Findet Nemo

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Eines der US Filmposter (© Disney)

Findet Nemo (US Titel: Finding Nemo) ist der fünfte, computeranimierte Film aus dem Hause Pixar und bis heute noch deren erfolgreichster. Vertrieben durch Walt Disney Pictures und Buena Vista Distribution startete er am 30 Mai 2003 in den amerikanischen und am 20 November des gleichen Jahres in den deutschen Kinos. Somit ist er der erste Pixarfilm, der nicht im November seine Premiere feierte, sowie der erste, der es noch im gleichen Jahr über den großen Teich nach Deutschland schaffte.

Inhalt

Die zweischeibige DVD (© Disney)

Clownfisch Marlins Leben könnte so glücklich sein. Er hat eine treue Frau an seiner Seite und erfreut sich baldigem 400fachen Nachwuchses. Doch sein frohes Leben endet abrupt, als das Great Barrier Riff in Australien, welches er bewohnt, dem Angriff eines Barrakuda zum Opfer fällt. Während er noch knapp entkommen kann, wird seine Frau mitsamt des ganzen Nachwuchses getötet. Nur ein einziges Ei entging dem gefräßigen Tier, der kleine Nemo hat überlebt.

In den folgenden Jahren wächst Nemo zu einem jungen Fisch heran und ist schon bald bereit, die Schule zu besuchen. Aufgrund seiner einen, missgebildeten Flosse, die er selbst seine "Gücksflosse" nennt und aufgrund der Tatsache, dass er seinem Vater versprochen hat, dass ihm nichts passiert wird er nun von selbigem pausenlos ermahnt, dass der Ozean kein sicherer Ort sei, was diesem wiederum auf die Nerven fällt.

In der Schule lernt Nemo nebst seinem Lehrer Herr Rochen auch einiger seiner Mitschüler kennen. Gemeinsam unternehmen sie einen Schulausflug zum Abgrund, wo das Riff endet und der große Ozean beginnt. Dort entdecken sie auch ein Boot, welches vor Anker gegangen ist. Um seinen Mut zu beweisen, beschließt Nemo, zum Boot heranzuschwimmen und selbiges zu berühren. Doch Marlin, der in seiner Angst um seinen Sohn diesem nachgereist ist, beschwört ihn die Aktion zu unterlassen; vergebens. Erfolgreich erreicht Nemo sein Ziel und schafft es, die Kette zu berühren.

Die Sorge seines Vaters war jedoch berechtigt. Beim Zurückschwimmen wird Nemo von einem Taucher überrascht, der den wehrlosen Fisch gefangen nimmt und zu seinem Boot bringt. In Panik versucht Marlin, seinem Sohn zu helfen, doch als er an der Oberfläche ankommt, muss er bestürzt feststellen, dass er zu spät ist. Das Boot ist längst abgefahren und mit ihm Nemo. Doch ans Aufgeben denkt Marlin gar nicht erst. Im Gegenteil, er taucht wieder unter Wasser und fasst den Entschluss, in die Richtung des verschwundenen Bootes zu schwimmen, in der Hoffnung, einen Hinweis auf Nemos Verbleib zu finden. Soweit so gut, aber Marlin hat noch niemals sein Riff verlassen und der weite Ozean ist ihm völlig fremd. In wildem Umherschwimmen stößt er plötzlich mit Dori zusammen, einem blauen Regal Tang Fisch, die sich daran erinnert, ein Boot gesehen zu haben. Marlin fordert sie auf, ihm die Richtung zu weisen, doch sogleich muss er feststellen, dass sein vermeintlicher Hoffnungsschimmer eine Täuschung gewesen ist, denn Dori besitzt ein sehr schlechtes Gedächtnis, welches sie schon nach wenigen Minuten im Stich lässt.

