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Peter Ellenshaw

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(©Disney)

Peter Ellenshaw (*24. Mai 1913 in London; †12. Februar 2007 in Santa Barbera), auch William Ellenshaw, war der bekannteste Mattepainter der Spielfilmgeschichte. Zusätzlich arbeitete er als Spezialeffekt-Experte und war vier Jahrzehnte lang bei Walt Disney beschäftigt. Ab 1935 entwickelte er so bis in die Neunzigerjahre Hintergrundbilder für zahlreiche Filmerfolge, wie 20.000 Meilen unter dem Meer (1954) und Mary Poppins (1964). Ellenshaw wurde vier mal für den Oscar nominiert, 1965 konnte er ihn mit der Verfilmung von Helen Goffs Roman gewinnen. Sein Sohn Harrison (*1945) folgte seinem Vater und wurde ebenfalls Mattepainter, später stand er an der Spitze von Disneys Spezialeffekt-Firma. Nach seiner ersten Anstellung bei Disney 1947 war Peter Ellenshaw eigentlich schon nach Das schwarze Loch 1979 in Rente gegangen, wurde dann aber für Dick Tracy (1990) wieder aktiv. Später zog er sich zurück, malte aber weiter Bilder, oft mit klassischen Meisterwerk-Motiven.

Nach seinem Eintritt in den Ruhestand wurde Peter Ellenshaw 1993 mit dem Disney Legends-Award ausgezeichnet. Bis zu seinem Tod am 12. Februar 2007 trat er regelmäßig bei Disney-Veranstaltungen auf. Das Mattepainting hat eine lange Tradition in der Familie, schon Walter Percy Day, Peter Ellenshaws Stiefvater, hatte in den frühen Zwanzigerjahren damit begonnen. Peter Ellenshaws Bilder werden heute teilweise für mehrere zehntausend Dollar gehandelt und selbst Drucke erreichen vierstellige Preise.

Eröffnungssequenz aus Mary Poppins, gemalt von Peter Ellenshaw (©Disney)

Biographie[Bearbeiten]

Frühe Jahre[Bearbeiten]

Peter Ellenshaw mit einem seiner Bilder

Peter Ellenshaw wurde am 24. Mai 1913 als William Ellenshaw in London, England geboren. Ein Jahr vor Ausbruch des ersten Weltkrieges auf die Welt gekommen, wuchs er in der Grafschaft Essex nördlich von London auf. Während der deutschen Bombenangriffe in der Mitte des Jahrzehnts gerieten die Ellenshaws dort unter die Angriffe von Zeppelinen, denen sie teilweise nur knapp entgingen. Peter Ellenshaws Mutter versteckte ihre Kinder, die vorher von ihr mit Stiften und Papier ausgerüstet worden waren, während der Angriffe immer unter dem Küchentisch 1.

"War was the devil that haunted all of us, driving out happier memories."
Ellenshaw under glass, 2003

