LTB 118: Rezension

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In diesem Artikel kann jeder seine persönliche Meinung zu den im LTB 118 erschienenen Geschichten verfassen. Eine Unterschrift unter jedem Kommentar ist erwünscht, mit 3 oder 4 Tilden. Die Geschichten können mit Highlight Highlight, Gut Gut, Mittelmaß Mittelmaß oder Schlecht Schlecht bewertet werden. Bei der Bewertung sollten Zeichnungen, Plot und Übersetzung miteinbezogen werden.


Cover[Bearbeiten]

Gut Ein typisches Cover dieser Ära. Schlicht, aber hübsch. Keine grässlichen, völlig fehl am Platze wirkende Computer Effekte und grelle Farben. Da stört auch der gelbe Hintergrund nicht, er passt zum Donald auf dem Frontcover. Kevin 17:51, 29. Dez 2005 (GMT)


Der große Preis vom Erpelheimring[Bearbeiten]

Highlight Eine außergewöhnliche Geschichte von Giorgio Cavazzano und Pezzin. Pezzin, der sich auch noch in der 4. Geschichte verewigt hat, ist eine klasse Geschichte gelungen, die alles hat, was eine sehr gute Story auszeichnet. Humor, Spannung und nicht vorhersebare Wendungen. Cavazzanos Zeichnungen sprühen nur so von Liebe zu seinem Beruf, obwohl sein Strich zum Entstehungszeitpunkt der Geschichte schon weit von dem seiner Meister abgewandelt war. Ungewohnte Perspektiven, die aber so natürlich erscheinen, als hätte noch Carl Barks persönlich sie in die Welt von Entenhausen eingeführt. Liebe zum Detail und eine fast sichtbare Beigeisterung für das Thema ( Wohl nicht zufällig ist Dagobert Duck am begeistertsten von Terrari, sprich Ferrari, der Inbegriff von schnellen, elleganten Sportwagen aus Italien ) machen den Text fast nebensächlich, obwohl Gudrun Penndorf wie meistens eine sehr schöne Übersetzung angefertigt hat. Insbesondere die Tuschefeder scheint Cavazzano in die Wiege gelegt worden sein, keine Wunder, wer seine Karriere im Disney-Kosmos mit 14 und eben dieser Arbeit bei den Großen seiner Zeit begonnen hat ( bezogen auf Italien ). Eine ausgezeichnete Geschichte, von einem ausgezeichneten Duett. In fast jedem anderen LTB wäre sie die Beste Geschichte, in diesem muss sie sich diesem Platz mit einer anderen Teilen. Natürlich ein Highlight. Kevin 17:51, 29. Dez 2005 (GMT)


Die umgekehrte Pyramide[Bearbeiten]

Highlight Die vielleicht besten 130 LTB Seiten finden mit dieser Geschichte ihren Abschluß. Eine Schatzsuche, aber keine billige, mit der man heutzutage gequält wird. Eine normale Idee, die zunächst nicht sonderlich kreativ wirkt ( Schatzkarte als Segel verwendet, Dagobert hat nur die Hälfte, muss die andere suchen --> gab es alles schon mal ). Das ihn seine Suche aber zu seiner Nichte führt, überrascht, zudem die Art und Weise, wie. Die Idee eine Quacky Geschichte zu machen, die als zentrales Thema nicht das hinterher jagen nach seinem Ufo hat, verspricht ein chaotisches Team. Zudem sich Onkel Dagobert am Ende der Geschichte als Träger eines durchaus weichen Herzens zeigt, als ihm die Erhaltung eines Denkmal wichtiger erscheint als seine persönliche Berreicherung, wobei es hier einen kleinen Logikfehler gibt: Bei genauerem Überlegen fällt es schwer zu glauben, dass auch Klever den Diamanten unberührt lässt, anstatt das restliche Gelände auch noch zu kaufen und ihn an sich zu bringen. Sehr auffallend ( allerdings positiv ) ist auch, das Daisy stets über ihren sonst nahezu unbesiegbaren Onkel dominiert, ohne unfaire Mittel anzuwenden. Auf Cavazzanos Zeichenstil erneut zurück zu kommen, ist überflüssig, er ist genauso perfekt wie in der ersten Geschichte, auch der Autor, diesesmal Cendi, erreicht das Niveau seines Kollegen Giorgio Pezzin. Die Geschichte, natürlich ein Highlight, teilt sich den „Bestenplatz“ mit der ersten Geschichte. Wer nun denkt, das Niveau des LTBs sinkt ins Bodenlose, sieht sich im Unrecht ( ausgenommen die nächste Story ). Kevin 17:51, 29. Dez 2005 (GMT)

Die Schule des Glücks[Bearbeiten]

Schlecht Der absolute Tiefpunkt. Würde es sich um ein anderes LTB handeln, wäre es vielleicht nicht so offensichtlich. Eine langweilige, nicht lustige Gag-Story vom unbekannten, aber doch öfters im LTB vertretenden Ed Nofziger. Die eckig und detailarmen Zeichnungen von Jaime Diaz Studio tun ihr übrigens um den schlechten Eindruch noch zu schwächen. Keinesfalls eine der schlechtesten Gagstorys, aber viel zu vorhersehbar. Die Geschichte an sich würde noch ein Mittelmaß bekommen, die Zeichnungen sind aber zu schlecht, um die Story ehrlich so zu bewerten. Knapp Schlecht, aber, vorallem in Anbetracht der Kürze der Geschichte, nicht weiter schlimm, denn in Gedanken ist man beim Lesen schon beim folgenden De Vita. Kevin 17:51, 29. Dez 2005 (GMT)


