LTB 11: Rezension

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© Egmont Ehapa
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In diesem Artikel wird das LTB 11 rezensiert. Welche Geschichten erfreuen das Fan-Herz und welche sollte man dem Gemütszustand halber lieber weglassen? Das erfährst du hier! Einen neutralen enzyklopädischen Artikel findest du unter LTB 11.

Jeder kann hier seine persönliche Meinung zu den in LTB 11 erschienenen Geschichten verfassen. Eine Unterschrift unter jedem Kommentar ist erwünscht (einzufügen mit ~~~~). Die Geschichten können mit Highlight Highlight, Gut Gut, Mittelmaß Mittelmaß oder Schlecht Schlecht bewertet werden. Bei der Bewertung sollten Zeichnungen, Plot und Übersetzungen mit einbezogen werden. Eine genaue Anleitung zum Verfassen einer Rezension findest du hier. Viel Spaß!


Cover[Bearbeiten]

Rebellion der Schatten[Bearbeiten]

  • 36 Seiten

Mittelmaß Band 11 startet mit einer ziemlich surrealistisch anmutenden Geschichte von Ennio Missaglia (Story) und Giovan Battista Carpi (Zeichnungen). Die Schatten haben genug von der Knechterei der Menschen und proben den Aufstand. Der Schatten Professor Unraths hat einen Trank erfunden, der – bei Sonnenfinsternis eingenommen – die Schatten für immer vom dazugehörenden Menschen löst. Der echte Professor Unrath wird von den Schatten Mickys und Goofys entführt, damit er kein Gegenmittel erfinden kann. Ein erbitterter Kampf gegen die renitenten Schatten entbrennt... . Die Geschichte verspricht einerseits mehr, als sie zu halten vermag; sie bietet keine großen Überraschungen oder gar optische Spielereien mit dem Thema. Andererseits muss hier auf die wirklich sehr unbedarfte und unsorgfältige Übersetzung (oder handelt es sich hier wieder um eine Überarbeitung?) hingewiesen werden: Ich behaupte, dass die Geschichte mit einer gelungenen Eindeutschung besser abschneiden würde. --Silly Symphony, September 2005

Die Zauberraketen[Bearbeiten]

  • 58 Seiten

Gut Dieselbe Übersetzerin (Gudrun Penndorf) liefert im zweiten Beitrag eine weitaus bessere Arbeit ab. So bleibt diese von Luciano Bottaro geschriebene und gezeichnete Geschichte, was sie ist: Ein herrlich verrücktes Vergnügen! Auf Kap Racky passieren rätselhafte Dinge: Mondraketen explodieren kurz nach dem Start, darauf geht ein Bonbonregen („alle Sorten!“) nieder. Kommissar Hunter und Micky stehen vor einem Rätsel. Dessen Lösung – die Hexe Hicksi – hat sich auf Goofys Dachboden einquartiert und sabotiert von dort aus die Raketen – weil die Dinger dauernd in die Kochtöpfe der auf dem Mond stationierten Hexen fallen. Nebenbei versucht Hicksi Goofy mit all ihrer Zauberkraft zu beweisen, dass sie eine echte Hexe sei – vergeblich. Eine mit viel zeichnerischem und sonstigem Witz ausgesattete, sehr gut aufgebaute Story! Von der Konzeption und der Ausführung her erstklassig! Bottaros Zeichnungen gefallen mir ausgesprochen gut, und Goofy kommt hier einfach köstlich rüber. --Silly Symphony, September 2005

Der rätselhafte Eisberg[Bearbeiten]

  • 56 Seiten

Mittelmaß Eine weitere Story vom Duo Missaglia/Carpi. Micky und Goofy erfahren im Hafen, dass zahlreiche Seehundkutter von ihrer letzten Fahrt nicht mehr zurückgekehrt seien. Das letzte, was man von ihnen allen gehört hatte, war ein Notruf: „SOS Eisberg“. Als auch sein Freund Goofy mit einem solchen Schiff verschwindet, wird Micky aktiv. Im Meer stößt er auf einen rätselhaften Eisberg... Wenn man diese Geschichte heute liest, muss man schon zwei Augen zudrücken: Erstens könnte man heute zum Thema Seehundjagd keine solch unkritische Geschichte mehr publizieren; 1970, im Erscheinungsjahr dieses Buches, ging das wohl gerade noch. Zweitens: Micky und die Gefangenen können unbemerkt im Eisberginnern herumschleichen und ihr Komplott schmieden – Überwachungstechnik war damals wohl noch kein Thema. Mehr Augen zum Zudrücken hat der Mensch nicht, obwohl das hier durchaus nötig wäre. So stürzt Micky, der mit seinem Hubschrauber über die Weiten des Meeres fliegt, ausgerechnet auf den gesuchten Eisberg drauf. Und das Schmelzen des Plastikeisbergs von Innen bleibt unglaubwürdig, da die Wassertemperatur von außen der Hitze entgegenwirken müsste. Die Geschichte liest sich aber trotz den erwähnten Patzern nicht schlecht, nicht zuletzt dank Carpis sehr schöner und interessanter Gestaltung. Sie ist aber klar die schwächste Story dieses LTBs. --Silly Symphony, September 2005

Der Kaiser von Quacktanien[Bearbeiten]

  • 67 Seiten

Highlight Hier gibt's wohl nichts zu rütteln – diese Geschichte ist schlicht grandios! Geschrieben und gezeichnet von Romano Scarpa, kann „Der Kaiser von Quacktanien“ durchaus mit den Geschichten von Carl Barks oder Floyd Gottfredson mithalten! Allein schon wegen dieser Story lohnt sich die Anschaffung dieses Bandes! In Entenhausen hagelt's plötzlich massive Mietzinserhöhungen – auch bei Eigenheimbesitzern und im Polizeipräsidium. Ausgestellt sind diese von einem ominösen „Kaiser von Quacktanien“. Zudem macht ein Trompete blasender Einbrecher nachts die Stadt unsicher. Das ist die Ausgangslage einer komplexen, überraschungsreichen und spannenden Geschichte, von der nicht mehr verraten werden darf. Mit von der Partie: Atömchen, Kommissar Hunter und ein Desperado namens Kid-Micky. Die zeichnerische Umsetzung der hervorragend konziperten Geschichte ist sensationell. Mit unglaublich viel Detailliebe, Witz und Drive liefert Scarpa hier eine denkwürdige, im Disney-Comicuniversum auf der obersten Stufe rangierende Geschichte ab. TOP! --Silly Symphony, September 2005


Fazit[Bearbeiten]

Klasse! Gehört in jede Sammlung – obwohl es sicher noch bessere LTBs gibt. Doch die beiden Geschichten von Scarpa und Bottaro sind so originell, dass man die Minuspunkte dieses Bandes einfach vergisst. LTB 11 hat mich dazu animiert, eine Sammlung mit den besten LTBs zu eröffnen. --Silly Symphony, September 2005