Zum Weitersuchen bleibt den Beiden allerdings keine Gelegenheit mehr, denn sie machen Bekanntschaft mit dem gewaltigen Hai Bruce. Dieser hat jedoch keineswegs die Absicht, Dori und Marlin zu verspeisen, vielmehr nimmt er sie mit zu einem alten Unterseeboot, wo sie Bekanntschaft mit zwei weiteren Haien machen. Alle drei haben es sich zum Ziel gesetzt, ihr Leben vegetarisch zu führen und Fische als Freunde zu behandeln.

Während des Treffen fällt Marlin eine Taucherbrille auf, die sich offenbar im U-Boot verfangen hat. Er bemerkt sofort, dass es diejenige ist, die auch der Taucher, der seinen Sohn entführt hat, getragen hat. Seine Freude über den Fund ist jedoch nur von kurzer Dauer, denn durch einen Streit mit Dorie wird diese verletzt und fängt an zu bluten. Das aufsteigende Blut lässt Bruce alle guten Vorsätze über Bord werfen und in seinem Wahn jagt er die die beiden Fische quer durch das ganze U-Boot. Nur knapp gelingt es ihnen zu entkommen, doch auf der Flucht fällt Marlin auf, dass Dorie offenbar lesen kann. Er fordert sie auf, die Inschrift auf der Brille zu lesen, doch dummerweise ist diese bei der Flucht auf den Grund des Ozeans gesunken. So haben sie gar keine andere Wahl, als nach ihr zu suchen.

Die Fische des Aquariums haben nur einen Gedanken: Flucht! (© Disney)

Unterdessen wurde Nemo vom Taucher, der sich als Zahnarzt entpuppte, zum Aquarium in dessen Praxis gebracht, wo er auch Bekanntschaft mit anderen Meereslebewesen macht. Dort erfährt er jedoch zu seinem Schrecken, dass er als Geschenk für die Nichte des Zahnarztes Darla gedacht ist. Jeder Fisch, der jedoch als Geschenk für Darla herhalten musste, überlebte dies nicht. Kahn, einer der dortigen Fische eröffnet Nemo deshalb seinen Fluchtplan, mit dem sie alle in die Freiheit entkommen könnten. Er will den Filter des Aquariums verstopfen und somit den Besitzer zwingen, es zu reinigen und die Fische in mit Wasser gefüllte Plastiksäcke zu stecken. Daraufhin wollen sie aus dem Fenster fliehen und über die Straße zum Meer gelangen. Der Versuch, den Filter aufzuhalten scheitert allerdings und Nemo wäre beinahe umgekommen, so dass Kahn beschließt, ihn nie wieder für diese Aktion einzusetzen.

Aber auch Marlin und Dorie ergeht es nicht besser. Nachdem sie um Haaresbreite aus dem U-Boot entkommen sind, schwimmen sie hinab in die Tiefe des Ozean, um dort nach der Taucherbrille zu suchen. Sie finden sie tatsächlich, doch dazu auch noch einen Fisch, der die Absicht hat sie zu fressen. Wieder gelingt es ihnen nur mit Glück zu entkommen, doch immerhin wissen sie nun, was auf der Brille stand: P.Sherman, 42 Wallaby Street, Sidney.

Weiter auf der Suche treffen sie einen Fischschwarm, der ihnen den Weg nach Sidney weist. Sie müssen dazu nur dem Ostaustralischen Strom folgen. Sie raten Dorie außerdem noch, wenn sie an einen Graben gelangen, niemals oben durch zu schwimmen, sondern immer mitten durch. Aufgrund ihres schlechten Gedächtnisses vergisst diese den Ratschlag jedoch schnell und so schwimmen sie und Marlin über den Graben. Dadurch geraten sie mitten in einen Schwarm von Quallen, der sie völlig einengt. Auf ihrem Weg nach draußen werden beide schwer verletzt und Marlin verliert, kurz nachdem er den Ausweg finden konnte, das Bewusstsein.

