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Crank

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Deutsches Poster zu Crank (© Universum Film / Buena Vista)

Crank ist ein US-amerikanischer Actionfilm aus dem Jahr 2006. Regie führten die beiden Autoren des Films, die Spielfilm-Newcomer Mark Neveldine und Brian Taylor. Produktionsstudios von Crank sind die kleinen amerikanischen Studios Lakeshore Entertainment und Lions Gate Films. In den Vereinigten Staaten übernahm Lions Gate Films selber den Vertrieb, in Großbritannien übernam Universal Pictures diese Aufgabe. Der deutsche Verleih wurde sowohl von Universum Film als auch von Buena Vista International (Germany) übernommen.

Die Hauptrolle wird von Jason Statham gespielt, in weiteren Rollen sind Amy Smart, Efren Ramirez, und Dwight Yoakam zu sehen. Crank startete zu erst in der Ukraine. Der Veröffentlichungstermin von Crank war dort der 31. August 2006. Der US-Start war am 1. September 2006 (dort startete er in 2.515 Kinos), 20 Tage später lief der Film in Deutschland an.

Inhaltsangabe[Bearbeiten]

©Disney
Warnung! Dieser Artikel behandelt einen Film/eine Serie mit der FSK-Einstufung keine Jugendfreigabe. Dafür können rohe Gewaltdarstellung, gruselige Sequenzen und/oder die explizite Darstellung von Sex verantwortlich sein.

Plot[Bearbeiten]

Der Auftragskiller Chev Chelios wird von dem klingeln seines Handys geweckt. Chev, der stakre Kopfschmerzen hat und dem schwindlig ist, steht langsam auf und versucht sein Handy zu finden. Stattdessen entdeckt er eine mit Fuck You beschriftete DVD. Er legt die DVD in seinen DVD Player um sie sich anzusehen. Die DVD enthüllt, dass er von Gangster Verona und seinem Assistenten in seiner eigenen Wohnung K.O. geschlagen wurde und daraufhin eine chinesische Droge namens "The Beijing Cocktail' injiziert bekam.

Diese Droge führt laut Verona zu Chev Chelios' baldigen Tod. Chev gerät aufgrund dessen in einen Wutrausch, zerstört seinen Fernseher und rennt zu seinem Auto, mit dem er durch Los Angeles rast.

Friedliche Verständigung zwischen menschen verschiedener Herkunft (© Buena Vista / Universum Film / Lions Gate / Lakeshore Entertainment)

Chev bemerkt dabei, dass er sich etwas besser fühlt, weshalb er vermutet, dass es seine rasende Wut ist, die dafür sorgt, dass sich sein gesundheitlicher Zustand etwas verbessert. Während der Fahrt führt Chev, der sein Handy wieder gefunden hat, ein paar Telefonate. Zuerst versucht er seine Freundin zu erreichen, die jedoch nicht antwortet. Stattdessen geht der mit einem langen Text besprochene Anrufbeantworter dran. Daraufhin telefoniert Chev mit seinem Freund Kaylo, in der Hoffnung er kann ihm über die Aufenthaltsorte von Verona und seiner Gang Auskunft erteilen. Schließlich ruft Chev noch seinen Doktor, Dr. Miles, an. Doch Miles, von dem sich Chev ein Gegenmittel erhofft, ist momentan nicht in Los Angeles.

Um weitere Informationen über Veronas Aufenthaltsort zu erlangen, fährt Chev zu einer Bar, wo er einen ihm bekannten Kleingangster mit einer Waffe bedroht um aus ihm die letzten Informationen herauszuholen. Dieser kann Chev jedoch nicht weiterhelfen. Chev, der dahinter gekommen ist, dass er Adrenalin braucht kauft von dem Kleingangster ein Beutelchen Kokain, das er sofort konsumiert. Da es jedoch keine Wirkung zeigt, beschafft sich Chev das Adrenalin durch einen Kampf mit der afro-amerikanischen Gang in der Bar.

Chev rast danach weiter durch Los Angeles und wird alsbald von einigen Polizeieinheiten verfolgt. Chev wird währenddessen von Doctor Miles angerufen, der ihm erklärt, dass er sich zu einem Krankenhaus begeben soll, um sich dort Epinephrin zu besorgen, was die Symptome bekämpfen könnte.

