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13 Trillionen

Aus Duckipedia
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13 Trillionen
The Horse-Radish Story
Erstveröffentlichung: September 1953
Entstehungsdatum: Februar 1953
Storycode: W OS 495-02


Story: Carl Barks
Zeichnungen: Carl Barks
Seiten: 22
Deutsche Übersetzung: Dr. Erika Fuchs
Deutsche Erstveröffentlichung: Micky Maus Sonderheft 24
Weiterführendes

Ind.PNG Infos zu

13 Trillionen

beim Inducks


Splash-Panel der ersten Seite – das Sinken der „Goldenen Gans“ (© Egmont Ehapa)

13 Trillionen (im Original ohne Titel, später The Horse-Radish Story) ist eine Comicgeschichte von Carl Barks. In dieser Geschichte, die die dritte lange Story überhaupt mit Dagobert in der Hauptrolle ist, versucht Schmu Schubiak Junior, Dagobert anhand eines alten Vertrags 13 Trillionen abzuknöpfen.

Figuren[Bearbeiten]

Handlung[Bearbeiten]

Eines Tages steht Schmu Schubiak Junior einfach bei Dagobert vor der Tür und fordert 13 Trillionen Taler, also Dagoberts gesamtes Vermögen. Denn anno 1775 sank das Segelschiff „Die Goldene Gans“ von Kapitän David Fürchtegott Duck auf dem Weg Glasgow nach Jamaika – mit an Bord war eine Kiste Meerrettich von Jean Nepomuk Schubiak. Und im Kleingedruckten des Vertrags hieß es, wenn die Kiste nicht ankommt, muss David sein gesamtes Vermögen an Schubiak geben. Das tut er auch tatsächlich – doch er behält sein goldenes Gebiss. Also muss nun Dagobert das Gebiss zurückgeben. Doch er hat es leider nicht mehr, denn er hatte es bereits vor langer Zeit verkauft, um sich eine Goldgräberausrüstung zuzulegen. Also muss er stattdessen sein gesamtes Vermögen abgeben! Belastend. Das sieht auch Dagobert so und sucht verzweifelt nach einem Ausweg. Und den findet er auch: Die 13 Trillionen werden erst in 30 Tagen fällig! Und da bekommt er eine verzweifelte Idee: Wenn er es schafft, die Kiste Meerrettich doch noch auszuliefern, muss er nichts zahlen…

Die Suche nach dem gesunkenen Schiff (© Egmont Ehapa)

So machen sich Dagobert und seine Neffen sofort auf, um nach dem gesunkenen Schiff zu suchen. Das stellt sich als äußerst schwer raus. Sie finden zwar Schätze, aber die bringen nichts, denn Dagobert müsste sie ohne den Meerrettich eh sofort wieder abgeben. Doch durch logische Schlussfolgerungen und ein wenig Glück finden sie das alte Wrack doch noch – und mit ihm die alte Kiste Meerrettich. Aber hiermit sind die Schwierigkeiten noch lange nicht vorbei. Denn die Kiste muss noch immer rechtzeitig nach Jamaika. Und genau jetzt setzt der Wind aus! Kurz darauf setzt er zwar wieder ein, doch leider deutlich stärker als erwünscht und plötzlich befinden sich die Ducks mitten in einem Sturm. Und als Schmu Schubiak, der sich natürlich schon auf sein Vermögen freut, über das Radio hört, dass die Ducks tatsächlich die wertvolle Meerrettich-Kiste gefunden haben, macht auch er sich mit einem Freund auf den Weg, um sie aufzuhalten.

Schubiak hat Dagoberts Schiff versenkt. Er hat seinen Freund verraten. Er hat den Meerrettich über Bord geworfen direkt nachdem er von Dagobert gerettet wurde. Und nun will er auch noch die Ducks umbringen! (© Egmont Ehapa)

Mit ihrem Motorboot kommen die beiden auch durch den Sturm schnell zu den Ducks und lassen deren Boot kentern. Doch da bekommt Schubiak eine teuflische Idee: Er will das Geld allein – und keine unerwünschten Zeugen seiner Schandtaten. So wirft er auch noch seinen „Freund“ ins Wasser. Doch der hält ihn fest und so fallen sie beide hinein. Der „Freund“ klettert wieder auf das Boot und lässt Schubiak alleine auf der tosenden See. Mittlerweile haben die Ducks sich mit der Kiste auf ein notdürftig zusammengezimmertes Floß gerettet. Da kommt Schubiak um Hilfe bettelnd angeschwommen und stellt Dagobert vor eine schwierige Frage: Soll er ihn retten? Aber ja, Dagobert ist besser als Schmu – er tut es. Und wie viel er besser ist als Schmu! Denn der, anstatt sich zu bedanken – wirft den Meerrettich über Bord. Und dann versucht er auch noch, die Ducks loszuwerden! Doch sie überwältigen ihn. Kurz darauf kommt ein Flugzeug, um die Schiffbrüchigen zu retten. Dagobert ist deprimiert, Schubiak jubiliert… Doch wer zuletzt lacht, lacht am besten! Denn die Neffen ziehen doch tatsächlich die Kiste aus dem Wasser – die sie in weiser Voraussicht angebunden hatten! Dumm gelaufen, Schubiak…

