LTB 542: Rezension

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© Egmont Ehapa
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In diesem Artikel wird das LTB 542 rezensiert. Ob dieser Band tolles Top, ein schrecklicher Flop oder einfach nur Mittelmaß ist, erfährst du hier. Dranbleiben ;-) Einen neutralen enzyklopädischen Artikel findest du unter LTB 542.

Jeder kann hier seine persönliche Meinung zu den in LTB 542 erschienenen Geschichten verfassen. Eine Unterschrift unter jedem Kommentar ist erwünscht (einzufügen mit ~~~~). Die Geschichten können mit Highlight Highlight, Gut Gut, Mittelmaß Mittelmaß oder Schlecht Schlecht bewertet werden. Bei der Bewertung sollten Zeichnungen, Plot und Übersetzungen mit einbezogen werden. Eine genaue Anleitung zum Verfassen einer Rezension findest du hier. Viel Spaß!


Cover[Bearbeiten]

Gut Sehr schönes Cover von Stefano Intini, das natürlich an das legendäre Cover der Erstauflage von LTB 41 angelehnt ist. Nichts besonderes, aber trotzdem zeichnerisch ganz ansprechend. Dumm nur, dass die zugehörige Geschichte bereits in LTB 474 erschienen ist (damals mit einem ganz anderen Cover)… D.U.C.K. (Diskussion) 20:43, 4. Mär. 2021 (CET)

Wohin des Weges, Phantomias?[Bearbeiten]

Das Rad des Schicksals – Fluch oder Segen? (© Egmont Ehapa)

D 2020-032

Gut Primus und seine Assistentin Felicia Fatum haben nach wochenlanger Suche endlich den berühmten verschollenen Tempel des Schicksals der sagenumwobenen Khar-Mha-Kultur gefunden. Doch am Eingang steht eine Warnung: „Wer immer diesen Tempel entehrt, soll sich gefangen finden im Rad des Schicksals bis in alle Ewigkeit!“ Ganz der Wissenschaftler tut Primus diese Warnung als Aberglaube ab. Er nimmt die legendäre Scheibe mit, die das Rad des Schicksals repräsentiert und kehrt nach Entenhausen zurück. Doch es gehen mysteriöse Sachen vor sich und Primus wird mit einer Drohung aufgefordert, das Rad zurückzubringen. Ein Fall für Phantomias! Doch das Schicksal hat bereits seinen Lauf genommen und das Zeitchaos begonnen…

Schon die Figurenkonstellation ist ganz interessant und unverbraucht. Vor allem das Phantomias-Dussel Verhältnis ist hier interessant, denn Phantomias trifft auf einen Gegner, der all seine Züge vorhersehen kann und ist daher völlig machtlos – während Dussel wie immer komplett unvorhersehbar ist und daher der Mann der Geschichte ist. Das sorgt tatsächlich für einige ganz gelungene Gags und lustige Situationen. Unterhaltsam ist die Geschichte also auf jeden Fall, über die Zeichnungen von Altmeister Cavazzano braucht man gar nicht zu reden – als wirklich gut würde ich sie aber nicht bezeichnen. Warum? Das Hauptthema der Geschichte, die Zeitverschiebungen und Wirrungen, kommen viel zu kurz und werden nicht richtig behandelt und ausgereizt. Außerdem wäre es schön, wenn mehr auf diese sagenumwobene Kultur der Khar-Mha (ganz nette Anspielung auf das Karma) eingegangen würde, das hätte die Geschichte mit Sicherheit noch bereichert! Und: Das Konzept der halben Spielgeschichte, bei der man lediglich das Ende wählen kann und das eigentlich auch nicht wirklich ist auch ein bisschen lächerlich… Wahrscheinlich wusste der Autor einfach nicht, was für ein Ende er nehmen sollte ;-) Insgesamt aber ein recht guter Start in diesen Band! D.U.C.K. (Diskussion) 20:43, 4. Mär. 2021 (CET)

Achtung Arbeit! Jeder wie er mag[Bearbeiten]

I TL 3317-01

Mittelmaß Franz überrascht uns mal wieder mit seinem Einfallsreichtum, was die Arbeit angeht… Naja, ein typischer Einseiter, ganz witzig aber nicht so dass man vor Lachen auf dem Boden rollt. D.U.C.K. (Diskussion) 20:43, 4. Mär. 2021 (CET)

Topalbano: Die Amphore der Charybdis[Bearbeiten]

I TL 3223-1

Beeindruckende Landschaftszeichnungen mit einer fantastischen Kolorierung machen die großartige Geschichte zu einem wahren Kunstwerk (© Egmont Ehapa)

