LTB 41: Rezension

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In diesem Artikel kann jeder seine persönliche Meinung zu den im LTB 41 erschienenen Geschichten verfassen. Eine Unterschrift unter jedem Kommentar ist erwünscht (einzufügen mit ~~~~). Die Geschichten können mit Highlight Highlight, Gut Gut, Mittelmaß Mittelmaß oder Schlecht Schlecht bewertet werden. Bei der Bewertung sollten Zeichnungen, Plot und Übersetzungen mit einbezogen werden.


LTB 41 in der Orignalausgabe (© Disney, © Egmont Ehapa)

Cover[Bearbeiten]

Die Verwandlung[Bearbeiten]

Gut Die berühmte erste Phantomias-Geschichte – zu meinen LTB-Favoriten gehört sie nicht, obwohl sie ganz gut ausgedacht und erzählt ist (Text: Elisa Penna und Guido Martina, Zeichnungen: Giovan Battista Carpi). Was mir an dieser Story in die Quere kommt, ist die Tatsache, dass Donald zu Beginn als ekelhafter Despot dargestellt wird – wie so oft bei Martina. Gegenüber seinen Neffen benimmt Donald sich nicht besser als Dagobert sich ihm gegenüber benimmt. Gerade in dieser Geschichte stört mich dies mehr als sonst – der Rächer der Unterdrückten ist selber ein Unterdrücker. Dass Donald hier vor allem an ihm begangenes Unrecht rächt, passt besser zu Donalds Charakter als der „Handlanger der Polizei“ der späteren Phantomias-Abenteuer. Die gut komponierte Geschichte plus Carpis Zeichnungen sind für die Grünfärbung verantwortlich. --Silly Symphony, Oktober 2005

Phantomias in Aktion[Bearbeiten]

Gut Phantomias in Aktion zeigt nun diese ebenfalls von Guido Martina geschriebene und von Romano Scarpa gezeichnete Geschichte. Auch hier ist mein Eindruck zwiespältig: Sehr schön die Darstellung der düsentriebschen Gadgets und von Phantomias’ Geheimversteck, sehr schön auch die Zeichnungen. Diesmal kann ich mich aber mit der Story nicht wirklich anfreunden: Auf plumpe Weise werde da Feindbilder (hier: Gustav Gans) aufgewärmt, Gustavs demütigendes Verhalten Donald gegenüber wird extra dick aufgetragen – den Zweck riecht man zehn Meter gegen den Wind: Damit Donald/Phantomias es ihm zuletzt so richtig heimzahlen darf. Sowas ist mir zu billig! Scarpas Zeichnungen und einige schöne Story-Vignetten bewirken ganz knapp noch eine Grünfärbung. --Silly Symphony, Oktober 2005

Phantomias übertrifft sich selbst[Bearbeiten]

Mittelmaß Hier wirkt sich die Tatsache, dass Autor Guido Martina Donald als unterdrückerisches Ekel zeichnet, m. E. am stärksten aus. Dass Donald zuletzt von den Kindern Entenhausens gefeiert wird, erscheint als purer Zynismus, denn vorher wurde man Zeuge, wie schändlich er seine eigenen Neffen be- oder genauer misshandelt hat. Da ist in der Geschichte ein Bruch: wer die ihm anvertrauten Kinder schon so schlecht behandelt, kümmert sich doch auch keinen Deut darum, ob ein ruchloser Geschäftsmann (hier: Klaas Klever) fremden Kindern das Geld aus der Tasche zieht. Zeichnungen von Massimo De Vita. --Silly Symphony, Oktober 2005

Phantomias schlägt wieder zu[Bearbeiten]

Mittelmaß In dieser letzten Geschichte dieses Bandes (wieder von Guido Martina) schlägt Donald/ Phantomias erneut Gustav und Onkel Dagobert ein Schnippchen. Eines Morgens taucht am Himmel plötzlich Phantomias auf. Er fliegt einmal über die Stadt, und am nächsten Tag wird Donald (aus unerfindlichen Gründen) öffentlich verdächtigt, Phantomias zu sein. Die Kinder ziehen zu Oma, weil sie „nicht in einem Haus bleiben wollen, wo der Onkel den Rächer spielt“. Nun muss Donald herausfinden, woher dieser zweite Phantomias kommt und wer er ist. Die Spur führt zu Onkel Dagobert, und die Auflösung der Geschichte vermag ebenso wenig zu überzeugen wie deren Exposition. Von Romano Scarpa schön gezeichnetes Mittelfeld. --Silly Symphony, Oktober 2005

Fazit[Bearbeiten]

Wiedermal stelle ich fest, dass ich die Sache im Gegensatz zu den vorgängigen Autoren in diesem Thread nicht so rosig sehe. Damit dies klargestellt ist: Ich will damit kein Sakrileg begehen, ich drücke nur meine ehrliche Meinung aus – und die ist zu diesem LTB nun mal „nur“ moderat positiv. Die Geschichten sind mir, mit Ausnahme der ersten, zu einfach gestrickt. Donald empfinde ich hier alles andere als sympathisch; er gleicht sich seinen Widersachern auf der Ekel-Skala ganz und gar an. Die Sympathieträger dieses Bandes heißen Tick, Trick und Track – vielleicht müsste mal für sie ein Phantomias erfunden werden! So, das war's. Ich bin sicher, LTB 41 wird diese Zeilen überleben! --Silly Symphony, Oktober 2005