Aktuelle Disney-News, spannenden Einblicke und viele Informationen! Über diesen Link gelangst du auf unsere neue 20px-Facebook-Logo 200px.pngacebook-Seite!

Im alten Kalifornien

Aus Duckipedia
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Im alten Kalifornien
In Old California!
Erstveröffentlichung: Mai 1951
Entstehungsdatum: 1950
Storycode: W OS 328-02
Story: Carl Barks
Zeichnungen: Carl Barks
Seiten: 28
Deutsche Übersetzung: Dr. Erika Fuchs
Deutsche Erstveröffentlichung: Disney Comic Bücher 4
Weiterführendes

Ind.PNG Infos zu

Im alten Kalifornien

beim Inducks

Das Kalifornien von heute (© Egmont Ehapa)

Im alten Kalifornien (Original: In Old California!) ist eine Comicgeschichte von Carl Barks. In dieser Geschichte entdecken Donald und seine Neffen das Kalifornien aus dem Jahre 1848.

Figuren[Bearbeiten]


Handlung[Bearbeiten]

Donald und seine Neffen sind unterwegs, um die Sehenswürdigkeiten Kaliforniens zu bewundern. Doch von denen bekommen sie nicht allzu viel zu sehen, denn die Autobahn ist so voll und so chaotisch, dass von einem Blick auf die wundervolle Landschaft abgeraten wird. Donald reicht's und er biegt in eine kleine, ruhige Seitenstraße. Da erzählt er seinen Neffen, dass das Land nicht immer so war. Es war von friedliebenden Indianern besiedelt, die Missionare bauten wundervolle Häuser… Kalifornien war ein Paradies. Donald wollte, er hätte damals gelebt! Und seine Neffen auch. Die Indianer sollen in einer Reserve noch leben, die Neffen wollen sie natürlich unbedingt sehen. Doch auf der Suche nach einem Schild krachen sie mit dem Auto gegen einen Stein… Als sie wieder aufwachen sind sie in dem Indianerdorf. Der Medizinmann bietet ihnen einen Kräutersud zur Besserung an. Die Ducks schlafen wieder ein.

So glauben, die Ducks, hat man sich früher einer Ranch genähert… (© Egmont Ehapa)

Als sie zum zweiten Mal aufwachen, sind sie wieder vollauf gesund. Sie bedanken und verabschieden sich von den Indianern und machen sich auf dem Weg zurück zu ihrem Auto. Doch irgendwie hat sich so einiges verändert. Die Stadt ist weg, genauso wie die Straße und die Felder. Alles ist viel wilder… Bären laufen frei rum und die Berge sind bedeckt von dunklen Wäldern. Was ist los? Sind die Ducks im alten Kalifornien gelandet? Ist ihr Wunsch in Erfüllung gegangen? Ja, so ist es! Da stoßen sie auf ein altes Herrenhaus. Sie nähern sich „auf die alte Art“, wie sie glauben. Auch wenn diese Art nicht wirklich die von früher ist und auf die Herren des Hauses eine eher abstoßende Wirkung hat, werden sie aufgenommen. Und so entdecken sie das kalifornische Leben von früher: Rodeos, Fiestas, Caballeros…

Rolando und Panchita (© Egmont Ehapa)

Doch ganz so einfach ist es nicht. Denn einer der Caballeros, Rolando, ist unsterblich in Panchita, die Tochter des Herren, verliebt. Doch die kann ihn nicht heiraten, denn er ist viel zu arm… Stattdessen scheint es ganz so, als würde sie mit dem stinkreichen Don Porco de Lardo vermählt. Das können die Ducks, die Rolando und Panchita bereits richtig ins Herz geschlossen haben, nicht hinnehmen! Da bekommt Donald eine Idee. Er fragt, welches Jahr sie denn gerade haben. Und es ist – 1848! Das Jahr des großen Goldrausches! Wenn Rolando dort erfolgreich wird, kann er Panchita vielleicht heiraten! Und so sagen sie Rolando, er solle sich auf den Weg zum Sacramento machen, dort wird er Gold finden. Währenddessen machen sich die Ducks auf den Weg nach Monterey, wo sie ein Grundstück kaufen und sich niederlassen wollen. Nach einer anstrengenden Kutschfahrt sind sie angekommen und besehen ihr neues Grundstück. Dort wollen sie ihre eigene Ranch bauen und leben!

