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Fähnlein Fieselschweif

Aus Duckipedia
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Das Cover der Enten-Edition zum Thema Fähnlein Fieselschweif (© Egmont Ehapa)

Das Fähnlein Fieselschweif (engl. Junior Woodchucks) ist eine weltumspannende Pfadfinderorganisation. Zu den Mitgliedern der Entenhausener Unterorganisation gehören Tick, Trick und Track. Das Fähnlein veranstaltet regelmäßig Zeltlager und setzt sich für ein Zusammenleben zwischen Mensch und Natur ein. Es besitzt mit Spurobold auch einen Pfadfinderhund (in einigen Geschichten nimmt aus redaktionellen Gründen Pluto diesen Platz ein). Die Kluft der Fieselschweiflinge bestand zunächst nur aus Waschbärmützen, später kamen noch zumeist rote Halstücher hinzu.

Hierarchie im Fähnlein Fieselschweif

Die Auszeichnungen

Geleitet werden die einzelnen Unterorganisationen teilweise von Oberstwaldmeistern, von Generalfeldmeistern oder von anderen hochrangigen Mitgliedern der Organisation, deren Titel sich meist aus Apronymen oder zumindest Akronymen zusammensetzen (s.u. unter "Abkürzungen"). In vielen Geschichten wird deutlich, dass Tick, Trick und Track unter den Jungpfadfindern einen besonders hohen Rang haben. Kaum verwunderlich, denn die drei Brüder besitzen so viele Orden und Ehrenzeichen, dass Donald diese kaum noch bei sich unterbekommt. In seiner Versessenheit auf Ränge und Auszeichnungen erinnert das Fähnlein Fieselschweif an paramilitärische Strukturen.

Das Schlaue Buch

Die Jungpfadfinder haben immer das Schlaue Buch bei sich, welches scheinbar das komplette Weltwissen enthält und als Vorläufer des Internets angesehen werden kann.

Mehr dazu im Hauptartikel Das Schlaue Buch.

Vorläufer des Fähnleins

Die Ducks traten erstmals 1938 im Cartoon "Die tüchtigen Pfadfinder" bzw. "Pfadfinderfreuden" / "Good Scouts", geschrieben von Carl Barks und Harry Reeves, als Pfadfinder in Erscheinung. Der Kurzfilm bildete die Grundlage für eine zusammenhängende Reihe von Zeitungscomics von Al Taliaferro (Werktagsstrips vom 18. bis 30. Juli 1938) mit derselben Thematik. Cartoon und Strips könnten Barks als Inspiration für sein Fähnlein Fieselschweif gedient haben. Tatsächlich hatte er sich im Comic schon ein Jahr vor dem Fähnlein-Debüt mit der Pfadfinderei befasst, den Achtseiter "Ein Unglückstag" / "Camp Counselor" allerdings nicht selbst geschrieben.

Das Fähnlein bei Barks

Tick, Trick und Tracks erste Fieselschweif-Prüfung

Barks schuf das Fähnlein Fieselschweif 1951 für die Geschichte "Test am Graupelpaß" / "Operation St. Bernhard". Später erfand er das Schlaue Buch (1954) hinzu, das Schwärmlein Kohlmeisen (1955) als weibliche Gegenspieler der Fieselschweiflinge und den hochintelligenten Fähnlein-Hund Spurobold (1958).

1966 wurde dem Fähnlein Fieselschweif in den USA eine eigene Heftreihe gewidmet: "Huey, Dewey and Louie - Junior Woodchucks". Dort erschienen ab 1970 auch von Barks geschriebene und gescribbelte Comics, die von Kay Wright, Tony Strobl und John Carey zeichnerisch umgesetzt wurden und in denen 1971 die bekannteste Version aller Oberstwaldmeister debütierte. Alle diese Geschichten sind inzwischen von Daan Jippes in einem Barks-ähnlicheren Stil neu gezeichnet worden.

Das Fähnlein bei anderen Zeichnern

Immer hilfsbereit: Das Fähnlein Fieselschweif (© Egmont Ehapa)

Das Fähnlein wurde relativ schnell, ab 1953, von anderen Autoren und Zeichnern in deren Duck-Comics übernommen. Von 1995 bis 2000 erschien in Italien die Reihe "GM - Giovani Marmotte", in der ein modernisiertes Fähnlein Fieselschweif auftritt. In Deutschland lief die Reihe als U.F.F. Unternehmen Fähnlein Fieselschweif, wurde aber nach nur 18 Ausgaben eingestellt.

Vorgeschichte nach Rosa

Sein Leben, seine Milliarden
  • Laut der Geschichte "Auf der Suche nach der verlorenen Bibliothek" / "The Guardians of the Lost Library" von Don Rosa wurde das Fähnlein von Emelrich Erpel (gemäß Rosas Stammbaum der Sohn von Emil Erpel) gegründet, der auch eine frühe Version des Schlauen Buchs besaß.
  • Laut Rosas SLSM-Kapitel 10 "Der Herrscher über Entenhausen" / "The Invader of Fort Duckburg" diente anfangs das Fort Entenhausen als Hauptquartier der Fieselschweiflinge, bis Dagobert Duck das Land aufkaufte.
  • Laut Rosas Geschichte "Reif fürs Fähnlein Fieselschweif" / "W.H.A.D.A.L.O.T.T.A.J.A.R.G.O.N." drängte Donald Duck seine drei ungebändigten Neffen aus erzieherischen Erwägungen dazu, dem Fähnlein Fieselschweif beizutreten.

