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Auf der Suche nach dem heiligen Krokodil

Aus Duckipedia
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Auf der Suche nach dem heiligen Krokodil
The Crocodile Collector
Erstveröffentlichung: Juli 1988
Entstehungsdatum: 1988
Storycode: AR 125


Story: Don Rosa
Zeichnungen: Don Rosa
Seiten: 18
Deutsche Übersetzung: Peter Daibenzeiher, seit der Don Rosa Collection Jano Rohleder
Deutsche Erstveröffentlichung: Mickyvision 3/1990
Weiterführendes

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Auf der Suche nach dem heiligen Krokodil

beim Inducks

Selbstverständlich ein großer Schock für Dagobert, als er entdeckt, dass Daisys Tasche das gesuchte Zeichen trägt, denn diese Entdeckung kam recht unerwartet… (© Egmont Ehapa)

Auf der Suche nach dem heiligen Krokodil (Original The Crocodile Collector) ist eine Comicgeschichte von Don Rosa. Es handelt sich um eine Schatzsuche, in der sich Donald und die Neffen auf die Suche nach einem seltenen Krokodil machen.

Figuren[Bearbeiten]

Handlung[Bearbeiten]

Dagobert lädt Daisy und seine Neffen zu sich in den Zoo ein. Dort erzählt er, dass es ein unfassbar seltenes Krokodil gebe, das seit dem antiken Rom nicht mehr gesichtet wurde. Es zeichne sich durch ein besonderes Rückenmotiv aus. Da sieht Dagobert Daisys Krokodilledertasche, die diese auf einem Flohmarkt gekauft hat, und fällt fast um: Die Tasche trägt das Zeichen! Das heißt, die Krokodile leben noch! Kann das denn überhaupt sein? Und ob! Davon ist Dagobert jedenfalls überzeugt und so überredet er sofort den total überraschten Donald, die Tiere für seinen Zoo zu suchen. Und da eine saftige Belohnung winkt, ist der einverstanden… Die Suche beginnt!

Startpunkt ist die Großstadt Kairo, aus der Daisys Tasche kommt. Dort gibt es zwar (so gut wie) keine Krokodile mehr, doch während Donald das übliche Chaos anrichtet, bringen die Neffen in Erfahrung, dass der Taschenhändler das Leder aus Al-Fayyūm hat. Und so begeben sich die Ducks weiter ins Innere des Kontinents, zur Stadt Al-Fayyūm… Durch das Schlaue Buch erfahren sie auf dem Weg, dass diese Stadt einst als Schedet bekannt war und das Zentrum der Krokodilverehrung im alten Ägypten war, als die Tiere als heilig betrachtet wurden und eigene Tempel bekamen, in denen sie mit Goldschmuck verziert wurden. In Schedet sehen sie dann auch tatsächlich einen dieser Tempel und oh Wunder: Auf ihm sehen sie das gleiche Zeichen, das auch auf den heiligen Krokodilen zu sehen sein soll, nämlich das Zeichen des Krokodilgottes Sobek! Doch ein heiliges Krokodil finden sie nicht. Und vom Krokodilhauthändler erfahren sie, dass er die Haut aus Khartoum hat, das noch weiter den Nil hinauf liegt…

Die Ducks reisen am Nil entlang durch halb Afrika (© Egmont Ehapa)

Auf diese Weise kommen die Ducks schließlich am Victoriasee an, dem Ursprung des Nils. Und dort finden sie auch endlich den Krokodiljäger, der das heilige Krokodil fand! Doch die Betonung liegt auf fand, denn das Krokodil war bereits tot, als es in den See kam. Also muss es aus einem der vielen kleinen Zuläufe kommen! Der Nächste ist der Kagera-Nil, der die Ducks weit ins Kontinentsinnere in die Sümpfe Ruandas führt. Und dort macht Donald durch Zufall eine unglaubliche Entdeckung: Eine kleine Lagune, möglicherweise die noch immer nicht entdeckte Quelle des Nils, und vor allem: Zwei Krokodileier, von denen eines gerade schlüpft – und die Marke trägt! Das Baby springt ins Wasser, die Ducks hinterher.

Womit wurden die Krokodile noch einmal von den Hohepriestern geschmückt? Donald war nicht dumm und hat zugeschlagen! (© Egmont Ehapa)

Sie tauchen durch einen schmalen Tunnel – und finden sich ein einem gigantischen Tempel wieder! In der Mitte des riesigen kuppelartigen Baus befindet sich ein Altar, auf den Donald steigen will, um einen besseren Ausblick zu haben und das Babykrokodil finden zu können. Dabei bemerken die Ducks, dass der Boden rund um den Altar mit dem Zeichen des Gottes Sobek der heiligen Krokodile getäfelt ist. Doch plötzlich fangen die Zeichen an, sich zu bewegen. Tatsächlich ist der Boden nicht mit dem Zeichen getäfelt – sondern mit Krokodilen bedeckt, die genau in diesem Moment aufwachen und sehr hungrig zu sein scheinen! Die Ducks fliehen auf den Altar, doch auch die Krokodile folgen und ziehen sich langsam zu ihnen hinauf. Doch da entdecken die Ducks einen schmalen Spalt, aus dem frische Luft strömt. Sie schlüpfen hinein und kommen in einen Gang – voller Krokodile! Doch die sind mumifiziert, die lebenden aus dem Altarraum passen nicht durch den Spalt. Dann führt der Gang die Ducks ins Freie. Gerettet! Und ein Krokodil für Onkel Dagobert haben sie auch, denn es gab ja noch ein zweites Krokodilsei, das die Ducks nun einpacken. Doch Donald hat noch nicht ausgesorgt und kehrt noch einmal in den Tempel zurück…