Als er wieder zu sich kommt, treibt er zusammen mit Dorie auf den Rücken einer Schildkröte namens Crash im Ostaustralischen Strom. Er erzählt den Schildkröten seine Geschichte und seine Absicht, Nemo wieder zu befreien. Von diesen gelangt die Nachricht weiter durch den Ozean bis sie schlussendlich in Sidney einem Pelikan zu Ohren kommt, der Nemo kennt. Er fliegt sofort zum Aquarium und berichtet diesem, von seinem Vater, der unterwegs ist. Daraufhin nimmt Nemo mutig noch einmal den Plan auf und es gelingt ihm, dem Filter zu stoppen. Die Fische planen nun, das Aquarium so stark wie möglich zu verschmutzen. Es funktioniert auch vorerst alles, doch anstatt sie wie geplant in Plastiksäcke zu stecken, installiert der Zahnarzt ein Gerät, welches das Aquarium automatisch sauber hält. Zu allem Überfluss kommt auch noch Darla an, um ihr Geschenk abzuholen.

Meins (© Disney)

Marlin und Dorie sind inzwischen nach der Begegnung mit einem Wal ebenfalls in Sidney angekommen und machen sich auf die Suche nach dem Boot des Entführers. Bevor sie es allerdings finden können, werden sie von einem Pelikan beinahe verschluckt. Doch sie haben Glück im Unglück, denn als ein weiterer Pelikan kommt, erkennt dieser Marlin sofort. Es ist derjenige, der Nemo die Nachricht von seinem suchenden Vater überbracht hat. Er befreit die Beiden und fliegt sie zur Praxis des Zahnarztes.

Zur gleichen Zeit soll Nemo Darla als Geschenk überreicht werden. Er stellt sich jedoch tot, in der Hoffnung, der Zahnarzt würde ihn die Toilette hinunterspülen, da alle Abflüsse im Meer enden. Doch dieser will Nemo stattdessen in den Mülleimer werfen und nur das plötzliche Auftauchen des Pelikans verhindert die Tat. Als Marlin jedoch seinen Sohn sieht, der sich immer noch tot stellt, glaubt er seinen Sohn verloren zu haben. Dem Zahnarzt gelingt es daraufhin, den Pelikan aus der Praxis zu werfen, doch im letzten Moment sorgt Kahn dafür, dass Nemo nicht in den Müll, sondern in das Spülbecken gelangt, von wo aus er ins Meer flieht.

Wieder zurück im Ozean beschließt Marlin nach dieser Enttäuschung wieder nach Hause zu schwimmen und er verlässt Dorie. Diese trifft allerdings nur kurz darauf auf den entkommenen Nemo, doch aufgrund ihres schlechten Gedächtnisses kann sie sich nicht mehr an ihn erinnern, bis sie an einem Wasserrohr eine Plakette mit der Aufschrift Sidney liest. Daraufhin kommen ihre Erinnerungen bezüglich Nemo zurück und gemeinsam suchen sie seinen Vater. Sie finden ihn tatsächlich bei einem Fischschwarm und Vater und Sohn sind endlich wieder vereint.

Plötzlich beginnen die Fische in die entgegengesetzte Richtung zu schwimmen. Der Grund ist ein Fischernetz, welches beginnt, de Fische einzufangen, wobei auch Dorie nicht verschont wird. Um ihr zu helfen, beschließt Nemo ins Netz zu schwimmen und die gefangenen Tiere aufzufordern, nach unten zu schwimmen. Sein Plan funktioniert und das Fischernetz reißt. Dorie ist frei und die Drei können beruhigt nach Hause schwimmen.

Produktionsgeschichte

Auf Tauchstation

Die Macher von Findet Nemo (© Disney)

Nach dem großen Erfolg des ursprünglich für den Videomarkt gedachten Toy Story 2 sowie von Monster AG wollte Pixar mit seinem neusten Film das bereits bestehende übertoppen. Um dieses Ziel zu erreichen, wagten sie sich in ein Gefilde, dass in Sachen CGI bisher stark gemieden wurde: Das Meer.

