Micky und die 7 Schatten

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Micky und die 7 Schatten
Topolino e i 7 Boglins
Erstveröffentlichung: 18.11.2014
Entstehungsdatum: 2014
Storycode: I TL 3077-1P
Story: Casty
Zeichnungen: Casty, Enrico Faccini & Michele Mazzon
Seiten: 68 (34, 2 auf jeder Seite)
Deutsche Übersetzung: Susanne Walter
Deutsche Erstveröffentlichung: Floyd Gottfredson Library 11
Weiterführendes
Liste aller Comicgeschichten von Casty
link= I TL 3077-1P Infos zu

Micky und die 7 Schatten

beim I.N.D.U.C.K.S.



Splashpanel (© Egmont Ehapa)

Micky und die 7 Schatten (Original Topolino e i 7 Boglins) ist eine Comicgeschichte von Casty. Micky trifft auf seinen Doppelgänger Miklos, der ihm nach dem Leben trachtet. Die Geschichte bezieht sich damit auf Das diabolische Double von Floyd Gottfredson.

Figuren[Bearbeiten]

Handlung[Bearbeiten]

Erster Teil[Bearbeiten]

Micky ist verwirrt (© Egmont Ehapa)

Micky hat Geburtstag und so bereitet er sich auf ein Date mit Minnie vor. Im Laufe des Vormittags kommt es zu einigen kleineren merkwürdigen Ereignissen, die sich Micky nicht erklären kann. Der Hobbydetektiv in ihm kann es nicht lassen und so will er Licht ins Dunkel bringen. Er entdeckt, dass es von ihm sieben Versionen gibt, die sich über ihn lustig machen. Micky versucht sie zu fangen, aber ohne Erfolg. Eine Verfolgungsjad führt ihn zu einem alten verlassenen Kino. Dort findet er heraus, dass alles nur ein Scherz war, den seine Freunde zu seinem Geburtstag inszeniert hatten. Sie haben sieben professionelle Schauspieler engagiert. Plötzlich geht das Licht aus und einer der acht Mäuse bleibt bewusstlos am Boden liegen. Als er das Bewusstsein wiedererlangt, ist er davon überzeugt der einzig wahre Micky zu sein. Jedoch erklärt ihm Minnie, dass er einer der Schauspieler sei.

Zweiter Teil[Bearbeiten]

Zicky ist verwirrt (© Egmont Ehapa)

Der erwachte Mann glaubt fest daran, dass er Micky Maus sei. Jedoch wird ihm erklärt, dass er Zicky Zwiemaus sei, ein ehemaliger Zirkusartist. Das will er nicht glauben und so macht er einige Tests, die alle ergeben, dass er wirklich Zicky ist. Auch Mickys Freunde sind felsenfest davon überzeugt. Ein Zahnarztbesuch bestätigt dann die Identität von Zicky. Schließlich bringt Micky Zicky wieder zu seinem alten Zuhause, dem Zirkus Barbum, zurück. Dort nimmt ihn seine ehemalige Verlobte Magnolia unter die Fittiche, um ihm aufzupäppeln. Auch Zickys Haare verfärben sich nach einiger Zeit wieder rot, wie es ursprünglich gewesen sein soll. Gut eingelebt stellt Zicky fest, dass einige Details unstimmig sind. Er erkennt, dass die Medikamente, die er zur Genesung einnimmt, seltsame Nebeneffekte haben und auch sein Haar rot verfärbt. Minnie hegt inzwischen etwas Misstrauen gegenüber ihrem Verlobten, der sich seltsam benimmt und mit einer merkwürdigen Beharrlichkeit mit Minnies Freundin, der Gräfin von Rubinchen, verabredet.

Es fällt Micky wie Schuppen von den Augen (© Egmont Ehapa)

Der echte Micky Maus erkennt nun im Zirkus, dass er Opfer einer Verschwörung von Miklos dem Grauen und seiner Komplizin geworden ist. Miklos versucht nun den echten Micky und auch seine Komplizin an den Löwen zu verfüttern. Es kommt zum Zweikampf zwischen Micky und Miklos, dieses Mal hat aber Minnie dafür gesorgt, dass der falsche Micky entlarvt wird, indem sie Miklos suggeriert hat, Micky hätte ein Tättoo. Das hat er sich stechen lassen und kann so von Kommissar Hunter verhaftet werden. Magnolia schwört Besserung und bleibt auf freiem Fuß.

Galerie[Bearbeiten]

Hintergrund und Bedeutung[Bearbeiten]

Die Geschichte ist eine der am besten bewerteten Geschichten von Casty und belegt derzeit (2022) den 134. Platz im Inducks.[1]

Die Geschichte erhielt 2014 den TopoOscar für die beste Mausstory.[2]

Francesco Stajano bezeichnet Casty in der Floyd Gottfredson Library als geistigen Enkel Gottfredsons, denn die wichtigste Inspirationsquelle sei der frühe Scarpa gewesen. Casty belebte Micky nach einem Qualitätsabfall Anfang der 2000er wieder. Bis dahin durchlebte die Figur eine altkluge und besserwisserische Persönlichkeitsveränderung, die die Leser als unsympathisch und langweilig empfanden. Der in den 1990ern entwickelte clowneske, tollpatschige und naive Micky entsprach aber auch nicht der Natur der des Charakters. Von diesem Hintergrund belebte Casty den Gottfredson und frühen Scarpa-Micky wieder, den Abenteurer, der stets daran glaubt das Richtige zu tun, der immer zu seinen Freunden steht und dessen Gegenspieler wirklich gefährlich sind und keine albernen Abziehbilder ihrer selbst. In den Verlagsbüros war man anfangs der Meinung, dass Neo-Gottfredson und Neo-Scarpa-Geschichten nicht das sind, was die Leser wollen. Doch davon ließ sich Casty nicht entmutigen und schrieb die abgelehnten Geschichten trotzdem. Er ist einer der wenigen italienischen Disyneyzeichner, die auch in den USA bei den Fans beliebt sind.[3]

Trivia[Bearbeiten]

  • Floyd Gottfredson und Bill Walsh ließen sich mit dem Ende von „Das diabolische Double“ eine Hintertür für eine Fortsetzung offen, indem Miklos flüchten konnte. Da die Geschichten Mitte der 1950er jedoch auf kurze Gaggeschichten umgestellt wurden, gab es nie eine richtige Fortsetzung.

Deutsche Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. https://inducks.org/recommend.php?top100=1&page=1
  2. https://www.papersera.net/wp/il-topooscar-archivio/
  3. Stajano F. (2022). Gottfredsons Erben: Casty. In F. Gottfredson, Floyd Gottfredson Library (A. Voigtmann, Übers., Bd. 11, S. 259-260). Berlin: Egmont Verlaggesellschaften mbH.