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LTB 544: Rezension

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© Egmont Ehapa
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In diesem Artikel wird das LTB 544 rezensiert. Ist dieser Band einen Kauf wert oder sollte er lieber im Kiosk stehen bleiben? Du weißt es nicht? Dann lies das! Einen neutralen enzyklopädischen Artikel findest du unter LTB 544.

Jeder kann hier seine persönliche Meinung zu den in LTB 544 erschienenen Geschichten verfassen. Eine Unterschrift unter jedem Kommentar ist erwünscht (einzufügen mit ~~~~). Die Geschichten können mit Highlight Highlight, Gut Gut, Mittelmaß Mittelmaß oder Schlecht Schlecht bewertet werden. Bei der Bewertung sollten Zeichnungen, Plot und Übersetzungen mit einbezogen werden. Eine genaue Anleitung zum Verfassen einer Rezension findest du hier. Viel Spaß!


Cover / Titel[Bearbeiten]

Eine Anlehnung an Fast and Furious soll es also diesen Monat sein. An sich erscheint mir diese Idee gut und lockt vielleicht auch den einen oder anderen Gelegenheitskäufer, der sich – ganz im Gegensatz zu mir – für die Vorlage begeistern kann. Und das Cover erzeugt im Gegensatz zu dem des letzten Bandes auch keinen Brechreiz bei mir. Klar gibt es bessere, aber die Wüstenlandschaft im Hintergrund gefällt mir gut, sogar besser als der Bildvordergrund mit dem grimmig schauenden Donald. Der Titel des LTBs, „Fast schon zu furios!“, gefällt mir ebenfalls. --McDuck (Diskussion) 19:07, 30. Mär. 2021 (CEST)

Fast schon zu furios[Bearbeiten]

D 2020-067

Don und Gus sind Konkurrenten, aber auch Freunde (© Egmont Ehapa)

Mittelmaß Don Ducketto ist der beste Rennfahrer des Straßenrennens von Monte Bello und Daisy Iltis (wer hat sich diesen bescheuerten Namen ausgedacht? Daisy stinkt doch nicht!) ist die beste Mechanikerin. Mit Gus O'Ganter kommt dieses Jahr allerdings ein großer Konkurrent für Don dazu, der noch dazu für eine Konkurrentin Daisys antritt. Diese scheut vor Sabotage nicht zurück und legt Dons Boliden lahm. Der muss wohl oder übel mit der für ihre Tücken berüchtigten „Schwarzen Schönheit“ das Rennen antreten.

Andreas Pihl ist mir in den LTBs etwas zu sehr präsent, auch wenn es angenehm ist, dass er mal keine Phantomias- oder Weltraum-Story verbrochen hat. Tatsächlich kann die Story mit einigen guten Ideen punkten, die Gegenspielerin gewinnt ein bisschen Charisma und die Konkurrenzsituation zwischen Don und Gus wird erstaunlich wenig vertieft, sodass sie eher Freunde als Gegenspieler sind. Gustav kommt sympathisch rüber, was äußerst selten ist und mir gut gefällt. Dass er sich des Geldes wegen für Daisys Konkurrentin entscheidet, ist auch gut nachvollziehbar.

Viele schätzen Andrea Ferraris nicht besonders, mir gefallen seine Zeichnungen allerdings gut, so auch in dieser Geschichte. Eine Note zwischen 2 und 3 wäre wohl angemessen für diese Geschichte, ich tendiere zu 3+, weil das Thema Autorennen an sich mich nicht nur nicht interessiert, sondern ich es heutzutage an sich schon höchst bedenklich finde. Der Story bleibt also ein Mittelmäßig +. --McDuck (Diskussion) 19:07, 30. Mär. 2021 (CEST)

Neues aus der Geschäftswelt[Bearbeiten]

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Falle im Dschungel, schön gezeichnet von Cavazzano, mit starkem Anklang an eine Geschichte aus LTB 236 (© Egmont Ehapa)

Gut Eine Zeitung will den Geschäftsmann des Jahres auf ihre Titelseite bringen. Doch Dagobert und Klaas Klever liegen gleich auf! So müssen sie sich einem Wettkampf unterziehen und an zwei zufällig ausgewählten Orten innerhalb jeweils eines Tages ein möglichst gutes Geschäft abschließen: in der Arktis und im indischen Dschungel…

