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Thomas Gottschalk

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Thomas Gottschalk

Thomas Johannes Gottschalk (* 18. Mai 1950 in Bamberg) ist ein deutscher Rundfunk- und Fernsehmoderator, Entertainer und Schauspieler, der im deutschsprachigen Raum besonders als Moderator der Fernsehshow Wetten, dass..? bekannt wurde.

Leben[Bearbeiten]

Jugend und Ausbildung[Bearbeiten]

Die Familie Gottschalk stammte ursprünglich aus Oberschlesien, musste aber auf Grund der damaligen Situation des 2. Weltkrieges fliehen.

Am 18. Mai 1950 wurde der Rechtsanwalt Hans Gottschalk (* 1902 in Oppeln/Oberschlesien; † 1964 in Kulmbach) Vater von Thomas Johannes Gottschalk. 3 Jahre später bekam Thomas seinen kleinen Bruder Christoph Gottschalk, der heute als sein Manager Geld verdient und mit Thomas mehrere Werbespots abgedreht hat. Die Familie Gottschalk lebte damals im bayrischen Kulmbach.

Hier besuchte Thomas Gottschalk auch das humanistischen Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium und verdiente sich ein paar Mark als Ministrant in der Kirche Zu Unserer Lieben Frau. Neben dem Ministrantendasein arbeitete Thomas Gottschalk auch als DJ in einem Kulmbacher Tanzlokal und erteilte Nachhilfeunterricht, außerdem arbeitete er als Kinder- und Jugendbetreuer der katholischen Kirche.

Nach dem Abitur bekam er ein Stipendium der Deutschen Bischofskonferenz und konnte in München Germanstik und Geschichte für das Grundschul- und Hauptsschulamt studieren.

Frühe Radiokarriere[Bearbeiten]

Er moderierte nach seinem Abitur im Jahre 1971 einige Musikshows auf dem Radiosender Bayern 3. Dort blieb er für einige Jahre Moderator und DJ.

Mit dem Beginn der 80er Jahre wurde Frank Elstner (er modierte auch die ersten Ausgaben von Wetten, dass..?) auf ihn aufmerksam und bot ihm an für den Sender Radio Luxemburg die RTL-Hitparade zu moderieren.

Frühe Fernsehkarriere[Bearbeiten]

1976 begann seine Fernsehkarriere. Hier moderierte er zum ersten Mal Szene und wurde populär. Die Sendung wurde wenig später in Pop-Stop umbenannt. Im gleichen Jahr ehelichte Thomas Gottschalk seine Jugendliebe Thea. Ein Jahr später moderierte er seine Spielshow Telespiele in der ARD. In diesen 29 Folgen konnten Zuschauer per Telefon einige Arcade-spiele wie Pong oder Tetris spielen. Das ganze Konzept wurde in den 90er Jahren mit der TV-Show Hugo auf Kabel eins wiederbelebt.

Von 1982 bis 1984 war Gottschalk Moderator der im ZDF-Vorabendprogramm laufenden Musikshow Thommys Pop Show, in der Videoclips aktueller Hits gezeigt wurden. Neben neun knapp einstündigen Folgen gab es im Dezember 1983 und 1984 im Abendprogramm jeweils unter dem Titel Thommys Pop-Show extra ein Pop-Festival in der Dortmunder Westfalenhalle, bei denen Musiker und Bands live auftraten.

Von 1982 bis 1987 moderierte Gottschalk im ZDF die Sendung Na sowas!, für die er 1986 die Goldene Kamera bekam. Gottschalk war bekannt für seine spontane Gesprächsführung und seine – für damalige Verhältnisse – lockere Kleidung (Jeans und Micky-Maus-T-Shirt, Shorts und Schlappen, Hemd und Hosenträger ohne Jackett).

1989 kommentierte er für die ARD den Eurovision Song Contest 1989 in Lausanne.

Filme[Bearbeiten]

Ab 1982 drehte Gottschalk gemeinsam mit Mike Krüger die ebenfalls erfolgreichen Unterhaltungsfilme Piratensender Powerplay, Die Supernasen, Zwei Nasen tanken Super und Die Einsteiger. Es folgten Mama Mia – Nur keine Panik, Zärtliche Chaoten, Zärtliche Chaoten II, Eine Frau namens Harry und Trabbi goes to Hollywood. Daneben sah man ihn in Filmen wie Sister Act 2 (1993), Late Show (1999), in der Til-Schweiger-Komödie 1½ Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde (2008) und in der Komödie Der Zoowärter (2011).

