Sonnenblende (MM)

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Werbung aus dem MM 29/1972 für die Sonnenblende der folgenden Ausgabe

Die Sonnenblende war die erste lose Beilage der Micky Maus (neben Prospekten und Flyern, die schon vorher zum Heft gehörten) und erschien das erste Mal in der Ausgabe MM 29/1958. Auch die folgenden Jahre griff der Ehapa Verlag im Sommer gerne auf die Sonnenblende als Beilage zurück. Die Veröffentlichung von 18 Sonnenblenden über die Micky Maus sind bekannt, die letzte lag der Ausgabe MM 25/1976 bei, 18 Jahre nach Veröffentlichung der ersten Sonnenblende.

Genau genommen handelt es sich bei der Sonnenblende um ein Sportvisier, das mit einem manchmal beiliegendem Gummiband auf den Kopf befestigt wird, um die Augen vor der Sonne zu schützen.

Die Ausgaben, von denen bekannt ist, dass ihn ihnen Sonnenblenden erschienen sind, sind folgende[1]:

  • MM 29/1958: Gelbe Sonnenblende
  • MM 31/1959: Rote Sonnenblende
  • MM 30 oder 31/1960 (Veröffentlichung unklar): Gelbe Sonnenblende
  • MM 31/1961: Blaue Sonnenblende (Donald)
  • MM 30/1962: Rote Sonnenblende
  • MM 31/1963: Rote Sonnenblende
  • MM 31/1964: Rote Sonnenblende
  • MM 31/1965: Rote Sonnenblende
  • MM 32/1966: Gelbe Sonnenblende
  • MM 30/1969: Rote Sonnenblende
  • MM 32/1970: Gelbe oder rote Sonnenblende
  • MM 31/1971: Rote Sonnenblende
  • MM 30/1972: Blaue Sonnenblende[2]
  • MM 28/1973: Rote Sonnenblende
  • MM 28/1974: Rote Sonnenblende
  • MM 27/1975: Rote Sonnenblende[3]
  • MM 32/1975: Rote Sonnenblende[4]
  • MM 25/1976: Rote Sonnenblende

Da inzwischen die meisten Sonnenblenden ohne dazugehörige MM-Ausgabe verkauft werden, erschwert das oft die Zuordnung. Die eindeutig zuzuordnenden Sonnenblenden sind die beiden blauen Sonnenblenden, die entweder Donald (MM 31/1961) oder Micky (MM 30/1972) als Motiv zeigen, sowie die rote Sonnenblende mit dem Gummiband in Schlitzen (MM 28/1974).

Die Copyrightangabe auf der Sonnenblende kann als grobe Einordnung dienen: 1958 bis 1970 wurde sie als W.D.P. angegeben, 1971 bis 1976 wurde sie als Walt Disney Productions ausgeschrieben. Die Form der Sonnenblende ist da genauer, aber nuancenreicher: 1958 bis 1966 waren die Sonnenblenden „bananig“, also mit dünn zulaufenden Enden und schmaler als die späteren Sonnenblenden, 1967 bis 1973 wurden die Sonnenblenden bauchiger und 1974 bis 1976 wurden sie eckig.[1]

Ludger Böhne recherchierte in seiner Broschüre „Das Micky Maus Checkheft 1951 bis 1976“ weitere Merkmale einzelner Sonnenblenden, die aber nicht exklusiv nur für diese eine Sonnenblende bzw. MM-Ausgabe gelten müssen[1]:

Weitere Details
Jahr Farbe der
Sonnenblende
Merkmal
1962 rot blaues Gummiband
1963 rot schwarzes Gummiband
1965 rot größere Lochung
1967 rot gelb-beiges Gummiband
1968 gelb blass (wie 1970) und kräftig-gelb (nur 1968)
1969 rot kräftigeres Rot als 1970
1970 rot matteres Rot als 1969
1970 gelb nur in blass-gelb (wie 1968)
1975-27 rot rundes Gummiband
1975-32 rot eckiges Gummiband / dunkleres Rot als 1976
1976 rot eckiges Gummiband / heller als 1975 (Orange-Stich)

Nicht alle Papp-Sonnenblenden mit Disney-Motiv aus der Zeit waren Beilagen der Micky Maus. Eine Sonnenblende zum OK´s Big Bub Bubble Gum vom OK-Kaugummi-Werk Pinnehorst/Holstein hat, während sie Micky-Maus-Bilder in ihren Ballon-Kaugummi-Riegeln anbot, auch eine Sonnenblende als Werbeartikel vertrieben. Die bananige Form und die Copyright-Angabe Walt Disney Productions legen aber eine direkte Verbindung zum MM nahe.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 Ludger Böhne (2001), „Das Micky Maus Checkheft 1951 bis 1976“, Herausgeber Norbert Hethke, erschien als Beilage zum Comic-Preiskatalog 2001
  2. „Micky Maus Heft 30/1972: Sonnenblende (1972)“. seite42.de
  3. „Micky Maus Heft 27/1975: Sonnenblende (1975a)“. seite42.de
  4. „Micky Maus Heft 32/1975: Sonnenblende (1975b)“. seite42.de