"Besorgt euch einen Tauchschein. Geht unter Wasser. Wir können keinen Film über die Unterwasserwelt drehen, ohne sie selbst erlebt zu haben." John Lasseter war kein Mann von halben Sachen. Für Findet Nemo ließ er die gesamte Crew mehrere Wochen in Australien verbringen, um ihnen dort zu ermöglichen, Korallenriffe genauer zu studieren. Auf mehreren Tauchgängen lernten die Animatoren die Welt unterhalb des Meeresspiegel kennen, was sie maßgeblich bei ihrer Arbeit beeinflusste. Hunderte von Fotos und mehrere Videos wurden ausgewertet, um das Ganze so perfekt wie möglich zu gestalten.

Hier kommt Bruce (© Disney)

Mit Tauchgängen war es jedoch längst nicht getan. Die Mitarbeiter lernten bei ihrem Aufenthalt auch Sidney selbst kennen, das gewaltige Hafengebiet, mit den unzähligen Menschen und Schiffen. Das Ziel war es, eine möglichst realistisch anmutende Gestaltung zu erschaffen, mit der sich der Zuschauer identifizieren kann. Dasselbe galt für die Figuren. Ein eigenes Aquarium mit Clownfischen, Regal Tangs und weiteren Arten der Meeresbewohner füllten über Monate hinweg die Studios. Großer Wert wurde dabei auf die Bewegung der einzelnen Figuren gelegt. Wenn Marlin auf der Suche nach seinem Sohn um sein Leben schwimmt ist dies das Ergebnis aus Stunden von Forschungsarbeit.

Die Übertragung der gemachten Eindrücke auf den Computer erwies sich zunächst jedoch schwerer als gedacht und die ersten Entwürfe glichen mehr Nebel als echtem Wasser. Erst im Laufe der Zeit schaffte man es, die verschiedenen Einzelfaktoren zu einem befriedigenden Ganzen zu verbinden. Besonders wichtig waren dabei zahlreiche Details, auf die bei der Produktion besonders geachtet werden musste: die schwimmenden Partikel im Wasser, die spezielle Lichteinstrahlung, die Bewegung des Wassers etc.

Auch sonst war der Aufwand enorm. Für das ganze Projekt wurden rund 30 Sets verwendet und mehrere Dutzend verschiedener Farben für das Wasser erstellt. Am Ende sieht man 1000 Fische im Netz und Marlin und Dorie begegnen auf ihrer Reise 74472 verschiedenen Quallen. Bruce besitzt 202 einzelne Zähne und für eine einzige Szene erschufen die Macher 12'926 Korallen. Der Film sprengte somit nicht nur sein ursprünglich gedachtes Budget, sondern kam auch erst mit langer Verzögerung in die Kinos. Die ursprüngliche Idee war gewesen, ihn als Kinofilm des Jahres 2002 zu präsentieren.

Rezeption und Erfolg

Gemessen an dem hohen Budget von 94 Millionen Dollar, legten die Macher und Produzenten ihrerseits große Erwartungen in den Film, die dieser jedoch alle erfüllte. Bereits am Startwochenende spielte er 70 Millionen ein, was die Ergebnisse aller anderen Animationsfilme vor ihm übertraf und den Beginn eines wahren Geldsegens markierte. Der Film stürmte in den Charts der USA nur so nach oben und konnte lange Zeit den Spitzenplatz beibehalten.

Der Erfolg Nemos führte ihn auch zu den heimischen Konsolen (© Disney)

Im Gesamten erreichte er ein Einspielergebnis von über 850 Millionen Dollar und stieß somit Der König der Löwen vom Thron des erfolgreichsten Animationsfilms überhaupt. Dieser Titel wurde ihm jedoch kurz darauf wieder aberkannt, als Shrek 2 an den Start ging und einen erneuten Rekord aufstellte.

