LTB 362: Rezension

Aus Duckipedia
Zur Navigation springen Zur Suche springen
© Egmont Ehapa
← Vorherige Ausgabe | | Folgende Ausgabe →

In diesem Artikel wird das LTB 362 rezensiert. Ist dieser Band einen Kauf wert oder sollte er lieber im Kiosk stehen bleiben? Du weißt es nicht? Dann lies das! Einen neutralen enzyklopädischen Artikel findest du unter LTB 362.

Jeder kann hier seine persönliche Meinung zu den in LTB 362 erschienenen Geschichten verfassen. Eine Unterschrift unter jedem Kommentar ist erwünscht (einzufügen mit ~~~~). Die Geschichten können mit Highlight Highlight, Gut Gut, Mittelmaß Mittelmaß oder Schlecht Schlecht bewertet werden. Bei der Bewertung sollten Zeichnungen, Plot und Übersetzungen mit einbezogen werden. Eine genaue Anleitung zum Verfassen einer Rezension findest du hier. Viel Spaß!


Cover / Erster Eindruck[Bearbeiten]

Mit der März-Ausgabe ändert das Lustige Taschenbuch seinen Look. Sogar die Seiten 2 und 3 wurden, zum ersten Mal in der LTB-Geschichte, verändert. Das spricht für revolutionäre Veränderungen. Ob sich diese Veränderungen auch im Inhalt wiederspiegeln, bleibt fraglich. Mit durchschnittlich 23 Seiten pro Geschichte und einem Cover im unteren Mittelmaß sind die Vorraussetzungen für neue Highlights nicht gerade gegeben. Aber mal schauen, vielleicht sind die Geschichten ja auch genauso ansprechend wie das neue Design... ZicheFan 12:23, 24. Jul 2007 (CEST)


Auftrag im All[Bearbeiten]

Mittelmaß Los geht es mit der bereits neunten Geschichte rund um die O.M.A., die Organisation zur Abwehr von Monstern aller Art. Zeichnerisch umgesetzt wurde diese Folge der Reihe einmal mehr von Flemming Andersen (letzter Auftritt: LTB 360). Dieses Mal muss die O.M.A. den Heimatplaneten ihres Experten für außerirdisches Leben, Huja, retten. Auf diesem Planeten namens Botch ereignete sich vor mehreren Jahren ein Meteoriteneinschlag, in dessen Folge grausame Wesen entstanden, die die eigentlichen Einwohner verscheuchten – und zwar auf die Erde. Damit die nicht bald von den vertriebenen Aliens beherrscht wird, setzt die O.M.A. alles daran, den Planeten wieder aufzubauen. Doch beim Aufbau werden wichtige Teile benötigt – und genau die sollen jetzt die Agenten der O.M.A. hochbringen. Chefin der Mission ist Katrina Kolik. Diese sucht sich ihr Team zusammen und wählt prompt Donald und Dussel als Laufburschen. Das gefällt gerade Donald natürlich überhaupt nicht, denn der möchte lieber verantwortungsvollere Aufgaben übernehmen. Kennt man seine Vorgeschichte als Leibeigener Dagoberts, ist das ja auch nur zu verständlich. Als Donald aber im entscheidenden Moment der Gefahr dann den Schwanz einziehen will, fordert Dussel ihn auf, endlich zu zeigen, was er drauf hat... Nette Geschichte, die aber nicht an ihre Vorgänger herankommt. Die Moral „Es kommt nicht auf die Position oder den Erfolg, sondern auf Taten an“ ist zwar gut, das ist aber auch der einzige Erzählstrang, der zu überzeugen weiß. Alles andere tröpfelt lahm dahin. Und Flemming Andersen hat auch schon mal mitreißender gezeichnet. Note: 3+ ZicheFan 12:23, 24. Jul 2007 (CEST)


Rätselraten am Weidenwaldsee[Bearbeiten]

(© Egmont Ehapa)

