DDSH 424: Rezension

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© Egmont Ehapa
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In diesem Artikel wird das DDSH 424 rezensiert. Ob dieses Heft tolles Top, ein schrecklicher Flop oder einfach nur Mittelmaß ist, erfährst du hier. Dranbleiben ;-) Einen neutralen enzyklopädischen Artikel findest du unter DDSH 424.

Jeder kann hier seine persönliche Meinung zu den in DDSH 424 erschienenen Geschichten verfassen. Eine Unterschrift unter jedem Kommentar ist erwünscht (einzufügen mit ~~~~). Die Geschichten können mit Highlight Highlight, Gut Gut, Mittelmaß Mittelmaß oder Schlecht Schlecht bewertet werden. Bei der Bewertung sollten Zeichnungen, Plot und Übersetzungen mit einbezogen werden. Eine genaue Anleitung zum Verfassen einer Rezension findest du hier. Viel Spaß!


Cover[Bearbeiten]

Ein durchschnittliches Cover von Rodriguez. Nichts Besonderes, aber ganz lustig und ein netter Start ins Heft. Glückstaler (Diskussion) 17:20, 6. Sep. 2022 (CEST)


Zu schön, um wahr zu sein[Bearbeiten]

Stefan Steiger ist ein gemachter Mann. (© Egmont Ehapa)

D 2011-171

Niedergeschlagen will Donald von einem weiteren Gang zu der Arbeitsagentur in den Blumenweg zurückkehren. Schon wieder gibt es keinen geeigneten Job für ihn und seine finanzielle Lage droht schlimmer und schlimmer zu werden. Doch halt, denn es gibt ja doch noch etwas! Eine Stelle als Würstchenbrater ist gerade eben freigeworden. Zwar nicht das, was Donald sich vorgestellt hat, aber besser als nichts, denkt er. Er ist schon dabei, mürrisch ja zu sagen, da kommt auf einem E-Roller ein etwas aufgebrauster rundlicher junger Herr um die Ecke. Er scheint Ronald Ruck vor sich zu sehen, seinen einstmaligen Freund und Kumpel aus der Uni. Weil er sieht, wie schlecht es ihm geht, möchte er Ronald einen Gefallen tun und bietet an, dass Ronald – der ja eigentlich Donald ist – für 10.000 Taler pro Woche für ihn arbeitet. Das klingt nach einem hammermäßigen Angebot, das Donald keinesfalls ablehnen kann. Er überlegt zwar lange, ob das Daraufeingehen hier wirklich der richtige Schritt ist, aber sein neuer Arbeitgeber Stefan Steiger scheint sich so sehr zu freuen, dass Donalds Gewissen ihm keine andere Wahl lässt. Schon am nächsten Morgen tanzt er bei seinem künftigen Chef an. Aber nicht etwa in einer Firma, die im dreckigen Industriegelände steht, sondern in der herrschaftlichen Villa, die in einer der vornehmsten Gegenden Entenhausens thront. Seine Aufgabe könnte ein Traum sein: Mit Stefan, der ihm das Du anbietet, soll er den ganzen Tag Spaß haben: Videospiele spielen, Gokart fahren und beim Paintball ablassen. Doch schon bald zeigt sich ein Trend, der sich fortsetzten wird: Stefan spielt unfair und nimmt es nicht ernst mit Donalds Verletzlichkeit. Der Enterich wird ganz schon fertiggemacht und kehrt spät und ganz erschöpft von seiner anfangs leicht geglaubten Arbeit heim. Und am 2. Arbeitstag kommt es noch dicker, denn Stefan hat einige Missgeschicke, die Donald unterlaufen sind, gefilmt und zeigt sie nun seinen anderen Freunden...