Nicht minder positiv waren die Kritiken. Der Filmspiegel, eines der meistgeschätzten Filmmagazine Deutschlands, schrieb dazu: "Die Pixar-Animationsstudios beweisen mit „Finding Nemo“ erneut ihr Feingespür für gleichzeitig berührende wie humorvolle Trickgeschichten. Die auch sinnbildliche Suche des Vaters nach seinem Sohn ist liebevoll inszeniert, mit subtilen (Film-)Anspielungen gewürzt und dank feiner Figurenzeichnung auch ein geistiger Genuss. „Finding Nemo“ ist vielleicht weniger komödienlastig als seine Vorgänger, dafür umso liebenswerter in seiner Geschichte." TV Today bezeichnete ihn gar als "einen Meilenstein der Filmgeschichte".

Findet Nemo gewann nicht nur als erster Pixar-Langfilm den Oscar für den besten Animationsfilm, sondern gleichzeitig auch noch den Nickelodeon Kids Choice Award für den besten Film im Jahre 2004.

Die große Erfolgssträhne riss auch bei den DVD-Verkäufen nicht ab. Im Gegenteil, durch eine große Investitionen im Marketingbereich und der Beliebtheit Nemos übertraf diese die Einspielergebnisse des Kinos noch einmal um 100 Millionen Dollar. Tendenz steigend. In der Schweiz ist der Film sogar nachwievor der erfolgreichste Animationsfilm überhaupt.

Weitere Auswirkungen

Stress ist dieser Schildkröte ein Fremdwort (© Disney)

Nebst den fantastischen Einnahmen und Kritiken erreichte der Film auch große Auswirkungen außerhalb der Filmindustrie. So soll der Verkauf von Clownfischen in den USA nach der Veröffentlichung rasant angestiegen sein. Ein weiterer, aber wesentlich tragischerer Punkt bezieht sich auf eine Stelle im Film, in der erwähnt wird, dass alle Abflüsse ins Meer münden. Das wiederum brachte viele Kinder dazu, ihre eigenen Fische die Toilette hinunterzuspülen, um sie in die Freiheit zu entlassen. Für diese bedeutete das allerdings unweigerlich den Tod, da zumindest in den USA das Wasser vor dem Erreichen des Ozeans durch eine Turbine fließt.

Im Sommer 2003 stieg auch die Zahl der Touristen, welche die Ostküste Australiens besichtigen wollten. Die Australische Touristen Kommission reagierte dementsprechend und veranstaltete mehrere Werbekampagnen, die unter anderem auch eingespielte Findet Nemo Clips enthielten. Auch Queensland nutzte diese Strategie, um ihrerseits die Gegend attraktiver zu machen.

Im Jahre 2005 wurde im Rahmen der beliebten TV-Serie Lost auf Nemo angespielt. Einer der dortigen Charaktere, Shannon, soll einige französische Musiknoten übersetzen. Sie bemerkt später, dass es sich um ein Lied handelt, welches ebenfalls im Abspann eines berühmten "Fisch-Cartoons" handelt. Es ist Charles Trenets "La mer", dem französischen Original von Bobby Darins Klassiker "Beyond the Sea".

Nemo vor Gericht

Im Jahre 2004 verklagte der französische Kinderbuchautor Franck Le Calvez den Disney Konzern sowie Pixar, wegen angeblichen Ideendiebstahls. Er behauptete, die Story sowie die Charaktere von Findet Nemo seien zum grössten Teil seines Kinderbuches Pierrot, le poisson clown entliehen, welches er 2002 veröffentlichte, aber bereits 1995 hatte schützen lassen. Er ging mit seinem Anliegen vor den französischen Gerichtshof und verlangte einen Anteil an dem in Frankreich verkauften Merchandesign des Films. Ebenfalls entrüstete er sich darüber, dass einige Buchläden sich weigerten, sein Buch zu verkaufen, da sie befürchteten, es sei von Nemo kopiert worden.

