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Das große Krabbeln

Aus Duckipedia
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Das große Krabbeln
A Bug’s Life
Bug's Life Poster.jpg
© Disney • Quelle: duckipedia.de
Uraufführung: 14. November 1998
Deutsche Uraufführung: 11. Februar 1999
Produzent: Darla K. Anderson, Kevin Reher
Regisseur: John Lasseter
Drehbuch: John Lasseter, Andrew Stanton
Musik: Randy Newman
Länge: 96 Minuten

Das große Krabbeln (Originaltitel: „A Bug's Life“) ist der zweite abendfüllende, vollständig computergenerierte Animationsfilm der Pixar-Animations-Studios. Er basiert lose auf der Handlungsidee von Akira Kurosawas Historienfilm „Die sieben Samurai“, in dem eine Gruppe ein Dorf vor Unterdrückern retten soll. Der Film ist außerdem eine Parodie auf die Fabel „Der Ameise und die Heuschrecke“ von Äsop. Von der Mitarbeitern des Films wird er als der aufwendigste Pixar-Film beschrieben. Der Kinostart in den USA war am 14. November 1998, in Deutschland am 11. Februar 1999.

Inhalt[Bearbeiten]

Der Film handelt von einer Kolonie Ameisen, die auf einer Insel lebt. Eine der Ameisen ist der impulsive und tollpatschige Erfinder Flik, der verzweifelt versucht, seinen Platz in der Gruppe zu finden. Er kann sich aber nicht in das System im Ameisenhaufen einfügen und eckt mit seinen seltsamen, selten funktionierenden Ideen andauernd an. Besonders Atta, die Kronprinzessin der Kolonie, ist nicht sehr begeistert von ihm. Die einzige Ameise der Kolonie, die Flik eine treue Freundin ist, ist Dot, Prinzessin Attas kleine Schwester.

Die Kolonie sammelt wie jeden Sommer Nahrung für den Winter - mehr als sie eigentlich müssten, denn jedes Jahr spielt sich das gleiche Szenario ab: Der Grashüpfer Hopper und seine Bande terrorisieren die Kolonie und zwingen die Ameisen, regelmäßig für sie Futter für die Überwinterung bereitzustellen. Die Ameisen haben sich aus Angst längst damit abgefunden. Aber dieses Jahr passiert Flik mit einer seiner Erfindungen ein Missgeschick und die gesamte Futteransammlung fällt in den Fluss, der die Insel umgibt. Die Drohung der Grashüpfer kommt kurzerhand: Im Herbst kommen sie wieder, und dieses Mal soll die doppelte Menge Futter für sie bereit liegen.

Da Flik die ganze Sache unglaublich leid tut, hat er einen Plan: Er will Verstärkung besorgen, die gegen die Grashüpfer kämpft und sie endlich verjagt. Der hohe Rat der Ameisen stimmt diesem Plan nur zu, um ihn bei ihren Reparaturbemühungen endlich aus dem Weg zu haben.

Flik verlässt die Insel und macht sich auf die Suche nach Kampfinsekten. In einer großen Insektenstadt trifft er in einer Bar auf eine Truppe Zirkusartisten, die kurz zuvor von ihrem Chef gefeuert wurden. Durch einen scheinbar gewonnenen Kampf mit ein paar Eintagsfliegen hält Flik sie für richtige Kämpfer. Er berichtet ihnen von seinem Plan, die Grashüpfer zu vertreiben und die Truppe stimmt zu – sie denken, es handelt sich lediglich um eine Zirkusnummer, die sie vollbringen sollen.

Als gefeierter Held kehrt Flik mit der Zirkustruppe zurück zu der Kolonie. Als die vermeintlichen Kampfinsekten jedoch herausfinden, dass sie gegen die Grashüpfer kämpfen sollen, berichten sie Flik von ihrer wahren Berufung. Flik ist entsetzt, doch er hält die Truppe davon ab, sich aus dem Staub zu machen. Er will seine Kolonie schließlich nicht noch einmal enttäuschen.

Zusammen hecken sie einen neuen Plan aus: Da sich die Grashüpfer vor Vögeln fürchten, soll ein Vogel aus Ästen und Blättern gebaut werden, um die Grashüpfer von der Insel zu verjagen. Die Kolonie ist zunächst skeptisch, stimmt dann aber zu und setzt alles daran, die Idee zu verwirklichen. Die Ameisen konzentrieren sich nun nicht mehr auf die Futtersuche, sondern nur noch auf die Vollendung der Vogelattrappe.

