Von Blumen und Bäumen

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Von Blumen und Bäumen
Flowers and Trees
Flowersandtrees-plakat.jpg
© Disney • Quelle: Duckfilm.de
Uraufführung: 30. Juli 1932
Regie: Burton Gillett
Animation: unbekannt
Drehbuch: unbekannt
Produktion: Walt Disney
Musik: unbekannt
Länge: 7:50 Minuten


Der Silly-Symphony-Cartoon Flowers and Trees (deutsch: Von Blumen und Bäumen) kam am 30. Juli 1932 in die Kinos. Regie führte bei diesem ersten Cartoon in Technicolor Burton Gillett. Für diese Bemühungen wurde der Cartoon mit einem Oscar als bester Kurzfilm ausgezeichnet. Er war auch der erste Cartoon überhaupt, der einen Oscar gewann.

Figuren[Bearbeiten]

Sie ist das Objekt der Begierde (© Disney)
  • ein verliebtes Baumpärchen
  • ein alter Baumstumpf
  • mehrere Blumen
  • mehrere Vögel

Handlung[Bearbeiten]

Im Frühling erwachen die Pflanzen und Tiere zu neuem Leben und genießen erstmal die prächtigen Sonnenstrahlen.

Hierbei verliebt sich ein männlicher Baum in einen wunderschönen weiblichen Baum. Mittels Harfenspiel gewinnt er ihr Herz. Als ein alter Baumstumpf ebenfalls die Schönheit erblickt, ist er ganz neidisch und fordert den jungen Baum zum Duell heraus. Der junge Baum gewinnt und scheint den alten Baumstumpf getötet zu haben.

Der Kampf zwischen zwei Liebenden(© Disney)

Doch dieser stellt sich vorerst nur tot und schmiedet einen bösen Plan. Er zündet den Wald an und alle geraten in Gefahr. Das Liebespaar ist am schlimmsten in der Klemme. Zufrieden möchte der Baumstumpf zuschauen, wie beide sterben, und fängt selbst Feuer. Die Tiere und Pflanzen versuchen alles, um den Wald zu retten. Die Vögel schaffen dies, indem sie eine Wolke durchbohren und es zum Regen kommt. Alle werden gerettet, bis auf den Baumstumpf der in den Flammen umkommt.

Das Happy End (© Disney)

Der männliche Baum macht seiner Geliebten einen Heiratsantrag, den sie gerne annimmt. Der ganze Wald feiert nun die Verlobung und die Hochzeit des Liebespaares.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Der Cartoon war der allererste Cartoon, der jemals in Farbe produziert wurde. Dies war dank der Erfindung des Technicolors möglich. Mit Technicolor schloss Disney einen Exklusivvertrag auf mehrere Jahre ab. Anlässlich der Nominierung des Cartoons produzierte Disney den ersten Micky-Maus-Farbcartoon Parade of the Award Nominees der allerdings nur in der Oscarnacht von 1932 vorgeführt wurde. Danach sollte der Film für einige Jahrzehnte in den Archiven verschwinden. Erst im Jahr 2006 kamen die Disneyfans in den Genuss dieses Cartoons. Der Startschuss für die farbigen Micky-Maus-Cartoons sollte erst drei Jahre später folgen. Dieser Cartoon war The Band Concert von 1935.

Auch aus finanzieller Sicht lohnte sich die Produktion dieses Cartoons. Es war der erste Silly-Symphony-Cartoon, der nach The Skeleton Dance ein finanzieller Erfolg wurde.

Filmkritiker John Mosher lobte den Einsatz von Farbe im Cartoon im Magazin „The New Yorker“:

„[...] zum ersten Mal scheint es, als ob man mit einem Hauch von Rosa und Blau und Grün im Kino etwas anfangen kann. Normalerweise taucht Technicolor einen Film in tiefe, unterirdische Farbtöne, aber in diesem Fall ist das Ganze so hell und fröhlich wie Spielzeug, und es hat einen Charme, der Sie vielleicht über den Spielfilm hinwegtröstet, den Sie gerade gesehen haben. Ich empfehle Ihnen, nach dieser Kleinigkeit Ausschau zu halten. Es ist hübsch - und lustig ist es auch.“[1]

Die Bäume aus diesem Cartoon wurden für den Film Falsches Spiel mit Roger Rabbit wiederverwendet. Sie sind in der Szene zu sehen, in der Eddie Valiant in Toonstadt hineinfährt.

Weblinks[Bearbeiten]


Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. „[...] for the first time it seems that something can be done with a touch of pink and blue and green in the movies. Technicolor usually bathes a movie in deep subterranean hues, but in this case the whole thing is as bright and gay as toys are, and there is a charm about it that may well console you for the feature picture you have seen the moment before. I advise you to be on the lookout for this trifle. It's pretty - and it's funny, too.“
    John Mosher. „The Current Cinema“. „The New Yorker“, Ausgabe vom 10. September 1932.
    Zitiert nach: David O. „The Red House“. newyorkerstateofmind.com