Noch im selben Jahr wies jedoch ein Gericht in Paris diese Klage ab und Calvez und sein Verlag Flaven Scene wurden dazu verdonnert, ein Schadensersatz in fünfstelliger Höhe an die Betroffenen zu Zahlen, sowie die vollständigen Gerichtskosten zu übernehmen. Dieser Entschluss wurde damit begründet, dass Pixar die Idee zum Film bereits 2000, also lange vor dem Erscheinen des Buches. Auch die Ähnlichkeit der Figuren wurde nicht als Argument anerkannt, denn, so sagte die Richterin, ein Clownfisch sei ein Clownfisch.

Stab und weitere Filmangaben

Synchronisation

Amerikanische Synchronisation

  • Marlin - Albert Brooks
  • Dori - Ellen DeGeneres
  • Nemo - Alexander Gould
  • Cora - Elisabeth Perkins
  • Bruce - Barry Humphries
  • Hammer (Anchor) - Eric Bana
  • Hart (Chum) - Bruce Spence
  • Niels (Nigel) - Geoffrey Rush
  • Crush - Andrew Stanton
  • Kahn (Gill) - Willem Dafoe
  • Zahnarzt - Bill Hunter
  • Darla - Lulu Ebeling
  • Herr Rochen (Mr. Ray)- Bob Peterson

Deutsche Synchronisation

  • Marlin - Christian Tramitz
  • Dori - Anke Engelke
  • Nemo - Domenic Redl
  • Cora - Claudia Lössl
  • Bruce - Thomas Albus
  • Hammer (Anchor) - Erkan Maria Moosleitner
  • Hart (Chum) - Stefan Lust
  • Niels (Nigel) - Thomas Fritsch
  • Crush - Udo Wachtveitl
  • Kahn (Gill) - Martin Umbach
  • Zahnarzt - Willi Röbke
  • Darla - Geraldine Haacke-Guillaume
  • Herr Rochen (Mr. Ray) - Jean Pütz

