LTB 375: Rezension

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© Egmont Ehapa
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In diesem Artikel wird das LTB 375 rezensiert. Ob dieser Band tolles Top, ein schrecklicher Flop oder einfach nur Mittelmaß ist, erfährst du hier. Dranbleiben ;-) Einen neutralen enzyklopädischen Artikel findest du unter LTB 375.

Jeder kann hier seine persönliche Meinung zu den in LTB 375 erschienenen Geschichten verfassen. Eine Unterschrift unter jedem Kommentar ist erwünscht (einzufügen mit ~~~~). Die Geschichten können mit Highlight Highlight, Gut Gut, Mittelmaß Mittelmaß oder Schlecht Schlecht bewertet werden. Bei der Bewertung sollten Zeichnungen, Plot und Übersetzungen mit einbezogen werden. Eine genaue Anleitung zum Verfassen einer Rezension findest du hier. Viel Spaß!


Cover / Erster Eindruck[Bearbeiten]

Mittelmaß Das Cover sieht nicht sehr vielversprechend aus, Donald im Krankenbett mit Angst vor der Spritze. Auch der Rückentext ist sinnfrei, ärgerlicherweise sind 23 Seiten weiterhin Durchschnitt. Note:3-, aber die Storys wollen wir uns ja auch noch ansehen. --Goofy 22:01, 7. Apr 2008 (CEST)

Patient Donald Duck[Bearbeiten]

Schlecht gezeichnet von Cavazzano (© Disney)

Schlecht Donald simuliert eine Krankheit, um einer Aktion von Daisys Kaffeekränzchen zu entgehen und stattdessen zum „Spiel des Jahres“ zu gehen. Daraufhin bekommt er eine ausgesprochen resolute Krankenschwester vorgesetzt, die ihren Patienten lieber verdrischt als ihn zu behandeln. Die Shaws haben einen derart lächerlichen Plot abgeliefert, dass nicht einmal Altmeister Cavazzano auch nur das Geringste aus der Story herausholen konnte. Die Story ist gewalttätig, unlogisch und schafft es, auf der gesamten Seitenzahl zum stetigen Kopfschütteln zu animieren. Leider passiert das aber völlig ohne ein Lächeln im Gesicht – es sei denn, man flüchtet sich in Galgenhumor ob dieses Machwerkes.Note:5- --Goofy 22:01, 7. Apr 2008 (CEST)

Fatimas Oase[Bearbeiten]

Schlecht Diese Story würde ich „Blühender Unfug aus der Oase“ nennen, weil sie an Unlogik nicht zu übertreffen ist. Professor Zweisteins neueste Erfindung ist der Oasomat, mit welchem man in der Wüste Oasen entstehen lassen kann. Schon diese Idee ist weder realistisch noch gut erfunden. Um es zur Wüstenstation zu transportieren, wählt er weder Post noch Polizei, sondern Micky Maus, was nicht besonders nachvollziehbar ist. Micky schmiert prompt mitten in der Wüste ab, schleppt sich und die Kiste mit der Erfindung durch die Wüste, bis er halb verdurstet auf die Idee kommt, sich eine Oase aus dem Automaten zu zaubern. Während er seinen Durst stillt, verschwindet die Kiste. Er verfolgt die Spuren und kommt an einer weiteren Oase vorbei, in welcher eine schöne Frau lebt, die sich am Ende natürlich als Diebin entpuppt. Sie hat etwas mega giga Böses (und Schwachsinniges) mit dem Gerät vor. Micky kann sie, nachdem er sich eine Weile äusserst deppert angestellt hat, überlisten. Das Geheimnis von Fatimas Kamel setzt dem Unsinn am Ende noch die Krone auf. Das einzig Logische ist die Note:6 --Goofy 22:01, 7. Apr 2008 (CEST)

Morgenstund hat Gold im Mund...[Bearbeiten]

Mittelmaß Hier wird gezeigt, wie Dagobert für eine Fernsehshow hereingelegt wird (einige seiner Geldscheine haben ihren Nennwert verloren). Diese Story wandelt nahe am Rand zum Rot, denn sie wirkt zeitweise recht willkürlich und hat Dagobert wenig passend charakterisiert – die reine Aussage, dass all sein Geld wertlos ist, reicht ihm samt ein paar Beispielscheinen, um das auch zu glauben... Gerettet wird diese Story durch einige ganz nette Gags beim Versuch, das vermeintlich verlorene Geld zurückzubekommen. Note:3- --Goofy 22:01, 7. Apr 2008 (CEST)

Hypnotische Bedrohung[Bearbeiten]

Phantomias gegen den Feind (© Disney)