Gut Was passiert mit Donald, wenn er jemandem begegnet, der von Anfang an nichts Gutes mit ihm meint? Verläuft sich alles und jeder im Chaos oder kann da etwas gelingen? Eine interessante Ausgangslage und die neue Figur bringen diesem Zehnseiter frischen Schwung. Die Handlung wurde von Erickson als neugierig und voller Gags ersonnen; aber das Thema, das hinter all dem steckt, ist weitaus interessanter: Eine Gruppe hat sich gegen einen einzelnen verschworen. Pechvogel Donald Duck passiert das des Öfteren, aber im echten Leben kann solch eine Situation höchst dramatisch sein. Umso schöner ist es, dass die Egmont’sche Eigenproduktion ein passendes, beruhigendes Ende erhält. Rodriguez, der sich auch schon auf dem Cover austoben durfte, verleiht der Geschichte den typischen neumodernen Look. Sowohl mit dem Plot als auch mit den Zeichnungen bin ich ausgewogen zufrieden; nur wirkt am Ende alles ein wenig gehastet. Nichtsdestotrotz reicht es hier sicherlich für eine 2- und damit für einen guten Start ins Heft! Glückstaler (Diskussion) 17:20, 6. Sep. 2022 (CEST)


Psychologische... (© Egmont Ehapa)

Drei minus zwei ist null[Bearbeiten]

D 2012-055

Es ist nach den Sommerferien und auch für Tick, Trick und Track beginnt jetzt wieder die Schule. Sie erleben eine Überraschung, denn plötzlich steht ein neuer Klassenlehrer vor ihnen: Herr Toman, ausgebildeter Soziologe, soll in Zukunft die Führung der Kinder übernehmen. Zuallererst geht er durch die Reihen und schaut sich seine Schüler genau an. Als er bei den Neffen vorbeikommt, ist sein Interesse geweckt: Drillinge kommen ihm nicht alle Tage unter die Nase. Nach dem Unterricht kommen Tick, Trick und Track nach Hause zurück. Sie sind sehr niedergeschlagen, was Onkel Donald sofort auffällt. Schließlich rücken die Kinder raus mit der Sprache. Der neue Klassenlehrer hat ihnen einen Zettel mit Anweisungen für ihren Erziehungsberechtigten mitgegeben. Donald macht sich auf zu dem geforderten Elterngespräch. Er geht zwar entschlossen hin, kommt aber mit einer außerordentlichen Gehirnwäsche wieder zurück. Herr Toman hat Donald weisgemacht, dass sich Tick, Trick und Track nicht frei entfalten können, wenn sie sich immerzu gegenseitig helfen. Das fängt schon beim Aufwachen im Bett an, geht über die Schule, das Spielen und Machen der Hausaufgaben weiter bis zum Einkaufen. Überall stehen sich die drei zur Seite. Weil die Identität zu verwischen droht, so der Soziologe, weist er Donald an, die Geschwister voneinander zu trennen. Also schlafen sie die Nacht über in anderen Zimmern, machen ihre Hausarbeit getrennt und kommen sich auch beim Spielen in der Pause auf dem Schulhof nicht zu nahe. Und wenn sie es doch einmal versuchen, ist Herr Toman sofort zur Stelle und bestimmt darüber, wie jeder der Neffen seine Zeit verbringen soll. Alles scheint gut zu laufen und die Kinder entwickeln sich prächtig, da beginnt es auf einmal merkwürdig zu werden: Die zuvor treuen und braven Musterschüler randalieren plötzlich, fühlen sich nicht mehr für die anderen verantwortlich und verfeinden sich zusehends. Donald ist niedergeschlagen und wünscht sich seine liebenswerten kleinen Enten wieder zurück. Doch was tun, wenn in der Schule auch noch eine Essensschlacht tobt?