Die oft gehörte Behauptung, Peter Ellenshaws Vater sei im ersten Weltkrieg gestorben, ist erfunden; dies geschah erst Anfang der Zwanzigerjahre. Mit dem Zeichnen während der Zeppelinangriffe begann Ellenshaws Leidenschaft für die Kunst, durch eine neue Heirat seiner Mutter wurde ein weiterer Grundstein in seine spätere Berufsrichtung gelegt; nachdem die Familie Ellenshaw vor dem Tod des Vaters nach Irland gezogen war, trat nun Walter Percy "Poppa" Day als sein Stiefvater ins Leben von Peter Ellenshaw. Das bedeutete eine große Umstellung für ihn, da sie nun wiederum umzogen und er eine Ausbildung an einer Privatschule in Irland abbrechen musste. Nun in Kent, südlich von London, ließ sich die Familie entgültig nieder, was damit zusammenhing, dass Walter Percy Day Ende er Zwanzigerjahre bei Alexander Korda als Mattepainter untergekommen war, nachdem er sich ab den frühen Zwanzigerjahren in französischen Produktionen einen Namen gemacht hatte. Day hatte selbst zwei Söhne mit in die Ehe gebracht, Arthur George (1909-1952) und Thomas Sydney (1912-1985), die ebenfalls Ende der Vierziger einmalig im Filmgeschäft arbeiteten. Peter Ellenshaws Werdegang sah zuerst nach einem anderen aus, nachdem er ab 1927 als Kfz-Mechaniker in einer Garage arbeitete, da die Familie Geld brauchte. Dafür hatte er sogar die Schule verlassen müssen. Dies blieb allerdings nicht lange so, da sein Stiefvater sein Talent erkannt hatte und ihn seinem Freund und Arbeitgeber Alexander Korda vorstellte. Dieser war begeistert und stellte ihn erstmals für "Things to Come" (1936) an. Peter Ellenshaw hatte nie eine künstlerische Ausbildung genossen, sodass er fast nur assistierte und anderen Mattepaintern den Vorrang lassen musste, Walter Percy Day blieb aber lange sein Mentor, bis dieser 1948 in den Ruhestand trat, kurz nachdem Peter Ellenshaw zu Walt Disney gewechselt hatte. Als sein Stiefsohn in den Fünfzigerjahren in die USA immigrierte, folgte er ihm dorthin, wo er am 20. Mai 1965 im Alter von 86 Jahren in Los Angeles starb. 1941 wurde Peter Ellenshaw dann in die britische Armee eingezogen und diente dort bis Ende des Krieges bei der Luftwaffe.

Arbeit bei Disney[Bearbeiten]

Peter Ellenshaw zusammen mit "Käpt'n Nemo" James Mason (1953)

Peter Ellenshaw arbeitete nach dem Zweiten Weltkrieg kurz für die US-Amerikanischen Metro-Goldwyn-Mayer-Studios, bevor er sie 1947 2 nach nur einem Jahr wieder verließ. Grund dafür war die Eröffnung einer britischen Produktionsfirma von Walt Disney, den Peter Ellenshaw Ende der Vierzigerjahre persönlich traf. Dort wollte Disney Realfilme mit englischen Schauspielern drehen lassen, was er dann mit seinem ersten großen Spielfilm, Die Schatzinsel im Jahr 1950 in die Tat umsetzte. Regisseur Byron Haskin inszenierte nach dem bekannten Roman von Robert Luis Stevenson (nicht verwandt mit dem gleichnamigen Robert Stevenson), Peter Ellenshaw malte für den Film Hintergründe, auf denen das alte London zu sehen war. Walt Disney hatte ihn ursprünglich ausschließlich für diese Aufgabe ausgesucht. Nachdem der Film ein Erfolg geworden war, arbeitete Ellenshaw von London aus weiter an Spielfilmen der Walt Disney Studios, wie Robin Hood, Rebell des Königs (1952) oder Eine Prinzessin verliebt sich, der im Jahr 1953 seine Premiere feierte. Bei Beiden führte Ken Annakin, Namensgeber der Hauptfigur aus George Lucas' Star Wars, Regie, mit dem er auch später noch zusammenarbeitete. Nachdem diese Filme abgedreht waren, bat Walt Disney ihn, nach Kalifornien zu kommen, um am Monumentalprojekt 20.000 Meilen unter dem Meer mitzuarbeiten. Angekommen in den USA entwickelte sich eine tiefere Freundschaft zwischen Walt Disney und Peter Ellenshaw, die sich bis zu seinem Tod 1966 erhielt (siehe dazu den Abschnitt An Walt Disneys Sterbebett).

