Mickys Talentschuppen

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Mickys Talentschuppen
Mickey's Amateurs
Talentschuppeneins.png
© Disney • Quelle: fandom
Uraufführung: 17. April 1937
Titelheld: Micky Maus
Regie: Pinto Colvig, Walt Pfeiffer, Ed Penner
Animation: Art Babbitt, Les Clark, Al Eugster etc.
Drehbuch: Pinto Colvig, Walt Pfeiffer, Ed Penner
Produktion: Walt Disney
Musik: Oliver Wallace
Länge: 8:12 Minuten


Der Cartoon Mickys Talentschuppen (im Original Mickey's Amateurs) kam am 17. April 1937 in den USA in die Kinos. Vor einem großen Publikum dürfen Mickys Freunde ihre musikalischen Talente darbieten. Moderiert wird das ganze von Micky selbst.

Figuren[Bearbeiten]

Handlung[Bearbeiten]

Der Cartoon beginnt damit, dass MIcky mit einem Schläger mehrmals gegen einen Gong schlägt. Auf einer Bühne sieht man Kater Karlo an einem heruntergelassenen Mikrofon stehen und singen. Doch sogleich packen ihn zwei Greifarme und reißen ihn von der Bühne. Micky will den nächsten Teilnehmer aufrufen, da unterbricht ihn dieser beim Betreten der Bühne. Es ist Donald, der Micky einen Apfel mitgebracht hat, wohl, um ihn zu bestechen. Bevor Donald loslegen kann, begleitet Micky ihn zum Mikro. Donald will "Funkel, funkel, kleiner Stern" vortragen, vergisst jedoch die weiteren Phrasen des Gedichts. Daher wird er vom Publikum ausgelacht. Der Erpel ärgert sich darüber. Micky schlägt den Gong, womit Donalds Zeit endet. Unter Protest wird er von dem Greifarm von der Bühne gezogen. Bevor Micky jedoch die nächsten Teilnehmer ankündigen kann, kommt Donald auf die Bühne, um Micky den Apfel wegzunehmen, ehe er wieder von der Bühne geht.

Davon unbeirrt kündigt Micky die nächste Performance von Klarabella Kuh und Henriette Huhn an. Klarabella Kuh, manchmal etwas tollpatschig, spielt am Klavier, während Henriette Huhn dazu singt bzw. gackert. Probleme hat vor allem Henriette Huhn dabei ins Mikrofon zu singen, da sie es mit ihrer kräftigen Stimme von sich wegwehen lässt. Jedoch gelingt es beiden trotz einiger Pannen ihr Stück zu beenden ohne vom Gong unterbrochen zu werden. Als Micky im Begriff ist den nächsten Künstler anzusagen, kommt ein kleiner dicklicher Herr mit grünem Mantel und roten Bart und Haarwuchs auf die Bühne, in der Hand einen Geigenkasten haltend. Das Publikum lacht amüsiert. Der Mann öffnet den Geigenkasten, um sich ein Tuch herauszuholen, dass er sich an die Brust legt. Doch beim nächsten Griff in den Kasten holt er eine Maschinenpistole heraus, die er gegen das Publikum richtet. Auch die Verkleidung legt er kurzerhand ab. Es ist Donald, der erneut versucht sein Gedicht aufzusagen, jedoch bei der zweiten Strophe erneut scheitert. Weil ihn das Publikum wieder auslacht, eröffnet Donald das Feuer. Keiner wird verletzt, da sich die Leute in den ersten Reihen ducken. Donald kann das Gewehr auch gar nicht richtig kontrollieren. Kurzerhand wird er jedoch vom Greifarm in den Geigenkasten gepackt und von der Bühne gezogen. Die letzten Schüsse, die er aus dem Kasten noch abfeuern kann, treffen den Gong.

Goofy mit seiner Musikmaschine (© Disney)

Micky, der sich unter seinem Stehtisch versteckt hat, kommt hervor und kündigt den nächsten Amateuer an. Es ist Goofy mit seiner Ein-Mann-Band. Der Tollpatsch betritt mit einem Pömpel als Dirigentenstab in der Hand die Bühne. Hinter ihm her fährt ein Gerät, das viele Instrumente hat und zwei automatische Hände, die bei der musikalischen Umsetzung unterstützen. Als sich Goofy auf das Gerät setzt und das erste Lied spielt, schieben diese Hände ihm das passende Instrument (oder manchmal auch die mehrere Instrumente) in den Mund. Was beim ersten Lied noch gut funktionierte, erweist sich beim zweiten Stück als umso schwieriger, da Goofy nun auch das Tempo anlegt. Dies hat zur Folge, dass seine Maschinerie nach und nach zu Bruch geht und letztendlich in einer kleinen Explosion zerstört wird. Verdutzt schaut Goofy in Richtung Zuschauer. Da bewegt sich etwas in seinem Kapellhut hin und her. Heraus kommt Donald, der in einem Eiltempo perfekt die erste Strophe seines Gedichts aufsagt und es mit einem "Nya" Richtung Publikum beendet. Der übliche "Iris out"-Effekt, der den Cartoon beenden soll, taucht auf. Jedoch bleibt Donalds Hals am Ende stecken, weshalb er sich von dem Effekt befreit, ehe der Cartoon mit einem Schwarzbild wirklich enden kann.

Synchronisation[Bearbeiten]

Rolle Originalsprecher Deutsche Sprecher
Micky Maus Walt Disney Mario von Jascheroff
Donald Duck Clarence Nash Peter Krause
Goofy Pinto Colvig Walter Alich
Kater Karlo Pinto Colvig Tilo Schmitz
Klarabella Kuh Elvia Allman -
Henriette Huhn Florence Gill -

Hintergrund[Bearbeiten]

In den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts gab es Radiosendungen, in denen Amateure vorsingen konnten. Zu den bekanntesten Shows der damaligen Zeit zählte die "Major Bowes Amateur Hour", die von Edward Bowes moderiert wurde. Dieser unterbrach die Darbietungen der Amateure mit einem Gong. Der Cartoon spielt daher auf die Radioshows, insbesonder die von Edward Bowes, an. Dies zeigt sich auch daran, dass Micky Bowes Phrase "Okay, okay" im Cartoon aufgreift.

Musik[Bearbeiten]

  • Karlo singt "Asleep in the deep", einem Stück von 1897.
  • Donald performt "Twinkle, twinkle, little star".
  • Henriette Huhn singt aus dem Walzer "Il Bacio" von Luigi Arditi.
  • Goofy performt erst "In the good old Summertime" ehe er "There´ll be a Hot Time in the Old Town Tonight" darbietet.

Trivia[Bearbeiten]

  • Dieser Cartoon ist auf der DVD-Sammlung Walt Disney Kostbarkeiten: Micky Maus im Glanz der Farbe zu finden.
  • Henriette Huhn wird hier noch als Klara Kluck angekündigt.
  • Dieser Cartoon ließ sich vom Konzept her vom Cartoon Die Kindervorstellung inspirieren. Auch hier tritt Donald auf und wird daran gehindert, ein Gedicht zu rezitieren.
  • Dies war der letzte Disney-Cartoon, der von "United Artists" veröffentlicht wurde.
  • Der Cartoon inspirierte amerikanische TV-Macher in den 70ern zu der "The Gong-Show", die die gleiche Art von Moderationsgestaltung nutzte wie Micky.

Weblinks[Bearbeiten]