Highlight Marco Rota ist ein Künstler der alten Schule und er beherrscht seine Technik zu 100 %. Sein Können stellt er auch in diesem Zehnseiter wieder unter Beweis. Herr Toman erfüllt voll und ganz die Kriterien eines schnöden, komischen und leicht streberhaften Lehrers, der innerlich in einen anderen Beruf gehört. Auch die anderen Lehrer und die weiteren Figuren im Allgemeinen, denen Donald oder Tick, Trick und Track in der Geschichte begegnen, haben diesen klassischen, unbestreitlich gelungenen Rota-Schwung inne. Des Maestros Zeichnungen lassen diese ganzen 10 Seiten schon um einiges schöner wirken. Die McGreals durften sich überlegen, was passieren soll und setzen, abgesehen vom eher normalen und vielseitig geprägten Mittelteil, auf das Happy-End-Los. Die Geschichte steckt voller Details und lässt Tick, Trick und Track fast so agieren wie in dem neuen Kinderuniversum des Topolino, was schon erahnen lässt, dass hier nicht nur Konflikte folgen werden, sondern auch Proteste zumindest einiger Leser, denn diese Neuheiten – die die Neffen als völlig neue Kinder beschreiben – stoßen beim mir auf Ablehnung und verfremden das Gewohnte. Schön aber, dass in dieser Story alles beim alten endet und das Ende happy ist! Note: 1. Glückstaler (Diskussion) 17:20, 6. Sep. 2022 (CEST)

...und freudige Momente bei Rota. (© Egmont Ehapa)



Die Nutzdrachen[Bearbeiten]

D 93212

Tick, Trick und Track möchten draußen einen Drachen steigen lassen. Auch Daisy würde draußen gerne etwas machen, nämlich Wäsche aufhängen, aber der Wind hat die Leine reißen lassen...

Mittelmaß Ein typischer Einseiter aus den frühen 1990ern. Eher langweilig und abgenutzt als witzig – Note: 4+. Glückstaler (Diskussion) 17:20, 6. Sep. 2022 (CEST)


Unglücklicher Gewinner[Bearbeiten]

H 2011-155

Gustav Gans wohnt einem öffentlichen Preisausschreiben bei und erntet wie gewohnt den Hauptgewinn. Doch langsam kommt bei ihm auch nach dem besten Gewinn kein Glücksgefühl mehr auf. Und auch im normalen Leben wird er zunehmend depressiv. Mit einem frisch gewonnenen Gutschein konsultiert Gustav einen Psychiater. Der vernimmt sich der Situation Gustavs und kommt zu dem Schluss, dass der Patient etwas spenden soll, um wieder glücklich zu werden. Aber wer ist bloß der richtige Empfänger? Der Psychiater rät zu jemandem, der nie Glück im Leben hat. Diesem jemand könnte Gustav dann eine große Freude bereiten und durch dieses Gefühl würde er wahrscheinlich wieder glücklich. Aber jemand, der nie Glück hat? Das trifft doch nur auf Donald zu! Und ausgerechnet seinem Konkurrenten, mit dem er ständig auf Kriegsfuß steht, soll Gustav eine Freude bereiten?

Gut Gustav Gans kann fast schon als ein Synonym für Glück und Eitelkeit verwendet werden. Keiner übertrifft den Meistergewinner im Gewinnen, aber auch niemand darin, eitler zu sein. Und wenn der Glückspilz auf den Pechvogel losgeht, gibt es nur einen Ausweg: Die Fetzen fliegen! So auch hier wieder. Für Gag-Freunde sollte gerade das Ende ein echter Gag sein, der Rest der Geschichte kommt ein wenig hartholzig daher. Ansätze gab es schon in so vielen weiteren Storys; hier findet man sozusagen die kurze Mischung aus den weiteren tausend Seiten, die mit dem ewig gleichen Thema handeln: Kann Donald auch mal eine etwas andere Rolle füllen? Es bleibt ein ganz guter Rest zurück, aber so sehr überzeugen konnte mich diese Geschichte nicht. Mit einer 3- gebe ich noch ein knappes Gut. Glückstaler (Diskussion) 17:20, 6. Sep. 2022 (CEST)

Zorngiebel neu gezeichnet... (© Egmont Ehapa)


Neue Entenhausener Geschichten, Folge 25[Bearbeiten]

Zum Silberjubiläum der Entenhausener Geschichten präsentiert Boemund von Hunoltstein interessante Fakten über Glückspilz Gustav Gans


Treffer![Bearbeiten]

H 2010-032

Tick, Trick und Track spielen entspannt im Garten eine Runde Fußball, doch Zacharias Zorngiebel macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Denn als der Ball der Kinder über seinen Zaun fliegt und er danach einen Blumentopf zerdeppert, macht er die Minderjährigen dafür verantwortlich. Jetzt sollen sie ihm einen neuen Topf kaufen. Aber er sucht sich natürlich den teuersten am Markt für 10 Taler aus! Da haben die Kinder doch eine bessere Idee...