Typischer Konkurrenzkampf zwischen Dagobert und Klever um ein prestigereiches Gut, denn natürlich verspricht die Kür zum Geschäftsmann des Jahres satte Gewinne. Die Geschichte hat mit 40 Seiten auch ausreichend Platz, um sich zu entwickeln. Beide Stationen sind aufgrund ihrer exotischen Lage gleichermaßen spannend, was die wie immer exzellenten Zeichnungen des Großmeisters Cavazzano natürlich beflügelt. Die Schönheit der Natur und die Freuden des Exotischen können durch Cavazzanos Zeichnungen nur gewinnen. Ein bisschen schade finde ich es, dass auf Klaas Klevers Versuche des Geschäftemachers nicht eingegangen wird, der Leser bekommt bloß das Resultat präsentiert. Das verengt etwas unnötig den Fokus. Und natürlich ist das Ende so absehbar wie das Amen im Gebet. Ich weiß, dass das jetzt fies zum armen Bertel ist, aber wenn er jedesmal gewinnen muss, macht das die Geschichten ziemlich uninteressant. Und es ist hier nicht mal so, dass man Klever ob seiner fiesen Tricks die Niederlage von Herzen gönnt. Die Zeichnungen reißen die Bewertung der Geschichte etwas nach oben, ich gebe Note 2+.

Die Aufgabe im Dschungel erinnert mich stark an Das schönste Geburtstagsgeschenk, eine der besten dänischen LTB-Geschichten (auch besser als diese hier) und interessanterweise ebenfalls gezeichnet von Cavazzano. --McDuck (Diskussion) 19:07, 30. Mär. 2021 (CEST)

Lachen auf Knopfdruck[Bearbeiten]

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Mittelmaß Ich glaube, es wurde in einem Comic noch nie so viel gelacht – aber nicht von mir, sondern von den Figuren. Mir entlockt diese Geschichte höchstens ein Schnauben. Note 3- und eigentlich schade, dass für so etwas Unlustiges die vorherige Geschichte unterbrochen wurde. --McDuck (Diskussion) 19:07, 30. Mär. 2021 (CEST)

Im Pendel der Zeit[Bearbeiten]

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Merkwürdiges tut sich in Entenhausen – der Eiffelturm in New York? (© Egmont Ehapa)

Highlight Die Zeit gerät mächtig durcheinander! Micky wird täglich von einer Dimension in die andere katapultiert und kann nichts dagegen unternehmen! Zumal die Dimensionen sehr verschieden sind und die Personen sich dort sehr verschieden verhalten. Außerdem weiß Micky nie, was in der Dimension passiert ist, in der er gerade nicht war. Wie kann er da wieder rauskommen?

Casty!!!!! Leider in letzter Zeit ein seltener Gast im LTB, aber wenn er zum Zuge kommt, dann brilliert er. Die Grundidee ist natürlich einerseits vertraut, weil viele von Castys Geschichten ähnliche Ideen verwenden, aber sie hebt sich derart von den alltäglichen Disney-Geschichten ab, dass jede trotzdem ein Hochgenuss zum Lesen ist. Als allereinziges Manko ist mir die Geschichte etwas zu kurz für die wieder mal geniale Idee und unnachahmliche Ausarbeitung. Micky in seiner Verzweiflung hätte ich auch noch ein paar Seiten länger ertragen, ebenso wie die Verfolgungsjagd ganz am Ende. Über die Zeichnungen brauche ich nichts zu sagen, die sind eine Klasse für sich. Absolute Leseempfehlung und Note 1+. --McDuck (Diskussion) 19:07, 30. Mär. 2021 (CEST)

Nimmersatter Nimmersatt[Bearbeiten]

I TL 3206-4

Mittelmaß Faraci ist normalerweise ein Garant für originellere Geschichten, die Grundidee, dass Franz ein Restaurant leerfuttert, hatten wir bereits öfters. Del Conte zeichnet routiniert und auch wenn er nicht zu meinen Lieblingszeichnern zählt, kann ich daran wenig aussetzen. Lediglich der Schlussgag rettet das Ganze. Note 3. --McDuck (Diskussion) 19:07, 30. Mär. 2021 (CEST)

Gut In dieser Geschichte geht Franz in Restaurant, das den Gästen für 15 Taler anbietet, so viel zu essen, wie sie möchten. Alles was bestellt, aber nicht aufgegessen wird, muss zusätzlich bezahlt werden. Nachdem Franz die gesamte Karte bestellt und aufgegessen hat, möchte er gerne zahlen. Nicht weil er keinen Hunger mehr hat, sondern weil auf dem Hof von Oma Duck sein Lieblingsessen auf ihn wartet.

