LTB 557: Rezension

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© Egmont Ehapa
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In diesem Artikel wird das LTB 557 rezensiert. Welche Geschichten erfreuen das Fan-Herz und welche sollte man dem Gemütszustand halber lieber weglassen? Das erfährst du hier! Einen neutralen enzyklopädischen Artikel findest du unter LTB 557.

Jeder kann hier seine persönliche Meinung zu den in LTB 557 erschienenen Geschichten verfassen. Eine Unterschrift unter jedem Kommentar ist erwünscht (einzufügen mit ~~~~). Die Geschichten können mit Highlight Highlight, Gut Gut, Mittelmaß Mittelmaß oder Schlecht Schlecht bewertet werden. Bei der Bewertung sollten Zeichnungen, Plot und Übersetzungen mit einbezogen werden. Eine genaue Anleitung zum Verfassen einer Rezension findest du hier. Viel Spaß!


Cover[Bearbeiten]

Spaß im Looping verspricht das neue LTB und lässt Donald und seine Neffen auf einer Achterbahn in die Tiefe rauschen, zum sichtlichen Vergnügen der Neffen und zum Schrecken ihres schwergeplagten Onkels. Freccero verblüfft erneut durch besonders formlose geöffnete Schnäbel. Da möchte ich mich in Donald hineinversetzen wollen und ebenfalls zu schreien beginnen. Ansonsten ist das Cover einigermaßen gelungen. Fällt allerdings schon auf, dass die Idee nicht neu ist, LTB 379 hat ein ähnliches Cover geziert. --McDuck (Diskussion) 10:33, 3. Apr. 2022 (CEST)

Gut Das Cover des neuen LTB 557 zeigt Donald mit seinen Neffen, die auf einer Achterbahn sind. Hört sich nicht allzu spektakulär an, aber hier muss ich deutlich sagen, dass in diesem Cover mehr Details stecken, als man sieht. Ein auffallendes Detail ist der blaue Hintergrund. Dieser wirkt so, als würde er Freude, Spannung und Spaß versprechen. Ein weiteres nettes Detail ist der 3D-Effekt beim Berühren des LTBs. Weiter im Hintergrund erkennt man die Achterbahn, selbst wie sie aussieht und aufgebaut ist. Ich finde, die Achterbahn an sich ist hier ziemlich gut gelungen, auch von der Farbgebung, die weiß/grau verläuft und ein Gefühl gibt, als wäre sie qualitativ hochwertig.
Weiter im Vordergrund erkennen wir Donald mit seinen Neffen in der Bahn. Auch hier werden schnell die Emotionen klar, die Donald und Tick, Trick und Track während der Achterbahnfahrt haben. Während Donald so aussieht, als würde er gleich herunterfallen oder sich übergeben müssen, sehen Tick, Trick und Track so aus, als hätten sie den Spaß ihres Lebens. Sehr nette Details sind auch hier versteckt. Während Donalds Haare vor Schreck zu Berge stehen, fliegen Ticks, Tricks und Tracks Kappen von der Achterbahn. Man kann daraus vermuten, dass sie grade mitten in einem Looping waren und die Kappen deswegen wegfliegen.
Im Großen und Ganzen ist es ein ganz schönes Cover geworden, wobei man den Titel „Spaß im Looping“ kritisieren muss. Ich würde daher das Cover mit der Note 2 bewerten Agent Hermann (Diskussion) 17:11, 25. Mär. 2022 (CET)

Spaß im Looping – Ein Traum wird wahr[Bearbeiten]

D 2021-115

© Egmont Ehapa

Donald und seine Neffen sind Fans der fantastischen Abenteuer der Comicfiguren Felix Katus, seines Neffen Kit und seiner Nichte Kat, und zwar von Kükenbeinen an. Was Wunder, dass Donald sich VIP-Karten für den Supercat-Themenpark leistet und samt Neffenschar mit Düsentriebs fliegendem Luftschiff-Fisch zum Park gondelt. Dort erleidet die Gondel allerdings Luftschiffbruch, schmiert ab, Donald drückt auf einen Knopf und die Ducks befinden sich plötzlich im sehr real aussehenden Katzhausen, inklusive Kit und Kat. Die ganz sicher nur verkleidete Schauspieler sind. Oder doch nicht?

