Eine windige Geschichte

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Eine windige Geschichte
Return To Pizen Bluff
Erstveröffentlichung: 21. April 1959
Entstehungsdatum: 16. Juni 1958
Storycode: W US 26-04
Story: Carl Barks
Zeichnungen: Carl Barks
Seiten: 6
Deutsche Übersetzung: Dr. Erika Fuchs
Deutsche Erstveröffentlichung: Micky Maus Magazin 33/1960
Weiterführendes

link= W US 26-04 Infos zu Eine windige Geschichte beim Inducks

Eine windige Geschichte (engl. Return To Pizen Bluff) ist eine von Carl Barks gezeichnete und getextete Comicgeschichte aus dem Jahr 1959. Dagobert Duck ist in der ehemaligen Goldgräberstadt Windy City auf der Suche nach seiner alten Mine. Deren Goldader konnte er vor Jahrzehnten nicht weiter abbauen, weil er die Stadt verlassen musste.

Figuren[Bearbeiten]

Handlung[Bearbeiten]

Die Geschichte beginnt vor vielen Jahrzehnten, recht nahe der Goldgräberstadt Windy City. In jungen Jahren fand Dagobert Duck dort in seiner Mine eine Goldader. Doch da er der einzige war, der Erfolg hatte, verließen seine Kollegen fluchtartig die Stadt, als sie von einem größeren Goldfund hundert Meilen nördlich hörten. Und das ausnahmslos. Dagobert wollte nicht alleine in einer Geisterstadt zurückbleiben und folgte ihnen. Seine Mine war geheim, er beschloss später zurückzukommen, um sie auszubeuten.

Seither sind fast 70 Jahre vergangen. Wer Dagoberts ereignisreichen Lebenslauf kennt, wird sich nicht wundern, dass er erst lange Jahre keine Zeit für die Goldmine hatte, und sich schließlich für eine ganze Weile lang gar nicht mehr daran erinnerte. Als er eines Tages bei seinen Neffen zum Essen eingeladen ist und anschließend ein Verdauungsschläfchen auf Donalds Sofa macht, hat er einen Alptraum. Dabei kommt ihm kommt sein alter Bergwerksstollen und die immer noch nicht abgebaute Goldader wieder in den Sinn. Doch die Geister von Windy City wollen das Gold nicht hergeben und verfluchen die Mine, auf dass sie nie wieder ein Mensch betreten kann. Zwei Gespenster mauern den Eingang mit Ziegelsteinen zu.

„Wach auf, Onkel Dagobert, und beruhige dich! Ich denke, du glaubst nicht an Geister?“
„Tu' ich auch nicht! Doch was anderes: Ich hab von meiner Goldader geträumt!“
Donald Duck & Dagobert Duck

Die Ducks reisen also mit Donalds Auto nach Windy City. Die Stadt ist bis heute verlassen und besteht nur aus einigen verfallenen, windschiefen Bretterhaufen. Ihren Namen trägt die Stadt auch zurecht, denn je nach Tageszeit weht eine kräftige Brise durch das Tal. So richtig in Erinnerung hat Dagobert die Lage des Dorfes nach all den Jahren nicht mehr in Erinnerung, denn die Geisterstadt liegt auf der anderen Seite des Talkessels. Doch seine Mine hat er dafür umso zielsicherer gefunden. Zum Schrecken der Ducks zeigt sich jedoch, dass die Szene aus Dagoberts Traum Wahrheit geworden ist, denn der Eingang in den Stollen ist solide zugemauert. Dagobert will immer noch nicht an Geister glauben und die Ducks übernachten in einem der verfallen Holzhäuser. In der Nacht wird der Wind heftiger, doch bis zum Morgen ist der Sturm wieder vorbei. Doch in der Stadt scheint es wahrhaftig zu spuken – Donalds Auto ist verschwunden, die Gegend scheint verändert und die Mine ist wie durch Geisterhand auf einmal nicht mehr vermauert.

Das ist Dagobert dann doch ein wenig zu unheimlich, doch bevor man weiter über die Lage nachdenken kann, zieht ein heftiger Sandsturm auf. Die Ducks verschanzen sich wieder in einer der Bretterbuden. Als der Sturm nachgelassen hat, trauen die fünf Entenhausener ihren Augen kaum. Denn Donalds 313 ist wieder an Ort und Stelle – ominöserweise mit unverändertem Kilometerstand, als ob er nie weg gewesen wäre. Da auch die Mine auf mysteriöse Art auf einmal wieder vermauert ist, wird es den Ducks zu viel. Sie verlassen den unheimlichen Ort fluchtartig. Doch die Kuriositäten nehmen kein Ende. Bereits nach kurzer Fahrt stellt Dagobert fest, dass sie verfolgt werden – und zwar von der kompletten Stadt Windy City!

Wie sich schließlich zeigt, wird der morsche Haufen Bretter, aus dem die Geisterstadt besteht, von den wechselnden Winden im Tal hin und hergeweht. Auf beiden Seiten des Tals befindet sich ein Berg, und in beiden Bergen gibt es einen Stollen. Dagoberts Mine ist offen und die fremde Mine ist zugemauert. Nachdem sich alles aufgeklärt hat, beginnt Dagobert damit, sein Gold abzubauen. In dieser Hinsicht ist er recht zufrieden. Doch es wurmt ihn ein wenig, dass die erlebte Geschichte so unglaubwürdig ist, dass man sie kaum weitererzählen kann…

Hintergrund[Bearbeiten]

In dieser Geschichte wird wieder einmal kurz auf Dagoberts Vergangenheit als Goldgräber eingegangen. Der kurze Sechsseiter wurde gut 30 Jahre später titelgebend für Don Rosas Geschichte Der Rächer von Windy City, dem Zusatzkapitel 6B aus Dagobert Ducks Biografie Onkel Dagobert - Sein Leben, seine Milliarden. Demnach spielt der Beginn von Eine windige Geschichte ungefähr im Jahr 1890 in Arizona, als Dagobert etwa 22 Jahre alt war. Bis er seine erste Million machen wird, sollte es noch fast zehn weitere Jahre dauern. Rosa verwendete diesen Verweis auf Barks in einem Nebenkapitel, da die Haupthandlung bereits genug vom jungen Dagobert als Cowboy zeigte. Bei Barks trug der junge Dagobert in dieser Geschichte bereits einen Zwicker, was teilweise im Widerspruch zu anderen Rückblenden steht. Laut Barks besitzt Dagobert seinen Zwicker seit 1885, nach Don Rosa trägt er ihn aber erst seit dem Jahr 1902 dauerhaft.

Es gibt zwei Versionen der Übersetzung von Erika Fuchs.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]