"Walt was the dominant figure in my life for all those years. He talked to me as a father would. I cherished our relationship."
Ellenshaw under glass, 2003
Richard Fleischers Film 20.000 Meilen unter dem Meer wurde schlussendlich vor allem für seine Unterwasseraufnahmen bekannt, die selbst im wissenschaftlichen Bereich für ihre Fortgeschrittenheit viel Lob ernteten. Für Peter Ellenshaw bedeuteten sie den entgültigen Durchbruch.
Ellenshaw malt Disneyland
So wurde er bis zu seinem Ruhestand bei vielen Realfilmproduktionen zum künstlerischen Leiter ernannt und setzte Maßstäbe im Bereich des Mattepainting, die in ihrer Gesamtheit heute vor allem dadurch nicht mehr viel Aufmerksamkeit erhalten, dass die Computertechnik viele Arbeitsgänge überflüssig macht. Im klassischen Mattepainting, das sich vom deutschen Wort "Matte" als Malfläche ableitet, wurde vor allem auf Glas und Leinwand gemalt, heute entstehen fast alle Mattes digital. Zu Zeiten von Peter Ellenshaw wurden viele Produktionen der Kostensparung wegen in Studios abgedreht, weshalb die Hintergründe stets künstlich entstehen mussten. Aber auch bei heutigen Filmen, deren Finanzplan jeglichen Drehort zulassen, wird weiter auf graphisch erstellte Hintergründe zurückgegriffen, so zum Beispiel bei Herr der Ringe oder Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia, meist in Verbindung mit modernen Green- und Bluescreenverfahren. Doch auch noch für eher für Computereffekte bekannte Filme, insbesondere Star Wars, griff man auf komplett gemalte Mattes zurück, die unter anderem Peter Ellenshaws Sohn, Harrison, anfertigte. Für einen klassischen Film, wie er in den Fünfziger- und Sechzigerjahren entstand, wurde auf mehrere hundert Mattes zurückgegriffen, teilweise sehr detailliert, aber auch in Großformaten mit weniger Einzelheiten. So fertigte allein Peter Ellenshaw für Mary Poppins Anfang der Sechziger exakt 102 Gemälde an, die London zeigten. Mary Poppins wurde komplett im Studio abgedreht, trotzdem erweckt die Arbeit von Ellenshaw den Eindruck einer realistischen Umgebung. Der Regisseur des Musicals, welches vom American Film Institute als sechstbestes seiner Art bestimmt wurde, Robert Stevenson, erhielt für seine Arbeit eine Oscarnominierung, Peter Ellenshaw erhielt das begehrte Goldmännchen zusammen mit Hamilton Luske und Eustace Lycett, die für andere visuelle Effekte verantwortlich waren.
Peter Ellenshaw zusammen mit Walt Disney (1960s, ©Disney)

In der Folge drehte er weitere Disneyfilme mit den renommiertesten Regisseuren des Disney-Studios, in erster Linie Robert Stevenson und Norman Foster. Dabei wandte er sich auch immer wieder den Spezialeffekten zu, wie in Der glücklichste Millionär und Insel am Ende der Welt. Der glücklichste Millionär war 1966 der Film gewesen, den Walt Disney als letzten persönlich betreute, bevor er sich im Krankenhaus einer schlussendlich vergebenen Behandlung unterzog. Er kam im folgenden Jahr in die Kinos.

"After Walt was gone, things were different. I ceased to be as interested in film making."
Ellenshaw under glass, 2003

Nur wenige Monate nach dem Tod von Walt Disney am 15. Dezember zog sich Peter Ellenshaw teilweise aus dem Filmgeschäft zurück. Zwar arbeitete er weiter für Disney, den Großteil seiner 34 Filme für das Studio hatte er aber, fast im Akkord, davor bearbeitet. Es erscheint fast sarkastisch, dass er drei von vier Oscarnominierung erhielt, nachdem er wegen Disneys Tod seine Arbeit weitgehend aufgegeben hatte. Diese betrafen Die tollkühne Hexe in ihren fliegenden Bett (1971) und Insel am Ende der Welt (1974), bei beiden führte Robert Stevenson die Regie. Peter Ellenshaw war jeweils in der Kategorie "Bestes Szenenbild" nominiert, also für Aktivitäten, die nicht auf sein Hauptberufsfeld Mattepainter zurückzuführen waren. Nachdem sein Sohn Harrison 1972 mit The Castaway Cowboy sein Film- und Disneydebut gegeben hatte, arbeitete er Ende der Siebzigerjahre zum ersten mal als Mattepainter mit ihm zusammen; das Ergebnis ließ sich in Das schwarze Loch bestaunen, Peter Ellenshaws offiziell letztem Film für die Walt Disney Pictures, die mit den zweiten Dark Ages zu dieser Zeit beinahe in den Ruin steuerten. Dick Tracy sollte 1990 sein entgültig letzter Film für Disney werden, den er, fast 80 Jahre alt, mit seinem Sohn als Mattepainter betreute.