Ich mag das Format des Comics, mit vier Seiten ist es für eine lustige Gag- Story genau richtig. Die Idee ist originell, auch wenn es sicherlich noch bessere gibt. Als Abwechslung zu langen Geschichten ist dieser Vierseiter super. Ich würde eine 2 vergeben. Poco23 (Diskussion) 10:09, 31. Mär. 2021 (CEST)

Phantomias in modernen Zeiten: Aller Anfang ist schwer[Bearbeiten]

Nächste Episode →

I TL 3316-1

Lord Quackett hat alles geplant (© Egmont Ehapa)

Highlight Der Klassiker Die Verwandlung wird hier verknappt neu erzählt, doch diesmal aus einer anderen Perspektive und man sieht, dass die erste Verwandlung Donalds in Phantomias gar nicht so ein großer Zufall war wie in Die Verwandlung gezeigt, sondern Teil eines ausgetüftelten Plans des ersten Phantomias.

Im Gegensatz zu Del Conte hat sich Gervasio schon längst in die Gruppe meiner Lieblingskünstler katapultiert. Die Geschichte hat auch alles, was ich mir von ihm erwarten kann, etwa hervorragende Zeichnungen und ein sehr raffiniertes Spiel mit der Vorlage Die Verwandlung, die hier zum Teil aus anderer Perspektive nacherzählt wird. Die Idee, dass Lord Quackett persönlich seine Hände im Spiel hatte, ist sehr reizvoll. Ein bisschen schade ist die Kürze der Geschichte, wodurch Passagen der Vorlage, etwa Donalds Verwirrspiel mit den Masken und seine Enttäuschung darüber, dass Gustav die Villa Rosa vor ihm erreicht, nicht mehr ganz zu tragen kommen.

Ärgerlich ist allerdings die Veröffentlichungsstrategie Egmonts, die die Freude doch etwas trübt. Diese Geschichte ist der Ausgangspunkt der inoffiziellen Serie Phantomias in modernen Zeiten, von der bereits Teile, und zwar völlig chaotisch, im LTB erschienen sind. Weiters ist der Matratzenklau auch in der Geschichte Il ladro e il miliardario der Serie Die Legende des ersten Phantomias referenziert, die vor dieser Geschichte entstand, aber noch nicht auf deutsch veröffentlicht wurde. Dass der erste Phantomias den Matratzenklau mit „genau das hätte ich auch gemacht“ kommentiert, ist doch nur schwer verständlich, wenn man das entsprechende Kapitel aus der Legendenserie nicht kennt. Würden die Redakteure ein bisschen die Foren mitverfolgen oder sich auf der Duckipedia informieren, hätte dieser Fauxpas nicht sein müssen! Es ist zudem eine vergebene Chance, nirgendwo redaktionell auf die Geschichte einzugehen. Etliche Leser werden Die Verwandlung nicht kennen und von der Geschichte arg verwirrt sein. Bei der Übersetzung wäre es mir lieber gewesen, sie sehr eng an die Vorlage anzupassen, anstatt der Spur nach neu zu übersetzen. Und der Titel der deutschen Übersetzung, Aller Anfang ist schwer, ist enorm unpassend. Phantomias... wie alles begann hätte die Geschichte lauten müssen, das wäre auch eine wesentlich bessere Übersetzung des Originaltitels!

Die Fehler Egmonts kann man allerdings der Geschichte nicht anlasten, die eine sehr gute Note verdient hat. Note 1-, weil sie mir etwas zu kurz ist. --McDuck (Diskussion) 19:07, 30. Mär. 2021 (CEST)

Agentur Herzdame: Die Liebe und das liebe Geld[Bearbeiten]

I TL 2889-5

Mittelmaß Eine Geschäftsfrau braucht Hilfe, um sich an einen Milliardärskollegen von Dagobert heranzumachen. Gitta hilft ihr, doch da wechselt die Frau die Richtung und probiert es mit Dagobert! Und das sogar erfolgreich…

Oje, erneut ein Fehler von Egmont, denn die Geschichte referenziert auf eine, die bereits Jahrzehnte alt und noch immer nicht im deutschsprachigen Raum erschienen ist (Brigitta e il papero di denari von Antonio Bellomi und Franco Lostaffa). Ansonsten ist die Geschichte interessant und thematisiert mit Trickbetrug ein spannendes Thema. Zusätzlich rückt die Liebesproblematik in den Vordergrund. Und auch Gittas Eifersucht, weil die Geschäftsfrau mit Dagobert ausgeht, ist stimmig. Während mir die Story gut gefällt, sind die Zeichnungen von Barbaro leider ziemlich schlecht und drücken das Endergebnis nach unten. Note 3. --McDuck (Diskussion) 19:07, 30. Mär. 2021 (CEST)

Der Stern der Anden[Bearbeiten]

I TL 3298-4

Gut Klaas Klever hat eine sehr seltene Blume für eine Ausstellung gestiftet und wird dafür gefeiert. Das gefällt Dagobert natürlich gar nicht und so will der seinen Konkurrenten überflügeln. Er holt sich Rat von Primus und der schlägt ihm vor, nach dem wertvollen „Andenedelweiß“ zu suchen. Dagobert schickt seine Skla… ähm Neffen Donald und Dussel auf die Suche. Doch die finden dort mehr als nur eine schöne Blume!