Highlight Der dritte Teil der Trilogie rund um Commissario Malvo Mausalbano. Der frühere Kleinkriminelle Pascale, den Micky und Co. einst aus den Händen eines Großkriminellen befreit haben (siehe Das Imperium des Konditors) heiratet! Doch beim Bräutigam wird eingebrochen, Pascales Vater wird entführt und Micky steht mal wieder vor einem neuen Fall im fremden Sizilien…

Eine großartige Geschichte! Artibani überzeugt auf verschiedene Art und Weise: Die Figurenkonstellationen sind sehr interessant, so steht Karlo mit Micky auf einer Seite, während der den ein oder anderen Konflikt mit Mausalbano hat. Tatsächlich arbeiten die beiden an scheinbar verschiedenen Fällen, die aber eigentlich doch einiges gemeinsam haben und, was eine gute Kriminalgeschichte ausmacht, erst nach und nach aber dafür sehr schlüssig aufgedeckt werden. Auch das Motiv der Täter ist sehr interessant und behandelt ein brisantes Thema, das vor allem in Sizilien hochaktuell ist und auch die Einmischung der Kriminalität (und der Mafia) in dieses Problem sind real. Real sind auch viele der interessanten Nebenhandlungen und Hintergründe, mit denen Artibani einem die sizilianische Kultur näherbringt. Schließlich kann die Geschichte noch mit einigen witzigen Situationen aufwarten. Doch nicht nur auf Handlungsebene überzeugt die Story, sondern auch auf graphischer: Die Zeichnungen von Mottura sind gewohnt genial und atmosphärisch und die großartige Kolorierung ist wunderschön!!

Also ein absolut empfehlenswerter Abschluss der Topalbano-Serie und das erste Highlight dieses Bandes! D.U.C.K. (Diskussion) 20:43, 4. Mär. 2021 (CET)

Die Geschichte der Menschheit: Große Erfindungen[Bearbeiten]

Die Erfindung der Sprache laut Dussel… (© Egmont Ehapa)

I TL 3366-4

Gut Dussel hält einen Vortrage über die frühe Menschheitsgeschichte. Er erzählt, wie die Menschen ihre ersten großen „Erfindungen“ machen (Sprache, Feuer, Liebe…). Sehr zur Verwunderung von Primus, der bei seinem Besuch der Lesung natürlich einen anderen Prof erwartet hatte, sich aber dem Schicksal fügt… Zwar ist der größte Teil dieser Geschichte über prähistorische Anatiden einfach nur gigantischer Schwachsinn (wobei, wer weiß wie die Enten damals in der Steinzeit waren…), aber einige der Gags sind tatsächlich ganz gelungen und es gibt einige sehr lustige Momente. Soldatis Zeichnungen sind zwar keine Augenweide wie die Motturas aber trotzdem angenehm. Kein Kracher, aber eine gute Gagstory für zwischendurch! D.U.C.K. (Diskussion) 20:43, 4. Mär. 2021 (CET)

Der Tempel des Drachen[Bearbeiten]

I TL 2389-3

Dussels Weisheit und der schwierige Weg zum Tempel (© Egmont Ehapa)

Mittelmaß Primus (wie, der schon wieder? Ja, er feiert dieses Jahr seinen 60. Geburtstag! Herzlichen Glückwunsch 🥳) hat eine unglaubliche Entdeckung gemacht: Die legendäre Kultur der der Hoseki, deren Mönche Diamanten aus Kohle herstellen konnten, soll eigentlich vor Ewigkeiten spurlos aus Japan verschwunden sein, doch das ist falsch! Einen Überrest von ihr gibt es noch, nämlich den Tempel des Drachen auf der japanischen Insel Shingen Mokka. Dagobert ist natürlich sofort dabei, denn Kohle in Diamanten (also Kohle) zu verwandeln, ist schon ziemlich verlockend! Eigentlich soll Donald wie immer als Helfer herhalten, doch der ist gerade nicht da. Dafür kommt Dussel mit (wie, schon wieder Dussel? Und nee, er feiert dieses Jahr auch nicht seinen 60. Geburtstag 🤨). Doch der Katastrophengarant stellt sich hier als gar nicht so katastrophal heraus, denn er ist gerade auf Weise-Sprüche-Trip und das kann im Fernen Osten nur von Nutzen sein…

