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Auf der Suche nach der verlorenen Bibliothek

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Auf der Suche nach der verlorenen Bibliothek
The Guardians of the Lost Library
Erstveröffentlichung: 9.1993
Entstehungsdatum: 1993
Storycode: D 92380
Story: Don Rosa
Zeichnungen: Don Rosa
Seiten: 28
Deutsche Übersetzung: Jano Rohleder
Deutsche Erstveröffentlichung: MM 21-23/1994
Weiterführendes

Ind.PNG Infos zu

Auf der Suche nach der verlorenen Bibliothek

beim Inducks

(© Egmont Ehapa)

Auf der Suche nach der verlorenen Bibliothek (Original: The Guardians of the Lost Library) ist eine Comicgeschichte von Don Rosa. Sie gilt als eine seiner besten Geschichten. Es handelt sich um eine Schatzsuche, in der nach der legendären Bibliothek von Alexandria gesucht wird. Nebenbei wird auch die Entstehung des Schlauen Buches erklärt.


Figuren[Bearbeiten]


Handlung[Bearbeiten]

Splash-Panel der ersten Seite (© Egmont Ehapa)

Das Fieselschweif-Museum öffnet der Welt seine Pforten, Tick, Trick und Track dürfen da natürlich nicht fehlen und auch Donald kommt mit, wenn auch recht widerwillig, da er eine seiner geliebten Fernsehserien verpasst. Doch in dem Museum, in dem jede Menge Kuriositäten aus der Geschichte des Fähnlein Fieselschweif zu sehen sind, erwartet sie eine Überraschung: Onkel Dagobert, wutschnaubend, weil er das Schlaue Buch nicht haben darf (nur Fieselschweiflinge haben dieses Recht). Er will es, um die legendären Schätze der Vergangenheit zu finden, denn Bücher sind der Schlüssel zum Wissen und somit auch zu Schätzen. Missmutig sagt er, er brauche das Buch ja eigentlich gar nicht, hätte er bloß die Bücher aus der abgebrannten legendären Bibliothek von Alexandria. Doch seltsamerweise steht in dem Schlauen Buch (das Tick, Trick und Track ja benutzen dürfen) nichts von ihrem Abbrennen. Dafür gibt es nur eine Erklärung: es stimmt nicht! Als er das erfährt, beschließt Dagobert kurzerhand, nach Alexandria zu fahren, um die Bibliothek zu finden. Um ihn in dieser Aufgabe zu unterstützen, leiht ihm das Fähnlein für die Suche auch den Superspürhund Spurobold, der Spezialist im Riechen von Papier ist. Also geht es nach Alexandria, Donald bleibt aber da, weil ihm Fernsehen wichtiger ist.

Das Grab von Kleopatra (© Egmont Ehapa)

In Alexandria finden Dagobert und die drei Neffen nach einem Besuch in der neuen Stadtbibliothek und einigen Hindernissen mithilfe des Schlauen Buches und Spurobolds Supernase die Grabstätte Kleopatras und Alexanders dem Großen, in der sich… Millionen von antiken Papyrusrollen befinden! Sie haben die alte Bibliothek gefunden! Diese befindet sich in diesem Versteck, da Kleopatra, um sie zu schützen, einen Orden gründete, „Die Wächter der großen Bibliothek“, der sämtliche Bücher abschrieb und hier versteckte. Doch als Dagobert die erste Papyrusrolle öffnet, erwartet ihn eine böse Überraschung: Die Rollen sind alle zerfallen! Kein Wunder, bei 2000 Jahren Lagerung… Doch in einem Nebenraum der Kaverne finden die Neffen eine Nachricht, in der steht, dass der Orden auch 500 Jahre später noch existierte, jetzt allerdings in Konstantinopel (heute Istanbul), wo sich weitere Abschriften befinden.

