Aaaaaattacke!

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Aaaaaattacke!
Attaaaaaacke!
Attaaack!
Erstveröffentlichung: 03.05.2000
Entstehungsdatum: 2000
Storycode: F PM 00201
Story: Don Rosa
Zeichnungen: Don Rosa
Seiten: 12
Deutsche Übersetzung: Peter Daibenzeiher, spätere Drucke Jano Rohleder
Deutsche Erstveröffentlichung: Micky Maus Magazin 19/2001
Weiterführendes

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© Egmont Ehapa

Aaaaaattacke! (original Attaaack!) ist eine Comicgeschichte von Don Rosa.

Figuren[Bearbeiten]

Handlung[Bearbeiten]

Der ganz normale Wahnsinn im Geldspeicher: Während Donald gemütlich seine Kaffeepause genießt, muss sein Onkel Dagobert Gundel Gaukeley, die Panzerknacker und einige Bettler von seinem Grund und Boden vertreiben. Äußerst angestrengt ächzt sein Erbonkel, er würde alles für ein Frühwarnsystem ausgeben.

Donald nimmt ihn sofort beim Wort und hüpft in seiner 37-Minuten-Rast rasch zu Daniel Düsentrieb. Dass er zu spät zurückkommt, ist sofort vergessen, als er Dagobert erklärt, dass er keine neue Kaffeemaschine angeschleppt hat, sondern ein Frühwarnsystem zur Einbrecherabwehr. Herr Düsentrieb hat es im Handumdrehen zusammengebastelt, es kann Gespräche in einem bestimmten Umfeld belauschen und damit die Vorbereitung auf einen Angriff fast unmöglich machen.

© Egmont Ehapa

Bei der ersten Hörprobe belauschen die beiden Ducks ein Telefongespräch in der Nähe, in dem es offenbar um Dagobert geht. Doch es handelt sich nur um zwei Personen, die sich über den miesen, gierigen, knausrigen, alten Sklaventreiber unterhalten. Das nächste Gespräch ist da schon aufschlussreicher: „Bonjour? TV 3 Enten'ausen? Isch parke gerade vor dem berühmten Geldeschpeischäär von Dagobert Duck.“ Geldeschpeischäär? Das kennen die beiden doch. Tatsächlich, es ist wieder Arpin Lusène, der einen neuen Raubzug ankündigt. Völlig erzürnt schnappt sich Dagobert die nächstbeste Dynamitstange und läuft aus dem Gebäude in Richtung des französischen Meisterverbrechers Arpin Lusène, der am Fuße des Glatzenkogels in seinem Auto sitzt.

© Egmont Ehapa

„Ah, Monsieur Duck, mon ami! Sie werden gleisch Seuge eines Coups werden, der so einfallsreisch und so brillant ist, dass Sie nischts gegen ihn unternehmen können!“ Zutiefst empört grabscht sich Dagobert den Hörer von Lusenes Autotelefon: „TV 3 Entenhausen? Hier spricht Dagobert Duck! Ja, genau der, dem sämtliche Fernseher- und Radiosender der Stadt gehören! Sollten Sie Arpin Lusène jemals die Möglichkeit bieten, sich öffentlich zu präsentieren, werd ich Ihre gesamte Belegschaft feuern“. Lusène ist beleidigt. Wenn keine Fernsehkamera sein Verbrechen festhält, hat er keine Lust mehr, den Geldeschpeischäär zu leeren. Er grabscht sich den Sprengstoff, den er für sein Autotelefon hält, und saust von dannen. Donald will ihn noch warnen, doch es ist schon zu spät. Nach einer Explosion bleibt von Lusènes Sportwagen nur noch ein Ersatzteillager übrig, während der Meisterdieb selbst vor Dagoberts Füßen landet.

Für seine Verhältnisse begeistert von Düsentriebs Frühwarnsystem geht Dagobert mit seinem Neffen wieder in sein Büro, wo der Apparat gerade einen unverständlichen Satz ausspuckt. Doch auch ein Universalübersetzer gehört zum Repertoire der Maschine, und so erfährt man, dass ein offenbar brutopischer Spion im Hotel Ritz sitzt, gegenüber dem Geldspeicher, um den reichsten Mann der Welt zu beobachten und einen Überfall zu planen. Dagobert handelt sofort und ruft die Polizei in das Hotel. Um sich abzusichern, schickt er dem Spion auch noch eine Rakete voll Löschschaum als Geschenk.