Chev beim Shopping (© Buena Vista / Universum Film / Lions Gate / Lakeshore Entertainment)

Chev, der weiterhin verfolgt wird, brettert während seines Telefongesprächs durch ein Einkaufscenter, bevor er gegen eine Rolltreppe fährt, die seine Autofahrt beendet. Er steigt aus seinem Wagen und flieht durch das Einkaufscenter vor der Polizei. Er steigt in ein Taxi und befiehlt dem Taxifahrer nahöstlicher Herkunft, dass er losfahren soll. Der Fahrer reagiert nur zögerlich, da Chev ihm kein konkretes Ziel nennt. Nachdem der Fahrer losgefahren ist, gibt Chev ihm an jeder Kreuzung kurze Anweisungen. Als sie an einem kleinen Laden vorbeikommen, befielt Chev dem Fahrer anzuhalten. er steigt aus, rennt in den Laden, greift den Verkäufer und wirft ihn gen Boden. Daraufhin nimmt sich Chev einen Müllbeutel und füllt ihn in aller Eile mit verschiedenen Pillen und Energy Drinks.

Chev steigt wieder in das Taxi und schmeißt sich dort die Pillen ein, die er mit den Energy Drinks runterspült. Vom Taxifahrer lässt er sich zur Villa von Carlito fahren, einem Gangsterboss, der mittlerweile mit Verona kooperiert, was Chev erst erfährt, als er in Carlitos Pool gesprungen ist und ihn zur Rede stellte. Da Carlito Chev aus diesem Grund nicht die Hilfe gibt, die er sich ursprünglich von Carlito versprach, verlässt Chev das Grundstück und versucht wieder ins Taxi einzusteigen. Da Chev aber vollkommen nass ist, will der Taxifahrer nicht, dass Chev einsteigt.

Chev packt den Taxifahrer, reißt ihn aus dem Wagen und brüllt laut "Al-Qaida! Al-Qaida!", woraufhin sämtliche Passanten auf den Taxifahrer losgehen und ihn verprügeln. Unbemerkt stiehlt Chev das Taxi und fährt davon. Im Taxi wird Chev von seinem Freund Kaylo angerufen, der gerade an einer Imbißbude steht und von dort aus Veronas Bruder gesehen hat. Chev fährt zu Kaylo und geht von ihm aus in das Restaurant, in dem sich Veronas Bruder befinden soll.

Er sieht Chev, als er in das Restaurant geht und folgt ihm auf den Hinterhof des Restaurants. Plötzlich attackiert Chev Veronas Bruder mit einem großen Hackebeil und trennt ihm die Hand ab, in der er gerade eine Pistole hält. Die zwei Kontrahenten prügeln aufeinander ein, als Kaylo auftaucht und ebenfalls auf Veronas Bruder einschlägt. Dieser lässt danach Chev los und konzentriert sich auf Kaylo. Doch Chev nimmt die abgetrennte Hand von Veronas Bruder, in der sich weiterhin die Pistole befindet und schießt damit auf ihn. Danach nimmt Chev Handy und Halskette der Leiche und ruft von diesem Handy Verona an um ihm zu drohen. Verona ist davon sehr überrascht, da er bereits davon überzeugt war, dass Chev an der Droge gestorben ist.

Auf dem Weg zum Krankenhaus hält Chev an einer Apotheke, wo er die Apothekerin um Epinephrin bittet. Diese verweigert jedoch diese Bestellung - allerdings erhält Chev von einem anderen Kunden den Tipp, dass sich in Nasenspray ebenfalls Epinephrin befindet. Chev nimmt sich sogleich mehrere Pakete Nasenspray, die er nach und nach aufbraucht, während er sich zum Krankenhaus begibt. Als er dort von einigen Polizisten entdeckt wird, versteckt er sich im Zimmer eines älteren Patienten, zieht sich aus und nimmt einen Krankenhauskittel, bevor er wieder durch die Flure des Krankenhauses geht.

Dort bedroht er einige Ärzte mit seiner Waffe, während sie einen Notfallpatienten auf einer Bahre durch die Gänge schieben. Alsbald taucht die Polizei auf, doch Chev lässt sich noch etwas Epinephrin von dem panischen Arzt geben. Danach bittet er den Arzt darum, dass er ihm mit dem Defibrilator einen Schock gibt.