Gut Micky und Goofy wollen Ferien am idyllischen Weidenwaldsee machen. Eigentlich soll Kommissar Hunter auch mitkommen, den beschäftigt aber gerade der Fall eines verschwundenen Wissenschaftlers namens Prof. Kryptl. Folglich müssen Goofy und sein bester Freund alleine losziehen. Doch schon bald gabelt sich die Straße zum See – und weit und breit ist kein Wegweiser zu sehen. Zu allem Überfluss fliegt Goofy die Straßenkarte auch noch weg. Und so müssen die beiden Urlauber am nächsten Haus nach dem Weg fragen. Nicht gerade freundlich werden sie abgewiesen. Schlussendlich kommen Micky und Goofy doch noch heil am Weidenwaldsee an. Doch die Unannehmlichkeiten sind damit keinesfalls beendet: Andauernd verschwinden Gegenstände. Und durch Goofys Vorliebe für Akrostichen kommen die beiden einer Ungeheuerlichkeit auf der Spur. Diese Geschichte lebt von ihren guten Übersetzungen, ist der Handlungsverlauf an sich doch nicht allzu originell. Das richtige Erzähltempo wird aber gefunden und durch erstklassige Zeichnungen auf hervorragende Weise ergänzt. Rundum gut. Note: 2 ZicheFan 12:23, 24. Jul 2007 (CEST)


Das Amulett des Reichtums[Bearbeiten]

Mittelmaß Donald wird in wenigen Tagen an der Fernsehsendung „Luchsauge“ als Kandidat teilnehmen. In dieser Show muss der potentielle Gewinner ein vorher 5 Sekunden lang angeschautes Bild detailgetreu nachzeichnen. Doch Dagobert droht diese Pläne wieder einmal zu vermasseln: Er will sich auf die Suche nach dem Amulett des Reichtums des sagenhaften König Midas machen. Widerstand ist da natürlich zwecklos. Die Reise geht zwar nicht zufriedenstellend aus, doch immerhin kommt Donald rechtzeitig zu seinem Fernsehauftritt zurück. Doch er kann plötzlich an nichts anderes mehr denken, als an ein Labyrinth, das die Katakomben von Midas gebildet haben. Und so droht die Show für Donald zum Fiasko zu werden... Das Ende ist vollkommen an den Haaren herbeigezogen, genauso wie die ganze Geschichte überflüssig ist. Auch zeichnerisch heimst Giorgio Di Vita keinen Ruhm für sein Heimatland ein. Note: 4 ZicheFan 12:23, 24. Jul 2007 (CEST)


Eine handfeste Lektion[Bearbeiten]

(© Egmont Ehapa)

Gut Die Panzerknacker schaffen es einfach nicht, die ortsansässigen Banken auch nur um einen Kreuzer zu erleichtern und so überlegen sie, wer denn wohl mehr Erfolg hätte. Ganz klar: Einem Superheld würden die Bankangestellten vertrauen. Nur lässt sich kein Superheld zu derart räuberischen Aktionen überreden. Folglich muss jemand her, der einem Beschützer zumindest ähnlich sieht. Ganz „zufällig“ sieht Donald ähnlich aus wie Phantomias, und die PK-Bande krallt ihn sich. Doch Donald ist nicht so dumm und unbedarft, wie die Ganoven denken. Gezielt verwandelt er den Raubzug in einen Spießrutenlauf für die Panzerknacker... Rundum schön konstruierte und auch erzählte Geschichte, die obendrein noch durch Zeichnungen und Übersetzungen punkten kann. Marco Gervasio (letzter Auftritt in LTB 339) hat zwar einen Zeichenstil, der dem von Giorgio Cavazzano ähnelt, das ist allerdings in Italien sowieso nicht allzu selten. Und: Ein gutes Vorbild ist Cavazzano ja. Note: 2+ ZicheFan 12:23, 24. Jul 2007 (CEST)


Fast zu perfekt[Bearbeiten]