Kann man gar nicht viel sagen. Die Idee der laufenden Blume, die noch dazu Familie hat (ist das jetzt noch eine Pflanze oder schon ein Tier?), finde ich allerdings gewöhnungsbedürftig. Und das Ende ist mir etwas zu schnell, man sieht ja gar nicht, wie Donald und Dussel ihrem Onkel die Blume verkaufen und welche Bezahlung sie dafür bekommen. Auch hätte man erwartet, zunächst einen Wutausbruch Dagoberts zu sehen. Nichtsdestotrotz eine solide Note 2, auch weil die exotischen Blumen sehr schön sind. --McDuck (Diskussion) 19:07, 30. Mär. 2021 (CEST)

Gauner ohne Glück[Bearbeiten]

I TL 3354-5

Mittelmaß Nichts läuft. Pleiten. Pech. Misslungene Coups, sogar die einfachsten Dinger dreht Karlo nicht mehr. Er beschließt deprimiert, eine Psychologin zu besuchen und wird so langsam wieder aufgebaut… ob das gut ist?

Naja, mag man mögen, ich fand die Story eher bescheiden. Zwar hatten wir Karlo noch nie in der Rolle des Pechvogels, die Idee ist also unverbraucht, aber gefallen tut sie mir nicht. Was ist denn mit dem wirklich gefährlichen Kater Karlo? In der Geschichte ist von ihm jedenfalls nichts zu spüren und Karlo kommt einem vor wie ein sympathischer Kleinkrimineller. Auch Plattnase hat in der Geschichte keinen Reiz und dass er und Karlo so gute Freunde sind, ist auch sehr selten sonst der Fall. Das Ende kommt viel zu schnell, Karlos Schwierigkeiten, Gutes zu tun, kommen mir viel zu kurz. Und wieso soll eine alte Oma eine Bank überfallen? Note 3. --McDuck (Diskussion) 19:07, 30. Mär. 2021 (CEST)

Das letzte Abenteuer[Bearbeiten]

I TL 3343-3

Beeindruckende Gefühle zwischen Dagobert und Donald (© Egmont Ehapa)

Gut Donald und Dagobert sind völlig zerstritten. Da kommt ein Reality-Show-Moderator und schlägt Dagobert vor, bei einer Schatzsuche nach einem legendären Schatz vor laufender Kamera und mit unzähligen Fallen mitzumachen. Donald muss wohl oder übel mitmachen. Doch wir sind in einem Comic und so läuft nichts wie geplant…

Hier liegt schon fast eine Charakterstudie der Beziehungen zwischen Onkel und Neffen vor, die, bei besserer Ausarbeitung, eines Barks oder Rosa würdig gewesen wäre. Auch das Ende mit dem Schatz, der sich nicht als solcher herausstellt und der Moral, dass das Abenteuer mehr zählt, erinnert an Klassiker der beiden Genannten. Aber der Autor heißt Zemelo und deshalb können diese beiden Elemente letztendlich zu wenig Fuß fassen. Dennoch eine gute Leistung, die der Autor abgeliefert hat, mit interessanten Fallen, einer spannenden Dynamik zwischen den Figuren, interessanten Gegnern (wobei ihre Charakterisierung mir etwas zu kurz kommt) und vor allem einem in vielerlei Hinsicht sehr überzeugenden Donald, der seinem Onkel bis fast zum Schluss die Schau stiehlt. Die Zeichnungen sind grosso modo gut, auch wenn in Anbetracht der guten Story ein besserer Zeichner (warum hat sich Cavazzano nicht um die hier gekümmert?) keine schlechte Wahl gewesen wäre. Note 2+. --McDuck (Diskussion) 19:07, 30. Mär. 2021 (CEST)

Fazit[Bearbeiten]

LTB 544 bietet einen erstaunlich guten Eindruck verglichen mit dem Vorgängerband. Gewiss, es gibt immer noch einiges Mittelmaß und besonders die kurzen Füllgeschichten überzeugen nicht, aber auch sehr viel Gut und zwei absolute Highlights. Allein für Casty lohnt sich der Kauf doppelt und dreifach, Fans der allerersten Phantomiasgeschichte werden sich über Aller Anfang ist schwer sehr freuen und die letzte Geschichte hat eine ganz eigene Ausstrahlung, die zumindest bei mir nachwirkt. --McDuck (Diskussion) 19:07, 30. Mär. 2021 (CEST)

Weblinks[Bearbeiten]