Highlight Nachbar Zorngiebel und die Neffen, das ist mal eine ungewöhnliche Mischung. Klar, dass es ordentlich bumst. Darunter leidet aber nicht nur ein Blumentopf, sondern letztendlich auch der fiese Nachbar. Einen Zorngiebel von Gulien habe ich bisher noch nicht zu Gesicht bekommen, aber er schafft es, eine kindlich-freche Variante aus ihm herauszukitzeln. Die Neffen sind unverfroren wie eh und je und suchen einfach nur nach einer Lösung. Toller Zweiseiter! Note: 1-. Glückstaler (Diskussion) 17:20, 6. Sep. 2022 (CEST)


Schwere Arbeit! (© Egmont Ehapa)

Katzilla[Bearbeiten]

D 2021-043

Ein gemütlicher Tag bei Donald im Sessel ist in vollen Zügen. Doch von jetzt auf gleich soll der ruhige Nachmittag vorbei sein: Herr Düsentrieb tätigt einen wichtigen Anruf. Angeblich ist ein Experiment von ihm schiefgegangen, sodass eine Katze nun gigantisch groß gemacht wurde. Donald überzeugt sich selbst von dem Unglück und fährt mit dem 313er zum Tatort. Daniel Düsentrieb ist verzweifelt, denn die Katze droht, wenn sie hungrig ist, ganz Entenhausen zu verwüsten. Weil das unter keinen Umständen passieren darf, hat der Ingenieur bereits vorgesorgt und Geld von seiner neuen sowie erfolgreichen Kryptowährung flüssig gemacht. Damit und mit Donalds Hilfe soll es gelingen, das Tier wieder einzufangen und auf normale Größe zurückzuschrumpfen. Für Donald wartet schon Arbeit, denn um den Hunger der Katze zu bedienen, soll er eine komplette bereits vorbestellte LKW-Ladung Katzenfutter mitten in der Innenstadt abliefern. Der Plan geht auf und die Katze fängt an, vor sich hinzudösen. Schon ist ein gewaltiger Kran zur Stelle, der das schwere Wesen auf gleich drei Lastwagen hievt. Jetzt soll die Katze zurück zur Ingenieurwerkstatt gebracht werden. Aber auf der Fahrt geht das Wesentliche schief, denn die Katze wacht auf! Und kurz darauf beginnt sie, zwischen den Gebäuden umherzuspringen und die Bürokräfte in den Wolkenkratzern zu erschrecken. Herr Düsentrieb wartet mit einem besonders gefährlichen Plan auf: Er will die Katze mit einer Art Ball an seinem Raumschiff zum Spielen animieren und sie so hinter sich her locken. Aber die Strategie geht nicht auf und Herr Düsentrieb droht abzustürzen!

Mittelmaß Schon etwas übernatürlicher will diese Geschichte sein, die auf dem altbewährten Zehnseiter-Format versucht aufzubauen. Aber entweder die Seitenzahl oder die Handlung generell – irgendetwas Deutliches ist nicht abzugewinnen. Die Jagd nach dem überdimensionierten Superschurken? Gab es alles schon, sogar mit dem Schwarzen Phantom. Eine Außerirdischen-Epidemie? Auch schon gesehen. Bleibt nur eine übergroße Katze und ein viel zu schneller und direkter Einstieg ins – zugegeben – (größentechnisch) etwas verzerrte Abenteuer. Der meiste Platz muss für die Jagd des Tieres weichen. Das Ende kommt unverständlich daher, denn Donald ist auf einem Bild eigentlich eindeutig zu sehen. Insgesamt fehlt es diesen 10 Seiten ein wenig an guten Ideen. Viel retten können Feriolis Zeichnungen auch nicht mehr; da ist die Katze aus dem Sack – Note: 3 und somit ganz und gar durchschnittlich. Glückstaler (Diskussion) 17:20, 6. Sep. 2022 (CEST)