Grundsätzlich keine schlechte Idee, zumal es Dussel ist, der sich als der heimliche Held herausstellt und zwar diesmal gar nicht wegen seiner Dusseligkeit. Auch die Weisheiten sind teilweise sehr interessant (und manchmal auch tatsächlich ganz weise). Aber das ist auch das einzig gute an der Story. Denn der Rest ist leider ziemlich langweilig, arm an Gags und an Spannung und auch Marinis Zeichnungen wissen mich nicht zu überzeugen… D.U.C.K. (Diskussion) 20:43, 4. Mär. 2021 (CET)

Schlecht Kurz gesagt: Story geht halbwegs klar, Bilder sind schrecklich. Note 4- Treck (Diskussion)

Gier nach Gold[Bearbeiten]

Micky versucht Dagobert am Finden des Schatzes zu hindern (© Egmont Ehapa)

D 2019-161

Schlecht Dagobert und Micky sind auf einer Expedition in den eisigen Breiten Grönlands. Sie suchen nach einem Schatz, einer Maschine, die unendlich viel Geld herstellen kann – doch Micky sabotiert die Expedition heimlich! Warum? Tatsächlich arbeitet er für einen Geheimdienst, im Dienste dessen er verhindern soll, dass Dagobert den in seinen Händen vielleicht schädlichen Schatz findet. Also sabotiert und sabotiert er, doch Dagobert schöpft keinen Verdacht und bleibt hartnäckig auf der Suche. Und da mischt sich noch jemand ein…

Ein Crossover zwischen Dagobert und Micky und das noch dazu in einer dänischen Geschichte (wo Micky schon seit Jahren nicht mehr zu sehen war) – das weckt Erwartungen. Vielleicht nicht unbedingt qualitativ, aber zumindest freut man sich auf eine spezielle Geschichte. Diese Erwartungen wurden leider enttäuscht. Zwar kann die Geschichte mit einer guten Überraschung aufwarten, aber sonst ist sie absolut witzlos und auch ziemlich wirr, hektisch und einfach lächerlich. Und erst die Charakterisierung vom lächerlich naiven und einfach dummen Micky im Dienste einer zwielichtigen Organisation – bäh. Auch der Zeichner rettet das Ganze nicht. Schade drum. D.U.C.K. (Diskussion) 20:43, 4. Mär. 2021 (CET)

Wettkampf der Worte[Bearbeiten]

Donald hat leider Inspirationsprobleme… (© Egmont Ehapa)

I TL 2761-6

Gut Donalds Lieblingsautor sucht nach Ideen für einen neuen Roman und hat zum Wettbewerb ausgerufen: Seine Fans sollen Ideen vorschlagen, die beste gewinnt! Natürlich macht Donald mit. Doch auch Gustav will gewinnen und obwohl er weder den Autor noch dessen Romane kennt, ist er aufgrund seines Glücks ein harter Gegner… Zumal Donald mit ganz schönen Inspirationsproblemen zu kämpfen hat! Ganz witzige Kurzgeschichte, die zwar halbwegs vorhersehbar ist, aber im Gegensatz zur Vorgängerstory sehr gut mit den Charakteren umzugehen weiß, sodass man vor allem mit dem sehr sympathischen Donald mitfühlen kann. Auch D'Ippolitos Zeichnungen sind gewohnt gut. D.U.C.K. (Diskussion) 20:43, 4. Mär. 2021 (CET)

Der Mars-Pendler[Bearbeiten]

I TL 3365-5

Mittelmaß Dagobert schickt eine Marssonde ins Weltall! Doch sie scheint nicht zu funktionieren. Der Grund: Dagobert hatte zu privaten Zwecken heimlich einen Goldsuchsensor eingebaut und der lässt nun das ganze System abstürzen! Er fliegt mit den Neffen zum Mars, um das Problem zu beheben. Doch das bringt leider noch viele weitere Probleme mit sich…

In einer Zeit, in der ein Land nach dem anderen Sonden und Rover auf den Mars schickt, ist diese Geschichte durchaus von Aktualität und manchmal ganz lehrreich. Trotzdem stimmt sie nicht so ganz: Die Gags reißen nicht, die Geschichte hat einige Logikfehler (warum das ganze Gedöns um Weltraumfahrt und so weiter wenn Dagobert einfach mal so hin und her fliegen kann?!? Außerdem ist Dagoberts Umgang mit seinem Glückszehner mehr als ungewöhnlich) und spannend ist sie auch nicht gerade. Schließlich ist das ganze irgendwie schlecht konstruiert und passt nicht wirklich zusammen… Nicht überzeugend, Mittelmäßig-. D.U.C.K. (Diskussion) 20:43, 4. Mär. 2021 (CET)

Das Alabaster-Einhorn[Bearbeiten]

I TL 3330-2

Donald als Edelmann. Edelmütig ist er, doch das kann leider auch zum Problem werden! (© Egmont Ehapa)