Mittelmaß} Das einzig schöne an diesem immerhin schon vier Jahre alten Einseiter sind die Zeichnungen. Die Handlung regt nicht gerade zum Freuen und erst recht nicht zum Lachen an. Note: 4+ ZicheFan 12:23, 24. Jul 2007 (CEST)


Auf Irrwegen[Bearbeiten]

(© Disney)

Highlight Bei Dagobert ist der Strom ausgefallen. Das heißt, eigentlich haben ihm die Stadtwerke den Strom abgestellt, weil seine Stromleitungen nach all den Jahren jeder Beschreibung spotten. Außerdem scheinen Dagoberts Geheimdienste ausnahmsweise funktioniert haben, denn ihm wurde gemeldet, dass die Panzerknacker einen Überfall auf ihn geplant hätten – und ohne Strom kein Abwehrsystem. Folglich soll Donald jetzt mehr oder weniger manuell für die Geldspeicherverteidigung sorgen. Und hier kommt der Leser ins Spiel. Es handelt sich nämlich hier um eine Which-way-story, und man muss nun selbst Donalds Handlungen lenken. Laut dem Geschichtenanfang gibt es nur einen einzigen Lösungsweg, was sich aber hinterher als schlichtweg falsch herausstellt. Dennoch bildet diese Geschichte eine willkommene, gut ausgedachte, hervorragend gezeichnete und schließlich auch noch exzellent übersetzte Abwechslung. Note: 1- ZicheFan 12:23, 24. Jul 2007 (CEST)


Die Magische Pforte[Bearbeiten]

(© Egmont Ehapa)

Gut Auch Hexen haben’s nicht leicht. Wie schnell kann man sich im Winter beim Besenfliegen die Haxen abfrieren! Und mit dem Flugzeug zu fliegen, wäre um einiges zu teuer. Gott sei Dank gibt es da die Firma Zauberstrom, die ein neues Gerät auf den Markt gebracht hat: Der Magischen Pforte, die im übrigen ein bisschen wie eine Waschmaschine aussieht, muss man nur sein Ziel sagen und schon kann man hindurchspazieren und man ist an seinem Wunschort. Denkste! Da gibt man für das Teil viel Geld aus, und dann hat man nur Probleme damit! Zumindest den Leser freut’s. Denn es ist schon nett anzusehen, wie Gundel aus Versehen ihr ganzes Haus unter Wasser setzt. Von vorne bis hinten eine schöne Geschichte. Und die Zeichnungen von Ottavio Panaro (letzter Auftritt: LTB 353) können sich auch sehen lassen. Note: 2 ZicheFan 12:30, 24. Jul 2007 (CEST)


Tenor in Nöten[Bearbeiten]

Mittelmaß Dagobert hat sich den weltberühmten Opernsänger Pedro Domenico angeln können und sucht nun ein Plätzchen für den Tenor, wo er sich auf seinen Auftritt in Ruhe und Frieden vorbereiten kann. Ausgerechnet bei Donald, der ja nun nicht gerade allzu friedvoll ist, soll der Superstar absteigen. Nicht nur, dass Domenico mitten in der Nacht Stimmübungen abhält, nein, sobald der Rest der Duck-Familie von dem prominenten Gast erfährt, ist es mit der Ruhe endgültig vorbei. Doch das reicht dem werten Herrn Badino nicht, er lässt Domenico auch noch seine Stimme verlieren. Klingt unoriginell, ist es auch. Und erst der einfallslose Schluss! Da bleibt nicht nur dem Tenor, sondern auch dem Leser vor Staunen die Stimme weg. Immerhin sind die Zeichnungen annehmbar, wenn auch nicht wirklich toll, und das rettet den Gesamteindruck noch auf die Note: 3- ZicheFan 12:30, 24. Jul 2007 (CEST)


Rückzug mit Beute[Bearbeiten]

(© Egmont Ehapa)

