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Das Geheimnis der verschollenen Mine

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Das Geheimnis der verschollenen Mine
The Dutchman's Secret
Erstveröffentlichung: 1.3.1999
Entstehungsdatum: 1998
Storycode: D 98202
Story: Don Rosa
Zeichnungen: Don Rosa
Seiten: 24
Deutsche Übersetzung: Peter Daibenzeiher, Jano Rohleder
Deutsche Erstveröffentlichung: MM 46–47/1999
Weiterführendes

Ind.PNG Infos zu

Das Geheimnis der verschollenen Mine

beim Inducks

Cover (© Egmont Ehapa)

Das Geheimnis der verschollenen Mine (Original The Dutchman's Secret) ist eine Comicgeschichte von Don Rosa. Bei dieser Schatzsuche begeben sich Dagobert, Donald und die drei Neffen auf die Suche nach der legendären Mine des Holländers. Diese Geschichte schließt direkt an Kapitel 6b von Sein Leben, seine Milliarden an.


Figuren[Bearbeiten]


Handlung[Bearbeiten]

Am Ende von Der Rächer von Windy City entdeckt Dagobert, dass er der Besitzer einer Karte zur „Mine des Holländers“ ist, die ihm Jacob Waltz, der letzte, der in dieser Mine war, in Dagoberts Jugend persönlich gegeben hatte. Doch diese ist auf einem Flugblatt einer Wildwestshow, das in sein Fotoalbum geklebt ist, daher kann er sie nicht sehen! Doch schließlich schafft er es, die Karte abzulösen und hält sie in den Händen! Untat geht es in die Superstition-Mountains, in denen sich die Mine befinden soll.

Die Suche ist anstrengend… (© Egmont Ehapa)

Dass diese sich so ungefähr dort befindet, ist allgemein bekannt, daher wimmelt es da nur so von Toristenmepp. Wie zum Beispiel ein Führer, der falsche Karten verkauft. Allerdings weiß der auch jede Menge über die Geschichte der Mine: Die Karte zu ihr wurde einem Mann namens Peralta von Mönchen geschenkt. Doch Peralta konnte das Gold nie abholen, da die Mine auf Apachenland liegt. Er versuchte es trotzdem – nur einer seiner Söhne überlebte, der daraufhin für spätere Entdecker eine Karte in einen Stein meißelte (die ursprüngliche Karte war verloren gegangen): Der Peralta-Stein. Der wurde später jedoch von Jacob Waltz, dem nächsten, der die Mine fand, unleserlich gemacht. Doch das ist den Ducks egal (sie haben ja die intakte Karte von Waltz selbst) und sie machen sich auf die Suche. Nach einigen Hindernissen, der Hilfe eines mysteriösen, in Steine gemeißelten „E.F.C.“, sowie dank Donalds guter Augen, kommen sie in eine Grube, die tatsächlich der Eingang zur Mine zu sein scheint! Doch sie erweist sich nur als Attrappe und die Suche geht weiter.

Die Felsenstadt (© Egmont Ehapa)

Da entdecken sie durch Zufall den Eingang zu einer Höhle in einer Felswand. In dieser Höhle befindet sich eine beeindruckende Felsenstadt, sowie eine Nachricht von Jacob Waltz, der erzählt, wie er die Mine gefunden hat: Peralta zeigte sie ihm, wurde jedoch von Apachen vertrieben und wollte nie mehr zurückkehren. Daher sei er, Waltz, der einzige, der weiß wo die Mine ist. Allerdings könne er aufgrund der Apachen das Gold nicht mitnehmen. Just in dem Augenblick schallt ein lautes „HEUREKA!“ durch die Höhle – Dagobert hat das Gold gefunden! Und es ist wirklich atemberaubend: Tonnen von reinem Gold!