Gut Es geht um einen Vorfahren Donalds im Reich Ludwigs des XIV. in Frankreich. Wie sein Nachfahr hat auch der frühere Donald Probleme mit dem Geld und bereits unbegleichbare Schulden. Also soll er einen Auftrag für seinen Onkel ausführen und ein bestimmtes Einhorn aus Alabaster einem Geschäftspartner seines Onkels als Geschenk übergeben. Doch das erweist sich als gar nicht so einfach, zumal die Vorfahren Panzerknacker ihre Finger im Spiel haben…

Diese Geschichte ist ziemlich überzeugend. Neben der gut aufgebauten Story punktet vor allem die sehr spezielle Charakterisierung Donalds als ehrbarer (aber blanker) Edelmann, die sehr überzeugend dargestellt wird. Das Potential wird von Panaro sehr gut genutzt, sodass man richtig gut mit Donald mitfühlen und miteifern kann und es zu einigen echt witzigen Situationen kommt. Echt witzig sind aber vor allem auch die Namen einiger Figuren, die vor allem für Französisch sprechende Leser den einen oder anderen Gag bereithalten. Auch Martusciellos Zeichnungen sind überzeugend und geben das Ambiente der Zeit sehr gut wieder. Also eine wirklich stabile Geschichte, die ich zwar noch nicht als Highlight bezeichnen würde, aber auf jeden Fall als gutes Gut+! D.U.C.K. (Diskussion) 20:43, 4. Mär. 2021 (CET)

Harte Schale, wundersamer Kern[Bearbeiten]

I TL 2688-5

Mittelmaß In Entenhausen hat exotisches Obst mittlerweile beinahe den gleichen Status wie Schmuck. Donald würde seiner Verlobten Daisy gerne solch kostbare Früchte schenken, doch sein Geldbeutel gibt das nicht her. Also beschließt er, das Obst selber anzubauen… Unverbraucht ist die Idee auf jeden Fall. Das gibt ein paar Punkte. Überraschungen bietet sie auch. Auch das gibt ein paar Punkte. Aber die Ausführung zieht leider wieder einige Punkte ab… Weder die Story, deren Gags nicht funktionieren und die auch sonst leider ziemlich sinnlos ist, noch die gewöhnlichen Zeichnungen sind der Knüller. D.U.C.K. (Diskussion) 20:43, 4. Mär. 2021 (CET)

Wenn das Sofa ruft[Bearbeiten]

Auf reiche Leute wie Dagobert hat das Sofa eine überaus entspannende und anregende Wirkung… (© Egmont Ehapa)

I TL 3369-1

Gut Ein von Donald bestelltes Sofa landet bei Dagobert im Geldspeicher. Der Grund? Zunächst unbekannt… Doch anstatt es Donald zu geben, merkt Dagobert schnell, dass sich das Sofa gut auf seine Geschäfte auswirkt. So will er es behalten und dafür Donalds Schuldenliste ein wenig kürzen. Doch der lässt sich das nicht gefallen…

Eine wahrhaft absurde Idee – doch sie funktioniert! So verrückt die Geschichte auch sein mag, sie ist schlüssig und vor allem witzig. Auch die schönen und detailreichen Zeichnungen von Nicola Tosolini sind ein Augenschmaus und werten das Ganze noch auf. Allerdings fehlt das bisschen Etwas zum Highlight und vielleicht bin ich auch wieder zu streng oder mag die Farbe lila zu sehr oder was weiß ich, auf jeden Fall vergebe ich für diese Story die Bewertung Gut+! D.U.C.K. (Diskussion) 20:43, 4. Mär. 2021 (CET)

Fazit[Bearbeiten]

Gut bis Mittelmaß Ein Band mit Höhen und Tiefen (wie immer). Während die letzte Topalbano-Folge Die Amphore der Charybdis mich sowohl storytechnisch als auch auf graphischer Ebene absolut überzeugt hat (danke an Francesco Artibani und Paolo Mottura!) und auch Das Alabaster-Einhorn und Wenn das Sofa ruft auf jeden Fall zu den besseren Geschichten gehören und gute Momente haben, ist der Rest durchschnittlich bis echt mies mit dem Micky-Dagobert-Crossover als Tiefpunkt. Wer auf Maus-Krimis und den hier aufgrund des diesjährigen Jubiläums überrepräsentierten Primus steht, dem sei dieser Band empfohlen, doch der Rest wird daran wohl nicht so viel Gutes finden. D.U.C.K. (Diskussion) 20:43, 4. Mär. 2021 (CET)

Weblinks[Bearbeiten]