Mittelmaß Wunderliche Egmont-Story: Donald-Phantomias hat einen Schurken geschnappt, der mit Hilfe einer Pistole durch einfachen Knopfdruck einen jeden in Sekundenschnelle hypnotisieren kann und diese als Trophäe eingesackt. Nachdem er sich mangels sozialer Kompetenz mit seinen Neffen angelegt hat und er außerdem in etwa so vorsichtig ist wie der berühmte Elefant im Porzellanladen, entdecken diese sein Geheimnis. Da sie ihren Onkel aber hassen und nicht sein Fan sein wollen (wohl aber der Phantomias), nehmen sie einfach die Hypnose-Pistole und lassen sich selbst all das vergessen. In der Zwischenzeit hat sich auch der Schurke wieder befreit und greift Donald-Phantomias an, dem seine Neffen zur Seite springen, um das Böse abzuwehren. Das klappt, Glück gehabt. Sonst klappt in der Geschichte aber leider nicht besonders viel. Logik muss man ausgiebig suchen und wird selbst dann eher nicht fündig, die Action-Szenen nehmen absolut überhand und heitere Elemente wie Gags oder Witze sind ausgesprochen rar gesät. Einzig die Zeichnungen von Gonzales wissen teilweise zu überzeugen - das war es dann aber auch schon. Dreimal Egmont, dreimal Mist. Das klingt wie in Zeiten, die man lange, lange überwunden geglaubt hatte... Darum die Note:4 --Goofy 22:01, 7. Apr 2008 (CEST)

Ein glücklicher Schnappschuss[Bearbeiten]

Mittelmaß Donald ist neuerdings unter die Fotografen gegangen und ergattert gleich einmal ein seltenes Foto mit einer prominenten Bäckerin, indem er sich rotzfrech einfach neben sie stürzt, während der Zeitauslöser seiner Kamera klickt. Es folgt Schnappschuss um Schnappschuss und Donald steigt merklich in der Gunst seines Chefredakteurs. Ja, er bekommt sogar einen Extrabonus! Ist es nicht rührend, dass Donald endlich mal einen gut bezahlten Job gefunden hat, der ihm sogar Spaß macht? Doch man kennt solche Geschichten ja, irgendwann kommt immer eine Situation, die alles wieder ins Wanken bringt. In diesem Falle schreibt Donalds Chefredakteur einen Wettbewerb für den besten Schnappschuss aus und gibt unserem Enterich gleich mal einen Tip: Der „Scheue Schwirrschwarrl“ - seines Zeichens seltenster Vogel der Welt – würde ihm garantiert den Sieg und obendrein 10.000 Taler Prämie bringen.Nur hat Donald die Rechnung ohne zwei Dinge gemacht: Den Vogel selbst und Gustavs unverschämtes Glück. Leider ist diese Beschreibung schon sehr treffend, so dass sich wenig Überraschendes tut. Das Schönste sind Lara Molinaris exzellente Zeichnungen, die Donald sehr facettenreich rüber bringt. Auch das versöhnliche Ende kann noch punkten, auch wenn der Schlussgag eher lahm ist. Aber für eine Kurzgeschichte ist das hier Vorhandene sehr ordentlich. Note:3 --Goofy 22:01, 7. Apr 2008 (CEST)

Täuschung ist alles[Bearbeiten]

Goofy und Indiana Goof (© Disney)

Gut Es wird ein Film über Indiana Goof gedreht, der zu diesem Zweck einen Totempfahl aus einem See bergen soll. Da er aber erkrankt ist, wird Goofy als Double eingeflogen, Micky ist natürlich auch dabei und Doktor Krantz (prima, dass der dabei ist) verfolgt die ganze Unternehmung, um bei Gelegenheit seinen Vorteil zu ziehen. Krantz greift zum Mittel der Entführung und will seine Kontrahenten erpressen, lässt sich dann aber doch reichlich leicht übertölpeln. Die Geschichte wird irgendwie unfertig und nicht zur Gänze durchdacht und bis zum Ende konstruiert, das führt dann natürlich auch dazu, dass das gewisse Etwas fehlt. De Vitas Zeichnungen sind ansehnlich, aber von seiner Hochphase der 80er Jahre weit entfernt – einige prima Gags und das Auftreten von Indiana Goof, vollkommen richtig charakterisiert, stimmen einen aber dann doch versöhnlich – für Begeisterungsstürme reicht das aber nicht. Trotzden reicht's für die Note:2- --Goofy 22:01, 7. Apr 2008 (CEST)

Ein Zehner zum Glück[Bearbeiten]

Gut Gustav benötigt unbedingt 10 Kreuzer, um einen Sahnebonbon an einem Automaten zu kaufen, ein tägliches Ritual. Er hat aber kein Kleingeld – und woher soll er das bekommen, wenn er nichts kaufen kann, da er durch sei Glück überall kostenfrei einkaufen kann? Die Verwicklungen um Gustavs Unglück im Glück sind wunderbar amüsant dargestellt und haben in Guerrini auch einen sehr passenden Zeichner gefunden. Tolle Gags bei den Einkaufsversuchen samt verschrobenen Charakteren sorgen für eine passende Atmosphäre und das Happy End bleibt natürlich auch nicht aus – und das auf eine durchaus überraschende und absolut treffende Weise. Note:2+ --Goofy 22:01, 7. Apr 2008 (CEST)