Die Mine des Holländers (© Egmont Ehapa)

Doch da kommt der Touristenführer herein (er war den fünf gefolgt) und stellt sich als skrupelloser Dieb heraus. Er macht sich wieder aus dem Staub, um die Höhle als seinen Besitz einzutragen. Und natürlich kappt er den Ausgang! Am Eintragen der Mine hindert Dagobert ihn zwar durch einen Trick, doch jetzt sind die Ducks eingesperrt! So suchen sie verzweifelt nach einem zweiten Ausgang – den sie durch Zufall auch tatsächlich finden. Doch dabei stoßen sie auf eine Steinplatte, in die ein Name gemeißelt ist: Eusebio Francesco Chino – der mysteriöse E.F.C.! E.F.C. war ein italienischer Jesuitenpriester, der versuchte, die Pima-Indianer vor den Eroberern zu schützen. Und anscheinend kannte er die Mine! Allerdings wurde er 1767 des Landes verwiesen – er scheint dann eine Karte angelegt zu haben, die Peralta eben ein paar Jahre darauf von Nachfahren Chinos geschenkt bekam. Aber was steht auf der Steinplatte? „Nicht betreten! Unter dieser Steinplatte liegt das geheime Heiligtum der Pima.“

Also gehörte die Mine schon den Pima-Indianern! Und weder die Peraltas, noch Waltz konnten die Mine je zu ihrem Besitz erklären, da sie aufgrund von Apachen das Gold eh nicht holen konnten – die rechtmäßigen Besitzer sind immer noch die Pima-Indianer! Und sie existieren noch, leben in einem Reservat ganz in der Nähe…

Nichts hält ihn mehr zurück (übrigens: Die beiden Wanderer sind Don Rosa und seine Frau) (© Egmont Ehapa)

Als Dagobert das erkennt, hält ihn natürlich nichts zurück, aber er beruhigt sich und lässt den Pima auch ihre Mine. Also wieder mal eine Schatzsuche ohne wirklichen Erfolg – wobei, eigentlich nicht, „weil das, was er wirklich liebt, die Spannung eines weiteren großen Abenteuers ist. Und der Ruhm, Amerikas größten verlorenen Schatz gefunden zu haben“ (Zitat Trick)… Und ganz nebenbei haben die Pima ihm auch noch satte 10 Millionen Mäuse Finderlohn zugesteckt…


D.U.C.K.-Widmung[Bearbeiten]

Die D.U.C.K.-Widmung im Splash-Panel befindet sich auf dem Geldsack unten links. Auf dem Cover befindet sie sich auf Steinen unter dem Kaktus und auf dem Baumstamm daneben.
Wirkliche Bezüge zu Geschichten von Carl Barks (außer dass Dagobert im Gold badet und generell von Barks stammt) gibt es in dieser Geschichte keine, dafür bezieht Don Rosa sich auf seine eigene Geschichte Der Rächer von Windy City, dem Kapitel 6b der Sein Leben, seine Milliarden-Reihe. Diese Geschichte setzt die Handlung etwa 5 Minuten nach Ende der Vorgeschichte fort.


Historische Hintergründe[Bearbeiten]

Hier noch einige Hintergrundinformationen zu historischen Hintergründen, die ganz interessant sein könnten.

Die Mine des Holländers[Bearbeiten]

Der Peralta-Stein (© Egmont Ehapa)

Die Mine des Holländers (oder Lost Dutchman’s Mine) ist der Legende nach eine unglaublich reiche Goldmine, die sich in den Superstition-Mountains in Arizona befinden soll. Zahlreiche Legenden ranken sich um diese Mine, die zwei populärsten sind die der „Peralta-Mine“, die besagt, dass es sich bei ihr um eine von Apachen gefundene Mine handelt, die auch von einem Mann namens Peralta entdeckt wurde, der das Gold aufgrund der Apachen allerdings nie abholen konnte. Die andere Legende ist die der „Lost Dutchman’s Mine“, die von zwei Männern namens Jacob Waltz und Jacob Weiser gefunden worden sein soll, die den Standort der Mine allerdings nie verrieten. Oft werden beide Legenden auch zusammengetan, woraus dann die „Lost Dutchman’s Mine“ wird, die erst von Indianern, dann von den Peraltas gefunden wurde, die den Standort dann Jacob Waltz zeigten. Natürlich machten sich im Laufe der Zeit Tausende auf die Suche nach der Mine, einige meinten auch, die Mine gefunden zu haben, bisher konnte aber niemand das nachweisen. Es gibt einige seltsame Gegenstände, die zur Mine führen sollen, wie zum Beispiel der Peralta-Stein, den Don Rosa ja auch in dieser Geschichte verwendete. Insgesamt vereint Don Rosa in „Das Geheimnis der verschollenen Mine“ viele Bestandteile der Legenden. Die Lost Dutchman’s Mine bleibt bis heute verschollen und eines der größten Mysterien Amerikas – aber natürlich nur bis zur Ankunft des größten Schatzsuchers aller Zeiten: Dagobert Duck!

