LTB 31: Rezension

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In diesem Artikel kann jeder seine persönliche Meinung zu den im LTB 31 erschienenen Geschichten verfassen. Eine Unterschrift unter jedem Kommentar ist erwünscht, mit 3 oder 4 Tilden. Die Geschichten können mit Highlight Highlight, Gut Gut, Mittelmaß Mittelmaß oder Schlecht Schlecht bewertet werden. Bei der Bewertung sollten Zeichnungen, Plot und Übersetzung miteinbezogen werden.

Cover[Bearbeiten]

Der Hund mit der goldenen Nase[Bearbeiten]

  • 41 Seiten

Mittelmaß Donald soll ein Paket für Dagobert in Empfang nehmen und bei sich lagern. Da sich darin ein „Goldspürhund“ aus dem fernen Klondike befindet, haben Donald und die drei Kleinen bald jede Menge Ärger am Hals. Die Geschichte krankt daran, dass eine schwache Story auf 41 Seiten aufgeblasen wird. So ermüden die Uralt-Scherzchen zum Thema „ein monströses Hundeviech im Haus eines Hundehassers“ schnell. Von Autor Guido Martina existieren bessere Storys (z. Bsp. die folgende), diese hier wurde von Luciano Gatto leidlich ansprechend umgesetzt… Insgesamt eine eher lustlose Angelegenheit! --Silly Symphony, September 2005

Die rigorose Räumungsklage[Bearbeiten]

  • 33 Seiten

Gut Hier kommt bereits die beste Geschichte dieses Bandes. Ebenfalls geschrieben von Guido Martina und gezeichnet vom unvergleichlichen Romano Scarpa, befindet sie sich in deutlich höheren Qualitätssphären als die vorhergehende! Sogfältig und gewitzt im Aufbau, konsequent auf den Schluss hin konzipiert und bilddramaturgisch sehr schön umgesetzt. Ein wahres Lesevergnügen! Dagobert verkauft Donalds Häuschen an einen reichen Kanapee-Produzenten, der angibt, seine Kindheit darin verbracht zu haben. In der Folge werden Dagoberts Bemühnungen vorgeführt, Donald das Kündigungsschreiben persönlich auszuhändigen. Denn wenn er's nicht persönlich übergibt, ist es rechtlich nicht gültig. Da Donald dies weiß, entbrennt ein amüsant inszeniertes Katz- und Mausspiel. Sehr schön! --Silly Symphony, September 2005

Die heissbegehrte Zeitmaschine[Bearbeiten]

  • 34 Seiten

Schlecht Obwohl sich hier wieder Guido Martina als Autor verantwortlich zeichnet, bleibt diese Story weit hinter der vorhergehenden zurück, nicht zuletzt dank den unbeholfenen Zeichnungen von Luciano Capitanio. Tick, Trick und Track sollen Dagoberts Fernseher vom Reparaturdiest abholen. Durch eine Verwechslung bekommen sie Daniel Düsentriebs fast identisch aussehende Zeitmaschine ausgehändigt. Den Zufall, dass die Zeitmaschine Dagoberts Fernseher zum Verwechseln ähnlich sieht, würde man mit viel gutem Willen ja noch schlucken; die Tatsache, dass der geniale Erfinder seine Zeitmaschine zwecks Lackierens zum Reparaturdienst bringt, ist hingegen schlicht lachhaft! Sodann sind zwei Ganoven hinter der Zeitmaschine her. Bei ihren Unternehmungen benehmen sie sich so auffällig gangsterhaft, dass man sich wundert, wie die beiden überhaupt so lange unbehelligt von jeglichem öffentlich erregtem Verdacht auf freiem Fuß bleiben können. Dass Düsentrieb dann auch noch Tick, Trick und Track an die bösen Buben verrät, ist schon sehr starker Tobak! Irgendwie wird die Story schließlich zu ihrem Happy-End gebracht, und man ist froh, dass sie vorbei ist. --Silly Symphony, September 2005

Ein Star wird geboren[Bearbeiten]