Inzwischen macht sich unter den Heuschrecken der Plan breit, die Insel nicht noch einmal zu besuchen; sie haben eigentlich genug Futter. Hopper erfährt davon und ist sauer auf seine Bande: Es geht nicht um das Futter, sondern um die Unterdrückung der Ameisen. Sie müssen wissen, wer der Boss ist, denn wenn sie erst herausfinden, dass sie alle zusammen stärker als die Grashüpfer sind, können sie die Dienste der Ameisen vergessen. Sie machen sich also wieder auf den Weg zur Insel.

Inzwischen ist der Vogel endlich fertig und das ganze Volk feiert. Allerdings fliegt der Schwindel der Zirkustruppe – und auch der Fliks – auf.: Der Zirkusdirektor taucht auf der Suche nach seinen Artisten auf der Insel auf. Flik wird aus der Gemeinschaft verstoßen und schließt sich den Zirkusartisten an, die nun wieder von dannen ziehen. Die Ameisen machen sich jetzt schleunigst wieder daran, das Futter zu beschaffen, doch es ist nicht genug da, um die Forderung zu erfüllen. Als die Grashüpfer eintreffen, beginnt für die Kolonie eine Tortur. Wie Sklaven werden sie von den Grashüpfern getrieben, um alles Futter der Insel zu besorgen, auch das, was die Kolonie selbst zum Überwintern braucht. Hopper fasst außerdem noch den Plan, bei Abschluss der Arbeit die Königin zu töten. Dot erfährt von dem Plan, eilt Flik und den Artisten nach und berichtet ihnen von der Lage. Flik wird bewusst, dass er nun alles wieder gut machen kann und eilt mit den Insekten zurück zur Insel. Sie geben den Grashüpfern eine Zirkusvorstellung als Ablenkungsmanöver, um die Königin unauffällig aus der Bahn zu bringen und den Vogel startklar zu machen.

Als der Vogel startet, läuft zunächst alles nach Plan, doch der Zirkusdirektor nimmt fälschlicherweise an, der Angriff gelte seinen Artisten und setzt den Vogel in Brand. Nun fliegt die ganze Sache auf und alles scheint vorbei - doch dann macht Flik seinen Mitameisen bewusst, dass sie in ihrer Gemeinschaft viel stärker sind als die Grashüpferbande. Mit diesem neu gewonnen Selbstbewusstsein vertreiben sie die Grashüpfer. Hopper versucht aus Rache, Flik zu töten, wird aber von diesem zu einem Vogelnest gelockt und von dessem Bewohner an seine kleinen Kinder verfüttert.

Im Frühling verabschiedet die gesamte Kolonie die Artisten als Freunde. Flik hat durch seine Heldentat endlich seinen Platz in der Kolonie gefunden, nicht nur weil seine Erfindungen jetzt endlich als nützlich angesehen werden, sondern auch als Gefährte von Atta, die die Königskrone übernimmt.

Produktionsgeschichte[Bearbeiten]

Flik.

Für „Das große Krabbeln“ wurden aufwändige Recherchen betrieben, beispielsweise wurden mit winzig kleinen Kameras Aufnahmen in der Natur gemacht. Durch jene Studien entwickelte man beispielsweise die farbenfrohen Umgebungen sowie die Licht-Schatten-Verhältnisse. Außerdem versuchte man durch diverse Insektenaufnahmen, die Charaktere und das Verhalten der Insekten möglichst originalgetreu darzustellen. Im Gegensatz zum Vorgänger „Toy Story“ wollte man hierbei eine organische, komplexe Umwelt schaffen, was in vielerlei Hinsicht eine enorme Herausforderung war. Aus diesem Grund wird der Film noch heute von zahlreichen Mitwirkenden als aufwändigster Pixar-Film bezeichnet. Den Ameisen wurden außerdem eher menschliche Züge verpasst. Man verpasste ihnen menschliche Hände und Gesichter, wobei man auf die fremdartigen Facettenaugen verzichtete, und sie haben statt sechs nur vier Gliedmaßen.

Trotz verbesserten Maschinen (viermal schnellere Prozessoren und zehnfache Rechnerkapazität) konnte die Produktionszeit des Film dennoch nicht verkürzt werden; John Lasseter und seine Leute wollten sich nicht mit dem zufriedengeben, was sie in Toy Story erreicht haben. Die Insekten und die natürliche Umgebung erforderten weitaus mehr Aufwand als die Spielzeuge in einem Kinderzimmer. Jedes Detail, jeder Grashalm sollte realistisch wirken. Für die Massenszenen mit dem Ameisenvolk mussten sogar völlig neue Programme entwickelt werden.

Der Film wurde von insgesamt 60 Animatoren erstellt, von denen jeder innerhalb einer Woche eine Szene von drei bis fünf Sekunden Länge fertigstellen konnte. Das Rendering (die Berechnung des fertigen Bildes) dauerte je nach Komplexität der Szene von 15 bis zu 100 Computerstunden. Diese Arbeit wurde in Pixars RenderFarm von 1.000 Prozessoren bewältigt.

