Mickys Theatertruppe

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Mickys Theatertruppe
Mickey's Mellerdrammer
[[Bild:|200px]]
© Disney • Quelle: ???
Uraufführung: 18. Dezember 1933
Titelheld: Micky Maus
Regie: Wilfred Jackson
Animation: ???
Drehbuch:
Produktion: Walt Disney
Musik: Frank Churchill
Länge: 8:17 Minuten

Der Cartoon Mickys Theatertrupppe (im Original Mickey's Mellerdrammer) kam am 18. Dezember 1933 in den USA in die Kinos. Micky und seine Freunde führen im Theater eine Szene aus dem Stück "Onkel Toms Hütte" auf.

Figuren[Bearbeiten]

Handlung[Bearbeiten]

Micky und seine Freunde führen am Theater eine Szene aus dem Stück "Onkel Toms Hütte" auf. Micky ist in einer Doppelrolle als Onkel Tom und Topsy zu sehen. Minnie spielt die Eva, Klarabella Eliza und Rudi den Simon. Zudem sind 50 blutdürstige Bluthunde für das Stück angekündigt. Während das Orchester im Graben ein Vorspiel gibt, setzen sich die letzten Zuschauer auf ihre Plätze. Die Schauspieler ziehen sich derweil für das Stück um. Klarabella färbt sich mithilfe von Ruß das Gesicht schwarz, Micky lässt dazu einen Böller in seinem Gesicht explodieren. Auch Rudi zieht sich um. Vor dem Spiegel probt er nochmals seine Rolle. Das Orchester ist mit dem Vorspiel fertig. Die Musiker spielen nun die Melodie für das Stück als sich der Vorhang hebt. Schwarze Figuren singen im Hintergrund, während Micky und Minnie die Bühne betreten. Das Publikum klatscht begeistert. Micky und Minnie tanzen zum Gesang. Im Hintergrund bewegt Goofy die Figuren. Rudi simuliert an der Seite Pferdegeräusche, die deutlich machen sollen, dass der böse Simon auf dem Weg ist. Micky und Minnie verstecken sich deshalb in Onkel Toms Hütte. Als Rudi als Schurke auf die Bühne kommt, wird er ausgebuht. Simon verlangt, dass die Kinder rauskommen sollen. Micky zieht sich um, um nun die Rolle des Onkel Tom einzunehmen. Als er aus dem Haus tritt, bekommt er von den Leuten Applaus spendiert. Simon will Onkel Tom als Sklaven besitzen, doch dieser lässt seinen Willen nicht brechen. Als Simon Onkel Tom auspeitschen will, passieren ihm einige Pannen, bei denen er vom Publikum ausgelacht wird. So wird versehentlich auch Goofy mit der Peitsche auf die Bühne gezogen. Dann aber gelingt es Rudi als Simon doch, Onkel Tom auszupeitschen. Das Publikum ist so wütend, dass es ihn massig mit Gemüse bewirft. Um Rudi zu schützen, wird der Vorhang fallen gelassen. Auch das Orchester hat einiges abbekommen, spielt aber trotzdem unbeirrt weiter. Goofy kündigt mit einem Schild die nächste Szene an, in der Eliza das Eis überquert. Der Vorhang hebt sich. Zu sehen ist wie Klarabella als Eliza mit einer Stoffpuppe während eines Gewitters Eisschollen überquert. Mit einem gut ausgebauten Bühnenbild und allerlei technischen Tricks und Ideen gelingt den vieren hinter der Bühne die Umsetzung dieses Aktes. Als nächstes sollen die Bluthunde auf die Bühne kommen. Dazu stecken Micky und Minnie verschiedene Hunderassen in Bluthundkostüme. Diese schicken sie dann auf die Bühne. So ganz vermag die Umsetzung nicht zu klappen, da die Kostüme nicht jedem Hund passen und die Hunde selbst sich nicht wild, sondern wie ganz normal benehmen. Weitere Probleme ergeben sich, als eine schwarze Katze, die ebenfalls in ein Hundekostüm gepackt werden sollte, auf die Bühne rennt. Die Hunde springen aus ihren Kostümen und jagen der Katze hinterher. Dadurch kommt einiges durcheinander, sowohl auf der Bühne als auch beim Orchester. Die Katze springt zu Klarabella auf den Kopf. Die Hunde folgen ihr, sodass Klarabella jetzt vor den Hunden fliehen muss. Micky lässt den Vorhang fallen. Das Stück wird beendet. Micky und Minnie kommen auf die Bühne, um sich mit Applaus bejubelt zu verbeugen. Als Rudi es ihnen gleich tun will, wird er wieder ausgebuht und mit Gemüse beschmissen, sodass er darunter begraben wird. Goofy guckt aus einem Loch aus dem Vorhang hervor und lacht. Da wird auch er mit einer Tomate beworfen, was er jedoch nach erster Überraschung amüsant findet. Der Cartoon endet.

Rassismuskritik[Bearbeiten]

Klarabella und Micky färben sich das Gesicht schwarz. Auch bei Goofy färbt sich das Gesicht schwarz, als er mit Obst beworfen wird. Dabei sehen wie stereotype schwarze Menschen aus. Dunkle Haut, dicke Lippen. Micky ruft im Original das Wort "Mammy" aus. Dies spielt auf die Rolle des Schauspielers Al Johnson im ersten Tonfilm "Der Jazzsänger" an. Darin färbt sich der Darsteller das Gesicht ebenso stereotyp an und trägt das Lied "Mammy" vor. Diese Praxis, wenn sich weiße Menschen wie Schwarze schminken, wird als Blackfacing bezeichnet und gilt als rassistisch.

Hintergrund[Bearbeiten]

"Onkel Toms Hütte ist ein Roman von Harriet Beecher Stowe, der 1852 veröffentlicht wurde. Dieser setzt sich kritisch mit der Sklavereihaltung in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts auseinander. Onkel Tom ist ein Sklave, dem der christliche Glauben sehr wichtig ist. Er erleidet verschiedene Schicksalsschläge, bei denen er seine Familie verliert und zu einem schrecklichen Sklaventreiber kommt, der ihn regelmäßig quält. Am Ende stirbt Tom an seinen Verletzungen, bevor er freigekauft werden kann.
Das Stück wurde mehrfach für das Theater aufbereitet. Es zählte zu den erfolgreichsten Stücke der folgenden 80 Jahre nach Veröffentlichung des Romans.

Trivia[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]