Jacob Waltz[Bearbeiten]

In „Der Rächer von Windy City“erzählt Jacob, dass er Gold versteckt habe, unter anderem in der Peralta-Mine (© Egmont Ehapa)

Jacob Waltz ist ein deutscher Einwanderer, der in den 1860gern nach Arizona zog. Er soll der Legende nach den Standort der Mine gekannt haben und auch häufig dort gewesen sein, das Gold aufgrund der Apachen aber nie abgeholt haben. Die Mine wurde nach ihm benannt, aber mehr dazu weiter unten. Außerdem soll er einen Komplizen namens Jacob Weiser gehabt haben, der auch in dieser Geschichte erwähnt wird, doch Experten zufolge handelt es sich bei den beiden um dieselbe Person. In dieser Geschichte wird Waltz nur erwähnt, allerdings kommt er in „Der Rächer von Windy City“, in der gezeigt wird, wie er Dagobert die Karte gibt, wirklich vor.

Die Peraltas[Bearbeiten]

Die Peraltas sind eine mexikanische Familie, die auch eine wichtige Rolle bei der Lost Dutchman’s Mine spielen. Der Legende nach sollen sie die noch vor Jacob gefunden haben, konnten das Gold wegen der Apachen und weil das Gebiet (das zuvor zu Mexiko gehört hatte) den USA übergeben wurde aber nie abholen. Daraufhin sollen sie den Standort Jacob Waltz anvertraut haben. Diese Legende wird auch in dieser Geschichte verwendet.

Die Pima-Indianer[Bearbeiten]

In dieser Geschichte soll die Mine nicht, wie in den meisten Legenden erzählt, von Apachen sondern von Pimas entdeckt worden sein. Allerdings liegt sie auf Apachenland, was erklärt, warum auch die Pima ihr Gold nie holen konnten und den Standort der Mine langsam vergaßen: Die Pima und die Apachen sind verfeindet. Pima ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Indianerstämme, die im Norden Mexikos und im Süden der USA lebten. Heute leben sie, wie die meisten Indianer, in Reservaten.

Der Name[Bearbeiten]

Die Mine heißt „Mine des Holländers“. Warum eigentlich? Tatsächlich heißt „dutchman“ übersetzt Holländer. Aber Waltz war doch Deutscher! Wahrscheinlich entstand dieses Missverständnis, weil Waltz sich bei seiner Ankunft als „Deutscher“ und nicht als „german“ ausgab, weil er noch nicht wusste, dass „Deutscher“ auf Englisch „german“ heißt, also verstanden die Amerikaner „dutchman“ und dachten, er sei Holländer.

Die Felsenstadt (© Egmont Ehapa)

Die Felsenstadt[Bearbeiten]

Auch die beeindruckende Felsenstadt in der Höhle ist nicht frei erfunden – einige Indianerstämme bauten riesige in den Fels gehauene Felsenstädte. Die Felsenstadt aus dieser Geschichte soll von den Anasazi gebaut worden sein – ein prähistorischer Stamm, den es tatsächlich gab und der auch tatsächlich beeindruckende Felsenstädte wie Cliff Palace baute.


Deutsche Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Mehr über diese Geschichte[Bearbeiten]

Mehr über die historischen Hintergründe[Bearbeiten]


Quellen außerhalb der Geschichte[Bearbeiten]