Der Film sollte ursprünglich nur den Titel „Bugs“ (dt. „Ungeziefer“) tragen. Aufgrund einer möglichen Verwechslungsgefahr mit Bugs Bunny, der Figur des Konkurrenz-Studios Warner Bros., wurde der Titel dann jedoch überarbeitet.

Der Film wurde außerdem im Kino-Breitbildformat mit einem Seitenverhältnis von 2,35:1 produziert, um der monumentalen Dramaturgie der Geschichte gerecht zu werden. Um das Vollbildformat für das VHS-Video zu generieren, setzten die Künstler von Pixar eigens entwickelte Computertools ein, mit denen die im Kinoformat und einem Seitenverhältnis von 2,35:1 produzierten Bilder digital bearbeitet und auf das TV-Vollformat mit einem Seitenverhältnis von 1,33:1 gebracht werden konnten. Sämtliche Bilder des Kinofilms wurden bearbeitet, um die im Breitbildverfahren aufgenommenen Bilder so zu verändern, dass auch im TV-Format ein harmonischer Bildaufbau gegeben war. Falls erforderlich, wurde der Abstand zwischen Figuren und Requisiten verringert. Über die Hälfte des Kinofilms musste noch einmal mit dem Computer bearbeitet werden, da sich Kameraperspektive oder Kameraführung geändert hatten.

Stab und weitere Filmangaben[Bearbeiten]

Synchronisation[Bearbeiten]

Amerikanischen Sprecher[Bearbeiten]

Deutsche Sprecher[Bearbeiten]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Der Film wurde 1999 mit einem Golden Satellite Award als Best Motion Picture – Animated or Mixed Media ausgezeichnet.
  • Komponist Randy Newman wurde 2000 mit einem Grammy ausgezeichnet, ein Jahr zuvor wurde er für die Beste Musik für den Oscar und den Golden Globe nominiert.

Weitere Informationen[Bearbeiten]

  • Es gibt auch ein Computerspiel zum Film: siehe Das große Krabbeln (Computerspiel)
  • Der Pixar-Kurzfilm Geri's Game lief gemeinsam mit „Das große Krabbeln“ in den Kinos.
  • Der Film startete knapp hinter dem Insekten-Animationsfilm „Antz – Was krabbelt da?“ aus dem Hause Dreamworks – alle Beteiligten erklärten das für reinen Zufall.
  • Im Gegensatz zur Originalversion, wo die Stimmen von Stars wie Kevin Spacey und David Spade zu hören sind, wurde in der deutschen Fassung auf bekannte Stimmen verzichtet.
  • Dies war der letzte Film von Roddy McDowall.
  • Es ist der erste Film von Pixar, in dem kein einziger Mensch vorkommt. Der zweite ist Cars.
  • Es ist auch der erste Film, an deren Ende die Worte „The End“ auftauchen. Der zweite Film ist Findet Nemo.
  • In den Outtakes am Ende des Films sagt Flik in der Szene, wo er sich einen Schirmflieger eines Löwenzahns nimmt, „Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter!“, ein Zitat von Buzz Lightyear.
  • Dave Foley, der Sprecher von Flik in der Originalversion, wollte ursprünglich Slim synchronisieren. Diese Rolle ging dann aber an David Hyde Pierce.
  • Hopper ist der erste Schurke, der in einem Film von Pixar stirbt.

Merchandising[Bearbeiten]

Das Merchandising zu Disney's Das große Krabbeln bestand aus einer extrem breiten Palette und knüpfte an den großen Erfolg der Merchandise-Verkäufe von König der Löwen und Toy Story nahtlos an.

Es gab unzählige Artikel vom Bettlaken bis zum Zahnputzbecher und der Action-Figur, über den Bewegungsmelder, bis hin zum "Interaktiven Flik" der mit einem "Interaktiven Hopper" interagieren konnte.

Artikel zum Merchandise findet man im Portal Merchandising in den jeweiligen Unterkategorien.


Toy Story (1995) • Das große Krabbeln (1998) • Toy Story 2 (1999) • Monster AG (2001) • Findet Nemo (2003) • Die Unglaublichen (2004) • Cars (2006) • Ratatouille (2008) • WALL·E (2008) • Oben (2009) • Toy Story 3 (2010) • Cars 2 (2011) • Merida - Legende der Highlands (2012) • Die Monster Uni (2013) • Alles steht Kopf (2015) • Arlo & Spot (2015) • Findet Dorie (2016) • Cars 3: Evolution (2017) • Coco (2017)
Für Details und kommende Produktionen siehe auch: Liste aller Pixar-Filme