An Walt Disney Sterbebett[Bearbeiten]

Peter Ellenshaws Gemälde für Walt Disney (©Ellenshaw)

2003 beschrieb Peter Ellenshaw in seinem Buch "Ellenshaw under glass" eine letzte Anekdote mit seinem Freund Walt Disney, der ihn 1947 zu den Walt Disney Studios gebracht hatte. Ende 1966 lag Disney unheilbar erkrankt an Lungenkrebs im Krankenhaus in St. Joseph's, gegenüber des Studios in Los Angeles. Da Walt Disney es keinem erlaubte, ihn nach einer fehlgeschlagenen Operation zu besuchen, suchte Ellenshaw nach einer anderen Möglichkeit, seinem Mentor eine Freude zu bereiten. Er malte ein Bild, auf dem ein Smoke Tree (Psorothamnus spinosus) zu sehen ist, eine Strauchart, die Baumhöhe erreichen kann und in kalifornischen Trockengebieten häufig zu finden ist. Dies schien ihm am passendsten, da Walt Disney die Wüste liebte und mit Die Wüste lebt einer seiner bekanntesten Dokumentarfilme von ihr handelt. Doch auch mit dem Bild verweigerte Walt Disney ihm den Zugang, da er vermeiden wollte, das seine Vertrauten ihn im Sterben liegen sehen.

"I called his secretary, Tommie Wilck, who told me, no, (Walt) didn't want anyone to see him in the condition he was in, but she would take it to him. Later, she told me it was hung on the wall so he could look at it, and he would proudly tell the nurses how one of his boys painted it for him."3

Der 1901 geborene Walt Disney starb schließlich am 15. Dezember 1966 an Lungenkrebs.

Familie[Bearbeiten]

Die Familie Ellenshaw-Day ist die mit Sicherheit einflussreichste Mattepainting-Familie der Filmgeschichte. Angefangen bei Walter Percy Day, Peter Ellenshaws Stiefvater, dessen Söhnen Thomas Sidney Day und Arthur George Day, Peter Ellenshaw selber, seinen Kindern, Lynda und Harrison, bis zum Sohn von letzterem, Michael, waren alle vier Generationen mindestens einmal in diesem Beruf aktiv. Seine eigene Familie gründete Peter Ellenshaw 1942, als er Bobbie Palmer heiratete. Sie verstarb im Jahr 2000, nach 58 Jahren Ehe 4. Zusammen hatten Peter und Bobbie Ellenshaw zwei Kinder, die ebenfalls ins Filmgeschäft einstiegen, was ihnen durch die Beziehungen ihrers Vaters besonders leicht gemacht wurde. Jedoch haben beide, sowohl Lynda als auch Harrison Ellenshaw nicht nur für die Disney-Studios gearbeitet, sondern auch für andere Produzenten.

Lynda Ellenshaw stieg 1980 ins Filmgeschäft ein. Im Gegensatz zu ihrem Vater konzentriert sich ihre Arbeit mehr auf die Spezialeffekte in Filmen. Ihr erster Film war Tron (1982), einer der wenigen Disney-Realfimerfolge dieser Zeit, anschließend arbeitete sie an Erfolgen wie dem ersten Ghostbusters-Film und "Poltergeist 2" mit. Zusammen mit ihrem Bruder Harisson produzierte sie 1989 "Dead Silence", bei dem letzterer auch Regie führte. Nach "Superman IV" arbeitete sie wieder für die Disney-Studios, mit "Dick Tracy" (1990) wirkte sie auch am letzten Film ihres Vaters mit.
Peter Ellenshaw im Ruhestand
Bei dieser Produktion verwendete sie zum ersten mal den Künstlernamen Lynda Lemon, kurze Zeit darauf heiratete sie und nannte sich fortan auch Ellenshaw-Thompson. Im Gegensatz zu ihrem Bruder war sie durchgängig aktiv, ihr größter Erfolg in den letzten Jahren war die Fortsetzung von Scary Movie, Scary Movie 2. 2007 kam mit Evan Almighty, besser bekannt als der zweite Teil von Bruce Allmächtig, ihr vorerst letzter Film in die Kinos.

