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Die drei kleinen Schweinchen

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©Disney Achtung! Der Titel dieses Artikels hat mehrere Bedeutungen. Dieser Artikel behandelt den Trickfilm "Die drei kleinen Schweinchen". Für die Charaktere siehe Drei kleine Schweinchen.
Three Little Pigs
Die drei kleinen Schweinchen
Threelittlepigs-plakat.jpeg
© Disney • Quelle: duckfilm.de
Uraufführung: 27. Mai 1933
Titelheld: Drei kleine Schweinchen
Produzent: Walt Disney
Regisseur: Burton Gillett
Drehbuch: Boris Morkovin, J.O. Halliwells (Vorlage)
Musik: Carl Stalling, Frank Churchill, Pinto Colvig, Ted Sears
Animation: Fred Moore, Art Babbitt, Norman Ferguson, Norman King, Dick Lundy, Albert Hurter
Länge: 8 Minuten
Die drei kleinen Schweinchen (Originaltitel: Three Little Pigs) ist ein Cartoon aus der Silly Symphony-Reihe, der am 27. Mai 1933 uraufgeführt wurde. Er erhielt den Oscar für den besten Cartoon und ging in die US-Popkultur ein. Er basiert auf einer Geschichte in J.O. Halliwells "Nursery Rhymes and Nursery Tales". Regie führte Burton Gillett.

Handlung[Bearbeiten]

Die Schweinchen Pfeifer und Fiedler leben in den Tag hinein. Sie spielen ihre Instrumente, singen und tanzen, anstatt sichere und feste Häuser zu bauen. Schweinchen Schlau dagegen arbeitet den ganzen Tag an seinem Backsteinhaus, in welchem er nach der Fertigstellung sicher vor dem großen, bösen Wolf sein soll. Schließlich taucht der große, böse Wolf, mit der Absicht, die Schweinchen zu fressen, auf, doch diese fliehen in ihre Häuser aus Stroh (Pfeifer), Holz (Fiedler) und Backsteinen (Schlau). Die ersten zwei Häuser pustet der Wolf ohne Mühe um, woraufhin Fiedler und Pfeifer ins Haus von Schweinchen Schlau fliehen. Dessen Haus erweist sich als wesentlich stabiler, weshalb der Wolf mehrere erfolglose Versuche startet, auf anderem Wege hineinzugelangen.

Produktion und Rezeption[Bearbeiten]

Angeblich hatte Walt Disney selbst die Idee, einen Cartoon über die drei kleinen Schweinchen machen zu lassen. Auf seinen Rat ihn, ihnen Charakter zu geben schuf Fred Moore die drei Schweinchen, während Albert Hurter und Norm Ferguson den bösen Wolf entwarfen. Hilfreich erwies sich die Erfindung des Storyboards, die bislang nur für einzelne Szenen verwendet wurde. Doch dieser Cartoon sollte als erster vollständig mit dessen Hilfe entstehen. Dies funktionierte sehr gut, die Künstler waren sich sicher, zum ersten Mal in einem Film richtige Charaktere zu schaffen, ohne in zweidimensionale Stereotypen zu fallen. Die Schweinchen waren zwar gut, aber zum Teil auch sehr naiv und faul. Der Wolf dagegen zelebrierte seine Boshaftigkeit, doch es wurde zugleich klar, dass er gerne noch böser und schrecklicher erscheinen möchte, als es der Fall ist

Die drei kleinen Schweinchen (© Disney)

Aufgrund der aufwändigen Produktion (der Film kostete 15.720 Dollar) lastete ein hoher Druck auf dem Film (schließlich wurden Cartoons immer nur sehr kurz in den Kinos gezeigt), doch das Studio war stolz auf den Film. Dennoch war man aufgrund des Erfolges überrascht: Der Cartoon war so gefragt, dass man nicht an alle Kinos liefern konnte, die eine Kopie forderten. Das Publikum forderte in den Kinos den "Schweinchen-Film" mehr als die Hauptfilme, weshalb der Cartoon vielerorts länger lief als das Hauptprogramm. Ein New Yorker Kino zeichnete Bärte auf die Gesichter der Schweinchen auf dem Kinoplakat und machte sie immer länger, um auf die lange Laufzeit anzuspielen. Der Titelsong Wer hat Angst vor'm bösen Wolf? von Frank Churchill lief auf zahlreichen Radiostationen und wurde später auch zu einer sehr gut verkauften Schallplatte. Man sah ihn als Hymne gegen die Depression (und zu Zeiten des zweiten Weltkriegs als Hymne gegen die Bedrohung durch die Nazis) an.

Außerdem wurde der Film von vielen Kritikern mehrfach auf unterschiedliche Arten und Weisen interpretiert. Man sah ihn als Disneys Antwort auf die Wirtschaftsdepression. Die Schweinchen sollten Amerikas Bevölkerung darstellen, der Wolf dagegen die Wirtschaftskrise. Jahre später sagte Walt Disney, dass sein Studio Die drei kleinen Schweinchen wie jeden anderen Cartoon behandelte. Es war laut ihm eine einfache Geschichte ohne Hintergrundgedanken, in die man möglichst viele Gags einbaute. Als er aber nach den Reaktionen über die vermeintliche soziale Botschaft in diesem Cartoon bewusst eine Botschaft in The Golden Touch einbrachte, sollte sich dieser als Flop herausstellen.

Augrund des großen Erfolges des Cartoons produzierte man drei Fortsetzungen, die zwar solide Erfolge wurden, jedoch längst nicht mehr herausragend aufgenommen wurden. Walt Disney resümierte, dass man "Schweine nicht mit Schweinen übertreffen kann". Dies wurde lange Zeit zu einem Motto in den Disney Studios, das unnötige Wiederholungen verbot.

Stab[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Nachdem der Cartoon in den Disney Studios zur Probe aufgeführt wurde, entnahm man das Wort "lousy", weil ein Angestellter das Wort als zu unpassend empfand.
  • Der Wolf war an einer Stelle ursprünglich als jüdischer Bürstenverkäufer verkleidet. Später änderte man diese Stelle.
  • Die drei Fortsetzungen heißen The Big Bad Wolf (1934), Three Little Wolves (1936) und The Practical Pig (1939).
  • 1934 erschien zum Cartoon das deutsche Buch Drei kleine Schweine in Berlin auch eine sowjetische Ausgabe dieses Buches erschien 3 Jahre später.
  • 1941 wurde der 1. Cartoon fast komplett für den Progandacartoon The Thrifty Pig nochmals verwendet.
  • Die Figuren wurden auch zu Comicstars. Der Wolf erhielt in den Comics einen Vornamen (Ede) und einen Sohn (Kleiner Wolf), der sich mit den Schweinchen anfreundet.
  • Aufgrund seiner Popularität werden in zahlreichen Filmen Anspielungen und Parodien auf Die drei kleinen Schweinchen verwendet. Am bekanntesten sollte der Warner-Bros. Cartoon The Three Little Bops werden, der die Schweine als Jazzband zeigt, die den Wolf nicht aufnehmen möchte. Eine weitere Parodie auf die kleinen Schweinchen enthält der Film Rache ist süß von Dick und Doof aus dem Jahre 1938.

Weblinks[Bearbeiten]