Das Senfgewehr

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Das Senfgewehr
The Custard Gun
Erstveröffentlichung: Dezember 1955
Entstehungsdatum: 17. März 1955
Storycode: W WDC 183-01
Story: Carl Barks
Zeichnungen: Carl Barks
Seiten: 10
Deutsche Übersetzung: Dr. Erika Fuchs
Deutsche Erstveröffentlichung: Micky Maus Magazin 19/1956
Weiterführendes

link= W WDC 183-01 Infos zu Das Senfgewehr beim Inducks

Das Senfgewehr (engl. The Custard Gun) ist eine von Carl Barks im Jahr 1955 gezeichnete und getextete Comicgeschichte. Donald versucht sich mit einem von Daniel Düsentrieb entwickelten Senfgewehr als Jäger. Doch die Erfindung hat einige Tücken.

Figuren[Bearbeiten]

Handlung[Bearbeiten]

Das Splashpanel…
aus Entenhausen-Edition 29 (© Egmont Ehapa)
„Ein Senfgewehr! Die neuste Erfindung von Daniel Düsentrieb.“
Donald Duck

Um eine tierfreundlichere Art des Jagens zu ermöglichen, hat Herr Dipl. Ing. Daniel Düsentrieb ein Senfgewehr entwickelt. Den Prototyp hat zu Testzwecken Donald überlassen. Nachdem dieser sich mit seinen Neffen über Sinn und Unsinn einer solche Waffe kurz Gedanken gemacht haben, will Donald damit einen Truthahn erlegen. Familie Duck geht im Stadtwald auf die Pirsch. Eine Pute ist tatsächlich schnell entdeckt, doch das Senfgewehr ist nicht sehr zielgenau. Donald bekommt den Senf selbst ab und wird noch dazu von dem Vogel vermöbelt. Da er sich wie üblich nicht so schnell kleinkriegen lässt, scheucht er anschließend noch einen wilden Ziegenbock auf und muss weitere Prügel und weiteren Senf ertragen.

„So begeben sich denn Donald und seine Neffen in die nordischen Wälder, um den edlen Elch zu jagen…“
Dr. Erika Fuchs, frei nach Carl Barks
Der Running Gag…
aus Entenhausen-Edition 29
(© Egmont Ehapa)

Beim Versuch einen Elch zu erlegen, muss Donald seinen ganzen Mut aufbringen. Recht schnell stolpert er über den ersten Bock und dabei unfreiwillig seine Waffe an diesen ab. Beim nächsten Elch, den Donald bereits kurze Zeit später antrifft, passiert das unglaubliche: Er landet einen Volltreffer! Der Elchbock kann zwar nichts mehr sehen, ist aber deswegen keineswegs wehrlos. Als Donald ihn fesseln möchte, verheddert er sich im Geweih des Tieres und die beiden Kontrahenten sind aneinander gebunden.

Tick, Trick und Track haben ebenfalls einen Elch aufgestöbert und scheuchen ihn in Richtung ihres Onkels, was ihnen soweit auch ganz gut gelingt. Dummerweise handelt es sich ebenfalls um ein männliches Tier, und die beiden Elche schnauben sich wütend an und drohen mit ihren Geweihen. Die Kinder versuchen ihrem Onkel mit dem Senfgewehr zu Hilfe zu kommen, doch wieder einmal ist es Donald, der die volle Ladung abbekommt. Als die beiden Böcke aufeinander zu stürmen, wirft Tick in höchster Verzweiflung einem der Tiere das Gewehr vor die Beine. Der Elch stolpert und die beiden Böcke setzen sich gegenseitig Schachmatt.

Am folgenden Sonntag essen die Ducks einen Truthahn. Donald hatte Düsentrieb die Wette vorgeschlagen, dass er den Sonntagsbraten bezahlen müsse, wenn es ihm nicht gelingen würde, mit seinem Senfgewehr eine Scheunenwand zu treffen.

„Und hat er sie getroffen?“
„Natürlich nicht! Will noch einer etwas Kartoffelbrei?“
Track & Donald

Hintergrund[Bearbeiten]

In Carl Barks Zehnseiter Das Senfgewehr spielt wieder einmal eine Erfindung von Dipl. Ing. Daniel Düsentrieb die tragende Rolle. Dieses Mal hat der geniale Erfinder aber kein ganz ausgereiftes Werk geschaffen. Gepaart mit Donalds Pech ist die Waffe ein reines Ärgernis. In den Zehnseitern war Düsentrieb 1955 noch ein sehr seltener Gast. Die Figur war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal drei Jahre alt. Seine Erfindungen hatten in dieser Zeit oftmals noch einen unerwünscht chaotischen Nebeneffekt und waren noch bei weitem nicht so genial wie in Barks späterer Ära. Der Ingenieur selbst kommt in dieser Geschichte gar nicht direkt vor, er findet lediglich Erwähnung. Dennoch ist er aber durch seine Konstruktion der Auslöser der ganzen Misere – und am Ende der, der für das Happy End der Ducks in die Tasche greifen muss. Das kleine Schmerzensgeld steht Donald aber irgendwo auch redlich zu…

In Barks Original handelt es sich um ein Puddinggewehr (engl. custard).

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]