Der Wilde Westen (© Egmont Ehapa)

Doch sie haben nicht mit der Wildheit des Wilden Westens gerechnet. Denn kaum sind sie auf ihrem Grundstück angekommen, werden sie auch schon wieder verjagt… Von einem Mann namens Ezry, der Gewalt nicht scheut. Er nimmt ihr Land in Besitz und die Ducks müssen fliehen. Sie kommen nach Sutters Port am Sacramento, wo sie sich Munition kaufen wollen, um sich im Wilden Westen durchschlagen zu können. Doch der Ort ist gerammelt voll und der Ruf nach Gold schallt durch die Luft – dass Gold gefunden wurde, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Und auch Donald wird vom Goldfieber erfasst. Und er findet tatsächlich einen Uferstreifen, wo man die Nuggets nur aufzuheben braucht! Doch wieder wird er von der Wildheit des Westens überrumpelt und ausgetrickst. Doch diesmal kommt ihm Rolando, der ja auch in der Gegend ist, zur Hilfe und verjagt die Eindringlinge. Und so machen sich die vier, Rolando und die Ducks, gemeinsam auf Goldsuche. Nach einiger Zeit haben sie so viel gefunden, dass Rolando reich genug ist, um Panchita zu heiraten. Er bedankt sich herzlich bei den Ducks und macht sich auf den Rückweg.

Die Ducks legen sich schlafen. Als sie aufwachen, befinden sie sich in einem modernen Krankenhaus. Sie haben 6 Monate geschlafen! Das muss ein starkes Gebräu gewesen sein, das der indianische Medizinmann ihnen gegeben hat… Doch nun sind sie wieder vollauf gesund und machen sich endgültig auf den Rückweg, nicht ohne sich noch einmal vom alten Kalifornien zu verabschieden…


Bedeutung und historische Hintergründe[Bearbeiten]

Dieser Comic ist eine der Geschichten von Carl Barks, in der er seine Liebe für amerikanische Geschichte und Kultur, sowie seine Nostalgie am weitesten getrieben hat. Er lässt die Ducks hier in das Kalifornien des Jahres 1848 reisen, mit den Missionshäusern, spanischen Ranchs, Señorita, Fiestas und vor allem dem Goldrausch. All diese Ereignisse, Gebäude und Figuren, sowie die alte kalifornische Landschaft stellt Barks anhand seiner umfangreichen National-Geographic-Sammlung höchst authentisch dar. Das alte Missionshaus erinnert sehr an die real existierende San-Juan-Capistrano-Mission, die Sicht, die man kurz auf Los Angeles hat, ist sehr authentisch, genau wie das Bild von Fort Sutter. Gleiches gilt für das Herrenhaus, das Indianerreservat[1].

Der kalifornische Goldrausch von 1848 gilt als einer der größten aller Zeiten. Denn die Meldung eines Goldfundes bei Fort Sutter wurde extrem aufgebauscht, schnell sprachen die Leute von unglaublichen Goldvorkommen. Mehrere 100 000 Menschen zogen nach Kalifornien an den Sacramento, um ihr Glück zu suchen. Das hatte schlimme Folgen. Zum einen wurden die Indianer ausgerottet, weil die Goldsucher unbekannte Krankheiten mitbrachten, zum anderen wurden die Kugeln zum Gesetz und die Gauner wurden die Herrscher. Die zwei Aspekte, die Barks besonders ausbaut, sind die Wildheit und Gesetzeslosigkeit dieser Zeit, verkörpert durch Ezry, sowie die Legende der herumliegenden Nuggets, bloß dass es hier tatsächlich so ist, dass die Ducks einen Claim entdecken, wo man sich nur zu bücken braucht. Das Thema des Goldrausches verwendete Barks später noch öfter, indem er Dagobert an mehreren Goldraüschen teilnehmen ließ, allerdings nicht in Kalifornien.

Dia-Show des alten Kalifornien nach Carl Barks

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Carl Barks bezeichnet Im alten Kalifornien zusammen mit Im Land der viereckigen Eier als seine Lieblingsgeschichte.
  • Die Geschichte von Rolando und Panchita ist angelehnt an den Roman Ramona von Helen Hunt Jackson, in dem es um die unglückliche Liebe zwischen Ramona und Alessandro, hier natürlich Panchita und Rolando, geht. Allerdings gibt es dort, im Gegensatz zu Im alten Kalifornien, kein Happy End[1].


Deutsche Veröffentlichungen[Bearbeiten]


Weblinks[Bearbeiten]


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Lidia Cannatella in Carl Barks – Der Vater der Ducks, Das alte Kalifornien des Carl Barks, S. 76-81