Heimliche Nachtschicht[Bearbeiten]

Was macht er nur so heimlich, der Herr Onkel? (© Egmont Ehapa)

H 2011-062

Heute wollen es Tick, Trick und Track endlich herausfinden: Schon seit geraumer Zeit verheimlicht ihnen Onkel Donald nämlich, als was er arbeitet. Er sagt, sein Job sei geheim und gehe niemanden etwas an. Doch da sind die Neffen anderer Ansicht, denn für sie steht fest: In dieser Nacht enttarnen sie ihren Onkel. Und schon kurz nach dem Verlassen des trauten Heimes wird es wild: Donald windet sich wie ein olympischer Athlet über Zäune, streunt durch die Dunkelheit und tappt durch Geheimtüren noch und nöcher. Doch wo führt all das hin? Die Kinder sind knapp vor dem Ziel!

Gut Dänische Geschichten sind bekannt für ihre Wirrheit, was man gerade zum Beispiel in der Auftaktstory von LTB 561 bemerken konnte, in der eine ein LTB vorher noch normale „alte Oma-Schurkin“ auf einmal völlig entfremdet und aus jedwedem Kontext gerissen als Fisch mit Beinen daherkommt. – Da bleibt einem doch die Spucke weg, oder? Auch dieser vierseitige Lückenfüller steht von Anfang an auf einem wackligen Konstrukt und als Donald schließlich preisgibt, was er da macht, kann es unglaubwürdiger nicht mehr werden. Nicht nur er, sondern auch die Neffen sind erstaunt und runzeln die Stirn. Aber das ist auch alles, worauf die Kurzgeschichte hinarbeitet: einen guten Schlussgag. So dumm es klingen mag, aber das Prinzip geht – zumindest bei mir – auf. Ein kleiner Lacher ist nicht mehr zu verkneifen, auch wenn ich sonst beim Comiclesen eigentlich kaum Emotionen zeige und das ganze eher trocken runterschlucke. Durch Vicars Zeichnungen wird alles gelungen unterstützt und die Kurzgeschichte ist perfekt! Note: eine glatte 2. Glückstaler (Diskussion) 17:20, 6. Sep. 2022 (CEST)


Talent und Tage voller Zeit? Ob Donald seinem Pech entfliehen kann... (© Egmont Ehapa)

Theaterträume[Bearbeiten]

S 83038

Vor dem städtischen Theater gibt es eine zukunftsweisende Begegnung: Daisy, Gustav und Donald treffen zum gleichen Zeitpunkt aufeinander. Eigentlich wollte Donald nur seine Verlobte von Proben für ein baldiges großes Stück abholen, doch Gustav grätscht wie immer dazwischen und provoziert den eben noch fröhlich gelaunten Erpel. Der Glückspilz prahlt mit seinen schauspielerischen Fähigkeiten und dem, was er auf der Bühne alles zu können vermag. Daisy ist bereits ganz angetan von dem ewigen Charmeur. Weil Donald nicht möchte, dass sich die Situation zuspitzt, gibt auch er an und behauptet, ebenfalls ungesehenes Bühnentalent zu haben. Und schon nach wenigen deutlichen Sätzen steht fest: Am Samstag treten zwei gegeneinander an, um die letzte Rolle in dem von Daisy geleiteten Stück zu ergattern. Donald beginnt, sich intensiv vorzubereiten. Zuerst möchte er seine Stimme aufs Ausgiebigste trainieren. Deswegen macht er sich auf in die Schattenschlucht. Früh am Morgen losgegangen, ist er abends um 7 Uhr immer noch nicht zurück. Tick, Trick und Track machen sich Sorgen. Eilig stellen sie einen Suchtrupp zusammen – denn es gilt: Ist Donald ungeplant lange weg, ist er höchstwahrscheinlich in ein Malheur geraten! Mit tapferer Unterstützung vom Fähnlein Fieselschweif klappt es, den seit Stunden in völliger Dunkelheit an einem Baumstamm hängenden Donald zu finden. Wäre die Hilfe nur wenige Sekunden später gekommen, wäre Donald in eine tiefe Schlucht hinabgefallen. Am nächsten Morgen geht er frischer Kraft wieder ans Werk. Diesmal will der Theaterprofi sich einem Schauspielbuch widmen, um das nötige Gefühl fürs Publikum zu erlernen. Aber ein Nachbarskind, das dummerweise schlecht mit Indianerpfeilen zielen kann, kommt Donald in den Weg. Sein Buch landet in der Regentonne und ist für den normalen Benutz schachmatt gesetzt. Der Junge entschuldigt sich zwar ausgiebig, aber Donald steht vor einem Problem, denn jetzt kann er keine Tipps mehr lesen. Und zu allem Überdruss spaziert auch noch in diesem Moment Vetter Gustav neben ihm her. Donald reagiert wieder mal über und droht schon damit, ihn mit einem Gummipfeil abzuschießen. Jetzt ist sein nerviger Verwandter zwar über alle Berge, aber Donalds Probleme sind immer noch da...

