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Wolfgang J. Fuchs

Aus Duckipedia
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Wolfgang J. Fuchs (* 16. September 1945 in Unsleben/Unterfranken) ist freier Journalist, Sachbuchautor, Comicautor, -zeichner und -übersetzer sowie Filmexperte. Er gilt als Deutschlands erster Comic-Forscher.[1]

Fuchs studierte Zeitungswissenschaft mit den Nebenfächern Anglistik und Amerikanistik.[1]

Lesern der Disney-Comics ist er hauptsächlich als Autor redaktioneller Beiträge bekannt, die regelmäßig in Die tollsten Geschichten von Donald Duck Sonderheft, aber auch gelegentlich im Lustigen Taschenbuch, erscheinen. So verfasst er z. B. regelmäßig die Beiträge „Entenhausener Geschichte(n)“ und „Zeichnerporträt“ im DDSH, übersetzt aber auch redaktionelle Beiträge aus dem Englischen und war an der Zusammenstellung und redaktionellen Betreuung der Reihe „Heimliche Helden“ beteiligt.

An seinem 20. Geburtstag traf er Walt Disney und dessen Frau Lillian auf einer Ausstellung in München. Er schrieb 1971 gemeinsam mit Reinhold Reitberger das Buch „Comics - Anatomie eines Massenmediums“, das mittlerweile als Standardwerk in der Comicforschung gilt.[1]

Zusammen mit Reitberger hat Fuchs die Werbecomics „Berry der Plantagenbär“ für das Instant-Kakaogetränk Kaba geschrieben, gezeichnet und gelettert.

Neben seiner „duckischen“ Tätigkeit hat er auch diverse Bücher über amerikanische Themen und Filmstars verfasst und/oder übersetzt.

Fuchs war Chefredakteur des Garfield-Magazins, das Rolf Kaukas Schwiegersohn Uli Pohl konzipiert hatte.[1]

Fuchs übersetzte Brian Fies' ursprünglich als Web-Comic veröffentlichte, autobiographische Geschichte Mom's Cancer, welche 2005 mit dem Eisner Award ausgezeichnet wurde. Nachdem der Comic in Buchform veröffentlicht wurde, wurde die online-Veröffentlichung aus dem Netz genommen. Der Band erhielt unter dem Titel Mutter hat Krebs mit der Übersetzung von Fuchs 2007 den Deutschen Jugendliteraturpreis.[2]

Berühmt-berüchtigt ist der „Faux-pas“, dass in „Comics - Anatomie eines Massenmediums“ zwar Carl Barks erstmals deutschen Lesern vorgestellt wurde, aber in der Schreibweise „Barx“. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Buches wussten Fuchs und Reitberger aber schon, dass es „Barks“ hätte heißen müssen. Da damals jedoch noch mit Fotosatz gearbeitet wurde, konnte der Fehler zunächst nicht rückgängig gemacht werden. Zudem fand der Verleger die Analogie Barx - Marx so interessant, dass der Fehler entgegen der Bitten der Autoren erst nach der zweiten Auflage bereinigt wurde. Der „Faux-pas“ war dadurch zustandegekommen, dass Fuchs und Reitberger zwei Quellen über Barks zur Verfügung hatte, und die mit genaueren Informationen Barks „Barx“ nannte, die mit fehlerhaften Infos jedoch „Barks“.[1]

In diesem Beitrag stand ursprünglich auch, dass Fuchs nicht unumstritten sei, weil er dazu neige, sich zu sehr auf bestimmte Quellen wie Trickfilme zu verlassen (ohne dass dies näher belegt wurde). Unumstritten oder nicht, stützt sich Fuchs jedoch nicht nur auf Trickfilme und nicht nur auf Comics, sondern ist der Ansicht, dass man Trickfilme, Comics, Biografien und viele andere Quellen nutzen muss, um die Phänomene Duck und Entenhausen einigermaßen gerecht würdigen zu können. Dass Fuchs bei diesem Bemühen bei dem einen oder anderen Leser gelegentlich in ein Fettnäpfchen tritt, ist zwar nicht beabsichtigt, aber vermutlich auch nicht zu vermeiden.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]