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Das Schlaue Buch

Aus Duckipedia
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© Egmont Ehapa

Das Schlaue Buch (engl. Junior Woodchucks' Guide Book, urspr. Junior Woodchucks' Book of Knowledge) ist das Nachschlagewerk der Fieselschweiflinge, in dem sich Informationen zu praktisch allen Fragen des Lebens finden. Dies ist angesichts des kleinen Formats (ein A5-Handbuch mit etwa 500 Seiten) äußerst erstaunlich und Bestandteil vieler Gags im Bezug auf das Buch. Im Informationszeitalter von Wikipedia, Smartphones und Laptops mag das Utensil auf jüngere Leser heute etwas anachronistisch wirken.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Schlaue Buch in Die sieben Städte von Cibola (© Egmont Ehapa)
Das wahre Debüt des Schlauen Buchs?
Panel aus „Family Tree“ in Donald Duck 30 (Juli 1953)

Erfunden wurde das Schlaue Buch von Carl Barks, der es 1954 in der Story Der verlorene Zehner einführte. Im Jahr zuvor hatten Tick, Trick und Track in der Geschichte Die Silbermine von Schwindolar Schwan von Jack Bradbury und Carl Fallberg bereits das ähnlich betitelte „Junior Woodchuck Handbook“ konsultiert. In Barks' Die sieben Städte von Cibola (1954) kam das Buch erstmals groß heraus und wurde zur Institution in den Entencomics.

Panel aus The Balloonists in Junior Woodchucks 6 (Juli 1970)

In der von Tony Strobl gezeichneten, auf Deutsch unveröffentlichten Geschichte The Balloonists (1970) erfuhr man, dass die Erstausgabe des Handbuchs aus dem Jahr 1860 stammt. Wie in Das Schlaue Buch (1992, dt. in MM 19/2000) von Mau Heymans und Ruud Straatman nachzulesen ist, wird es vom Fähnlein Fieselschweif selbst herausgegeben. Es wird einmal jährlich auf den neuesten Stand gebracht, nachdem der unbekannte Autor des Buches dem Fähnlein das neueste Manuskript zugesandt hat. Laut Don Rosa darf das Schlaue Buch nur von Fieselschweiflingen gelesen und genutzt werden.

Im deutschsprachigen Raum wurden für das Buch anfangs auch andere Bezeichnungen verwendet. Erika Fuchs übersetzte es mit „Handbuch“, „Physikbuch“, „Führer“, „Erdkundebuch“ und dergleichen, bis sich die Betitelung „Schlaues Buch“ durchsetzte.

In neueren Geschichten haben die Fieselschweiflinge auch eine App, die das gesamte Wissen des Schlauen Buches enthalten soll. Das ermöglicht es, immer auf das Schlaue Buch zurückgreifen zu können (solange man Internat hat), ohne dieses dauernd mitschleppen zu müssen.


Vorgeschichte nach Don Rosa[Bearbeiten]

Laut Auf der Suche nach der verlorenen Bibliothek von Don Rosa ist das Schlaue Buch eine Art Nachfolger der legendären Bibliothek von Alexandria. Von deren Papyrusrollen, die das Wissen der Phönizier, Etrusker, Mykener und anderer Völker der Antike enthielten, wurden Abschriften auf Pergament nach Konstantinopel gebracht und dort von Mönchen in Bücher übertragen. Diese wurden im vierten Kreuzzug 1204 geraubt und in Venedig mit Büchern aus dem alten China, Mitbringseln der Reisen Marco Polos, zusammengebracht. Christoph Kolumbus verschiffte die gesammelten Schriften in Form von gedruckten Kopien nach Amerika, genauer auf die Karibikinsel Santo Domingo. Francisco Pizarro ließ die Kopien 1535 nach Lima in Peru bringen, wo noch Schriften der Maya, Azteken und Inkas hinzukamen. 1579 sollte dann alles nach Spanien überführt werden, doch Sir Francis Drake überfiel die spanischen Schiffe und ließ die Bücher nach Fort Drachenfels, dem späteren Fort Entenhausen, verfrachten. Dort sollten alle Informationen aus den Büchern in einem einzigen Buch zusammengefasst werden. Doch das Fort wurde angegriffen. Der einzige Zurückgebliebene, Fenton Penworthy, vollbrachte das Werk und starb. Einige Zeit später wurde das Buch vom neuen Besitzer des Forts, Emil Erpel, gefunden. Der vermachte es seinem Sohn Emelrich Erpel, der es wiederum dem von ihm gegründeten Fähnlein übergab. Die erste Version des Buches war noch äußerst unhandlich, allerdings wurden bald auch Taschenbuchversionen produziert, wie wir sie heute kennen.


Das Schlaue Buch – fehlbar?[Bearbeiten]

In der Geschichte Ein Fehler im Schlauen Buch (MM 11/2009, Das Schlaue Buch – Die Geheimnisse des Fähnlein Fieselschweif) von Pat & Carol McGreal und Francisco Rodriguez Peinado wird ein ebensolcher aufgedeckt. Laut dem Schlauen Buch beträgt die Höhe des Gumpenbergs in Entenhausen 451 Meter, doch als selbst das Stadtvermessungsamt beteuert, der Berg sei genau 450 Meter hoch, wird aufgrund dieses schmachvollen Fehlers in der Vereinsbibel das Fähnlein kurzzeitig aufgelöst. Da die Mitglieder daraufhin mehr als nur verzweifelt sind, macht sich Donald nachts auf den Weg und schaufelt einen weiteren Meter Sand auf den Gumpenberg, so dass die Höhe nun doch 451 Meter beträgt. Am darauffolgenden Tag machen sich die Ex-Fieselschweiflinge zu einer erneuten Vermessung des Bergs auf und erleben eine Überraschung – dank Donald haben sich nun alle Lexika der Welt geirrt, nur das Schlaue Buch nicht, und das Fähnlein kann in Ehren wiedereröffnet werden.

In der Rosa-Geschichte Ein Brief von daheim erleiden die Neffen einen Schock, als sie entdecken müssen, dass sich in ihrem Buch keine Info über die richtige Rangfolge der neun Urtempelritter findet.


Das Schlaue Buch in anderen Sprachen[Bearbeiten]

  • Dänisch: Grønspættebogen
  • Englisch: Junior Woodchucks' Guide Book, urspr. Junior Woodchucks' Book of Knowledge
  • Finnisch: Sudenpentujen Käsikirja
  • Französisch: Le manuel des Castors Juniors
  • Griechisch: Το Βιβλίο των Μικρών Εξερευνητών (To Wiwlio ton Mikron Exerevniton)
  • Holländisch: Woudlopershandboek
  • Italienisch: Il Manuale delle Giovani Marmotte
  • Norwegisch: Hakkespettboken
  • Portugiesisch (Brasilien): O Manual dos Escoteiros-Mirins
  • Spanisch: El Manual de los Jóvenes Castores | El Manual de los Forestales Juveniles
  • Schwedisch: Gröngölingsboken


Trivia[Bearbeiten]

Mit „Das Schlaue Buch – Die Geheimnisse des Fähnlein Fieselschweif“ erschien 2016 in der Egmont Comic Collection ein dem Schlauen Buch gewidmetes Ziegelsteinalbum.

Die Titelgeschichte des LTB 518 „Das Schlaue Buch in Gefahr" widmet sich ebenfalls dem Schlauen Buch.


Weblinks[Bearbeiten]

Gesammelte Einträge aus dem Schlauen Buch auf don-mcduck.de