Chev wird davon in einen Aufzug zurückgestoßen, den er sogleich zur Flucht vor der Polizei nutzt. Im Aufzug verabreicht er sich 100 Milliliter des Mittels - wesentlich mehr als die von Doc Miles zuvor empfohlene Dosis. Diese Überdosis versetzt Chev in einen Geschwindigkeitsrausch. Zu Fuß rennt er mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit durch ganz Los Angeles, während er mit Miles telefoniert, der ihm die Nebenwirkungen der Überdosis Epinephrin aufklärt, darunter eine enorme Dauererektion.

Do not try this at home! (© Buena Vista / Universum Film / Lions Gate / Lakeshore Entertainment)

Als Chev an einem Fernsehfachgeschäft vorbeikommt, bemerkt er die große Menschenmenge um das Schaufenster. In den Nachrichten wird von seinem bisherigen "Amoklauf" berichtet. Außerdem wird ein Phantombild von Chev gezeigt und vor ihm gewarnt. Chev geht von dem Schaufenster weg und provoziert einen sich in der Nähe befindenden Motorradpolizisten. Er stiehlt sein Motorrad und fährt damit zum Haus seiner Freundin. Diese ist gerade erst aufgestanden und bittet Chev, der von ihr verlangt, dass sie sich schnell anzieht und mit ihm kommt, darum die Uhr an ihrer Mikrowelle zu stellen. Als Chev dies entnervt erledigt, bemerkt er, wie die Wirkung des Epinephrin nachlässt. Um seinen Adrenalinspiegel wieder zu erhöhen, verbrennt er absichtlich seine Hand indem er sie in ein Waffeleisen steckt.

Als er und seine Freundin Eve ihr Haus verlassen, tauchen zwei von Verona entsendete Killer auf. Chev lenkt Eve so ab, dass sie weder die Killer noch Chevs erfolgreichen Kampf mit ihnen bemerkt. In Chinatown erklärt Chev seiner Freundin, dass er kein Videospielentwickler ist, was sie bislang gedacht hat, sondern ein Auftragskiller, der jedoch aufhören möchte. Er erzählt ihr, dass er seinen letzten Auftrag nicht ausführte, sondern den zu ermordenden Don Kim am Leben ließ. Chev gesteht seiner Freundin außerdem, dass er vergiftet wurde und hofft, dass er mit Eve aus Los Angeles fliehen und ein neues Leben beginnen kann.

Eve glaubt ihrem Freund jedoch kein Wort und verlässt wutentbrannt das Restaurant. Chev, der einen neuen Adrenalinstoß braucht, bittet seine Freundin anzuhalten, ihm zu glauben und mit ihm zu schlafen. Sie weht sich zunächst gegen Chev, wobei ihr Kleid reißt. Chev redet weiter auf Eve ein und beginnt mit dem Sex in der Öffentlichkeit, dem Eve zunächst sehr widerwillig gegenübersteht. Langsam findet sie jedoch Gefallen daran, und während sich immer mehr Leute um Chev und Eve versammeln ihren wilden Sex beobachten. Währenddessen klingelt Chevs Handy - parallel zum Sex mit Eve nimmt Chev den Anruf an. Es ist Kaylo, der Chev erzählt, dass sich Verona in einer nahe gelegenen Fabrik befindet. Chev küsst seine Freundin zum Abschied und begibt sich zur Fabrik, wo Kaylo gerade von Veronas Gehilfen erstickt und erhängt wurde. Auf dem Weg dorthin wird Chev im Taxi schlecht, woraufhin der haitische Taxifahrer Chev eine harte Doge gibt, die Chevs Meinung nach nicht wirkt, doch der Taxifahrer ist davon überzeugt, dass sich bald Wirkung zeigen wird. Veronas Gehilfen erklären Chev, dass er sich einfach einen Platz zum sterben suchen sollte. Dieser denkt jedoch nicht dran und beginnt einen heftigen Kampf mit Veronas Assistenten, als plötzlich Eve in der Fabrik auftaucht.

