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Der Kupferkönig von Montana

Aus Duckipedia
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Sein Leben, seine Milliarden
Kapitel IV
Der Bezwinger des Kupferbergs
Der Kupferkönig von Montana
The King of the Copper Hill
Vignette-SLSM-4.jpeg
Zeit der Handlung: 1883-1885
Ort der Handlung: Montana
Geschichte, auf der das Kapitel basiert: Der arme reiche Mann
Entstehungsdatum: 1992
Storycode: D 92083
Seiten: 15
Deutsche Übersetzung: Peter Daibenzeiher, Jano Rohleder
Deutsche Erstveröffentlichung: Micky Maus Magazin 42/1993
Weiterführendes

Ind.PNG Infos zu

Der Bezwinger des Kupferbergs

beim Inducks

© Egmont Ehapa

Der Kupferkönig von Montana (Original The King of the Copper Hill) ist eine von Don Rosa gezeichnete Comicgeschichte und das vierte Kapitel seines Opus magnum Sein Leben, seine Milliarden. Hier geht es um Dagoberts Zeit als Kupferschürfer in Montana.

Figuren[Bearbeiten]


Handlung[Bearbeiten]

Dagobert, auch als „Glasgow Kid“ bekannt, arbeitet noch immer als Cowboy für Murdo McKenzie. Doch das Geschäft läuft schlecht, da die Prärie in immer größeren Teilen an Farmer vergeben wird und daher für Viehtriebe nicht mehr zugänglich ist. Eines Tages sieht Murdo sich gezwungen, Dagobert zu entlassen. Der macht sich also auf, um Silber zu finden. Doch er findet nur Kupfer. Und das, so glaubt er, ist wertlos. Doch nach einer unangenehmen Bekanntmachung mit einer Kraft namens „Elektrifizität“ (natürlich Elektrizität), fragt er sich, woraus man denn die Kabel für den Strom mache und die Antwort ist ein Schock: Kupfer! Also ist Kupfer jetzt sehr wertvoll, da im ganzen Land Kabel verlegt werden! Als er das erfährt, will er sich sofort eine Schürfausrüstung kaufen und Kupfer suchen gehen, doch er hat nicht genug Geld. Daher ist er gezwungen, das goldene Gebiss seines Vorfahren David Fürchtegott Duck zu verkaufen. Doch nun hat er eine Ausrüstung und beginnt mit der Suche.

Kapitän oder Cowboy sein, das brachten ihm andere bei, doch Schürfen, das muss er alleine lernen. Nach Monaten harter Arbeit hat er immer noch so gut wie nichts gefunden, nur die Anaconda-Mine, eine Kupfermine in der Nähe, gedeiht prächtig. Eines Tages kommt ein reicher Mann namens Kuno Klever zusammen mit seinem arroganten Sohn Klaas vorbei. Kuno will Dagobert helfen, er hat Erfahrung im Schürfen, was seinem arroganten Sohn nicht sehr gefällt: „Vater! Sprich nicht mit diesem Schmutzfink! Das ist unter deiner Würde!“ Doch Kuno lässt sich nicht beirren, schließlich hat er auch mal so weit unten angefangen, und zeigt Dagobert, wie man nach Kupfer sucht. Und dann finden sie auch tatsächlich eine Kupferader! Doch die gehört zur Ader der Anaconda-Mine. Aber das ist kein Problem – im Gegenteil! Kuno schleppt Dagobert zur nächsten Stadt und offenbart ihm dann, dass es ein Gesetz gibt, demnach demjenigen die ganze Ader gehört, dem der am wenigsten tiefe Ausläufer der Ader gehört – und der Ausläufer, den Dagobert gefunden hat, ist der am wenigsten tiefe! Also würde ihm die ganze Ader und somit auch die Mine gehören! Aber noch gehört ihm der Ausläufer nicht. Und da viele in der Stadt, die sich eigentlich als Freunde Dagoberts ausgegeben hatten, mitgehört haben, ist die Freundschaft plötzlich vergessen und es entbrennt ein heißes Rennen zur Ader, denn nur wer an der Ader ist, kann diese als seinen Besitz eintragen! Doch Dagobert besiegt sie alle – denn niemand ist ein Gegner für den Letzten aus dem Clan der Ducks, besonders dann nicht, wenn er wütend ist! Und wütend ist er allemal, weil er so von seinen „Freunden“ enttäuscht ist!

Doch nun hat er es geschafft – die Ader gehört ihm, er ist reich! Zu seiner Überraschung gehörte die Mine zum Teil Kuno, der so also einen großen Verlust gemacht hat, doch der nimmt das gelassen: „Ich bin reich genug – und meinem Sohn schadet es nichts, wenn er etwas weniger unverdienten Reichtum erbt!“ Jetzt, wo er reich ist, stört es Dagobert nicht mehr, dass seine Freunde ihn nicht mehr mögen, denn er hat Geld.