  • 35 Seiten

Schlecht Eine Geschichte, die auch nicht besser ist als die vorhergehende. Dank der nachlässig-schlechten Übersetzung wird sie zusätzlich heruntergezogen. Es geht um die damals (1974) wohl populäre Rockmusik. Die drei kleinen Ducks schlachten ihr Sparschwein, um sich die Schallplatten ihrer Lieblingsband zu kaufen. Ob des Gedröhnes flippt Donald aus, worauf seine drei Neffen von Zuhause weglaufen. Sie werden von einer Polizistin, in der eigentlich eine Rockerbraut schlummert, aufgegabelt, und zum Empfang des Rockstars Neickel Heckson (nein, wie originell!!) nach Gansbach mitgenommen. Donald trifft in dem Moment dort ein, wo die vier gerade die Ausstellung ausgefallener Instrumenten besuchen. Er greift sich eine E-Gitarre als Prügelinstrument. Erstaunlicherweise steht das Ausstellungsstück unter Strom; ein veitstanzender, stromstoßgeschüttelter Donald gerät auf die gerade freie Bühne und erhält für sein spastisches Gehampel und sein Geschrei die „goldene Schallplatte“. Die wiederum von Guido Martina geschriebene Geschichte wurde von Giulio Chierchini zeichnerisch umgesetzt, einem Disney-Zeichner, mit dessen krudem, brutalem Stil ich mich nie anfreunden konnte. --Silly Symphony, September 2005

Das Kraut der Weisheit[Bearbeiten]

  • 37 Seiten

Mittelmaß Diese Story ist zwar ganz gut, doch hier passiert das Umgekehrte wie in der ersten Geschichte: Für die ausufernde, sehr komplex aufgebaute Story bietet die vorhandene Seitenzahl zu wenig Platz; die Geschichte kann sich nicht richtig entfalten, wirkt dadurch sprunghaft und enthält logische Brüche. Romano Scarpas Zeichnungen werten das Ganze zwar auf, doch auch er kann die von Rodolfo Cimino erzählte Geschichte nicht wirklich retten. Donald und die Kinder werden von einem vorbeiziehenden Kometen von der Erde weg in den Weltraum gesaugt. Sie retten sich auf einen kleinen Meteoriten; seltsamerweise können sie darauf atmen – ein physikalischer Unfug, der (aus Platzgründen?) nicht näher erklärt wird. Ansonsten wird sehr viel erklärt in dieser Geschichte – in ausufernden Off-Texten und Dialogen. Auf diese Weise bleibt zu Vieles bloße Behauptung und vermag nicht wirklich zu überzeugen. „Das Kraut der Weisheit“ hätte Stoff für eine gute Geschichte von mindestens 60 Seiten geboten – schade drum! --Silly Symphony, September 2005

Ein angemessener Anteil[Bearbeiten]

  • 40 Seiten

Mittelmaß „Ein angemessener Anteil“ bildet den Abschluss dieses LTBs. Diese Geschichte dokumentiert den Umstand, dass ein einfallsloser Zeichner in der Lage ist, eine gute Story in den Sand zu setzen. Der Zeichner heißt Giorgio Bordini, geschrieben wurde sie von Roberto Catalano. Dagobert nimmt Donald und die Kinder mit auf die Insel Kröta, damit sie dort für ihn nach den mykönischen Amphoren buddeln, die der alte Geizhals sammelt. Doch Klaas Klever, der mit Dagoberts Sammlung rivalisiert, hat schon Vorkehrungen getroffen, den Ducks die Arbeit auf der Insel gehörig zu erschweren. Irgendwie kriegen auch die Panzerknacker Wind von der Geschichte. Aus dem Verborgenen sabotieren sie Klevers Sabotageakte, nur um die Ducks um die Früchte ihrer Abeit zu erleichtern. Schade, dass Bordini hier einen einfallsreichen dramaturgischen Aufbau vermissen lässt; die Enten sind sehr oft aus gleicher Perspektive in gleicher Position gezeichnet – das langweilt mit der Zeit einfach. Nicht auszudenken, was ein Scarpa aus dieser Geschichte herausgeholt hätte… --Silly Symphony, September 2005

Fazit[Bearbeiten]