Education for Death

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© Disney
Warnung! Dieser Artikel behandelt einen Disney-Propagandafilm, welcher unter Umständen in Deutschland gegen Jugendgefährende Schriften und Symbole verstößt. Dafür können rohe Gewaltdarstellung, verbotene Symbolik und/oder die explizite Darstellung von kriegerischen Handlungen verantwortlich sein.


The Story of One of Hitlers Children as Adapted from: Education for Death – The Making of the Nazi (vollständiger Titel)
Education for death - Making of the Nazi
Educationfordeath-plakat.jpeg
© Disney • Quelle: duckfilm.de
Uraufführung: 15. Januar 1943
Titelheld: -
Regie: Clyde Geronimi
Animation: Milt Kahl, Ward Kimball, Frank Thomas, Bill Tytla, Herbert Ryman (Layout)
Drehbuch: Gregor Ziemer (Vorlage)
Produktion: Walt Disney
Musik: Richard Wagner, Wallkürenritt (Vorlage)
Länge: 10 Minuten


The Story of One of Hitlers Children as Adapted from: Education for Death – The Making of the Nazi, bekannt als Education for death – Making of the Nazi, ist ein von Walt Disney produzierter Cartoon, der am 15. Januar 1943 uraufgeführt wurde. Der Kurzfilm gehört zu den Propagandafilmen der 1940er-Jahre und verurteilt und verdeutlicht die Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus in Deutschland wie kein anderer Cartoon dieser Art. Der Film beruht auf dem gleichnamigen Buch von Gregor Ziemer (1899–1982), Regie führte Clyde Geronimi.

Handlung[Bearbeiten]

Hans (blond) führt den „Hitlergruß“ aus (© Disney)

Hans wird im Deutschland der 1930er-Jahre geboren. Seine Eltern melden seine Geburt bei den deutschen Behörden. Dort schenkt man ihm ein Exemplar von Hitlers „Mein Kampf“. Der Film erklärt, dass, während in den USA die Kinder mit den positiv besetzten Werten der Bibel erzogen werden, hier jenes Propagandawerk diese Rolle einnimmt. Hans wächst auch mit den Märchen der Gebrüder Grimm auf. Allerdings werden ihm die Märchen entsprechend der Propaganda interpretiert. Der Prinz und Dornröschen sind in Wahrheit Adolf Hitler und das dicke Fräulein Deutschland, welches von ihrem Führer wachgeküsst wurde. Auch als Hans älter wird und in die Schule kommt, wird er von der Propaganda nicht verschont. So wird er etwa anhand des Biologie-Unterrichts mit dem Sozialdarwinismus vertraut gemacht: Der Lehrer zeichnet ein Häschen und einen Fuchs an die Tafel. Die Figuren auf der Tafel werden für den Betrachter lebendig und jagen sich solange, bis der Hase vom Fuchs gefressen wird. Hans äussert daraufhin: „Das arme Häschen.“ Dafür wird er von den Schülern verhöhnt und vom Lehrer zur Strafe in die Ecke geschickt. Doch dann platzt aus Hans heraus: „Ich hasse dieses Häschen. Ich hasse es.“ Er beginnt, den Führer anzubeten. Hans wächst weiter heran und wird Soldat. Er marschiert mit den anderen Soldaten und grüßt dem Führer. Während dieser Szene wird eine Ansprache Hitlers eingespielt: „Heute gehört uns Deutschland – morgen, die ganze Welt!“ Aus den marschierenden Männern, die in dieser Szene zu sehen waren, werden in einer Überblende Grabsteine.

Informationen zur Synchronisation[Bearbeiten]

Der Film wurde zweisprachig produziert. Die Erzählerstimme Art Smith sprach Englisch, die deutschen Figuren wie Hans und seine Eltern deutsch. Franklin Thomas sprach alle diese Figuren mit jeweils passendem Ton. Das „Heute gehört uns Deutschland – morgen, die ganze Welt!“, das während des Fakelmarschs ertönt, stammt aus einer Rede Hitlers. Jener zitiert den Refrain des Nazi-Liedes „Es zittern die morschen Knochen“ von Hans Baumann.

Vergleich zu anderen Antinazipropagandafilmen dieser Zeit[Bearbeiten]

Das was übrig bleibt (Abschlußbild des Filmes)(© Disney)

Dieser Film ist im direkten Vergleich zu anderen Propagandafilmen wie Der Fuehrers Face oder The New Spirit ernst und düster. Es gibt zwar einige komische Einschübe, etwa die Dornröschenszene mit Hitler und Fräulein Deutschland, aber die Grundstimmung bleibt melanchonisch. Der Film weiß dem Zuschauer auch heute noch eine Gänsehaut zu bereiten.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Der Film erschien in den USA auf der DVD Walt Disney on the Front Lines. The War Years in der Serie Disney's Treasures, ist allerdings aufgrund der unterschiedlicher Zielgruppensetzung nicht in der entsprechenden deutschen Reihe Walt Disney Kostbarkeiten erschienen.

Weblinks[Bearbeiten]