Kurz darauf sind die Ducks wieder in Entenhausen. Donald bringt Dagobert das Krokodil. Doch der zahlt nur ein Tausendstel des vereinbarten Preises, da das Baby nur ein Tausendstel eines ausgewachsenen Tieres wiegt… Und Donald? Der ist einverstanden! Denn bei der Rückkehr in dem Tempel hat er noch einige interessante Sachen entdeckt…

Historischer Hintergrund[Bearbeiten]

Der Tempel von Sobek in Schedet mit dem Zeichen den Krokodilgottes (© Egmont Ehapa)

Diese Geschichte war die erste, für die Don Rosa umfangreiche Recherchen zu den historischen Hintergründen machte. Tatsächlich hatte er bei Vorgängern wie Der Sohn der Sonne einfach von Comics aus seiner Jugend abgezeichnet. Das war hier nicht der Fall und da die Geschichte vor einem nahezu vollständig authentischem Hintergrund spielt, mussten natürlich entsprechende Recherchen gemacht werden.[1]

Krokodile waren, wohl aufgrund ihrer Gefährlichkeit, im alten Ägypten heilige Tiere. Wie in der Geschichte beschrieben, hieß der Krokodilgott Sobek und hatte viele zu seinen Ehren erbaute Tempel, unter anderem Scheidet (auf griechisch „Krokodilopolis“). Sobek war übrigens auch der Fruchtbarkeitsgott, da die Krokodile meistens im Nil auftauchten, wenn der Wasserspiegel zu steigen begann, und daher den Beginn der Hochwasserzeit, also der fruchtbaren Zeit ankündigten. In den Sobek gewidmeten Tempeln lebten echte Krokodile in eigens für sie angelegten Teichanlagen, die von Priestern gehegt und gepflegt und wie heilige Tiere behandelt wurden und wie wichtige Menschen mumifiziert wurden, wenn sie starben. Übrigens ist auch die Darstellung des Zeichens von Sobek in der Geschichte korrekt.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Das von Barks gezeichnete Cover (© Egmont Ehapa)

1951 fertigte Carl Barks für das Donald-Duck-Heft ein Cover zur Geschichte The Crocodile Collector (MM 35/1960) von Don Christensen und Frank McSavage an. Nun beauftragte Bruce Hamilton, der das Cover für Gladstone wiederauflegen wollte, Don Rosa eine Geschichte zu diesem Cover zu schreiben und zu zeichnen. In der Geschichte, zu der Barks das Cover zeichnete, geht es darum, wie Donald Jagd auf Krokodile macht, um Leder für Daisy zu erbeuten. Als Tierliebhaber konnte Don Rosa eine solche Geschichte nicht anfertigen. Doch ihm fiel auf, dass Donald auf dem Cover etwas auf dem Rücken des Krokodils zu suchen scheint, als ob er nach einem Detail Ausschau halten würde. Und so kam er auf die Idee mit den seltenen Krokodilen mit dem besonderen Zeichen auf dem Rücken…[1]

Barks-Bezüge[Bearbeiten]

Abgesehen davon, dass die Geschichte auf einem Cover von Carl Barks basiert, gibt es wie immer noch zahlreiche andere Bezüge zu Geschichten des Vater der Ducks.

  • Am Anfang der Geschichte streiten sich Donald und seine Neffen über Comics, bei denen es sich um Supermensch-Geschichten aus Der Supermensch handelt.
  • Dagobert trifft seine Familie in seinem Zoo. Dieser stammt aus Die Jagd auf das Einhorn. In den Zoo ist sogar das Einhorn aus besagter Geschichte zu sehen, sowie ein paar andere sonderbare Tiere, die bereits Barks zeigte.
  • Im verlorenen Tempel ist auf der Wand eine Barks-Karikatur zu sehen, wie dieser sie selber gerne verwendete. Rosa zeichnete von der Karikatur aus Ein poetisches Weihnachtsfest ab.[2]

Trivia[Bearbeiten]

  • Die D.U.C.K.-Widmung befindet sich gut versteckt auf den Blütenblättern der mittleren Blume am unteren Rand des Splash-Panels der ersten Seite.
  • In den ersten Ausgaben wurden die Krokodile immer grün gefärbt, was jedoch falsch ist, da Krokodile braun sind und lediglich die amerikanischen Verwandten, die Alligatoren, grün sind. In der Don Rosa Library wurde erstmals die richtige Farbe verwendet.[1]
  • Als Donald und die Neffen den Kagera-Nil hinauffahren, benutzen sie ein altes Boot, das genau wie das Dampfboot aus dem Film African Queen aussieht, mit dem die Filmhelden genau die gleichen Gewässer wie die Ducks befahren.[2]

Deutsche Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Zur Geschichte:

Historische Hintergründe:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 Don Rosa. Hinter den Kulissen von „Auf der Suche nach dem heiligen Krokodil“. Don Rosa Library 2, S. 27 (2020)
  2. 2,0 2,1 Liste der Bezüge. Don Rosa Collection 1, S. 228.