Am 20. Juli 1945 wurde Harrison Ellenshaw geboren, der zuerst den Namen seines Vaters Peter trug. Er änderte ihn später, angelehnt an seine Geburtsstadt Harrisburg in Pennsylvania. Schon davor nannte er sich in Filmen in erster Linie "P.S.Ellenshaw". Er begann seine Karriere beim Film 1974 mit dem Disneyfilm "The Castaway Cowboy", es folgten unter anderem mit The Shaggy D.A. und Gus (beide 1976) weitere Filme des Studios, bis er sich George Lucas' Krieg der Sterne zuwand. Dort arbeitete er als Mattepainter, wie auch in den Filmen zuvor. Zudem wirkte Harrison Ellenshaw am vierten Teil der Star-Wars-Saga mit. Zusammen mit seinem Vater arbeitete er an dessen offiziell letztem Film, Das schwarze Loch (1979), für den sie beide mit einer Oscar-Nominierung bedacht wurden, jedoch letztendlich leer ausgingen. Nach seiner Rückkehr zu Disney 1989 arbeitete er an Dick Tracy und wurde später Leiter von Buena Vista Visual Effects. Er führte Disneys Effekte-Firma sechs Jahre erfolgreich, so dass über 40 Filme entstanden, die auch von anderen Studios, wie Warner Bros. oder 20th Century Fox produziert wurden. Harrison Ellenshaw, der in den Siebzigern von Alan Maley zum Mattepainter ausgebildet worden war, arbeitete zu dieser Zeit schon nicht mehr in seinem eigentlichen Beruf. Nachdem er sein Amt als Chef von Buena Vista Visual Effects abgelegt hatte, zog er sich weitgehend aus dem Filmgeschäft zurück. Im Jahr 2006 fing er jedoch mit Recherchen zu einem Film über seinen Großvater, Walter Percy Day an, der Disorted Frequencies heißen soll. 2002 erhielt er einen Ehrendoktortitel der Universität San Francisco. Harrison Ellenshaw ist Mitglied der "Academy of Motion Picture Arts and Sciences" (AMPAS), die jährlich den Oscar verleiht und der "British Academy of Film and Television Arts" (BAFTA). Sein Sohn Michael war ebenfalls kurzzeitig beim Film tätig.

Letzte Jahre[Bearbeiten]

Peter und Harrison Ellenshaws Entwurf zu 75 InspEARations

Peter Ellenshaw hatte auch im Alter, sieht man von einer leichten Sehschwäche ab, die ihn allerdings nicht behinderte und nur zeitweise dazu führte, dass er als Brillenträger auftrat, nie körperliche oder geistige Probleme. Bis zu seinem Tod malte er nahezu täglich an neuen Gemälden, die sowohl im realistischen Bereich angesiedelt waren als auch klassische Disney-Motive zeigten; so existieren mehrere Bilder, auf denen zum Beispiel Szenen aus Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937) zu sehen sind. Zusammen mit seinem Sohn Harrison verkaufte er seine Kunst, unter anderem über die eigene Website, ellenshaw.com (siehe Weblinks). 1993 wurde Peter Ellenshaw als Disney Legend ausgezeichnet. Er wurde auch als Buchautor aktiv und veröffentlichte 1996 eine Sammlung seiner Werke unter dem Titel "The Garden Within: The Art of Peter Ellenshaw" und 2003 dann seine Autobiographie "Ellenshaw under glass". Obwohl seine Frau im Jahr 2000 verstarb, blieb er weiter aktiv. So gestaltete er eine Figur zusammen mit seinem Sohn Harrison Ellenshaw, die Micky Maus' 75. Geburtstag gewidmet war. Auch andere Personen, darunter Elton John, entwarfen Figuren, die unter dem Titel 75 InspEARations in Disneyland ausgestellt wurden5. Peter Ellenshaw verstarb am 12. Februar 2007 im Alter von 93 Jahren in Santa Barbera, Kalifornien, unter großer Anteilnahme von Filmliebhabern und -historikern. Er hinterließ seinen Sohn Harrison, seine Tochter Lynda und die beiden Enkel Michael und Hilary Ellenshaw.