Doch da erreicht ihn ein Telegramm von zu Hause: „An Dagobert – Butte – Montana – Sohn – furchtbare Krise im Clan der Ducks STOP Brauchen Geld STOP Komm sofort nach Hause STOP Ohne Stopp STOP Dietbert Duck – Glasgow – Schottland“ Seine Familie ist in Schwierigkeiten und braucht Geld! Doch das hat Dagobert noch nicht, das Geld durch die Mine kommt erst nach und nach. Er braucht das Geld aber sofort! Also müsste er die Mine verkaufen, was langfristig ein riesiger Verlust wäre. Doch noch ist ihm Familie wichtiger als Geld und so verkauft er die Mine für 10000$ und fährt zurück nah Schottland.

Entwicklung von Dagoberts Charakter[Bearbeiten]

Als Dagobert reich geworden ist, mag ihn in dem Ort niemand mehr. Das findet er zwar schade, aber er hat ja Geld: „Wer braucht schon Liebe, wenn er Geld hat?“ Das markiert einen entscheidenden Wendepunkt in Dagoberts Leben. Doch so weit, dass er für Geld alles hinwirft, ist er zum Glück noch nicht: Als er erfährt, dass seine Familie in Schwierigkeiten ist, entscheidet er sich dann doch, der Familie zu helfen, anstatt schneller reich zu werden.

Bezüge[Bearbeiten]

In Der arme reiche Mann erzählt Dagobert, dass er nach seiner Karriere als Cowboy Schürfer in Montana wurde. Außerdem verliert er in 13 Trillionen fast sein gesamtes Vermögen, weil er das goldene Gebiss von Käpt'n David Fürchtegott Duck nicht mehr finden kann, weil er es verkaufte, um sich Schürferausrüstung zu kaufen – diese Geschichte wird in diesem Kapitel erzählt.

Klaas Klever, der kleine arrogante Sohn von Kuno Klever, ist auch eine Erfindung von Carl Barks, dieser verwendete ihn allerdings nur einmal in der Geschichte Das Bootsrennen, oft verwendet wurde Klaas Klever erst in italienischen Comics. In diesem Kapitel zeigt Don Rosa, wo der Hauptunterschied zwischen Klaas Klever und Dagobert Duck oder zum Beispiel auch Mac Moneysac liegt: Er wurde bereits reich geboren.

Die D.U.C.K.-Widmung im Splash-Panel der ersten Seite befindet sich im Draht der Glühbirne. Die Widmung auf dem Cover befindet sich in der unteren Hälfte der Mähne des Pferdes. In der Szene, in der Dagobert gegen die ganzen Leute kämpft, die ihm seine Mine klauen wollen, befindet sich zwischen den ganzen am Boden liegenden Personen eine Micky Maus (also ein Hidden Mickey).

Historischer Hintergrund[Bearbeiten]

Don Rosa verarbeitete in dieser Geschichte die tatsächlich existierende Anaconda Copper Mine, die von Marcus Daly (der in der Geschichte vorkommt) 1880 erworben wurde. Daly war zunächst am Silberbergbau interessiert. Das gefundene Kupfer wurde erst dann interessant, als die Entdeckung der Elektrizität und der Bau erster Leitungen die Nachfrage nach dem Metall exorbitant steigen ließ. Das Gesetz, wonach eine Mine dem gehört, auf dessen Grund sie der Oberfläche am nächsten ist, hat es ebenfalls gegeben und es bereitete Daly und seiner Mine große Schwierigkeiten. Der Deutschamerikaner Fritz Augustus Heinze ließ sich nicht so einfach auszahlen wie Dagobert, sondern verwickelte Daly in einen jahrelangen Rechtsstreit.[1]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Øystein Sørensen: Die elektrische Revolution. In: Don Rosa Collection 3, S. 249.


Don Rosas Sein Leben, seine Milliarden

Hauptkapitel: Der Letzte aus dem Clan der Ducks (I) • Der Herr des Mississippi (II) • Der Held der Badlands (III) • Der Kupferkönig von Montana (IV) • Der Retter der Duckenburgh (V) • Der Schrecken von Transvaal (VI) • Der Jäger des heiligen Opals (VII) • Der Einsiedler am White Agony Creek (VIII) • Der Milliardär im Hochmoor (IX) • Der Eroberer von Fort Entenhausen (X) • Der gewissenlose Geschäftsmann aus Entenhausen (XI) • Der Einsiedler der Villa Duck (XII)

Nebenkapitel: Das Geheimnis des Glückszehners (0) • Abenteuer auf Java (3b) • Der Rächer von Windy City (6b) • Die Gefangene am White Agony Creek (8b) • Die zwei Herzen des Yukon (8c) • Der Jaguargott von Culebra (10b)