten Familienfilm gewählt.
  • Keira Knightley trug eine künstliche Haarverlängerung, da sie noch kurze Haare vom Kick it like Beckham Dreh hatte.