Hintergrund und Bedeutung[Bearbeiten]

Gnadenlosigkeit vs. Gewissen. Während in frühen Geschichten Dagoberts Gnadenlosigkeit, die Geldgier und die Bosheit siegen, heißt der Gewinner in den Dagobert-Abenteuern stets: das Gute. (© Egmont Ehapa)

13 Trillionen ist die dritte lange Abenteuer-Geschichte mit Dagobert in der Hauptrolle. Als Barks diesen 5 Jahre zuvor für die Geschichte Die Mutprobe erfunden hatte, war der nur als vorübergehender Gast gedacht. Doch mit der Zeit verwendete Barks ihn immer häufiger, vor allem als böser Gegenspieler Donalds und der Neffen (Beispiel Die magische Sanduhr). Doch die Beliebtheit des Charakters wuchs rasant. So bekam der damalige Disney-Verlag Western Publishing die Idee, Dagobert eine eigene Heftreihe zu geben. Barks willigte ein. So entstand Der arme reiche Mann. Für diese und für die beiden folgenden Geschichten formte Barks Dagoberts Charakter um, um aus ihm eine richtige Hauptfigur zu machen. Das heißt, er machte ihn liebenswürdiger und gab ihm weiche Seiten, denn die Hauptfigur konnte nicht auch der Feind sein. So erschienen also drei Dagobert-Bände als Testausgaben im Rahmen der „One-Shot“-Reihe, bevor Dagobert endgültig seine eigenen Hefte („Uncle Scrooge“) bekam. Die dritte und letzte dieser Testgeschichten ist 13 Trillionen, in der Barks explizit versuchte, Dagobert zu einer liebenswerten Figur zu machen.[1] Er formt Dagoberts gute Seite, indem er erst die böse, gnadenlose Seite gegen die gute kämpfen lässt – und die gute gewinnen lässt. Auch stellt er Dagobert einem wirklichen Bösewicht, Schmu Schubiak, gegenüber und stellt so dessen Gutmütigkeit in den Vordergrund. Dagobert rettet Schubiack letztendlich aus freien Stücken und nicht, weil die Neffen ihn dazu zwingen – eine komplette Wandlung seines Charakters. Dass Dagobert mithalf, Schmu zu retten und daraufhin „ins Gesicht getreten wurde“, machte ihn, Barks' Worten zufolge, „liebenswert“.[1]

Außerdem formt er hier, wie bereits in den zwei vorherigen Dagobert-Abenteuern, dessen Vergangenheit und Vorfahren aus. Dagobert wurde nun zum Nachfahren eines ehrenwerten Kapitäns, David Fürchtegott Duck, der genau wie Dagobert von Schubiack reingelegt wurde. Dies stellt einen starken Kontrast zu Das Gespenst von Duckenburgh dar, wo er der Nachfahre geiziger und habgieriger Schotten ist, die alle dieser schlechten Eigenschaften wegen den Tod gefunden hatten.[1] In 13 Trillionen erzählt Dagobert zudem, wie er in der Vergangenheit das Goldgebiss verkaufte, um sich eine Goldgräberausrüstung zu kaufen. Don Rosa verwendete dies später in seiner Geschichte Der Kupferkönig von Montana, auch wenn es bei ihm keine Goldgräberausrüstung ist, die Dagobert erwirbt.

Die Hartnäckigkeit, mit der Schmu Schubiak Dagobert verfolgt und der Gerichtsbeschluss, mit dem er droht, Dagobert sein gesamtes Geld wegzunehmen, gründet sich auf Barks' Scheidungsverfahren gegen seine alkoholabhängige Frau Clara, die dem geldklammen Barks auch noch nach der Scheidung monatlich Alimente abknöpfte.[2][3]

Doch die wahre Hauptfigur der Geschichte, wie Geoffrey Blum betont, ist das Meer. Barks entwickelte häufig Stories anhand von Schauplätzen, wobei es ihm das Meer in mehreren Geschichten angetan hatte, allerdings sind wenige Barks-Geschichten so stimmungsvoll wie diese hier. Barks konnte alle Register ziehen und schöpfte Fische, versunkene Schiffe, Flauten, hohen Wellengang und Sturm in bemerkenswerter Art aus.[2]

Deutsche Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 Thomas Andrae (2006): Carl Barks and the Disney Comic Book (Jackson, Mississippi: Univ. Press of Mississippi) S. 205.
  2. 2,0 2,1 Geoffrey Blum: Der Meerrettich-Fall. Übersetzt von Johnny A. Grote. In Barks Library Special Onkel Dagobert 5, S. 25f.
  3. Thomas Andrae (2006): Carl Barks and the Disney Comic Book (Jackson, Mississippi: Univ. Press of Mississippi) S. 204.