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June Foray

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June Foray (* 18. September 1917 in Springfield, Massachusetts, USA) ist eine der erfolgreichsten und bekanntesten Synchronsprecherinnen aller Zeiten. Seit über einem dreiviertel Jahrhundert verzückt und begeistert das Stimmtalent, vor allem in den USA, seine Fans. Dank ihrer langjährigen Arbeit für die bekanntesten Trickfilmserien und -produzenten wie Walt Disney, Warner Bros. oder ihrer Mitarbeit bei The Flintstones gilt sie heute als Queen of Cartoons. Zudem ist sie zweifache Preisträgerin des Annie-Zeichentrick-Awards.

Biographie[Bearbeiten]

Frühe Erfolge[Bearbeiten]

June Foray (29. Februar 2004 (© WireImage.com)

June Foray wurde am 17. September 1917 in Springfield, Massachusetts (USA) geboren. Andere Quellen sprechen von 1919, 1920 oder 1925 als Geburtsjahr der US-Amerikanerin, in einem Interview aus dem Jahr 2000 nennt Foray sich selbst allerdings als im Jahr 1917 geborene. Das Jahr 1917 erscheint auch am wahrscheinlichsten, bezieht man mit ein, dass sie ihre ersten Rollen im Radio im Alter von zwölf, sprich 1929, annahm. Zudem war sie bereits Ende der Zwanziger ein ausgereiftes Talent, so sprach sie beispielsweise schon im Kindesalter Alte Damen, die im Programm auftauchten. Mit zur Entwicklung ihres Talents beigetragen hat June Forays erste Lehrerin, die zusätzlich beim Lokalsender Springfields arbeitete und ihr erste Aufträge vermittelte. So kam sie an ihre ersten öffentlichen Rollen, 1930, knapp ein Jahr später endete ihre "Karriere" bei dem kleinen Sender allerdings, da ihre Eltern mit ihr ins weit entfernte Kalifornien zogen, um ab sofort in der Groß- und Filmstadt Los Angeles zu leben. So dauerte es einige Jahre, bis sie, jetzt 15 wieder für ein Radio-Programm arbeitete, nach kurzer Zeit bekam sie sogar eine eigene Show, in der ihr Talent zum erzeugen der verschiedensten Stimm-Charaktäre voll zur Geltung kamen. Sie sprach nicht nur alle vorkommenden Personen und Figuren, sie selbst schrieb sich auch noch die Texte, zu ihrer Serie "Lady Makebelieve". Da sie weitreichende Talente an sich sah, versuchte sie sich auch kurzzeitig als Schauspielerin vor der Filmkamera, bemerkte aber rasch, dass sie dafür nicht sonderlich geeignet war.

Arbeit als Synchronsprecherin[Bearbeiten]

Filmplakat zu Cinderella, June Forays erster großen Disney-Sprechrolle (© Disney)

Auch in den folgenden Jahrzehnten beschäftigte sie sich weiter mit dem Radio, bis in die fünfziger Jahre hinein. Nach und nach fixierte sich ihre Aufmerksamkeit jedoch auf die Synchronisation von Filmen, insbesonderer solcher, die tricktechnisch animiert wurden. So begann sie mit Anfang zwanzig für Jack Warners Filmschmiede Figuren ihre Stimme zu leihen, um den Warner-Brothers-Studios einen Vorteil gegenüber Walt Disneys Produktionen zu geben. June Forays bekannteste "Looney Tunes"-Rolle ist sicher die von Granny, der sturen, alten Besitzerin von Sylvester und Tweety, die sie länger sprach als jede andere. Neben Trickfilmen arbeitete June Foray aber auch für andere Formate, die Kindersendungen darstellten, so sprach sie zum Beispiel eine Realfilmserie mit sprechenden Tieren. Ihr Hauptaugenmerk blieb aber weiter auf Trickfilmen, wobei sie sich zu keiner übermäßigen Loyalität gegenüber den Warner-Studios verpflichtet sah. So synchronisierte sie u. a. eine Hauptrolle in "The Flintstones", einer damals von Metro-Goldywn-Mayer produzierten Steinzeit-Trickserie (deren Aufführungsrechte heute allerdings Warner Bros. besitzt).

Auch Walt Disney verpflichtete das Stimmwunder für seine Produktionen, setzte sie aber verstärkt bei abendfüllenden Zeichentrickfilmproduktionen ein, anstatt sie bei Kurzfilmen zu verwenden. Diese bildeten Anfang der fünfziger Jahre, als Disney June Foray erstmals verpflichtete, auch keine größere Rolle mehr, es wurde mehr auf Dokumentationen und die Produktionen von Walt Disney Meisterwerken gesetzt. So nutzten die Walt Disney Pictures June Forays Talent, allen möglichen Figuren eine persönliche, charakterbezogene Synchronstimme zu verleihen und setzten sie erstmals im Meisterwerk "Cinderella" ein. Dies blieb nicht ihre letzte Arbeit an einem der klassischen Disney-Zeichentrickfilme.

Auch im stolzen Alter von mittlerweile Ende Achtzig arbeitet June Foray weiter und wird von den Studios begehrt wie vor fünfzig Jahren. Ihre langanhaltende Aktivität brachte ihr den Spitznamen Queen of Cartoons (sinngemäß dt. Königin des Trickfilms, eigentlich Kurzfilms). Von vielen wird bedauert, dass sie lediglich einmal für die wohl bekannteste und erfolgreichste Zeichentrickserie unserer Zeit, "Die Simpons", Anfang der Neunzigerjahre gesprochen hat.

Weblinks[Bearbeiten]