Highlight Klaas Klever hat es satt, immer nur der ewige Zweite zu sein. Andauernd unter- bzw. überboten und bloßgestellt von Dagobert Duck beschließt er schließlich, sich in Quackapulco zur Ruhe zu setzen. Anfangs ist Dagobert froh, doch schon bald merkt er, dass ihm die regelmäßigen Zankereien mit Klever fehlen. Dagobert fährt nach Quackapulco, kann Klaas aber nicht umstimmen. Aber verdammt, irgendwie muss das doch zu schaffen sein... Tolle Grundidee, toll erzählt. Zudem kann Andrea Ferraris zum zweiten Mal in diesem Band mit seinen Künsten überzeugen, Am besten sind aber an dieser Geschichte wie so oft in aktueller LTB-Zeit die Übersetzungen (Dagobert gehört zum Beispiel die „Hoch-Tief-Teuer-AG“). Toll! Note: 1- ZicheFan 12:30, 24. Jul 2007 (CEST)


Eine wachsame Katze[Bearbeiten]

Mittelmaß Auf der Flucht vor der Polizei landet die Beute der Panzerknacker, ein Beutel Diamanten, in Dussels Garten. Eigentlich kein Problem, wäre da nicht Dussels streitlustige Katze, die niemanden an sich vorbei lässt. Aber wozu hat man einen Köter? Achtmalacht wird geholt, und nachdem man ihm zwei leckere Würstchen versprochen hat, macht er sich auf den Weg. Er folgt der Katze allerdings ins Haus und so müssen die Panzerknacker wohl oder übel hinterher. Natürlich wacht Dussel auf. Ihm können die Ganoven aber sogar verklickern, sie seien auf der Erde gestrandete Aliens. War die Story bisher noch ziemlich gut, wird auf den letzten zwei Seiten versucht, die Handlung irgendwie zu Ende zu kriegen. Ein unrühmliches Ende für eine ansonsten nette Gagstory. Leider können die halbgaren Zeichnungen nicht wirklich punkten. Daher gibt’s die Note: 3- ZicheFan 12:30, 24. Jul 2007 (CEST)


Wie neugeboren[Bearbeiten]

Mittelmaß Das dicke Ende kommt aber noch. Immerhin sind die ersten 12 Seiten gut gelungen. Donald geht nämlich zum Arzt, weil er einen Schnupfen hat. Der Doktor will aber lieber noch die Blutwerte abtesten. Beim Labor werden aber seine Ergebnisse mit denen eines Hundes vertauscht und so wird Donald das baldige Lebensende vorrausgesagt. Sobald er das gehört hat, wächst er über sich hinaus – es könnte ja jeden Moment das Ende sein. Aber ab diesem Punkt (vielleicht bringt die Zahl 13 ja doch irgendwie Unglück) wird’s konfus. Donald will nämlich schon mal einen neuen Partner für Daisy suchen. Schließlich soll sie auch nach seinem Ableben glücklich sein. So ein Schwachsinn. Über den Rest möchte ich mich gar nicht erst auslassen, denn bis auf die letzten 6 wieder gut gelungenen Seiten spottet er jeder Beschreibung. Auch die Zeichnungen von Bancells (letzter Auftritt: LTB 361) lassen zu wünschen übrig. Note: 4+ ZicheFan 12:30, 24. Jul 2007 (CEST)


Fazit[Bearbeiten]

  • Highlight tolles neues Design
  • Highlight Zeichnungen von de Vita, Cavazzano, Ferraris und De Lorenzi
  • Highlight Abwechslung bei den Hauptcharakteren (Donald, Micky, Phantomias, Düsentrieb, Gundel, Panzerknacker, Dagobert, Klever)
  • Schlecht nur 23 Seiten pro Geschichte durchschnittlich
  • Schlecht Egmontproduktionen nur Mittelmaß

Gesamtnote: 2 / 3 ZicheFan 12:30, 24. Jul 2007 (CEST)