(© Egmont Ehapa)

Also: Ab nach Istanbul! Doch hier erfahren die vier, dass die Bibliothek im Auftrag von Venedig, das neidisch auf Konstantinopel war, geplündert wurde. So macht sich Familie Duck auf nach Venedig. Dort kommen sie in ein Kloster, in dem ihnen erzählt wird, dass alle Papyrusrollen in Bücher umgeschrieben wurden, und dass der Bibliothek sogar eine Menge Bücher (also auch Geheimnisse), die Marco Polo aus Cathay mitgebracht hatte, hinzugefügt wurden. Doch die Bibliothek – wer hätte es gedacht – verschwand. Dank Spurobolds Supernase schaffen die Ducks es jedoch tatsächlich sie zu finden! Aber hier erwartet sie die nächste üble Überraschung: Die Bücher sind mittlerweile alle verwest. Doch sie geben nicht auf und erfahren, dass es noch weitere Abschriften gibt, die diesmal mit einer Druckerpresse realisiert wurden, was den Umfang der Bibliothek erheblich kleiner machte. Diese Abschriften gelangten in die Hände des Christoph Kolumbus, der sie nach Amerika brachte, um sie vor anderen zu schützen. Also machen sich die Ducks auf zur Kolumbus-Bibliothek in Sevilla, wo sie ein Buch mit Notizen Kolumbus’ finden. So erfahren sie, dass die Bücher vom spanischen König konfisziert wurden. Um zu erfahren, was dann geschah, fahren die Ducks zurück nach Entenhausen, denn Dagobert besitzt Dokumente, in denen das stehen sollte. Dort angekommen, finden sie heraus, dass die Bibliothek von Pizarro nach Lima gebracht wurde, wo ihr auch alle Schriften der Indianer hinzugefügt wurden. Dann sollte sie nach Spanien zurückgebracht werden, doch das Schiff wurde angegriffen und erobert – von Sir Francis Drake, der daraufhin nach Amerika zurückfuhr, wo er ein Fort gründete (siehe Seine Majestät Dagobert I.), unter dem er die Bücher versteckte – Fort Entenhausen!

Also befindet sich die Bibliothek unter dem Geldspeicher! Spurobold hat schon eine neue Spur gefunden, die vier hinterher. Donald will immer noch nicht mitkommen, da Fernsehen ihm wichtiger ist. Nach einigen Hindernissen kommen Dagobert und die drei Neffen zum Notausgang des Geldspeichers, der früher Notausgang des Forts war und den Dagobert nie erforscht hat. Dort stoßen sie auf einen zugeschütteten Stollen, über den sie in einen geheimen Raum gelangen — in dem die Bibliothek ist! Und sie scheint in sehr

Das Zeichen der „Wächter der großen Bibliothek“ – Drehen Sie es um und vergleichen Sie es mit dem des Fähnleins (auf dem Schlauen Buch, weiter unten) (© Egmont Ehapa)

gutem Zustand zu sein. Doch als Dagobert das erste Buch in einem emotionalen Moment öffnet, erwartet ihn die nächste böse Überraschung: eine Ratte. Tatsächlich sind alle Seiten aller Bücher von Ratten zerfressen, nur noch die Cover bestehen. Da entdecken die Neffen eine Box mit dem Symbol der „Wächter der großen Bibliothek“ und mit einer Nachricht, in der steht, dass Drake ein paar Schreiber beauftragt hatte, die wichtigsten Informationen der Bibliothek herauszufiltern und in ein einziges Buch zu schreiben, das dann alle Geheimnisse der Welt enthalten sollte. Doch das Fort wurde von den Spaniern angegriffen und das Buch gelangte nie nach England. Dagobert öffnet die Box um dieses Buch zu sehen, doch diese ist… leer. Denn es wurde kurz darauf von Emil Erpel, der mittlerweile das Fort übernommen hatte, gefunden und mitgenommen.

Und jetzt kommt's: Das Zeichen auf der Box, also das Zeichen der „Wächter der großen Bibliothek“ ähnelt sehr dem Zeichen des Fähnlein Fieselschweif: Das Fähnlein ist dessen Nachfolgeorganisation, dessen Mitglieder die neuen „Wächter der verlorenen Bibliothek“! Und das Schlaue Buch ist das Buch, das aus der Bibliothek von Alexandria entstand! Das einzige Buch, das Dagobert nicht haben darf! Tja, nicht alles kann immer gut enden… Aber immerhin hat Dagobert ja seine Neffen, die das Buch sehr wohl benutzen dürfen und die ihm bei seinen Schatzsuchen damit auch gerne zur Seite stehen…