Entfaltete Dimensionen[Bearbeiten]

Mittelmaß Daniel Düsentrieb hat ein Gerät erfunden, mit dem sich zusätzliche Dimensionen nutzen lassen (über Höhe, Breite, Länge hinaus), was zu ungeahnten Mengen an Platz führt. Dumm nur, dass das Gerät sehr klein ist und sofort seine Wirkung verliert, wenn jemand den Stecker zieht. Das birgt natürlich Stoff für allerlei Explosionen durch Platzmangel... Man hat aber sowohl Sisti als auch D'Ippolito schon in besserer Form gesehen, am Ende steht eine tolle Grundidee, aus der auch durchaus etwas gemacht wurde, aber der ganz große Wurf ist den beiden eher nicht gelungen. Darum die Note:4 --Goofy 22:01, 7. Apr 2008 (CEST)

Überraschungsreisen mit Dussel[Bearbeiten]

Mittelmaß Bahnt sich eine Wiederholung an? Vor erst zwei Monaten gab's ein „Reisen mit Dussel“, eine Story, die nicht überzeugte. Nun ja, eine Story wie diese gab es bestimmt noch nicht. Dussel hat ein Reisebüro, und der Gewinner der ersten, zu Werbezwecken verschenkten, Reise ist Gustav, der den Gewinn aber Donald überlasst. Das Spektakuläre: Dussel bestimmt den kompletten Verlauf der Reise per Würfel – also: das Fortbewegungsmittel, den Bahn- oder Flugsteig bzw. das Pier, von dem das Verkehrsmittel startet usw. Und um ganz sicher zu gehen, vermeidet Dussel auch noch jeden Hinweis, wohin die Reise gehen könnte. Letztlich passiert nicht viel; Donald landet trotz vieler Irrwege nicht mal in Timbuktu. Doch dies hätte man länger machen können, wegen der Zeichnungen gibt's Punktabzug. Note:3+ --Goofy 22:01, 7. Apr 2008 (CEST)

Unser aller Vorbild![Bearbeiten]

Schlecht Baptist gibt den Lehrer an einer Eliteschule für Butler. Thema: Aufwartung als Form des Überlebens. Und die Schüler stöhnen „Oh je, der Butler vom alten Duck, unser aller Vorbild!“ Ja, schon fertig! Nur wo ist der Gag? Gute Frage. Note:5 --Goofy 22:01, 7. Apr 2008 (CEST)

Esel unter sich[Bearbeiten]

Gurken stehen Dagobert näher als Gemälde (© Disney)

Highlight In einer exzellenten Gagstory wollen Dagobert Duck und Klaas Klever ein Bild ausstellen und werden bei dessen Maler vorstellig. Durch Hinterlist der beiden Milliardäre hält er sie für den jeweils anderen, so dass beide sich selbst in den Dreck ziehen – bis ein völlig unerwartetes Finale das Blatt vollkommen wendet. Zeichnerisch hervorragend, die Gags passen vollkommen und werden in ungeahnter Dichte abgefeuert und mit einer fantastischen Übersetzung ist diese Story definitiv die bei weitem beste des Bandes und auch eine der besten Gagstorys der letzten Jahre. Eine absolute Leseempfehlung! Note:1- --Goofy 22:01, 7. Apr 2008 (CEST)

Highlight Diese Story ist meiner Meinung nach die beste, die jemals in einem LTB erschienen ist, vielleicht mit Ausnahme des „Allmachts-Steins“. Die Gemeinheiten der beiden Milliardäre überbieten sich gegenseitig, und am Ende sind sie laut einem Nachrichtensprecher doch beide die „verladenen Dummköpfe“. Schön ist auch, dass in dieser Geschichte ausnahmsweise einmal Klaas Klever die -- argumentative -- Oberhand gewinnt; zum Beispiel zählt er in der Rolle von Dagobert bescheiden seine Interessengebiete auf: „Schrotthandel, Lumpensammelei, Neuverwertung von Ekelfleisch...“ Ein dickes Lob auch an den -- leider im LTB ungenannten -- Übersetzer. Weiß jemand, wer es ist? Note:1 --Benutzer:Tilman 19:48, 8. Apr 2008 (CEST)

Fazit[Bearbeiten]

  • Schlecht nur 23 Seiten pro Geschichte
  • Schlecht Kaschperlmicky
  • Schlecht Italienische Schrott-Zeichnungen
  • Mittelmaß zu viel Mittelmaß
  • Highlight sehr gute Gagstorys

Gesamtnote: noch eine 3- --Goofy 18:57, 8. Apr 2008 (CEST)