Chev tötet drei der Männer und schnappt sich Eve. Mit ihr flieht er durch die Fabrik, in der eine (illegale) asiatische Näherei ist. Veronas Helfer folgen Chev und sorgen für Tumult in der Näherei. Eve und Chev können aus der Näherei fliehen und steigen in Eves Wagen. Dabei werden sie jedoch von zwei anderen Autos verfolgt.

Eve und Chev in einem (kurzen) ruhigen Moment (© Buena Vista / Universum Film / Lions Gate / Lakeshore Entertainment)

Eve beginnt ihrem Freund seine Geschichte, die er in Chinatown erzählt hat, zu glauben. Als er ihr erklärt, dass er Adrenalin braucht und deshalb in Chinatown mit ihr Sex hatte, beginnt sie ihn oral zu befriedigen. Der dadurch ausgelöste Adrenalinstoß in Chevs Körper verbessert seinen Zustand. Er schießt spontan gekonnt auf eines der zwei Verfolgerautos und tötet damit auf Anhieb den Fahrer. Dann schießt er auf das andere Auto, was sofort einen tödlichen Crash auslöst.

Doctor Miles ruft danach bei Chev an und verdeutlicht ihm, dass er jetzt in Los Angeles angekommen ist und dass er zu ihm kommen soll. Also fahren Eve und Chev zu Doctor Miles, wo Miles Chevs Verletzungen behandelt und ihm weitere Chemikalien injiziert, darunter auch Methamphetamin, was das Gift aus Chevs Blut spülen soll. Miles erklärt Chev, dass er auf jeden Fall durch die Folgen der Drogeninjektionen sterben wird und bietet ihm an, eine Droge zu geben, die ihn in ein friedliches Koma versetzt. Chev lehnt dies jedoch ab und telefoniert mit Verona und bietet ihm an, die Halskette seines Bruders gegen das Gegenmittel auszutauschen.

Sie machen einen Treffpunkt aus und Chev macht sich auf dem Weg. An der Rezeption des Hochhauses, auf dessen Dach sich Chev und Verona treffen wollen, gibt Chev seine Waffen ab. Daraufhin begibt er sich in einen Waschraum, wo er eine automatische Insulinpumpe an sich anbringt. Danach geht Chev in den nächsten Aufzug, in welchem bereits ein asiatischer Mann steht. Chev beginnt zu halluzinieren und hört den Mann mit den verschiedensten Stimmen reden, darunter auch mit Chevs Stimme, mit welcher er ihn bedroht. Als der Aufzug anhält, verlässt der Asiate den Aufzug und einige von Veronas Männern kommen auf Chev zu und eskortieren ihn zu Verona, der zusammen mit Carlito auf dem Dach des Hochhauses sitzt.

"Unsere Kugeln nun mit neuer, zarter Füllung!" (© Buena Vista / Universum Film / Lions Gate / Lakeshore Entertainment)

Als Chev das Gegenmittel verlangt, lachen Carlito und Verona ihn aus und sagen ihm, dass es keins gäbe. Chev gerät in Rage und zieht seinen Finger so, als wäre er eine Pistol. Er zielt auf Carlito und Verona, die sich nun weiter über Chev lustig machen. Chev drückt den imaginären Abzug, woraufhin einer der Bodyguards durch einen Kopfschuss getötet wird.

Hinter Chev tauchen Don Kim und seine Männer auf, von denen einer so eben den Bodyguard getötet hat. Es beginnt ein erbitterter Schusswechsel zwischen Don Kims Gang und den Gangstern um Verona und Carlito.

Verona und Chev fliehen aus dem Schusswechsel, während Carlito einen Helikopter herbeiordert, um mit ihm aus der Gefahrenzone zu entkommen. Als dieser ankommt und Calrito einsteigen möchte, wird er von Chev aus dem Helikopter herausgezerrt. Verona spritzt Chev eine weitere Dosis der tödlichen chinesischen Droge, steigt in den Helikopter und tötet Carlito.