Gut Maya Åstrup ist für ihre Bezüge zu populären Comics und Videospielen mindestens ebenso sehr bekannt wie für ihren platzierten Igel – diesmal ein besonders hübsches Exemplar im letzten Panel der Story. In diesem neuen Abenteuer wirft sie ihre gefiederten und beschnäbelten Helden in eine Comicwelt und bietet Klischees klassischer Comicgeschichten in außergewöhnlichem Ausmaß an. Erziehungsberechtigter mit Hang zu Schlamassel? Check. Kinder als wahre Helden, die Abenteuer erleben? Check. Irrer Schurke? Check. Und so weiter. Dabei kommt aber keine Langeweile auf, auch wenn die Parallelen zum Duckiversum offensichtlich sind. Die Verflechtungen zum Themenpark sind thematisch passend, der als Supercat-Park auf ein gleichnamiges ehemaliges Fahrgeschäft in Themenparks anspielt. Felix Katus erinnert an Felix the Cat aus den Alice-Filmen von Disney. Der Luftschiff-Fisch stammt aus der Scarpa-Geschichte Die Jagd auf Karte Nr. 1 aus LTB 177, was im LTB richtig referenziert wird (oh Wunder!), allerdings wird in der Geschichte von einem Lunapark geschrieben, dabei besuchten die Ducks samt Fisch in Scarpas Geschichte das Pariser Disneyland. Die Geschichte wurde laut Åstrup auch als Bezug zu Eurodisney geplant und sollte Scarpas Geschichte mit ehren, nur verbietet Disney Nennungen des Wortes Disneyland in Disney-Comics.

Warum geht die Übersetzung einen Sonderweg und macht aus dem Originaltitel The Special VIP Tour einen Spaß im Looping? Spaß haben die Ducks ja, aber an Looping herrscht in der Geschichte Mangelware.

Trotz allem eine solide Leistung, die zwar keinen Leselooping durchläuft, aber trotzdem lupenreine Unterhaltung zu bieten hat. Gut --McDuck (Diskussion) 10:33, 3. Apr. 2022 (CEST)

Gut Diese Geschichte hat wirklich Spannung in sich, aber leider hat sie keine Action... Hier gibt es leider wenig Nervenkitzel. Aber man fühlt sich so, als wäre man selbst auf einer Comicveranstaltung mit seinen eigenen Comichelden. Diese Geschichte hat also daher einen großen Pluspunkt dafür verdient, dass die Geschichte uns „Comicfans“ widerspiegelt.
Ich persönlich fand die Geschichte echt nicht schlecht, nur wie gesagt, es gab keinen wirklichen Nervenkitzel. Ich würde daher der Geschichte aus Symphatiegründen die Note 3+ geben und mit einem Gut symbolisieren. Agent Hermann (Diskussion) 17:26, 25. Mär. 2022 (CET)

Das Weltaurant[Bearbeiten]

I TL 3417-6

Gittas grandiose neue Geschäftsidee ist das Entwickeln von Apps. Doch dann hat unvermutet Dagobert drängende Probleme, weil seine Restaurants nicht den Umsatz scheffeln, den er sich wünscht. Und Gitta weiß Abhilfe: Ein Weltaurant, Küche aus aller Welt vereint unter einem Dach. Aber dann legt Klever nach im Ofen der Geschäftskonkurrenz und kredenzt eine Kostprobe seiner eigenen Restaurantidee...

Mittelmaß Noch nicht mal kulinarisch katapultiert mich die Geschichte in den Bereich gourmeastischer Genüsse und die Story hinkt da noch weiter hinterher. Kein Dauerbrenner auf der LTB-Speisekarte, eher die fad aufgewärmte Brühe vom Vortag. Nein, geschäftliche Konkurrenz zwischen Dagobert und Klever sieht, wenn sie gut ist, anders aus. Klever gibt sich übertrieben schnell geschlagen. Dagobert lässt sich zu sicher sündhaft teuren Restaurants überreden, ohne mit der Sparschere über die Rechnung herzufallen und dann anschließend Gitta durch übliche Fallen aus dem Geldspeicher zu befördern. Und warum Gitta die einzige ist, die eine Idee für ein neues Restaurant entwickelt, ist nicht ganz einsichtig. Das Appgeschehen von Beginn tut auch nichts zur Sache und hätte gestrichen werden können. Immerhin die Zeichnungen von Valerio Held entlocken dem Plot seine ansehnlichen Seiten. Mittelmaß- --McDuck (Diskussion) 10:33, 3. Apr. 2022 (CEST)