Weitere Informationen

  • Herr Rochen singt ein Lied über die verschiedenen Arten im Meer, was eine Nachahmung von Tom Lehrers Periodentafel Lied darstellt.
  • Die Kamera, mit der der zweite Taucher Marlin blendet trägt die Aufschrift A-113, eine Anspielung auf den Raum A-113 in der CalStar Academy, in welchem John Lasseter Animation studiert hat.
  • Das Vorbild für Nemo, ein echter Clownfisch
    Die Übersicht der Möwen, die den Pelikan Niels verfolgen, um Marlin und Dorie zu fressen, erinnert stark an eine ähnliche Szene aus Hitchcocks Die Vögel.
  • Beim Running Gag von Dorie, die stetig Nemos Namen vergisst, erwähnt sie auch die Namen Chico und Harpo, eine Referenz an die Marx Brothers, sowie den Namen Elmo, der auf die populäre Figur aus der Sesamstraße anspielt.
  • Im Film kann man zahlreiche Anspielungen auf vergangene und kommende Pixar-Filme entdecken. So findet sich im Warteraum des Zahnarztes eine Buzz Lightyear Action Figur aus Toy Story. Eine zweite Anspielung auf den Film findet sich in der Szene, in der Kahn seinen Fluchtplan erklärt und man die Straße sieht. Dort fährt das Pizza Planet Auto vorbei, ebenso wie ein Auto aus dem kommenden Film Cars. Im eigentlichen Zahnarztraum befindet sich ein selbstgemachtes Bild an der Decke. Es ist dasselbe, dass Boo in Monster Ag zeichnet. Auch Mike Glatzkowski hat einen kurzen Gastauftritt im Abspann und der Junge, der auf den Zahnarzt wartet, liest ein Die Unglaublichen Comic.
  • Die häufig auftauchende Zahl 42 (P.Sherman 42 Wallaby Street, Sidney und die Zeit die der Zahnarzt für die Toilette braucht (4.2 Minuten)) sind eine Referenz an Douglas Adams berühmte Buchreihe Per Anhalter durch die Galaxis.
  • Der Name Bruce stammt aus einem Sketch der Monty Python Gruppe, in dem es um eine Gruppe australischer UniversitätsProfessoren geht, die allesamt Bruce heißen.
  • Bei Dorie handelt es sich um einen Regal Tang
    In der Szene, in der Bruce versucht, Marlin und Dorie zu fressen und die Tür aufschlägt, sagt er "Hier kommt Bruce", eine Anspielung auf den Film The Shining von Stanley Kubrick, in dem die Hauptfigur das gleiche tut.
  • Einige der Animatoren, die an Findet Nemo beteiligt waren stammten von den Philippinen und der Name P.Sherman klingt, wie wenn ein Philippiner versucht das Wort fisherman auszusprechen.
  • Nebst zahlreichen Referenzen an andere Filme wurde Findet Nemo selbst Gegenstand solcher Parodien. So sitzt Bugs Bunny in einem Clip zum bervorstehenden Start von Back in Action am Fluss und angelt, woraufhin er sagt: "Hey, Ich habe Nemo gefangen". Auch im Monster Ag findet sich eine Anspielung; ganz am Schluss zeigt Boo Sully eine Nemo Puppe.
  • Interessanterweise besitzen Clownfische die Fähigkeit, ihr Geschlecht zu ändern. Als Nemos Mutter starb, hätte also Mariln ihre Rolle einnehmen sollen.
  • Der Name Darla ist ein Anspielung auf die Animatorin Darla K. Anderson.
  • Der Warteraum des Zahnarztes wurde nach einem echten solchen Raum in Emmeryville geschaffen, wo sich der Hauptsitz der Pixar-Studios befindet.
  • Die Namen der Schiffe, die im Hafen von Sidney gesehen werden können, lauten Sea Monkey, Major Plot Point, Bow Movement, iBoat, Knottie Buoy, For the Birds, Pier Pressure, Skiff-A-Dee-Doo-Dah, and The Sully Mermaid.
  • Einer der Patienten des Zahnarztes ist "der kleine David Reynolds", eine Referenz an den echten David Reynolds, der sich für das Drehbuch verantwortlich zeigte.
  • Dory Lane und Marlin Street sind echte Strassen nur wenige Schritte entfernt von Pixars Hauptsitz.
  • Die Möwen im Film wurden dem Pinguin aus dem Wallace und Gromit Kurzfilm Die Techno Hose nachempfunden.
  • Der Erfolg Nemos führte dazu, dass im Walt Disney Studios Park in Paris für das Jahr 2007 eine Achterbahn basierend auf dem Film gebaut wird. Auch im Disneyland Anaheim wird Nemo bald Einzug halten; dort in Form von U-Booten.
  • Wenn der Fischschwarm mit Dorie das Ratespiel spielt, formen sie sich einmal zu einem Schiff und singen "I've a whale of a tale..." Diese Zeile wurde ursprünglich von Kirk Douglas in Disneys Spielfilm 20'000 Meilen unter dem Meer gesungen.
  • Ein Boot trägt den Namen "Jerome's Raft", nach Jerome Ranft, der sich für viele Modelle der Pixar-Studios verantwortlich zeigt.
  • Für die Quallen Sequenz kreierte Pixar ein völlig neues Programm für Schatten, das den Namen "transblurrency" erhielt.
  • Um zu beweisen, dass die Animatoren ihr Handwerk verstanden, wurden sie aufgefordert, Szenen von Unterwasseraufnahmen in den Computer zu übertragen. Die Ergebnisse waren so gut wie nicht mehr vom Original zu unterscheiden, somit jedoch Andrew Stanton bereits wieder zu realistisch für den Film.
  • Ein von Thomas Newman ursprünglich für den Film geschriebenes Musikstück kam nie in selbigem vor, wurde jedoch sowohl in den Trailern, wie auch auf der DVD verwendet.
  • Bei der Taucherflagge, die am Schiff des Zahnarztes zu sehen ist, handelt es sich um die amerikansische Version (rot mit weissen Streifen). Die australische Ausgabe ist jedoch blau und weiss.