Chev springt gerade noch an den Helikopter, als er los fliegt, woraufhin er und Verona einen erbitterten Kampf beginnen. Im Laufe des Kampfes fallen beide aus dem Helikopter. Während des Falls bricht Chev Veronas Genick und realisiert, dass er sich im Todesfall befindet. Er nimmt sein Handy und versucht seine Freundin anzurufen, doch es geht nur ihr Anrufbeantworter ran. Chev sagt ihr einige liebevolle letzte Worte,entschuldigt sich für alles und sagt, dass er nicht mehr zurückkommen wird.

Chev schlägt letztlich auf einem Auto auf, wird in die Luft geschleudert und landet letztlich auf der Straße, mit dem Gesicht zur Kamera. Sein Herzschlag ist zu hören und er blinzelt bevor der Abspann beginnt.

Nach dem Abspann ist eine im Atari-Look gehaltene Szene zu sehen, in der eine Chev Videospielfigur mehrere Widersacher tötet und schließlich selber stirbt.

Versuchte Deutungen[Bearbeiten]

Original US-Poster (© Lions Gate / Lakeshore Entertainment)

Auch wenn der Film hauptsächlich Wert auf Tempo, Action und Humor legt und somit gar nicht tiefsinnig sein möchte, kamen nach dem Kinostart von Crank zahlreiche Spekulationen bezüglich der letzten Viertelstunde auf.

Da Chev nach seinem Aufprall noch einmal blinzelt und (s)ein Herzschlag zu sehen ist, bevor der Abspann beginnt, kam die Idee auf, dass Chev den Absturz überlebt haben könnte, möglicherweise aufgrund seiner hohen Dosis an der chinesischen Droge. Eine weitere Theorie, die aufkam war, dass Doc Miles Chev bei seiner Behandlung das Mittel gegeben hat, von dem er sprach, als er Chev vorschlug ihn in durch eine Droge in ein friedliches Koma zu versetzen. Diese These wurde laut einigen Zuschauern dadurch bestätigt, dass Chev zuvor im Film in einer der wenigen ruhigen Sekunden auf den alten Komapatienten im Krankenhaus blickt. Dies ist für die Befürworter dieser These eine Vorausdeutung auf das Ende. Weitere Bestätigung finden sie im Finale des Films, dass noch überdrehter und irrealer ist, darunter Chevs Halluzinationen im Aufzug und der Umstand, dass Chev wie aus dem nichts, urplötzlich Hilfe erlangt - genau in dem Moment in dem er vorgibt mit seinem Finger schießen zu können.

Für eine weitere mögliche Deutung wurde die Post-Credit-Szene zu Rate gezogen - während sie einige als ironischen Kommentar zum eigentlichen Film sehen, wollen andere daraus interpretieren, dass der Film nur ein Videospiel ist, dass der wahre Chev entwickelt hat.

Für weitere Verwirrung sorgt der "Hardcore Shit", den Chev von einem Taxifahrer erhielt. Im Film wird zu keiner Zeit gesagt, welche Wirkungen diese Droge abseits der halluzinogenen Kurzzeitwirkung hat. Manche Zuschauer sehen in dieser Droge das Gegenmittel und/oder die Erklärung dafür, dass Chev am Ende des Films nach dem Absturz blinzelt.

Produktionsgeschichte[Bearbeiten]

Chev und sein Handy (© Buena Vista / Universum Film / Lions Gate / Lakeshore Entertainment)

Die aus der Werbebranche stammenden Autoren und Regisseure Mark Neveldine und Brian Taylor machten den Film Crank, weil sie seit längerem das eigene, persönliche Verlangen nach einem Non-Stop Action-Film haben.

"Wir haben ADD und mit uns auch siebzig Millionen andere Amerikaner. Und wir wollten einen Film, der einfach wie ein Videospiel ist. Crank ist der ultimative ADD Film. Es ist ein verrückter Film.", erklärt das Duo Crank im scherzhaften Ton.

Crank sollte ein Film sein, in dem sich ein Typ die ganze Zeit über bewegt, "wie Speed, nur anstelle eines Busses mit einem Kerl".