"Peter was a Disney legend in every sense of the word and played a vital role in the creation of many of the Studio's greatest live-action films from the very beginning. He was a brilliant and innovative visual effects pioneer who was able to consistently please my Uncle Walt, and push the boundaries of the medium to fantastic new heights. From his incredibly beautiful and effective matte paintings for films like 'Mary Poppins,' 'Treasure Island,' and '20,000 Leagues...,' to his landmark painting of the iconic Disneyland map, he was a true master of his art. Outside of the Studio, he was a fantastic painter in his own right, and I always loved his Irish paintings and felt that he did the best seascapes in the world."
Roy Edward Disney, Neffe von Walt Disney, ehemaliger Vizedirektor der WDC6


"One of the reasons I know there is a God is that blind forces could not have created a lifelong beauty-seeker and beauty-maker like Peter Ellenshaw."
John Culhane, Journalist, Schriftsteller und Filmhistoriker

Auszeichnungen[Bearbeiten]

In seiner Karriere wurde Peter Ellenshaw viermal für einen Oscar nominiert.

Filmographie (Auswahl)[Bearbeiten]

Mattepainting[Bearbeiten]

Das Hauptstandbein von Peter Ellenshaws Arbeit war das Mattepanting, im folgenden sind einige seiner Filme und Serien aufgeführt, zudem alle Produktionen aus dem Hause Disney. Bis zu seinem Wechsel zu Walt Disney Ende der Vierzigerjahre war Ellenshaw nie leitender Mattepainter, das änderte sich beim neuen Arbeitgeber. Durch sein erfolgreiches Mitwirken an 20.000 Meilen unter dem Meer wurde das in ihn gesteckte Vertrauen gerechtfertigt, so dass er sich bei Disney entgültig als einer der leitenden Künstler bei großen Realfimproduktionen durchsetzte. Fehlende Filme mitte der Vierzigerjahre erklären sich durch Peter Ellenshaws Einsatz als Soldat im Zweiten Weltkrieg.

Mary Poppins (© Disney)

Spezialeffekte[Bearbeiten]

Ende der Fünfzigerjahre begann Peter Ellenshaw neben dem Mattepainting auch an Spezialeffekten zu arbeiten. Diese sind nicht zu verwechseln mit visuellen Effekten. Teilweise arbeitete er an einem Film sowohl als Mattepainter als auch an den Spezialeffekten.

Quellen[Bearbeiten]

1Beruht auf einer Angabe des Buches "Ellenshaw under glass", Zitat: "My mother put us under the kitchen table while the zeppelins were overhead and gave us pencils and paper to draw with."
2Richtet sich nach einer Angabe aus Peter Ellenshaws Buch "Ellenshaw under glass", andere Angaben sprechen von 1948. Dazu gehört Disney Legends.com
3Zitat aus einem Nachruf von Jim Hill. zu deutsch: "Ich rief seine Sekretärin, Tommie Wilck, die mir erzählte, nein, er wolle nicht, dass ihn jemand in seiner Verfassung sehe, aber sie würde es ihm geben. Später erzählte sie mir, es würde an der Wand hängen, so dass er es anschauen könne und den Schwestern stolz erzählen, einer seiner Jungs hätte es für ihn gemalt."
4Bobbie Palmers Todesjahr bezieht sich auf einen Nachruf auf www.ellenshaw.com. Laut der Internet Movie Database starb sie erst im Jahr 2001. Da Erstere Quelle aber in direkter Verbindung mit der Familie Ellenshaw steht, basiert das Datum im Artikel auf ihr.
5Siehe auch "Tagesschau"-Ausschnitt
6Zitiertes Zitat aus einem Offiziellen Nachruf

Weblinks[Bearbeiten]