Die goldene Nase

Aus Duckipedia
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Die goldene Nase
Riches, Riches, Everywhere!
Erstveröffentlichung: 28. Juli 1955
Entstehungsdatum: März 1955
Storycode: W US 11-02


Story: Carl Barks
Zeichnungen: Carl Barks
Seiten: 16
Deutsche Übersetzung: Dr. Erika Fuchs
Deutsche Erstveröffentlichung: MM 7–8/1958
Weiterführendes

Ind.PNG Infos zu Die goldene Nase beim Inducks

Dagobert gibt mit seiner goldenen Nase an (© Egmont Ehapa)

Die goldene Nase (Original Riches, Riches, Everywhere!) ist eine Comicgeschichte von Carl Barks. In dieser etwas anderen Schatzsuche will Dagobert anhand seines Riechers Schätze in der australischen Wüste finden, begegnet dabei jedoch einigen Problemen.

Figuren[Bearbeiten]

Handlung[Bearbeiten]

Dagobert erzählt mal wieder stolz von seiner Jugend als Goldgräber und Diamantensucher und gibt mit seiner goldenen Nase an, mit der er alles gefunden habe. Donald und die Neffen nehmen ihn jedoch nicht besonders ernst und so macht er eine Ansage, um sich zu beweisen: Egal an welchem Ort auf dem Erdball, er wird dort Bodenschätze finden! So sucht er zufällig einen Ort aus. Und es ist – die australische Wüste! So machen sich die Ducks auf den Weg nach Australien. Und kurz darauf befinden sie sich auf Schatzsuche mitten in der Wüste, um Onkel Dagoberts goldene Nase auf die Probe zu stellen! Doch sie sind nicht alleine, denn zwei Unbekannte folgen ihnen, um auch von ihren Funden profitieren zu können…

Die Suche gestaltet sich äußerst schwierig. Dagobert stellt sich nicht besonders gut an und mit seinem ersten Pickelschlag zerschlägt er gleich noch seinen Wasserbehälter! Doch dabei findet er tatsächlich reines Blei – seine goldene Nase scheint also zu funktionieren! Also können die Ducks wieder zurückkehren! Doch so schnell geht das nicht, denn vorerst müssen sie ihre Wasservorräte auffüllen. Sie finden einen Tümpel mit Kängurus und Dagobert noch weitere Schätze: Silber und vor allem riesige Uranvorkommen! Mittlerweile sind die Ducks auch auf ihre Verfolger aufmerksam geworden. Die Kinder versuchen, das Uran mithilfe der Kängurus im Geheimen abzutransportieren, doch Donald und Dagobert verirren sich in der Wüste. Irgendwann ist Dagobert gezwungen, nach Wasser zu graben. Was findet er? Riesige Goldnuggets. Kupfer. Diamanten. Seine goldene Nase arbeitet, doch das hilft ihm jetzt wenig. Schließlich verbindet Donald ihm die Augen, vielleicht wirkt sein Spürsinn dann nicht mehr ganz so stark und Dagobert findet „weniger wertvolle“ Sachen wie Wasser. Was findet er? Eine Ölquelle. Doch die beiden haben Glück, denn mittlerweile haben sich Tick, Trick und Track mit den zwei Fremden zusammengetan, die von ihren Claimräuberabsichten ablassen, sobald sie hören, dass die beiden in Gefahr ist. Sie finden sie gerade noch rechtzeitig, alle sind gerettet und Dagobert hat die Funktionstüchtigkeit seiner goldenen Nase bewiesen!

Hintergrund und Bedeutung[Bearbeiten]

Dagobert findet Schätze ohne Ende, doch das hilft ihm nun wenig weiter… (© Egmont Ehapa)

In dieser Geschichte zeichnet Barks ein Bild von Dagobert, das für diese Periode seines Schaffens eigentlich eher ungewöhnlich ist. Heißt es noch in Der arme reiche Mann, Dagobert sei reich geworden, weil er zäher als die Zähesten war und schlauer als die Schlauesten, so wird hier erzählt, er habe seinen Reichtum nur durch die glückliche Gabe einer goldenen Nase bekommen. Zwar sagt Dagobert auch hier am Anfang der Geschichte noch, er sei durch seiner Hände Arbeit reich geworden, doch was für eine Arbeit mag das gewesen sein, wenn man sogar in der größten Not mitten in der tiefsten australischen Wüste noch alle paar Meter Gold und Edelsteine findet? Die Idee dieser Geschichte erinnert natürlich auch sehr stark an eine der früheren Onkel-Dagobert-Geschichten, Die magische Sanduhr. Hier wird die goldene Nase zwar durch eine Glück bringende Sanduhr ersetzt, doch das Dilemma bleibt das Gleiche: Die Ducks sind mitten in der Wüste und kurz vorm Verdursten, doch alles was sie finden sind Schätze – die ihnen nun aber eher wenig weiterhelfen. Auch in einem Barney Bear und Benny Burro Comic (Our Gang #17, Juni 1945) griff Barks dieses Thema auf. Dort verirren sich die beiden Titelhelden in einer Wüste und versuchen verzweifelt mit einer Wünschelrute Wasser zu finden. Genau wie die Ducks finden sie jedoch allerlei Schätze und kein Wasser.

Genau wie Wettfahrt auf dem Mississippi gehört Die goldene Nase zu den schlechteren Barks-Geschichten. Gemeinsam mit der Mississippi-Geschichte schrieb Barks die Erzählung über eine Schatzsuche in der australischen Wüste für Uncle $crooge 11, das einzige Mal, dass er 32 Seiten in zweimal 16 Seiten aufteilte. Während die Geschichte zwar handwerklich gut ist und sich über einen Running Gag aufbaut, vermisst man allerdings ähnliche Gewissensbisse und moralische Prüfungen wie in Die magische Sanduhr ebenso wie eine ansprechende exotische Atmosphäre wie in Australisches Abenteuer. Als „leidenschaftsloses Abenteuer“ bezeichnet die Geschichte deshalb Geoffrey Blum.[1]

Deutsche Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Geoffrey Blum: Nicht ganz so tolle Geschichten. Übersetzt von Johnny A. Grote. In: Barks Library Special Onkel Dagobert 9.