Diese Idee lieferte die Basis für die zahlreichen Actionszenen, den Humor und vor allem für den visuellen Stil des Films. Die Kamera sollte sich die ganze Zeit bewegen und ein Ort nach dem anderen sollte gezeigt werden. Deshalb führten Neveldine und Taylor, die mit Crank ihr Spielfilmdebüt gaben, bei Crank auch Regie und fungierten auch als Kameramänner. Crank wurde komplett in HD gedreht, was den eigenwilligen, dynamischen Stil des Films ermöglichen sollte. Da HD Kameras jedoch auch Bewegungseinschränkungen haben, bastelte der Techniker Nick Theodorakis selbst an dem Equipment und den Programmen, so dass möglichst viel so gedreht werden konnte, wie die Regisseure es wollten.

Immer schön einatmen...(© Buena Vista / Universum Film / Lions Gate / Lakeshore Entertainment)

Jason Statham, der die Hauptfigur Chev Chelios spielt, drängte darauf, so viele Stunts wie möglich selbst zu machen - im Endeffekt machte er sogar sämtliche Stunts selbst, was auch für die anderen Darsteller gilt. Von Anfang an geplant war, dass Statham unter anderem alle Autostunts selber dreht. Nach einigen Bedenken der Produktionsleitung und Versicherung drehte er auch die Szene am Helikopter, die tatsächlich mehrere hundert Meter über LA gedreht wurde, selber. In Anlehnung an die High Speed Actionfilme der 70er Jahre verzichtete man in den Stunt- und Actionszenen auf Drahtseile und Computeranimation, man wollte alles von Hand machen. Auch Greenscreen wurde in wenigen Fälen genutzt, so zum Beispiel kurz im Shoppingcenter - aber nicht im Finale des Films.

Die Regisseure bestanden, zum Widerstreben der Produzenten, auch darauf, dass der gesamte Film in LA gedreht wird, und dass so viel wie möglich auch an echten Schauplätzen gedreht wird und nicht etwa im Studio. So wurde auch unter anderem die Sexszene tatsächlich öffentlich in der Stadt gedreht wurde. Laut Amy Smart ist der Großteil der Szene improvisiert und ungeplant. Obwohl der Dreh nicht angekündigt wurde, sammelten sich 200 Menschen an, die den Dreh beobachten und laut Smart in Jubel ausbrachen.

Promotion[Bearbeiten]

US-Teaserposter (© Lions Gate / Lakeshore Entertainment)

Crank wurde mit einem recht konventionellen Action-Trailer beworben, der den eigenwilligen, schwarzen Humor des Films sowie seine exzentrische Visualität nicht oder nur kaum betonte. Auch die englischsprachigen Poster vermittelten den Eindruck eines konventionellen Rache-Actioners. In Deutschland brachte man den Charakter des Films auf den Postern etwas stärker zum Ausdruck, indem man ein sehr drastisches Poster mit einem von einer Spritze und mehreren Nägeln durchstochenem Herz und ein comichaftes Poster mit gelben Hintergrund und der durch Sin City populär gewordenen Comicschrift veröffentlichte.

Der US-Verleih Lions Gate machte von der Internetseite You Tube Gebrauch, indem er auf der Hauptseite einen Clip schalten ließ und einige bekannte Mitglieder dafür bezahlte den Film zu bewerben. Unabhängig davon bewarben auch die Regisseure und Autoren Mark Neveldine und Brian Taylor, zusammen mit Darsteller Efren Ramirez auf der Benutzerseite und der eigenen Internetseite einer Userin von Youtube ihren Film.

Soundtrack[Bearbeiten]

Das Soundtrackalbum von Crank beinhaltet folgende Tracks. Titel, die ohne Interpret angegeben werden sind kurze Soundclips aus dem Film.

  1. A Warrior's Death
  2. Metal Health - Quiet Riot
  3. Nasal Spray
  4. Trix Are For Kids - The Crowd
  5. You Stop, You Die
  6. Bandera - Control Machete
  7. Small Children
  8. New Noise - Refused
  9. Chinese Sh*t
    Britisches Poster zum Film (© Lions Gate / Lakeshore Entertainment)
  10. China Town - Paul Haslinger
  11. Hardcore Sh*t
  12. Kill All The White Man - NOFX
  13. Dipsy Doodle
  14. Everybody's Talkin' - Harry Nilsson
  15. Adrenaline Junkie
  16. Turn Me Loose - Loverboy
  17. Haitian Cab Ride - Paul Haslinger
  18. Achy Breaky Heart - Jarrett & Long
  19. Check List
  20. Adrenalina - David Rolas
  21. I Kill People
  22. Bring Us Bullets - Rocket From The Crypt
  23. Eve's Machine
  24. Let's Get It On - Gerald Levert
  25. Does She Know? - Paul Haslinger
  26. Stayin' Alive - The Sleeping
  27. How Much?
  28. Meva Juan - Roberto Tuscan featuring Erica Garcia
  29. Juice Me
  30. Guasa, Guasa - Tego Calderón
  31. It's A Miracle
  32. Miracles - Jefferson Starship