Mittelmaß Mir persönlich hat die Geschichte schon gefallen. Aber auch hier gibt es leider keinen Nervenkitzel und diese Geschichte ist auch leider sehr berechenbar. Daher ist die Geschichte mit der sehr großzügig verteilten Note 3- zu bewerten. Agent Hermann (Diskussion) 17:26, 25. Mär. 2022 (CET)

Der Futuromat[Bearbeiten]

I TL 3353-6

Karlo will brav geworden sein? Wenn man (und vor allem maus) da nicht misstrauisch wird! (© Egmont Ehapa)

Karlo ist in ein Ganove, wie er im Buche steht und daher ist Misstrauen geboten, als sich der unter Hausarrest stehende Schurke kreuzbrav und geläutert gibt. Micky aber lässt sich überzeugen, dass er das Haus nicht verlassen hat. Schauplatzwechsel. Maus samt Minnie macht sich auf zur Kirmes und stolpert dort über einen Apparat, der die Zukunft voraussagt und belastbare Informationen über die nächsten Coups der Gaunerwelt ausspuckt. Was geht da vor sich?

Mittelmaß Nun ja. Nach dem letzten Tiefpunkt der halsbrecherischen Achterbahnfahrt scheint das LTB nun wieder hinaufzusteuern. Die Idee ist nun nicht gerade neu, etwa Casty hat in letzter Zeit mit einem Horoskopreigen sich ebenfalls mit der Manipulation der Zukunft durch gewiefte Gaunerhände beschäftigt, und dass Tipps abgegeben werden, um die gute Seite in Sicherheit zu wiegen, das darf zu den Standardideen gezählt werden und war öfters in Disney-Comics zu sehen (beispielhaft Ungeahnte Talente aus LTB 96). Aber die Umsetzung der Story ist passabel. Amendolas Zeichnungen sind, wie sie eben sind. Kein Hingucker, aber auch keinen Aufreger wert. Mittelmaß+ --McDuck (Diskussion) 10:33, 3. Apr. 2022 (CEST)

Gut Auch hier ist diese Geschichte eine typische Micky-Maus-Kater-Karlo-Geschichte. Mit dem Unterschied, dass die Methoden verändert wurden und das auf sehr unglaubwürdige Weise. Micky geht zusammen mit Minnie zu einem Freizeitpark. In diesem Freizeitpark steht eine mysteriöse Maschine, die als Attraktion dienen soll. Es handelt sich um den Futuromat. Der Futuromat ist eine Maschine, die angeblich die Zukunft für einen Taler preisgeben soll. Ziemlich verdächtiger Preis für eine Wahrsager-Maschine. Naja, es kommt, wie ihr vermutlich schon vermutet. Micky steckt einen Taler rein und ihm werden viele Verbrechen offenbart, die passieren. Was mich in der Geschichte wirklich überrascht hat, war, dass Kater Karlo dieses Mal nicht der Kopf des Ganzen ist. Sondern ein unbekannter, neuer Charakter, der hoffentlich in den nächsten LTBs öfter vorkommen wird.
Diese Geschichte verspricht Spannung und Nervenkitzel und tatsächlich ist dies im Gegensatz zu den letzen beiden Geschichten auch hier gut gelungen. Man vermutet tatsächlich eine typische Micky-Maus-Kater-Karlo-Geschichte, aber es ist tatsächlich mehr Unterschied zu den anderen Micky-Maus-Kater-Karlo-Geschichten, als man glaubt.
Und genau aus diesen Gründen ist die Geschichte mit der Note 2+ zu bewerten. Agent Hermann (Diskussion) 17:35, 25. Mär. 2022 (CET)

Reiche Ernte[Bearbeiten]

I TL 3278-5

Habakuk greift zum Gewehr (© Egmont Ehapa)

Habakuk ist eins sicher nicht: Ein braver Bauer. Die Schrotflinte im Anschlag schießt er sich an den Panzerknackern so richtig warm, die in der Nacht zuvor auf seinem Auberginenfeld einen Sack Beute platziert haben und den nun gerne bergen würden. Wenn Habakuk mal abgelenkt ist, gibt es immer noch Hund Tiger, der mit hündisch bösem Blick die Knacker ins Bockshorn jagt. Und auch ein Schwein ist mit von Partie. Wenn das guckt, ist in Knackerbeinen kein Halten mehr und der Fluchtinstinkt das einzige Mittel zur Rettung.