Abkürzungen

  • G.E.N.E.R.A.L. = Ganz Erhabener Natürlich Einzigartiger Radelsführer Auf Lebenszeit
  • A.D.M.I.R.A.L. = Ahnungsvoller Dienstoffizier, Mutiger und Ideenreicher Retter Aller Lebewesen
  • B.O.N.B.O.N = Beliebter Oberstwaldmeister Nach Belegter Offizieller Nachfrage
  • B.O.S.S = BlitzOrden für Schnelle Schnabeltierhilfe
  • B.U.C.K.E.L.W.A.L. = Beobachter Und Chancenloser Kapität Einer Walbegeisterten Aquanauten-Liga
  • E.H.R.W.Ü.R.D.I.G.E.R. A.N.F.Ü.H.R.E.R. = Ehrhabener, Höflicher, Richtungsweisender, Willenstarker, Überaus Reger, Diplomatischer, Immer Guter, Ehrlicher, Redseliger, Absolut Nicht Fehlerhafter, Überlegener, Hehrer, Reifer, Ehrenhafter Radelsführer
  • H.E.C.H.E.L. = Hunde-Erzieher, charakterformende Halter und Experten im Leineführen
  • G.I.E.R. = Geldgierige, Irwitzige Ehrlose Range
  • O.N.K.E.L = Ordentlicher Neuzugang als Kommandant und ehrenhalber Lenkender
  • P.O.P.E.L = Proffesionelle Onkelrettung per einfachem Lasso
  • G.A.G = General Allererster Güte
  • G.A.G.B.I.G. = General Allererster Güte Besonders In Gefahr

Name in anderen Sprachen

Das Fähnlein ist immer nah dran an der Natur. (© Egmont Ehapa)
  • Dänisch: Grønspætterne
  • Englisch: Junior Woodchucks
  • Finnisch: Sudenpennut
  • Französisch: Les Stolles Juniors
  • Italienisch: Giovani Marmotte
  • Niederländisch: De Jonge Woudlopers
  • Norwegisch: Hakkespettene
  • Polnisch: Młodzi Skauci
  • Schwedisch: Gröngölingarna

Trivia

  • Das Fähnlein Fieselschweif bekam seinen heutigen Namen nicht sofort. In frühen Fuchs-Übersetzungen der Barks-Geschichten ist zum Beispiel von Wölflingen, der Pfadfindergruppe "Kondor" oder schlicht den Entenhausener Pfadfindern die Rede. Einige Male wurde der Bezug zum Pfadfindertum sogar gänzlich eliminiert, und Fuchs funktionierte die Junior Woodchucks etwa zur "Jugendgruppe der Stadtpfeifer" oder zur "biologischen Arbeitsgruppe des Schillergymnasiums" um.
  • Der Name Fähnlein Fieselschweif kam erstmals in den Geschichten "Kampf um Goldmedaillen" (MM 28/1963) und "Die Posten-Prüfung" (MM 37/1964) vor. Mindestens zweimal verwendet wurde später kurioserweise auch die Bezeichnung Fähnlein Wieselschweif ("Der Fischerlauf" in MM 8/1966 und "Das Geheimnis des schwarzen Kastens" in MM 16-19/1966).
  • Nur selten werden die Namen der Fähnlein-Obersten genannt, aber wie so häufig bestätigen Ausnahmen die Regel. So ist etwa in Barks' "Kostbare Knochen" / "Let Sleeping Bones Lie" von Generalfeldmeister St. Streicher (engl. Philodemus Gentlefog) die Rede, in Barks' "Der Lockruf des Mondgoldes" / "The Loony Lunar Gold Rush" heißt der Generalfeldmeister im englischen Original Noble, in Frank Jonkers und Mau Heymans' "Tierisch tolle Tierfreunde" / "Dierenvrienden" kommt ein Oberwaldmeister Schlapp und in Jaap Stavenuiters und Piet Zeemans "Im Paragraphendschungel" / "Regels zijn regels" ein Oberstwaldmeister Friedmann vor. In U.F.F. heißt der Oberstwaldmeister regulär Guido Ganter.
  • In vielen Geschichten steht Onkel Dagobert mit dem Fähnlein Fieselschweif auf Kriegsfuß. In den Fieselschweif-Geschichten von Barks aus den 1970ern war er sogar der Hauptantagonist. In Don Rosas Dagobert-Biographie erfahren wir, dass er anfangs Schwierigkeiten hatte, sich den Namen der damals noch kleinen Gruppe von Fieselschweiflingen einzuprägen, die "sein" Fort Entenhausen besetzt hielt.

Weblinks