Rezeption und Erfolg[Bearbeiten]

Ein stechendes, deutsches Teaserposter (© Universum Film / Buena Vista)

Crank spaltete die Kritiker in zwei völlig entgegen gesetzte Lager. Die eine Hälfte der Kritiker, hauptsächlich jüngere und liberale Kritiker, lobten den Film als action- und einfallsreichen Non-Stop Trip mit sehr viel Humor und perfekt zum Thema passender visuellen Umsetzung und treffender Musikauswahl.

Die andere Hälfte, vornehmlich ältere und konservative Kritiker, zerrissen den Film aufgrund vermeintlicher Gewaltverherrlichung, zu großer Freizügigkeit und unmoralischen Sexszenen sowie der Darstellung von Drogen, die vom jugendlichen Publikum fehlinterpretiert werden könnte.

Bis zum Kinostart in den USA haben nur sehr wenige Kritiker den Film gesehen und bewertet, die meisten davon Kritiker für seriöse Filmseiten im Internet. Diese kamen, der Mehrheit aus diesem Medium entsprechend, eher aus dem jungen und liberalen Lager, so dass Crank eine Zeit lang bei rottentomatoes einen Kritiken-Durchschnitt von 100% angab. Nach Kinostart glichen die Gegner des Films langsam aus.

Aufgrund seines Themas von Rache und Drogen, dem schwarzen Humor sowie der Gewalt- und Sexdarstellung in diesem Film wurde Crank in sehr vielen Ländern erst ab 18 Jahren freigegeben, was das potentielle Publikum einschränkte und viele Verleiher dazu brachte nur wenige Kopien in den Kinos einzusetzen.

Das eigentliche Publikum des Films war vom Film selbst zu einem großen Teil überzeugt und fand an der Action und dem Humor zumeist großen Gefallen.

Das weltweite Einspielergebnis beträgt 38,940,426 Dollar, davon stammen 27.838.408 Dollar aus dem us-amerikanischen Markt. Zweitgrößter Markt für Crank war Deutschland, wo der Film (der trotz seiner FSK ab 18 auch nachmittags im TV beworben wurde) 2.992.871 Dollar einspielte. Drittgrößter Markt war Großbritannien mit 2.933.706 Dollar Einspiel.

In Deutschland erscheint der Film, vermutlich auch aufgrund der hohen Nachfrage jüngerer Zuschauer, auf DVD alternativ zur ungekürzten Kinofassung auch als FSK 16 Version.

Stab und weitere Filmangaben[Bearbeiten]

  • Budget: 12 Millionen Dollar
  • Länge: 87 Minuten
  • FSK: keine Jugendfreigabe (Kinofassung und ungeschnittene DVD) / ab 16 Jahren (gekürzte DVD Version)

Weitere Filminformationen[Bearbeiten]

  • Die Taglines, die für den Film verwendet wurden lauten:
  • Poison in his veins. Vengeance in his heart.
  • Was uns nicht umbringt, macht uns stark.
  • There are a thousand ways to raise your adrenaline. Today, Chev Chelios will need every single one.
  • Drugs. Sex. Adrenaline.
  • The bigger the hit, the faster the rush, the sweeter the revenge.
  • Um Ortswechsel anzuzeigen werden im Film mehrfach Karten von Google Earth verwendet.
  • In mehreren Szenen des Films wird das Spiel Berzerk gezeigt, ein altes Arcade-Spiel, das dafür berüchtigt ist, dass zwei Menschen während dem Spiels an einem Herzinfarkt gestorben sind. Sie trugen sich kurz vor ihrem Ende angeblich in die Highscore-Liste ein.[1]
  • Im Film sind keine Explosionen zu sehen.