Im Film Joe & Max (2002) trat er als Produzent auf. Im Jahre 2004 lieh er in Garfield – Der Film als Synchronsprecher der Hauptfigur Garfield seine Stimme. Für seine Synchronarbeit wurde er von vielen Kritikern gelobt, übernahm aber bei der Fortsetzung die Rolle nicht mehr. Bekannt wurde seine Stimme auch als Baby Mikey bei Kuck mal, wer da spricht!.

Wetten, dass..?[Bearbeiten]

Am 26. September 1987 übernahm Gottschalk vom Showerfinder Frank Elstner die Sendung Wetten, dass..?. Mit Ausnahme einer kurzen Unterbrechung vom 26. September 1992 bis zum 27. November 1993, als Wolfgang Lippert durch die Sendung führte, moderierte er die Sendung bis zum 3. Dezember 2011.

Er trug maßgeblich zum langjährigen Erfolg der Show bei, die eine der erfolgreichsten im deutschsprachigen Raum und eine der letzten verbliebenen Samstagabendshows war. Von Oktober 2009 bis zu seinem Rücktritt stand ihm Michelle Hunziker als Co-Moderatorin zur Seite.

In der 192. Ausgabe von Wetten, dass..? am 4. Dezember 2010 verletzte sich der Wettkandidat Samuel Koch schwer, die Show wurde daraufhin abgebrochen. In der folgenden Sendung vom 12. Februar 2011 gab Gottschalk zu Beginn bekannt, dass er nach Ende der laufenden Staffel seine Arbeit als Moderator von Wetten, dass..? beenden werde. Nach dem schweren Unfall von Samuel Koch könne er nicht weitermachen wie bisher. Seitdem liege für ihn „ein Schatten auf der Sendung“, der es ihm nicht erlaube, „zu der guten Laune zurückzufinden“, die das Publikum „zu Recht“ von ihm erwarte, erklärte Gottschalk.

Die Wetten, dass..?-Ausgabe am 30. April 2011 aus Offenburg war seine letzte reguläre Sendung. Am 18. Juni 2011 führte er durch die große Sommersendung auf Mallorca. Im Herbst 2011 moderierte er noch drei Sendungen, in denen besonders auf 30 Jahre Wetten, dass..? zurückgeschaut wurde. Die letzte dieser drei Sendungen fand am 3. Dezember 2011 in Friedrichshafen statt. Insgesamt moderierte Thomas Gottschalk 151 Sendungen. Sein Nachfolger war von Oktober 2012 bis Ende 2014 Markus Lanz.

Im März 2019 wurde bestätigt, dass Gottschalk 2020, anlässlich seines 70. Geburtstages, noch einmal eine einmalige Wetten, dass..?-Ausgabe moderieren wird.

Eurovision Song Contest[Bearbeiten]

Bei einer verlorenen Wetten, dass..?-Saalwette kündigte Gottschalk an, beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2001 in Hannover anzutreten. Der Song What Happened to Rock 'n' Roll mit Gottschalk als Sänger wurde zwar veröffentlicht, doch zu einem Auftritt beim Vorentscheid kam es nicht. Die Veranstalter hatten ihm vorher ein Nachrückrecht eingeräumt.

Sonstiges[Bearbeiten]

1980 landete er mit der Rapgruppe GLS United (bestand aus Thomas Gottschalk, Frank Laufenberg und Manfred Sexauer) in den deutschen Hitparade auf Platz 49. Der Charthit hieß Rapper's Deutsch und wird als offizell erster deutscher Rapsong eingestuft.

Neben seiner Tätigkeit als Moderator warb Thomas Gottschalk von 1991 bis 2015 für den Süßwarenhersteller Haribo. Mit dieser Werbetätigkeit wurde Gottschalk bereits 2005 für die „längste Beziehung zu einem werbetreibenden Unternehmen“ im Guinessbuch der Rekorde vermerkt[1][2]. Sein Nachfolger als Werbegesicht Haribos wurde Michael „Bully“ Herbig.

