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Der zweitreichste Mann der Welt

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Der zweitreichste Mann der Welt
The Second-richest Duck
Erstveröffentlichung: Sep 1956
Entstehungsdatum: 2. Feb 1956
Storycode: W US 15-02
Story: Carl Barks
Zeichnungen: Carl Barks
Seiten: 20
Deutsche Übersetzung: Dr. Erika Fuchs
Deutsche Erstveröffentlichung: Micky Maus Magazin 10/1961
Weiterführendes

link= W US 15-02 Infos zu Der zweitreichste Mann der Welt beim Inducks

Bindfadenhamsterer unter sich (© Egmont Ehapa)

Der zweitreichste Mann der Welt (im Original: The Second-richest Duck) ist eine von Carl Barks gezeichnete Comicgeschichte aus dem Jahr 1956. In dieser Geschichte tritt Mac Moneysac erstmals auf und es kommt zu einem ersten Wettstreit zwischen Dagobert und ihm.

Figuren[Bearbeiten]

Handlung[Bearbeiten]

Dagobert hält Donald mal wieder einen Vortrag über Sparsamkeit und dass er es nur wegen seiner Sparsamkeit zum reichsten Mann der Welt gebracht hat. Diese Sparsamkeit führt auch mit sich, dass er sich keine Zeitung selber kauft, sondern alte Zeitungen im Park aufsammelt. Doch was er da liest begeistert ihn nicht gerade: Ein gewisser Mac Moneysac aus Südafrika behauptet, nun ein Vermögen von fünf Pimpillionen zu haben und somit der reichste Mann der Welt zu sein – noch vor Dagobert! Das kann nicht sein! Sofort begibt Dagobert sich zu seinem Geldspeicher. Gerade wurde sein Gesamtvermögen neu berechnet: fünf Pimpillionen und 396 Tripstrillionen. Uff, Dagobert ist doch noch reicher als Moneysac. Nun will er höchstpersönlich nach Afrika reisen, um das seinem Konkurrenten zu verkünden!

Mit dabei ist seine Rolle Bindfaden, denn Dagobert sammelt Bindfaden und das auch auf Reisen, weshalb die Rolle immer mitmuss. Auf dem Schiff findet er einen besonders langen Faden – doch der gehört einem anderen Bindfadensammler! Die beiden Bindfadenhamsterer geraten sich in die Haare, doch schließlich kommen sie an und sie trennen sich, die Ducks fahren zu Moneysac.

Moneysacs Geldspeicher am Limpopo (© Egmont Ehapa)

Moneysac hat ein großes Anwesen im Tal des Limpopo – und einen gigantischen Geldspeicher, wie Dagobert! Auch Sicherheitsvorkehrungen und so weiter sind identisch. Nachdem er sein Geldbad genommen hat, zeigt Moneysac sich. Er ist der zweite Bindfadensammler vom Schiff! Sofort beginnt der Konkurrenzkampf zwischen den beiden. Moneysac zeigt Dagobert seinen riesigen Speicher voller Geld, doch Dagobert ist natürlich wenig beeindruckt und so fangen die beiden an, ihr Vermögen zu vergleichen. Es beginnt ein stundenlanger Streit, wer nun der reichere sei. Ergebnis: Sie sind gleichreich – nur die Menge an Bindfaden haben sie noch nicht verglichen!

Dagobert Bindfaden mit seinem Glückszehner macht den Unterschied (© Egmont Ehapa)

So beschließen sie, ihren Bindfaden einmal quer durch Afrika zu rollen, um zu sehen, wer mehr hat. Natürlich ist der Weg beschwerlich, hinzu kommt, dass weder Dagobert noch Moneysac sich davor scheuen, den anderen zu betrügen. Schlafmittel, Termiten… schließlich ist Dagobert sogar kurz davor, seinen Konkurrenten in eine Wildtierstampede zu schmeißen. Die beiden schummeln und betrügen, doch es hilft ihnen nichts – am Ende ist der Bindfaden gleichlang! Unentschieden! Wirklich? Nein! Denn Dagobert hat noch ein kleines Stückchen Bindfaden in seiner Tasche, der Bindfaden, an den seine berühmte Nummer 1 befestigt ist! Und dieses Stückchen Bindfaden macht den Unterschied: Dagobert hat gewonnen!

Hintergrund und Bedeutung[Bearbeiten]

Moneysac und Dagobert, die identischen und umso verfeindeteren Konkurrenten (© Egmont Ehapa)

In dieser Geschichte führt Barks einen neuen Konkurrenten Dagoberts ein: Mac Moneysac. Er entwirft ihn als Ebenbild Dagoberts: Ebenso reich (naja, fast so reich), ebenso geizig, schottischer Herkunft, mit einem riesigen Geldspeicher und vor allem, wenn es darum geht, reichster Mann der Welt zu werden oder zu bleiben, betrügerisch und skrupellos. Interessanterweise sind Moneysac und Dagobert hier noch in etwa auf einer Höhe, gleich unehrlich und schummlerisch, es ist sogar Dagobert der kurz davor steht, Moneysac regelrecht umzubringen, indem er versucht, ihn von einem Ast in eine Widtierstampede zu schmeißen. Erst in den zwei späteren Geschichten Barks' mit Moneysac, Der reichste Mann der Welt und Heia Safari, wird dieser sich zum klar skrupelloseren und unfaireren der beiden entwickeln – hier jedoch sind die beiden noch gleich. Der Wettstreit findet zwar in Afrika statt, der wahre Wettstreit wird laut Geoffrey Blum aber in der Seele ausgetragen, in der beide Charaktereigenschaften Dagoberts miteinander kämpfen. Der neue, liebenswerte, ehrliche Dagobert gegen den alten, skrupellosen, der hier in Gestalt von Mac Moneysac auftritt – optisch sehr ähnlich jenem Dagobert von 1949. Barks hatte sich auch seit Der arme reiche Mann nicht mehr derart ausführlich mit Dagoberts Charakter und Motivation beschäftigt.[1] Mit Moneysac greift Barks auf das Thema des bösen Zwillings zurück, das in der Literatur eine bedeutende Rolle spielt, etwa bei Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Moneysac und Dagobert denken sogar in manchen Szenen gleich.

Moneysac blieb der einzige Milliardär, den Barks mehrfach als Dagoberts Gegenspieler verwendet. Während zum Beispiel der Maharadscha von Zasterabad (Der reichste Mann der Welt) oder Klaas Klever (Das Bootsrennen) von Barks nur einmal verwendet wurden, benutzte er Moneysac gleich drei Mal – umso verwunderlicher, dass der bei anderen Autoren vor allem in Italien bald von Klaas Klever verdrängt wurde.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Geoffrey Blum: Onkel Dagoberts Doppelgänger. In: Barks Library Special Onkel Dagobert 11.