Die elektronische Revolution[Bearbeiten]

Gut Es geht aufwärts, nicht nur mit der Seitenzahl. Heute macht man schon Freudensprünge, wenn überhaupt ein De Vita, Cavazzano oder Scarpa seinen Weg ins neuste LTB findet. Das diese Geschichte tatsächlich die 2. schlechteste des Bandes sein soll, überrascht, hört sich aber schlimmer an, als es wirklich ist. Ein unerreichbarer Traum wäre eine solche Geschichte in den neuen LTBs, hier bleibt sie – knapp – hinter dem Cavazzano-Trio zurück. Trotzdem äußerst lesenswert. Die Zeichnungen von Massimo De Vita erscheinen etwas...plump neben Cavazzanos, aber nur etwas. Die Story Idee ist genial, vor allem in Anbetracht der Zeit, in der sie entstanden ist: Mitte der '80 Jahre. Was in der Wirklichkeit frühestens 10 Jahre später stattgefunden hat, denkt sich Pezzin schon in dieser Story. Normalerweise enden solche Geschichten, wenn der Bürgermeister zu Onkel Dagobert kommt und ihn auffordert, seine Computer- oder sonst was Produktion zu stoppen, hier kommen erst noch die Panzerknacker ins Spiel. Selbst sie beenden den Boom noch nicht ( selbst ), erst als Onkel Dagobert statt wie in der Vergangenheit nicht selbst überlegt, sondern den Computer befragt, endet die Story. Die Menschen erwachen wie aus Hypnose. Sehr schöne Geschichte, die durch die ständigen Steigerungen des Computer-Wahns aber etwas langatmig wirkt. De Vitas Zeichnungen sind gut, am Highlight scheitert es aber knapp, die Geschichte ist für mich „nur“ Gut. Kevin 17:51, 29. Dez 2005 (GMT)


Der Kiwi-Krieg[Bearbeiten]

Highlight Hört das gar nicht mehr auf?, fragt man sich, wenn man den dritten Cavazzano in diesem Band erblickt. Es kommt der Verdacht auf, das der Zeichner sich den Bandinhalt gepachtet hat, worüber man ihm aber keinen Vorwurf machen kann, sondern seine 189 (!) Seiten einfach genießt. Der wahrscheinlich beste lebende italienische Zeichner in seiner absoluten Glanzzeit bietet mit diesem Werk den krönenden Abschluss eines rundum gelungenen LTBs. Der Kiwi-Krieg ist eine wunderbar durchdachte und logische ( so weit sprechende Enten eben logisch sein können ) Geschichte von Bruno Concina. Ein klassischer Zweikampf zwischen Dagobert Duck und Klaas Klever, wie auch die anderen Geschichten von Cavazzano in dieser Ausgabe. Wie immer in diesem Band sind seine Zeichnungen einfach nur noch als traumhaft zu bezeichnen, weitere Lobpreisungen erspare ich mir jetzt aber. Die Geschichte nimmt so viele Wendungen, spiegelt aber die Realiät recht gut wieder und ist voller ( versteckter ) Scherze und Überraschungen. Wer sich jetzt fragt, was an dieser Geschichte eigentlich nicht perfekt sein soll, hier kommt die Antwort: das Ergebnis, Marmelade zu produzieren, ist einfach eine Spur zu weit hergeholt, aber trotzdem eine lustige Idee, dies könnte man noch als fantasievollen Einfall des Autors bezeichnen. Dieses Ergebnis wird mMn aber viel zu schnell erreicht; Klever hatte zuvor jedwegliche Anstrengung unternommen, um einen Erfolg für Onkel Dagobert abzuschließen und lässt das zu? Zudem ist es unwahrscheinlich, selbst für einen Dagobert Duck, in einem so nahen Abstand einen Zuckerfrachter zu finden. Und es wird der Marmelade wohl auch nicht sonderlich gut tun, tagelang in einem ungekühlten Behälter vor sich hin zu gären. An dieser Stelle mein Urteil, das, nach der stark erscheinenden Kritik, überraschend sein mag, denn ich vergebe ein weiteres Highlight. Die Geschichte glänzt so lange Zeit mit absoluter Genialität in allen Berreichen, dass sie diese negativen Argumente tatsächlich ausgleichen kann. Kevin 17:51, 29. Dez 2005 (GMT)


Fazit[Bearbeiten]

  • 1x Schlecht
  • 1x Gut
  • 3x Highlight

Bei allen anderen Rezension, die ich bis jetzt geschrieben habe, war dieser Teil der traurige Schluss ( Nun gut, so viele waren es noch nicht ). Dieses Mal kann ich aber statt im Regal stehen lassen nur eines empfehlen: Wer es noch nicht hat, sollte es kaufen, wer es schon hat und länger nicht mehr gelesen hat, sollte es unbedingt mal wieder tun. Absolut empfehlenswert! Kevin 17:51, 29. Dez 2005 (GMT)