Moderationen[Bearbeiten]

Fortlaufend[Bearbeiten]

  • seit 2018: Denn sie wissen nicht, was passiert – Die Jauch-Gottschalk-Schöneberger-Show, RTL
  • seit 2019: Gottschalk liest?, BR Fernsehen

Ehemals/Einmalig[Bearbeiten]

  • 1976–1979: Szene, Das Erste
  • 1977–1981: Telespiele, Das Erste
  • 1978–1979: 18-19-Musik, Bayerisches Fernsehen
  • 1980–1983: Pop Stop, Bayerisches Fernsehen
  • 1981: Stars in der Manege, Das Erste
  • 1982–1984: Thommys Pop-Show, ZDF
  • 1982–1987: Na sowas!, ZDF
  • 1987–1992: Wetten, dass..?, ZDF
  • 1989–1991: Die 2 im Zweiten, ZDF
  • 1990–1992: Gottschalk, RTL
  • 1992–1995: Gottschalk Late Night, RTL
  • 1992–1995: Goldene Kamera, ZDF
  • 1992–1996, 1999–2000: Disney Filmparade, RTL
  • 1992–1997: Let’s Have a Party, ZDF
  • 1994–2011: Wetten, dass..?, ZDF
  • 1995–1997: Gottschalks Hausparty, Sat.1
  • 1997–1998: Die lange Kulmbacher Filmnacht, Sat.1
  • 1996–2000: Kinder Wetten, dass..?, ZDF
  • 1998–2000: Gottschalk kommt, Sat.1
  • 1999: Goldene Kamera, ZDF
  • 2000: Gottschalks TV-Welt, ZDF
  • 2001–2011: Ein Herz für Kinder, ZDF
  • 2002–2004: Gottschalk America, ZDF
  • 2003–2008: Goldene Kamera, ZDF
  • 2004: Deutscher Fernsehpreis 2004, ZDF
  • 2004: 50 Jahre Rock, ZDF
  • 2004–2005: Gottschalk zieht ein!, ZDF
  • 2005: Gottschalk & Friends, ZDF
  • 2007–2011: Gottschalks Filmkolumne – Ich liebe Kino!, Tele 5
  • 2008: Deutscher Fernsehpreis 2008, ZDF
  • 2009–2010: Menschen, ZDF
  • 2009–2011: Gottschalks Classics, Tele 5
  • 2010: Die Nacht mit Thomas Gottschalk und Anna Bosch, Tele 5
  • 2010–2011: ECHO Klassik, ZDF
  • 2012: Gottschalk Live, Das Erste
  • 2012: Das Supertalent, RTL – als Juror
  • 2013–2017: Die 2 – Gottschalk & Jauch gegen alle, RTL
  • 2014: 30 Jahre RTL – Die große Jubiläumsshow, RTL
  • 2014–2015: Back to School – Gottschalks großes Klassentreffen, RTL
  • 2015: 40 Jahre Musikvideos, RTL
  • 2015–2016: Goldene Kamera, ZDF
  • 2016: Gysi und Gottschalk – Der n-tv Jahresrückblick, n-tv
  • 2016–2017: Mensch Gottschalk – Das bewegt Deutschland, RTL
  • 2016–2017: ECHO Klassik, ZDF
  • 2017: Little Big Stars, Sat.1
  • 2017: NENA – Nichts versäumt, ZDF
  • 2018: Gottschalks große 68er Show, ZDF
  • 2018: Opus Klassik, ZDF
  • 2018: Das ARD-Silvesterkonzert, Das Erste
  • 2019: 50 Jahre ZDF-Hitparade, ZDF
  • 2019: Gottschalks große 80er Show, ZDF

