Das Bootsrennen

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Das Bootsrennen
Boat Buster
Erstveröffentlichung: Dez 1961
Entstehungsdatum: 20. Mär 1961
Storycode: W WDC 255-01
Story: Carl Barks
Zeichnungen: Carl Barks
Seiten: 10
Deutsche Übersetzung: Dr. Erika Fuchs
Deutsche Erstveröffentlichung: Micky Maus Magazin 04/1963
Weiterführendes

link= W WDC 255-01 Infos zu Das Bootsrennen beim Inducks

Das Bootsrennen (im Original: Boat Buster) ist eine von Carl Barks gezeichnete Comicgeschichte aus dem Jahr 1961.

Panel aus Das Bootsrennen

Figuren[Bearbeiten]

Handlung[Bearbeiten]

„Duckolin 73, das ich in meiner Raffinerie herstelle, ist das beste Duckolin, das es je gab.“
„Mein Erpol mit dem Wirkstoff K ist ganz große Klasse!“
Dagobert Duck und Klaas Klever

Dagobert und Klaas Klever (der in dieser Geschichte noch „Emil Erpel“ genannt wird) streiten sich an einem Bootssteg wer von beiden das bessere Benzin herstelle. Die beiden Kontrahenten beschließen im Streit einen Wettkampf auszutragen und am Colorado-Motorbootrennen teilzunehmen. Dagobert verkündet großspurig, dass mit seinem Traibstoff jeder beliebige Fahrer das Rennen gewinnen kann. Er wirft blindlings einen Kieselstein in die Menschenmenge und zu seinem großen Unmut fällt die Zufallswahl auf Donald.

Donald bereits sich sorgältig vor und studiert den Kurs des Rennens genau. Doch bereits als er das Boot zu Wasser lässt, kommt es zu seiner ersten Panne. Ein Unglück jagt das nächste. Das ist der Leser bei Donald zwar ohnehin gewohnt, doch diesmal zeigt er sich in wahrer Höchstform. Als ihn schließlich ein aggresiver Kranich ablenkt, gerät sein Boot aus dem Wasser und der Motor schiebt es über den Sand. Das erweist sich zunächst augenscheinlich als Glücksfall, den durch diese Abkürzung kann Donald, der bereits weit abgeschlagen war, wieder die Führung übernehmen. Leider scheuert dabei der komplette Boden des Bootes durch. Notgedrungen legt Donald die letzten zwei Meilen zurück, indem er den Außenbordmotor an einer alten Matraze befestigt.

Dagobert beobachtet das Finale von seinem Hubschrauber aus und macht sich trotz des für Donald typischen Chaos keine großen Sorgen. Denn von den 100 Teilnehmern des Rennens haben 99 seinen Kraftstoff getankt. Er ist auf Donald also gar nicht angewiesen um die Wette zu gewinnen.

Sein Neffe schafft es jedoch wieder einmalihn zur Verzweiflung zu treiben, denn die Katastrophe eskaliert komplett, als er die Matraze bei einer Kollision mit scharfen Felsen zerstört. Alles ist voller Federn und keiner der Fahrer kann mehr etwas sehen. Es kommt zu einem Massenunfall. Wie durch ein Wunder verheddert sich Donald in einen der dabei losgelösten Motoren und wird zum Strand getrieben.

Dagobert jubelt jedoch zu früh. Denn der Motor hat die Nummer 33, und somit handelt es sich um den einzigen Motor im Rennen der mit Klevers Erpol betrieben wurde.

„Schon wie der Kieselstein dich getroffen hat, habe ich gewusst, daß du verlierst. Aber daß du gewinnst und trotzdem verlierst, das ist zuviel.“
Dagobert Duck

Hintergrund und Bedeutung[Bearbeiten]

Das große Vorbild John D. Rockefeller hatte eine ähnliche Frisur wie Barks' Kreation

Die erste Geschichte mit Klever und auch die einzige von Barks, der ihn erst recht spät erfunden hat. John D. Rockerduck ist als Anspielung auf John D. Rockefeller gedacht. Barks gestaltete die Frisur Rockerducks nach dem großen Vorbild. Möglicherweise plante Barks, die Figur häufiger einzusetzen, doch im November 1961 verschwand ein Urenkel des Milliardärs, Michael C. Rockefeller, in Neuguinea, und wurde für tot erklärt. Damit war es für Barks pietätlos geworden, Rockerduck nochmals zu verwenden und er ließ die Figur fallen.[1] Dr. Erika Fuchs wusste natürlich nichts vom späteren Ruhm dieser Figur und nahm den Namen Emil Erpel, der sich später aber für den Gründer von Entenhausen etablierte. Spätere Veröffentlichungen beließen die – in diesem Fall – Fuchs'sche Fehlübersetzung der Figur, obwohl Ehapa in der Vergangenheit bereits zahlreiche Fuchstexte redaktionell bearbeitete.[2]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wolfgang J. Fuchs: Atomtests und kein Ende. In: Barks Comics & Stories 15, S. 9.
  2. Johnny A. Grote: Carl Barks. Werkverzeichnis der Comics, Stuttgart 1995