Gut Verdient das Prädikat „nett“. Ja tatsächlich, ich habe mich unterhalten gefühlt. Die Dummheit und Schreckhaftigkeit des einen Panzerknackers, der sich vor dem lethargischen Tiger und gemütlichen Schwein Fridolin fürchtet, ist mehr als einen Schmunzler wert. Die Panzerknacker, die an Habakuk scheitern, ist eine Neuheit – zumindest ich kann mich nicht an so etwas erinnern, lediglich an etliche Geschichten mit Oma Duck, die prinzipiell ähnlich aufgebaut sind. Ottavio Panaros Zeichnungen gefallen mir wie immer recht gut. Gut

Bloß: Warum heißt Habakuk in dieser Geschichte plötzlich Patronen-Palle? Warum hat der/die Übersetzer:in die Figur, die seit 1964 sporadisch und in den letzten Jahren sogar relativ häufig in deutschsprachigen Publikationen auftaucht, nicht erkannt und sich diesen furchtbaren Fauxpas geleistet? Und auch Hund Tiger hört plötzlich auf den strunzfaden Namen Bruno, den mindestens vier Disney-Figuren bereits vor ihm getragen haben. Tiger wird dieser Fehler keine Aufregung wert sein, aber Habakuk hat sicher einen ganzen Rübchenacker mit der LTB-Reducktion zu rupfen und durchschlagende Argumente (will heißen seine Flinte) in der Hand. --McDuck (Diskussion) 10:33, 3. Apr. 2022 (CEST)

Ein Klick zum Glück[Bearbeiten]

I TL 3138-6

Wer bisweilen unbedachte Worte wählt, weiß um die Verheerungen, die diese anrichten können. Da möchte man doch glatt die Zeit zurückdrehen und diese ungeschehen machen. Welch Glück, dass Donald mit dem Ingenieur Düsentrieb einen Erfinder zur Hand hat, der flugs das Unmögliche möglich macht. Und wenns so schön ist, wer sagt denn, dass man nicht auch künftige Ereignisse auslöschen kann? Etwa Stunden schweißtreibenden Talerpolierens?

Mittelmaß Puh. Die Zeichnungen von Luciano Gatto sind das mit Abstand Beste an der kruden Geschichte. Die Erfindungen sind zu absurd und unglaubwürdig, um überzeugen zu können. Ein Minimum an Beachtung der Physik wünsche ich mir schon in Entencomics, sonst wird das Ganze lächerlich. Den extrem absurden Höhepunkt der Geschichte, der sich Donald notwendigerwerise höchst dramatisch darbietet, als Albtraum zu erklären, ist immerhin das einzig Vernünftige, was getan werden konnte. Aber dass der Albtraum nicht früher einsetzt – Doppel-Puh und noch ein Kopfschütteln obendrauf! Ich werde mit Michelinis Story nicht warm und gebe Mittelmaß --McDuck (Diskussion) 10:33, 3. Apr. 2022 (CEST)

Auf dem Bauernhof: Stadtmenschen[Bearbeiten]

I TL 3394-01

Ein Einseiter mit einem Kind, das ein Huhn für einen Roboter hält. Na gut, kann man machen, muss man nicht mögen. --McDuck (Diskussion) 10:33, 3. Apr. 2022 (CEST)

Rummel im Vergnügungspark[Bearbeiten]

I TL 2571-4

Donald zofft sich liebend gern mit Zanker, aber als Dagobert seinem Erbneffen eine Stellung im Lunapark verschafft, stellt dieser die Reibereien zurück. Zanker will sich aber weiter an seinem Nachbarn aufreiben und nimmt ebenfalls einen Job im Park an – mit den erwartbaren Konsequenzen.

Mittelmaß Dass es ausnahmsweise mal im Rummel rundgeht und nicht am Gartenzaun qualmt, ist vielleicht eine kleine Neuerung dieser doch wenig berauschenden Geschichte. Aber wo soll auch der Rausch herkommen, wenn Nachbarschaftsstreitigkeiten an sich wenig Abwechslungspotential bieten und man nach ungezählten Geschichten das Gefühl hat, man habe alle denkbare Variation bereits vor Augen gehabt? Kein Höhenflug also, aber auch kein nicht-magenschonender und Schreikrampf auslösender Sturz in die Tiefe, einfach Mittelmaß --McDuck (Diskussion) 10:33, 3. Apr. 2022 (CEST)