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1978: Summer Night Fever
  • 1981: Piratensender Powerplay
  • 1981: Sesamstraße (Gastrolle)
  • 1983: Monaco Franze – Der ewige Stenz
  • 1983: Die Supernasen (Darsteller & Autor)
  • 1984: Zwei Nasen tanken Super (Darsteller & Autor)
  • 1984: Mama Mia – Nur keine Panik
  • 1985: Big Mäc – Heiße Öfen in Afrika
  • 1985: Die Einsteiger (Darsteller & Autor)
  • 1985: Bolero
  • 1986: Miko – aus der Gosse zu den Sternen
  • 1987: Zärtliche Chaoten (Darsteller & Autor)
  • 1988: Zärtliche Chaoten II (Darsteller, Autor & Regie)
  • 1989: Kuck mal, wer da spricht! (Stimme für Mikey)
  • 1990: Highway Chaoten
  • 1990: Eine Frau namens Harry
  • 1990: Kuck mal, wer da spricht 2 (Stimme für Mikey)
  • 1991: Keep on Running (Autor & Darsteller)
  • 1991: Trabbi goes to Hollywood
  • 1992: Der Ring der Musketiere
  • 1993: Sister Act 2 – In göttlicher Mission
  • 1994: Weihnachten mit Willy Wuff (Stimme für Dicker)
  • 1998: Frühstück mit Einstein
  • 1999: Late Show
  • 2002: Joe & Max (Produzent)
  • 2004: Garfield – Der Film (Stimme für Garfield)
  • 2007: Triff die Robinsons (Stimme für Cornelius Robinson)
  • 2008: 1½ Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde
  • 2009: Sturm der Liebe (Gastauftritt in Folge 895)
  • 2009: Das Traumschiff (Folge 60)
  • 2011: Der Zoowärter
  • 2012: Hubert und Staller (Folge 15)

Diskografie[Bearbeiten]

Singles[Bearbeiten]

  • 1980: G.L.S.-United – Rapper’s Deutsch (Thomas Gottschalk, Frank Laufenberg und Manfred Sexauer)
  • 2001: Thomas Gottschalk & die besorgten Väter – What Happened to Rock ’n’ Roll

Sonstiges[Bearbeiten]

1990 zog Gottschalk vom Weßlinger See nach Malibu (Kalifornien (USA)), damit seine Kinder ungestört vom Medientrubel aufwachsen konnten. 2016 verkaufte Gottschalk ein Teil des dortigen Grundstückes mitsamt des dort befindlichen Hauses an Miley Cyrus. Er hatte das Haus ursprünglich für seine Söhne einrichten lassen, doch Cyrus übernahm das Haus mitsamt der Möblierung[3][4]. Bei den Waldbrände in Kalifornien im November 2018 brannte sein 1993 gekauftes Anwesen in Malibu ab[4][5], dessen Wert mehr als 10 Millionen Euro betrug.[6] Mit dem Haus verbrannte auch das vom Dichter Rainer Maria Rilke handgeschriebene Gedicht Der Panther (aber nicht die einzige Handschrift[7]), das an der Wand hing und Gottschalk geschenkt worden war[8][7]. Zudem verbrannten auch Gottschalks ikonische Anzüge, die er in der Sendung Wetten dass..? trug[9]. Auch Miley Cyrus' Haus nebenan war den Waldbränden zum Opfer gefallen[4][5][6].

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Längster Werbevertrag der Geschichte – Gottschalk trennt sich vom Goldbären, Spiegel Online, 05.11.2014, abgerufen am 12.12.2018
  2. Ingo Rentz: Haribo – Thomas Gottschalk sagt den Goldbären Adieu, Bully Herbig übernimmt, horizont.de, 05.11.2014, abgerufen am 12.12.2018
  3. Thomas Gottschalk und Miley Cyrus sind jetzt Nachbarn, news.de, 08.02.2016, abgerufen am 12.12.2018
  4. 4,0 4,1 4,2 Hier lebte er den Traum vieler Deutscher: Thomas Gottschalks Villa in Malibu ist abgebrannt, stern.de, 12.11.2018, abgerufen am 12.12.2018
  5. 5,0 5,1 „Herzzerreißende Zeit“ – Gerard Butler zeigt die Trümmer seines Hauses, Welt Online, 12.11.2018, abgerufen am 12.12.2018
  6. 6,0 6,1 Verheerende Waldbrände werden zu Feuerhöllen, saz-aktuell.de, 15.11.2018, abgerufen am 12.12.2018
  7. 7,0 7,1 Waldbrände in Kalifornien: Rilkes gefangener Panther, ein Sinnbild auch der Gegenwart, tagesspiegel.de, 19.11.2018, abgerufen am 12.12.2018
  8. Gottschalks Haus abgebrannt: Thomas Gottschalk im Interview über Waldbrand in Malibu bayern1.de, 12.11.2018, abgerufen am 12.12.2018
  9. Thomas Gottschalk nach Feuer-Katastrophe geschockt – Haus und Erinnerungsstücke verbrannt, brigitte.de, 12.11.2018, abgerufen am 12.12.2018