...weiß Gustav Gans bestimmt nicht einzuschätzen! (© Egmont Ehapa)

Gut Den Abschluss darf ein längerer, 15 Seiten starker Strobl, machen. Für den Anfang der 1980er Jahre ist die Geschichte ziemlich amüsant geschrieben. Der schon bekannte Gustav-Donald-Streit kommt in Höchstform und sorgt für reichlich Potenzial. Mit Ritter Eisenbeiß schuf Carl Barks eine ähnliche Geschichte; doch verlegte sich diese vielmehr auf den Bühnenkampf. Die Konstellation der Figuren ist weitgehend gleich, lediglich spielt in der Strobl-Geschichte noch das Fähnlein Fieselschweif mit. Was bei Barks gewohnt stark ist, vermag Strobl beziehungsweise sein Storywriter Robert Bailey nicht so ganz zu adaptieren. Diese Story leidet etwas unter dem Ausschweifen in die Umgebung und darunter, dass erst am Ende etwas im Theater stattfindet. Man denke nur daran, wie sehr sich eine Erika Fuchs an einem Theaterwettbewerb ausgetobt hätte. Das Ende ist aus dem Fertigregal gegriffen, vermag aber einen würdigen Abschluss zu verleihen. Insgesamt komme ich auf eine 2-. Glückstaler (Diskussion) 17:20, 6. Sep. 2022 (CEST)


Vorschau: (© Egmont Ehapa)

Fazit[Bearbeiten]

Das DDSH kann den Höhenflug halten: Im 424. Heft konnten mich gleich zwei Geschichten voll und ganz abholen und vier weitere befinden sich im Guten Bereich – damit kann ein Lesevergnügen gewährleistet werden. Nicht so gut waren lediglich Katzilla und ein älterer Einseiter, was insgesamt nicht allzu viel ausmacht. Dennoch könnte und muss sich das DDSH trauen, mal wieder längere Geschichten abzudrucken. Eine solche Story wie etwa Die Dreizehn-Trilliarden-Erbschaft (ein echter Comicschatz von Jan Gulbransson, gerade erschienen in Micky Maus Comics 68) wären perfekt geeignet. Leider aber passt entweder nicht, dass die Geschichte bereits im DDSH abgedruckt wurde und somit aus der Auswahl raus ist oder dass der Verlag scheinbar etwas auszusetzten hat. Lange und schöne Comics gäbe es aber sicherlich zu Haufe, wenn man nur einmal die Archive durchwühlt! Insgesamt trotzdem ein tolles DDSH, das einige gute Lesestunden bescheren kann. Die Strobl-Erstveröffentlichung ist ein weiteres Lesen wert. Mal schauen, ob die nächste Ausgabe wieder eine ähnliche Qualität hat. Glückstaler (Diskussion) 17:20, 6. Sep. 2022 (CEST)

Das 425. DDSH will mit Bradbury, Heymans, Nadorp und Rodriguez überzeugen. Ob es, wie auf dem Cover, scheppert, wird man dann sagen können. Bis dahin!