Hausputz mal anders: Saubere B-Note[Bearbeiten]

I TL 3419-01

Dussel putzt beschwingt den Boden. Noch lahmerer Einseiter als der letzte. --McDuck (Diskussion) 10:33, 3. Apr. 2022 (CEST)

Die Schwester der Sonne[Bearbeiten]

I TL 3419-1P

Superschurke bei Nacht verspricht unangenehmes Erwachen (© Egmont Ehapa)

Des Nachts wird Donald plötzlich geweckt von einem in sein Schlafzimmer eindringenden Superschurken, der auf den Namen Skarabäo hört, Donald in Mumienbinden einwickelt und eine Botschaft für Phantomias bereithält: Er, Skarabäo, werde den Skarabäus des Ramses stehlen. Diesen Skarabäus hatte Phantomias einst Dagobert Duck mit der Auflage übergeben, ihn seinem rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben. Doch weil Donald seinen Onkel gut genug kennt, ist ihm klar, dass dieser etwas zu verbergen hat. Und tatsächlich, in der nächsten Nacht schafft Dagobert das Schmuckstück aus dem Speicher heraus – nur damit es Skarabäo entwendet. Das ruft nun endgültig nach einem Eingreifen Phantomias' – der den Raub Dagoberts Meinung zufolge überhaupt erst ermöglicht hat – und dies umso mehr, als es sich beim Skarabäus um den Schlüssel handelt, um die Schwester der Sonne zu aktivieren, die in den falschen Händen schreckliche Zerstörungen bewirken kann. Bloß: Wo befindet sich Skarabäo, wo die verschollene Schwester der Sonne?

Gut Es handet sich um eine klare Fortsetzung des Martina-Klassikers Phantomias ist wieder da! aus LTB 44, in dessen Verlauf Phantomias Klaas Klever den Skarabäus abgenommen und ihn Dagobert übergeben hatte. Sie folgt damit einer ähnlichen Konzeption wie Marco Gervasios Comicserie Phantomias in modernen Zeiten – viele Martina-Bezüge und ein Phantomias, der weniger als Beschützer Entenhausens aktiv ist, sondern aufgrund privater Motive Donalds in die Geschichte eingreift. Nur dass die Geschichte von Riccardo Pesce stammt und er trotzdem noch versucht, Phantomias in ein heldenhaftes Licht zu rücken. In der Martina-Story ging der Superheld ziemlich rücksichtslos vor und raubte Klever einfach den Skarabäus, Moral vollkommen egal. Hier biegt das die Fortsetzung so hin, dass Klever den Wertgegenstand unrechtmäßig erwarb und dass Dagobert ihn an seinen wahren Besitzer – nämlich Professor Oldbone – zurückgeben sollte. Gut, kann man machen, auch wenn es dem martinaschen superegoistischen Phantomias gehörig widerspricht.

Was man allerdings nicht machen kann (oder nicht sollte, denn Pesce kann offenbar schon), ist die Story derart aufzuziehen und grobe Löcher klaffen zu lassen, in die gut und gerne ein dritter Teil der Geschichte gepasst hätte. Die Schwester der Sonne gilt im ersten Teil noch als verschollen? Im zweiten Teil taucht sie plötzlich und unvermutet bei Klever auf, ohne dass irgendwie gesagt wird, wie Phantomias das herausbekommen hat. Das Ende und die Verstrickung einer gewissen anderen Person in das Verbrechen und nur zum Teil überzeugend, dafür handelt die Person zu wenig in der Geschichte. Und gewiss ist schade, dass Ägypten zwar die ganze Zeit eine Rolle spielt, aber nie Schauplatz wird. Ja, mehr Seiten hätten definitiv nicht geschadet. Am Ende wird fast eine Fortsetzung angekündigt, von der bislang im Topolino allerdings keine Spur zu sehen ist.

Na ja, trotz aller gehörigen Makel ist das die beste Geschichte des Bandes und landet, weil ich schlechteren Geschichten bereits „gut“ gegeben habe, auf Gut+ --McDuck (Diskussion) 10:33, 3. Apr. 2022 (CEST)

Was für ein Theater![Bearbeiten]

I TL 3275-2

Klarabella bekommt den gespielten Streit gut hörbar um die Ohren geschleudert (© Egmont Ehapa)

Mime Maus und Komödiant Goof proben als Überraschung für ihre Freunde unter den Augen des gestrengen Regisseur Dabo Dibius. Doch als das Komödienskript einen Streit vorsieht, ist das Theater am Ende – den bekommen die beiden Freunde nicht überzeugend genug hin. Da hilft nur eins: zu Hause weiterüben. Dumm nur, dass Klarabella Zeugin des Streits wird, den für bare Münze nimmt und versucht, Micky und Goofy wieder zu versöhnen. Und plötzlich braucht die Komödie gar nicht mehr die Bretter, die die Welt bedeuten, denn die echte Welt reicht schon aus.

