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Der goldene Weihnachtsbaum

Aus Duckipedia
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Der goldene Weihnachtsbaum
The Golden Christmas Tree
Erstveröffentlichung: Dez. 1948
Entstehungsdatum: 30.06.1948
Storycode: W OS 203-02


Story: Carl Barks
Zeichnungen: Carl Barks
Seiten: 20
Deutsche Übersetzung: Dr. Erika Fuchs
Deutsche Erstveröffentlichung: Disney-Sonderalbum 3
Weiterführendes

Ind.PNG Infos zu

Der goldene Weihnachtsbaum

beim Inducks

Von Barks gezeichnetes Cover des Four-Color-Hefts (© Disney)

Der goldene Weihnachtsbaum (im Original: The Golden Christmas Tree) ist eine von Carl Barks gezeichnete Comicgeschichte aus dem Jahr 1948.

Figuren[Bearbeiten]

Handlung[Bearbeiten]

Die Neffen wollen unbedingt zu Weihnachten einen goldenen Weihnachtsbaum haben. Donald, der vom Anspritzen von Bäumen wenig hält, lässt sich dennoch dazu breitschlagen, einen zu kaufen. Goldene Weihnachtsbäume sind jedoch viel zu teuer, deshalb kauft Donald nur einen kleinen grünen und lässt seine Neffen weinend am Straßenrand zurück.
Dort werden sie von der verkleideten Hexe Hulda gefunden, die Kindertränen für ihren Zaubertrank braucht. Mit diesem will sie alle Weihnachtsbäume vernichten, denn dann „vergißt man das ganze Weihnachtsfest und alle werden böse, bitterböse! Das macht mir Laune.“ Hulda lockt Tick, Trick und Track in eine Falle, indem sie ihnen verrät, dass sich am Gipfel des Teufelshorns ein echter goldener Weihnachtsbaum befindet. Oben angekommen, überwältigt die Hexe die Kinder und sperrt sie in ihre Hütte ein.
Donald hat inzwischen bemerkt, dass die Kinder fehlen und, nachdem er im Schnee neben ihren Spuren auch die Spuren der Hexe findet, alarmiert die Polizei. In der Stadt bricht eine Hexenjagd los; Donald aber macht sich auf den Weg zum Teufelshorn, denn er vermutet, dass oben die Hexe wohnen könnte. Es gelingt ihm, den Weg zur Hexenhütte zu finden. Die Hexe verwandelt sich flugs in eine junge, hübsche Frau und bittet Donald, ihr beim Wolleaufwickeln zu helfen. Derart gefesselt versucht die Hexe, Donald zu fangen, der kann jedoch durch einen Sprung aus dem Fenster entkommen. Ein weiterer Anlauf Donalds, um die Tür mit Gewalt aufzubrechen, schlägt fehl. Die Neffen konnten inzwischen entkommen und versuchen, den Zaubertrank auszuschütten. Derart abgelenkt gelingt es auch Donald durch den Kamin ins Haus vorzudringen. Gerade als die Hexe die Kinder geschnappt hat, schlägt Donald sie mit ihrem Besen. Die Hexe versucht zwar sich zu verwandeln, doch da sie den Besen nicht mehr hat, kann sie nicht mehr zaubern. Donald setzt die Hexenhütte in Brand. Er erkennt, dass der Besen Zauberkräfte verschafft und verwandelt sich in einen gutaussehenden Herrn. Als die Kinder ebenfalls den Besen berühren und sich einen goldenen Weihnachtsbaum wünschen, erscheint Wuwelack, Schutzgeist des Waldes, der von der Hexe gefangengehalten und von den Ducks eben befreit worden war. Donald fühlt sich schuldig, dass er nicht Wuwelack befreit und verzichtet auf den Zauberbesen, wodurch er seine ursprüngliche Gestalt wiedererhält.
Zu Heiligabend ist Donald völlig übermüdet: Alle Entenhausener wollten den Herzenswunsch der Neffen erfüllen und so musste Donald in der Nacht für 18.766 goldene Weihnachtsbäume Empfangsbestätigungen unterschreiben.

Entstehungsgeschichte und Zensur[Bearbeiten]

Der Verlag verlangte jedes Jahr von Barks, eine Weihnachtsgeschichte zu schreiben. In diesem Fall schickte der Verlag Barks sogar ein Skript, welches Barks allerdings radikal umarbeitete.[1] Während das ursprüngliche Skript wohl den Kampf zwischen dem Guten und der bösen Hexe betont hatte – so wie in vielen Disney-Filmen, aber völlig konträr zu Barks' anderen Geschichten, die nie derartig schwarz-weiß zeichneten –, wollte Barks daraus eine scharfe Kritik am Konsum machen, indem die Neffen etwas völlig Unnötiges kaufen wollen. Auch den Kampf mit der Hexe erweiterte Barks und ließ sie wohl am Ende zu Tode kommen. Barks' Ende missfiel dem Verlag, der den Künstler zwang, die letzten zweieinhalb Seiten neu zu zeichnen. Die Hexe wurde in einen Benzinkanister verwandelt und stattdessen tauchte der Waldgeist Wuwelack auf, der absolut atypisch für Barks'sche Geschichten ist und einen deutlichen stilistischen Bruch markiert. Barks hasste das moralisierende Ende und fand es eine „reine Beruhigungspille“.[1] „Wegen der letzten zwei Seiten von Der goldene Weihnachtsbaum... nur die letzten vier Panels snd meine, so wie sie im Original waren.“[2]

Bedeutung[Bearbeiten]

Hexe Hulda (© Egmont Ehapa, © Disney)

Für die Gestaltung der Hexe Hulda lehnte sich Barks stark an den Film Schneewittchen an.

Ein Jahr nach der in der Rückschau betrachtet weitaus bedeutenderen Weihnachtsgeschichte Die Mutprobe gestaltete Barks mit Der goldene Weihnachtsbaum erneut eine Comicgeschichte, die eine Figur präsentiert, die Weihnachten nicht ausstehen kann. Anders als bei Onkel Dagobert findet allerdings keine Läuterung statt. Die Hexe, in einen Kanister Benzin verwandelt, beharrt nach wie vor auf ihr „Anrecht auf Glück und Entfaltung ihrer Persönlichkeit“ – wozu offenbar auch die Zerstörung des Weihnachtsfestes gehört. Die Hexe ist noch dazu radikaler als Donalds reicher Onkel: sie gönnt auch den anderen die Feierlaune nicht.

Hexe Hulda ist Barks' erste Hexenfigur. Ihre Entwicklung deutet damit schon voraus auf die Hexe Hicksi in Spendieren oder Schikanieren (dann in umgekehrtem Setting) und auf die optisch stark veränderte und ganz anderen Motiven nachgehende Gundel Gaukeley, die erstmals in Der Midas-Effekt auftrat.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Thomas Andrae (2006): Carl Barks and the Disney Comic Book. Jackson, MS: University Press of Mississippi. S. 154.
  2. https://www.cbr.com/comic-book-legends-revealed-450/3/