Dagobert ist vom System begeistert und kündigt seinem Neffen einen Bonus für jede Angriffsvorwarnung an. Fast schon so gierig wie sein verehrter Onkel stellt Donald den Apparat trotz ausdrückliche Warnung Düsentriebs auf volle Kraft und empfängt schon wieder eine unverständliche Botschaft. Doch Düsentriebs Apparat knackt auch diese und es ertönt die eigentliche Botschaft: „Bald werden wir nah genug sein, um einen Massenangriff auf den großen Speicher zu starten! Nichts kann uns aufhalten! Wir sind zu viele!“ Ein Angriff auf den großen Speicher? Völlig verstört weist Dagobert seinen Neffen an, die Wachen seiner Banken herzubeordern. Diese sollen seinen Geldspeicher vor den bisher noch nicht gesichteten Gegenspielern schützen. Doch da mittlerweile aus der einen Stimme Dutzende geworden sind, beschließt Dagobert, auch noch den Polizeichef mit Unmengen von Beamten zu sich zu zitieren. „Jetzt sind es Hunderte von Übertragungen“, stellt Donald erschrocken fest. Also wird zusätzlich noch die Armee gerufen, die bald darauf mit schwerem Gefährt anrückt.

Nachdem sich alles rund um den Geldspeicher postiert hat, rennt Dagobert zurück in sein Büro, um dem Militärgeneral per Funk mitzuteilen, wann die feindlichen Häscher angreifen. Er kommt gerade im rechten Moment, denn plötzlich ertönt aus dem Einbrecherfrühwarnsystem der Ruf: „Attaaaaaacke!“ Dagobert reagiert sofort: „Sie greifen an, General! Feuern Sie! Feuern Sie!“

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Und er lässt feuern! Im Umkreis von tausend Metern schießen die zirka dreißig Panzer alles heraus, was ihr Kugellager zu bieten hat. Ergebnis: Halb Entenhausen liegt in Trümmern, doch die Angreifer sind weiterhin nicht zu sehen. „Geschafft! Wir sind beim Speicher“, ertönt es aus Düsentriebs Gerät. Dagobert greift zum letzten Mittel, indem er einen Knopf an der Wand drückt, der den Eingangsbereich sprengt. Trotzdem scheinen die Angreifer nicht abgewehrt und befinden sich bereits auf dem Weg nach oben. Dagobert erwartet sie mit drei Kanonen, die er alle gleichzeitig abfeuert - was ihm der Geldspeicher übel nimmt.

Durch die nun freie Sicht nach draußen erkennt Donald stolz, dass der Feind flieht, doch Dagobert muss ihn enttäuschen, denn es flieht nur „unsere Armee“. Völlig bestürzt schlägt Dagobert auf das Tee-Tischchen, das zufällig in der Nähe steht, ein. „Aaaaaah! Erdbeben! Erdbeben!“, schreien die Unbekannten. Was? Davon merken die Ducks aber nichts. Entsetzt betrachtet Dagobert das wackelnde Tischchen. Kaffee schwappt aus der Kanne (woran Herr Duck nicht ganz unschuldig ist) und kleine Ameisen krabbeln das Tischbein hoch, bis zur Zuckerdose. „Der Schatz gehört uns! Jeder trägt einen Kristall zurück zum Volk!“

Dagobert ist erschüttert. Donald hat Ameisen abgehört, die sich über die Zuckerdose hermachen. Dagobert rechnet schon im Kopf aus, was ihn die ganze Aktion gekostet hat: Der Geldspeicher, halb Entenhausen. Während Donald das Weite sucht, ertönt aus dem Düsentriebschen Gerät: „Es ist ungewöhnlich, in dieser Gegend solchen Wohlstand vorzufinden! Ja, das höchste Wesen hier ist geizig...“

© Egmont Ehapa

Hintergrund[Bearbeiten]

Don Rosa über Arpin Lusènes Gastauftritt: „Ob es mir jemals gelingen wird, noch einmal eine Handlung zu ersinnen, die den doch sehr speziellen Charaktereigenschaften dieser Figur gerecht wird, bleibt dahin gestellt.“[1] Drei Jahre später gelang ihm dies mit der Geschichte Der Schwarze Ritter glorpt wieder. Diese Geschichte hat Don auf die Idee mit den Geldspeicher-Blueprints in der Geschichte Gauner gegen Geldspeicher gebracht: „Als ich die Szene gezeichnet habe, in der Donald und Dagobert nach dem Auseinanderbrechen des Geldspeichers am Rand stehen wie auf einer Balustrade, ist mir aufgefallen, dass es sich bei dieser Szene um das erste Mal handelt, dass der Leser einen Einblick in den inneren Aufbau des Bürotrakts von Dagoberts Geldspeicher bekommt. Also habe ich mich dazu entschieden, mich an etwas zu machen, wonach mich Redakteure und Leser schon seit vielen Jahren fragen: an einen Aufrissplan von Onkel Dagoberts Geldspeicher.“[1]

© Egmont Ehapa

Philco-Radios gab es wirklich. Das schöne Exemplar, das Daniel Düsentrieb für sein Einbrecher-Frühwarnsystem ausgeschlachtet hat, ist allerdings eine Erfindung von Don Rosa, wie er auf Nachfrage mitteilte: „Es ist mir etwas peinlich, dass ich da nicht das getan habe, was die Leser erwarten, nämlich ein exaktes, authentisches Modell rauszusuchen.“[1]

In Onkel-Dagobert-Album 26 findet sich übrigens zusätzlich zu der Geschichte auch die Vorzeichnung der letzten Seite der Story mit einem alternativen Ende.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]