Die Entstehung des Schlauen Buches[Bearbeiten]

Das Schlaue Buch (© Egmont Ehapa)

In dieser Geschichte erfahren wir also, wie laut Don Rosa das Schlaue Buch entstand. Hier noch einmal alle Etappen in kurz:
Die Bibliothek von Alexandria. Um die in ihr enthaltenen Bücher zu schützen, gründet Kleopatra die „Wächter der verlorenen Bibliothek“. Dieser Orden schreibt alle Papyrusrollen ab und versteckt die Duplikate. 500 Jahre später werden sie nach Konstantinopel gebracht, dort aber von venezianischen Plünderern geklaut und nach Venedig gebracht, wo die großen Bücher aus Cathay (heutiges China), die Marco Polo mitgebracht hatte, hinzugefügt werden. Christoph Kolumbus bringt Abschriften dieser Bücher, die aufgrund neuer Druckverfahren nun deutlich weniger Platz einnehmen, mit nach Amerika, wo sie konfisziert und nach Lima gebracht werden. Dort werden alle Schriften der Indianer hinzugefügt, bevor die Bücher auf dem Weg nach Spanien von Sir Francis Drake geklaut werden, der sie unter dem von ihm neu gegründeten Fort Entenhausen versteckt. Dort filtern von ihm beauftragte Schreiber die wichtigsten Informationen aus den Büchern heraus und tragen sie in ein einziges Buch. Dieses Buch wird später von Emil Erpel gefunden, welcher es seinem Sohn Emelrich gab, der es dem von ihm gegründeten Fähnlein Fieselschweif vermachte. Dort wurde dann einige Jahre später auch eine Taschenbuchversion des Buches gedruckt, da das Ursprüngliche eher unhandlich war.


Das Jahr des Buches[Bearbeiten]

Diese Geschichte wurde Don Rosa für das Jahr des Buches in Norwegen in Auftrag gegeben. Tatsächlich geht es in ihr sehr viel um Bücher, und zwar in drei Aspekten.

Erstens erfahren wir hier mehr über die Entstehung des wichtigsten Buches aus dem Universum der Ducks: Das Schlaue Buch!
Zweitens durchqueren wir im Laufe der Geschichte die verschiedenen Entwicklungsstadien von Büchern. Hier noch einmal alle Entwicklungsstadien zusammengefasst:

  1. Antike, altes Ägypten: die Schriften sind auf Papyrusrollen geschrieben
  2. Ende Antike bis Anfang Mittelalter, Oströmisches Reich: Jetzt benutzt man Pergament
  3. Mittelalter, Europa: Mönche schreiben in gebundenen Büchern
  4. Renaissance: Johannes Gutenberg erfindet die Druckerpresse
  5. Heute: Bücher werden in Serie produziert

Donald schaut lieber fern... (© Egmont Ehapa)

Außerdem geht es um Bücher heute und wie sie von der modernen Bevölkerung aufgenommen werden. Tatsächlich bedauert Don Rosa sehr stark, dass Bücher für die Leute immer mehr an Wert verlieren und dass ihr Platz immer stärker durch andere Medien, damals das Fernsehen, eingenommen wird. Diese Personen, die den Wert der Bücher nicht mehr erkennen, werden durch Donald dargestellt (und auch ein bisschen lächerlich gemacht), der lieber die ganze Zeit vor der Glotze sitzt und in dem sich hier manch einer wiedererkennen wird…

D.U.C.K.-Widmung und Bezüge[Bearbeiten]

Die D.U.C.K.-Widmung im Splash-Panel befindet sich auf der Frontseite des Rednerpultes vom T.A.D.A.A.A. (Tollkühn Auftretender Durchgangsfreigeber und Allseits Anerkannter Alleinunterhalter). Natürlich stammen Fähnlein Fieselschweif und Co. von Carl Barks. Sonst bezieht Don Rosa sich hier viel mehr auf seine eigene Geschichte Seine Majestät Dagobert I.. Im zehnten Kapitel seiner Serie Onkel Dagobert — sein Leben, seine Milliarden, die einige Monate später entstand, griff Don Rosa die Vorgeschichte des Fähnlein Fieselschweifs wieder auf.

Deutsche Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]