Gut Marco Bosco liefert eine Story ab, die ihresgleichen sucht – zumindest mir erschien sie als etwas nie zuvor Dagewesenes, und das gibt Pluspunkte, dass es nur so raschelt im LTB-Karton. Besonders gefällt mir, dass Klarabella und Rudi so wichtige Rollen einnehmen (oft sind sie eher nur Staffage) und die kleine, sehr nette und überzeugende Nebenhandlung mit Karlo und Schnauz. Die Zeichnungen von Giampaolo Soldati tun das ihre, um eine wirklich überzeugende Geschichte abzurunden. Lediglich, dass Dabo Dibius nicht sofort begreift, dass seine Aussage missverständlich sein kann und sich auf einen richtigen Streit einlässt, finde ich ein klein wenig unplausibel. Ansonsten Gut+ --McDuck (Diskussion) 10:33, 3. Apr. 2022 (CEST)

Die Riesenmieze[Bearbeiten]

I TL 3269-2

Dagoberts Kinos machen mangels Besuchern dem alten Knicker Kopfzerbrechen. Hilfe scheint von unerwarteter Seite zu kommen: Eine monströse Mieze taucht vor dem Geldspeicher auf und nachdem sie Dagobert erst gehörig in Schrecken versetzt hat, erzählt sie ihm in seinen Träumen, dass sie ihm helfen wird können. Sofern er zur Katzbuckelinsel kommt und einen mächtigen Talisman mitbringt.

Schlecht Der Verdacht bestätigt sich, dieses LTB ist eine Achterbahnfahrt. Und wie es Achterbahnen gerne tun, kommt kurz vor dem Ende erst der höchste Punkt und dann die steilste und längste Abfahrt, die dann fast jeden zum Schreien bringt. Die zwei Geschichten vor dieser waren in diesem LTB die besten, also folgt jetzt der qualitative Totalabsturz. Das Ende ist eigentlich schon von dem Augenblick an vorhersehbar, als die Katze Dagobert auffordert, seine Nummer eins mitzubringen. Auf der Insel selbst scheinen alle Einwohner schreckliche Angst vor der Katze zu haben, außer Elli, die Projektionen einer ebensolchen an die Hauswände wirft. Aha. Damit allen Erwachsenen zusätzlich vor Angst die Knie schlottern und sie sich nicht mehr auf die Straße wagen, oder was? Ich möchte gar nicht mehr im Detail darauf eingehen, warum die Geschichte so miez, äh, mies ist und gebe einfach Schlecht+ – und damit ist Ruhe mit dem Katzenkonzert! --McDuck (Diskussion) 10:33, 3. Apr. 2022 (CEST)

Mit Stock, Charme und Zylinder – Gewusst wie[Bearbeiten]

D 2021-019

Der Einseiter am Ende ist das erste Mal ganz nett. Aber wie lange will uns der Verlag noch mit diesem erfolgsversprechenden Konzept (für Dagobert und den Verlag, wohlgemerkt, nicht für uns) quälen? --McDuck (Diskussion) 10:33, 3. Apr. 2022 (CEST)

Fazit[Bearbeiten]

Mittelmaß Es spricht Bände, dass ich in diesem LTB keiner Geschichte ein Highlight gegeben habe – ich glaube, das kam überhaupt noch nie vor. Eine sehr schwache Vorstellung, leider, und ich kann den Kartenkauf für diese Attraktion auch keiner/keinem Besucher:in des LTB-Wonderland-Themenparks empfehlen. Die beste Geschichte war die Phantomias-Story, auch wenn sich dort Lücken auftun, und auch die mausige Theatervorstellung und Åstrups Katzparkrummel sind einen oder auch zwei Blicke wert, der Rest eher durchschnittlich bis verzichtbar, Ausreißer nach unten inklusive. --McDuck (Diskussion) 10:33, 3. Apr. 2022 (CEST)

Weblinks[Bearbeiten]